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Die Archäologie und Baugeschichte der Burg Kriebstein im Landkreis Hainichen im Freistaat Sachsen

Title: Die Archäologie und Baugeschichte der Burg Kriebstein im Landkreis Hainichen im Freistaat Sachsen

Term Paper , 2015 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna Buchroth (Author)

History - Miscellaneous
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Die Burg Kriebstein wird häufig als "Sachsens schönste Ritterburg" beworben. Die malerische Lage an der Zschopau und die imposante Burganlage machen die Burg zu einem Besuchermagneten. Der Reiz der Burg liegt jedoch nicht allein in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild begründet. Die Burg Kriebstein, welche der Epoche der Spätgotik zugeordnet werden kann, kann auf eine wechselvolle 600-jährige Entwicklungsgeschichte zurückblicken, die der näheren Betrachtung lohnt. Sowohl Exterieur als auch Interieur der Burg, die in ihrer Geschichte über 30 Mal den Besitzer gewechselt hat, zeichnet sich aus durch eine Kombination aus Beständigkeit und Weiterentwicklung.

Diese Hausarbeit versucht diese wechselvolle Entwicklungsgeschichte nachzuvollziehen, indem sie ausgehend von den neuen archäologischen Befunden die baugeschichtliche Entwicklung der Burg Kriebstein darstellt und interpretiert. Dabei können aufgrund des begrenzten Umfangs der abgefassten Arbeit nicht alle Gebäudekomplexe gleichermaßen berücksichtigt werden. Da der Wohnturm der massivste und auch älteste Baukörper in der Gesamtanlage ist, erscheint eine Fokussierung auf diesen sinnvoll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Topographische Lage und Aufbau der Burganlage

3. Baugeschichte

3.1 Gründung durch die Familie von Beerwalde und erste Bauphase (1384-1465)

3.2 Zweite Bauphase unter Hugold III. von Schleinitz (1465- 1490)

3.3 Weitere Besitzerwechsel und Bautätigkeiten

4. Aufbau und Nutzung in der ersten Bau-Epoche

4.1 Der Wohnturm

4.2 Die Bedeutung der Burg Kriebstein zu ihrer damaligen Zeit

5. Heutige Nutzung

6. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die wechselvolle 600-jährige Entwicklungsgeschichte der Burg Kriebstein anhand neuerer archäologischer Befunde und baugeschichtlicher Analysen nachzuvollziehen. Dabei steht insbesondere der Wohnturm als ältester und massivster Baukörper der Gesamtanlage im Fokus, um die baugeschichtliche Entwicklung und die spezifische Wohnkultur des Spätmittelalters zu interpretieren.

  • Archäologische Datierungsmethoden (Sondierung, Dendrochronologie)
  • Bauphasen und bauliche Veränderungen vom 14. bis zum 19. Jahrhundert
  • Funktionswandel der Burg vom Wohnsitz zur Repräsentationsburg
  • Interpretation spätmittelalterlicher Wohnansprüche und Raumgestaltung

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Burg Kriebstein zu ihrer damaligen Zeit

Der Bauherr von Kriebstein, Dietrich von Beerwalde, bekleidete im Laufe der Jahre wichtige Ämter, die ihm auch politischen Einfluss verschafften. Den urkundlichen Erwähnungen zufolge war „Ditherich“ am wettinischen Hof Heimlicher Rat (1381), Marschall (1383) und Hofmeister (erstmalig 1389 erwähnt, zuletzt 1408). Die angesehenen Ämter verbesserten auch die ökonomische Lage von Dietrich von Beerwalde. Und so konnte er die Burg Kriebstein als Wohn- und Herrschaftssitz der Familie von Beerwalde errichten lassen. Darüber hinaus gelang es ihm, seine Besitzungen rund um die Burg zu erweitern. In der ersten urkundlichen Erwähnung gibt Dietrich von Beerwalde bekannt, dass er den von seinem Vater geerbten Kriebstein bebauen und dem Markgrafen Wilhelm öffnen will.

Der eigentliche Stammsitz der Familie von Beerwalde befand sich im Dorf Beerwalde, im Landkreis Mittwaida. Zu dem Herrschaftsbereich der Familie gehörte ebenfalls das kleinere Dorf Höfchen. Beerwalde war in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Waldhufendorf mit dazugehöriger Pfarrkirche und Rittersitz gegründet worden. In der Zeit der bäuerlichen Kolonisation trieb Dedo von Wettin die Besiedelung der Flächen um Beerwalde von Rochlitz aus voran.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Burg Kriebstein ein und erläutert die methodische Herangehensweise unter Fokussierung auf den Wohnturm.

2. Topographische Lage und Aufbau der Burganlage: Das Kapitel beschreibt die geographische Einordnung der Burg als Bergspornburg und erläutert ihr wehrtechnisches Konzept.

3. Baugeschichte: Hier wird die zeitliche Abfolge der Erbauung und der baulichen Erweiterungen unter verschiedenen Besitzern detailliert analysiert.

3.1 Gründung durch die Familie von Beerwalde und erste Bauphase (1384-1465): Dieses Kapitel beleuchtet die urkundliche Ersterwähnung und die archäologischen Nachweise zur Errichtung des Wohnturms im späten 14. Jahrhundert.

