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Durch Fremdhilfe zur Selbsthilfe. Die Bedeutung von Beziehungsarbeit zur Selbstbefähigung für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

Steirische sozialpsychiatrische Leisungsangebote

Title: Durch Fremdhilfe zur Selbsthilfe. Die Bedeutung von Beziehungsarbeit zur Selbstbefähigung für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

Bachelor Thesis , 2016 , 64 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Sara Saubach (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zählen zu einer sozialen Randgruppe unserer leistungsstarken Gesellschaft. Betroffene Personen, wie auch deren Angehörige, leiden nicht nur unter psychischen Symptomen und Störungen an sich, sondern insbesondere an deren Auswirkungen und Folgen in Bezug auf resultierende Einschränkungen in Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeit, Beschäftigung, Freizeit und Pflege sozialer Kontakte.

Im Hauptaugenmerk dieser Bachelorarbeit liegt die Frage, wie es möglich ist, trotz psychischer Einschränkungen ein erfülltes Leben führen zu können und welche Rolle Betreuungspersonen – ganz nach dem Motto "mittels Fremdhilfe zur Selbsthilfe" – zur Selbstbefähigung von psychisch beeinträchtigten Personen einnehmen. Im Zuge dessen wird die Frage erarbeitet, was unter psychischen Beeinträchtigungen – insbesondere mit einem chronischen Krankheitsverlauf – verstanden wird und in welcher Form sich diese ausdrücken können. Weiters soll auch geklärt werden, was unter Sozialpsychiatrie verstanden wird und welche sozialpsychiatrischen Leistungsangebote in der Steiermark zur Verfügung stehen, um einerseits psychische Erkrankungen zu behandeln, aber auch gemeindenahe gesellschaftliche Integration trotz spezifischer Einschränkungen zu ermöglichen.

In diesem Zusammenhang sollen bezüglich gesellschaftlicher Integration auch Selbshilfekonzepte wie Recovery, Empowerment, Salutogenese sowie Gemeinwesenarbeit als wesentliche Leistungsdimension sozialpsychiatrischer Arbeit vorgestellt werden. Schlussendlich wird im letzten großen Teil meiner Bachelorarbeit die Methodik der intensiven Beziehungsarbeit zwischen Klientinnen/Klienten und betreuenden Personen veranschaulicht werden, um Selbsthilfe überhaupt erst zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNG

1. DEFINITION DER ZIELGRUPPE

1.1. Psychische Gesundheit

1.1.1. Gesundheitsförderung

1.2. Psychische Störung

1.2.1. Merkmale psychischer Störung

1.2.2. Subjektives Störungserleben

1.3. Chronizität von psychischen Erkran kungen

1.4. Klassifikation psychischer Störungen

1.4.1. ICD-10 (International Classification of Diseseas) der WHO

1.5. Auszüge psychischer Störungen

1.5.1. Affektive Störungen (F30-F39)

1.5.2. Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (F40 – F48)

2. SOZIALPSYCHIATRISCHE STEIRISCHE VERSORGUNG

2.1. Nichtprofessionelle Angebote

2.1.1. Selbsthilfe- und Angehörigengruppen

2.2. Stationäre Einrichtungen des psychiatrischen Kernfelds

2.2.1. Vollstationäre Behandlung

2.2.2. Tageskliniken

2.3. Ambulante Vorfeldeinrichtungen der allgemeinen Gesundheits- und Sozialversorgung

2.4. Ambulante Einrichtungen des psychiatrischen Kernfelds

2.4.1. Sozialpsychiatrische Dienste

2.4.2. Niedergelassene PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen

2.5. Komplementäre bzw. rehabilitative Einrichtungen des psychiatrischen Kernfelds

2.5.1. Bereich Wohnen

2.5.2. Bereich Arbeit

2.5.3. Bereich Beschäftigung

3. GEMEINWESENORIENTIERUNG

3.1. Verständnis von Gemeinwesenorientierung

3.2. Ziele der Gemeinwesenorientierung

3.3. Förderung nicht-professioneller Angebote

4. SELBSTHILFEKONZEPTE

4.1. Salutogenese

4.1.1. Förderung des Kohärenzgefühls

4.2. Recovery

4.2.1. Recovery Prozess nach Ralph und Corrigan

4.3. Empowerment

5. BEZIEHUNGSARBEIT ALS WERKZEUG ZUR SELBSTHILFE

5.1. Prozesshaftigkeit

5.2. Kommunikation

5.2.1. Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun

5.2.2. Kommunikationshürden im Betreuungskontext

5.3. Person des Helfers

5.3.1. Konzept der Schlüsselqualifikation nach L. Reetz

6. FÖRDERUNG VON SELBSTHILFE (RECOVERY) IM BEZIEHUNGS- UND VERSORGUNGSSETTING

6.1. Recovery in der Beziehungsarbeit

6.1.1. Studie über helfende Beziehungen in psychiatrischen Einrichtung

6.2. Umorientierung der professionellen Hilfsangebote

6.3. Recovery im Versorgungssetting

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie psychisch beeinträchtigte Menschen trotz chronischer Einschränkungen ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen können. Der Fokus liegt dabei auf der Bedeutung der Beziehungsarbeit zwischen Betreuungspersonen und Klienten sowie der Anwendung von Selbsthilfekonzepten innerhalb sozialpsychiatrischer Leistungsangebote in der Steiermark.