3.2 Zweite Bauphase unter Hugold III. von Schleinitz (1465- 1490): Fokus auf die Umgestaltung der Burg durch Arnold von Westfalen im spätgotischen Stil.

3.3 Weitere Besitzerwechsel und Bautätigkeiten: Darstellung der baulichen Veränderungen durch spätere Besitzerfamilien wie die von Schönberg und von Arnim bis ins 20. Jahrhundert.

4. Aufbau und Nutzung in der ersten Bau-Epoche: Untersuchung der ursprünglichen Raumaufteilung und Funktionalität innerhalb der Anlage.

4.1 Der Wohnturm: Analyse der räumlichen Nutzung des Wohnturms als Kernstück der Anlage und Repräsentationsort.

4.2 Die Bedeutung der Burg Kriebstein zu ihrer damaligen Zeit: Betrachtung des sozio-ökonomischen Hintergrunds der Erbauerfamilie von Beerwalde.

5. Heutige Nutzung: Überblick über die aktuelle touristische und museale Funktion sowie die Rolle des Freundeskreises Burg Kriebstein e.V.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Baugeschichte und der Bedeutung der Burg als Beispiel adler Wohnkultur.

Schlüsselwörter

Burg Kriebstein, Baugeschichte, Bergspornburg, Dietrich von Beerwalde, Wohnturm, Dendrochronologie, Spätgotik, Arnold von Westfalen, Adlige Wohnkultur, Mittelalter, Burganlage, Sanierung, Denkmalschutz, Sachsen, Rittersaal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die baugeschichtliche Entwicklung der Burg Kriebstein und untersucht, wie sich die archäologischen Erkenntnisse mit den historischen Überlieferungen in Einklang bringen lassen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der allgemeinen Baugeschichte stehen insbesondere die Datierung des Wohnturms, die archäologischen Befunde (wie Keramik und Dendrochronologie) sowie der Wandel der Wohnansprüche im Spätmittelalter im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die wechselvolle 600-jährige Geschichte der Burg anhand konkreter archäologischer Funde nachzuvollziehen und den Erbauungszeitpunkt präzise zu bestimmen, um ältere, teils ungenaue Forschungsmeinungen zu korrigieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Urkunden, eine Auswertung baugeschichtlicher Literatur sowie spezifische archäologische Methoden wie die Dendrochronologie und die Untersuchung von Keramikfunden (insbesondere Ofenkeramik und Irdenware).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die topographische Beschreibung, die chronologische Baugeschichte, die detaillierte Untersuchung des Wohnturms als zentrales Element sowie die wirtschaftliche Bedeutung des Bauherrn Dietrich von Beerwalde.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Burg Kriebstein, Spätgotik, Baugeschichte, archäologische Sondierung, Wohnturm und adlige Wohnkultur treffend zusammenfassen.

Wie konnte der Erbauungszeitpunkt der Burg Kriebstein wissenschaftlich präzisiert werden?

Durch dendrochronologische Untersuchungen der originalen Tannenholzbalken konnte der Bau des Wohnturms sicher in die letzten beiden Jahrzehnte des 14. Jahrhunderts datiert werden, wodurch frühere Theorien einer romanischen Gründung widerlegt wurden.

Welche Rolle spielte der Baumeister Arnold von Westfalen für die Anlage?

Arnold von Westfalen, der bereits die Albrechtsburg in Meißen errichtete, wurde 1471 beauftragt und prägte die Burg durch bedeutende spätgotische Um- und Erweiterungsbauten, die den architektonischen Charakter der Anlage maßgeblich festigten.

Wie veränderte sich die Nutzung des sogenannten Kriebsteinzimmers im Laufe der Zeit?

Während das Zimmer ursprünglich wohl als privater Andachtsraum der Burgherren diente, änderte sich seine Funktion über die Jahrhunderte; später wurde es unter anderem als Rüstkammer genutzt, bevor es restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Welchen Einfluss hatte der Wechsel vom Privatbesitz zum Volkseigentum auf die Bausubstanz?

Die Enteignung der Familie von Arnim 1945 und die Überführung in Volkseigentum der DDR führte zu einem schleichenden Verfall der Bausubstanz, der erst durch späteres bürgerschaftliches Engagement und die Übernahme durch den Freistaat Sachsen 1993 gestoppt werden konnte.

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Details

Title
Die Archäologie und Baugeschichte der Burg Kriebstein im Landkreis Hainichen im Freistaat Sachsen
College
Technical University of Braunschweig  (Historisches Seminar)
Course
Einführung in die interdisziplinäre Burgengeschichte
Grade
1,0
Author
Anna Buchroth (Author)
Publication Year
2015
Pages
25
Catalog Number
V383596
ISBN (eBook)
9783668589384
ISBN (Book)
9783668589391
Language
German
Tags
archäologie baugeschichte burg kriebstein landkreis hainichen freistaat sachsen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Buchroth (Author), 2015, Die Archäologie und Baugeschichte der Burg Kriebstein im Landkreis Hainichen im Freistaat Sachsen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383596
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