  • Psychische Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Lebenswelt
  • Sozialpsychiatrische Versorgungsstrukturen in der Steiermark
  • Selbsthilfekonzepte: Recovery, Empowerment und Salutogenese
  • Beziehungsarbeit als zentrales Werkzeug der Betreuung
  • Förderung der Selbstbefähigung durch professionelle Helfende

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Merkmale psychischer Störung

Psychische Störungen als „Steigerung oder Hemmung normaler psychischer Prozesse“ (Stemmer-Lück 2009, S.23) sind stets als Gesamtkonstrukte zu sehen, die sich in der Kultur, der sozialen Umwelt, der Religion, dem Klassen- und Bildungsstand usw. manifestieren. Zu den zentralen und einigermaßen objektivierbaren Merkmalen, die in vielen Definitionsversuchen vorkommen, zählen nach Comer (vgl. 1995, S. 3f) folgende Punkte:

• Devianz: Abhängig von den vorhandenen Normen, die in einer Gesellschaft, Kultur oder einem Zeitalter vorherrschen, versteht man unter Devianz jene Abweichungen, die nicht einem normgerechten Verhalten entsprechen.

• Leidensdruck ist die subjektive Einschätzung, die auf Grund des Ausmaßes und des Vorhandenseins der Symptome variieren kann.

• Beeinträchtigung ist während jenen Tätigkeiten spürbar, die den vorherrschenden Lebensanforderungen entsprechen.

• Gefährdung kann von den Betroffenen in Form von Selbstgefährdung verstanden werden, wie auch als Fremdgefährdung, die von Angehörigen bzw. im Großen und Ganzen von der Umwelt wahrgenommen wird.

(vgl. Comer 1995, S. 3f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition der Zielgruppe: Dieses Kapitel definiert psychische Gesundheit, Störungen und deren chronische Verläufe sowie die Klassifikation durch das ICD-10-System.

2. SOZIALPSYCHIATRISCHE STEIRISCHE VERSORGUNG: Hier wird das Spektrum der Hilfsangebote in der Steiermark von nicht-professionellen Gruppen bis hin zu stationären und komplementären Einrichtungen analysiert.

3. GEMEINWESENORIENTIERUNG: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung sozialräumlicher Strategien und die Förderung nicht-professioneller Angebote zur gesellschaftlichen Integration.

4. SELBSTHILFEKONZEPTE: Es werden die theoretischen Modelle der Salutogenese, Recovery und des Empowerments vorgestellt, die den Ressourcenfokus in der Betreuung stärken.

5. BEZIEHUNGSARBEIT ALS WERKZEUG ZUR SELBSTHILFE: Der Fokus liegt auf der prozesshaften Beziehungsgestaltung, Kommunikation und den notwendigen Schlüsselqualifikationen der betreuenden Personen.

6. FÖRDERUNG VON SELBSTHILFE (RECOVERY) IM BEZIEHUNGS- UND VERSORGUNGSSETTING: Dieses Kapitel verbindet Theorie und Praxis durch eine qualitative Studie, die zeigt, wie professionelle Helfende Recovery-Prozesse effektiv unterstützen können.

7. FAZIT: Das Fazit reflektiert die Kluft zwischen Theorie und Praxis und unterstreicht die enorme Bedeutung von Erfahrung in der sozialpsychiatrischen Betreuung.

Schlüsselwörter

Sozialpsychiatrie, Recovery, Empowerment, Salutogenese, Beziehungsarbeit, Selbsthilfe, psychische Beeinträchtigung, Gemeindepsychiatrie, Gemeinwesenorientierung, Betreuung, Steiermark, Schlüsselqualifikationen, Selbstbefähigung, professionelle Helfende, psychische Störung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Bedingungen der Selbstbefähigung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im steirischen sozialpsychiatrischen Versorgungssetting.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle von professioneller Beziehungsarbeit und den Selbsthilfekonzepten Recovery, Empowerment und Salutogenese.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, wie professionelle Betreuungspersonen durch gezielte Beziehungsarbeit die Selbsthilfeprozesse von psychisch beeinträchtigten Menschen unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Bachelorarbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Diskussion einer qualitativen Studie zu helfenden Beziehungen in psychiatrischen Einrichtungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der Definition der Zielgruppe über die Analyse der Versorgungslandschaft in der Steiermark bis hin zur detaillierten Ausarbeitung der Beziehungsarbeit als therapeutisches Instrument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sozialpsychiatrie, Recovery, Empowerment, Beziehungsarbeit, Selbsthilfe und personenzentrierte Betreuung.

Welche Rolle spielt die Steiermark in dieser Arbeit?

Die Steiermark dient als konkreter Praxisraum, in dem die verfügbaren sozialpsychiatrischen Versorgungsstrukturen und deren Einbindung in das Gemeinwesen beispielhaft analysiert werden.

Warum wird die „Person des Helfers“ so stark betont?

Die Autorin hebt hervor, dass die Haltung und die Reflexionsfähigkeit der betreuenden Person entscheidende Instrumente für eine gelingende Beziehungsgestaltung und somit für den Erfolg der Selbsthilfeförderung sind.

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Details

Title
Durch Fremdhilfe zur Selbsthilfe. Die Bedeutung von Beziehungsarbeit zur Selbstbefähigung für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung
Subtitle
Steirische sozialpsychiatrische Leisungsangebote
College
University of Graz  (Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft)
Grade
1,2
Author
Sara Saubach (Author)
Publication Year
2016
Pages
64
Catalog Number
V383656
ISBN (eBook)
9783668589490
ISBN (Book)
9783668589506
Language
German
Tags
Empowerment Recovery Sozialpsychiatrie Salutogenese Gemeinwesenorientierung Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Saubach (Author), 2016, Durch Fremdhilfe zur Selbsthilfe. Die Bedeutung von Beziehungsarbeit zur Selbstbefähigung für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383656
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