Drama "Voll auf der Rolle": Erarbeitung und Reflexion von Szenenfotos zur Sensibilisierung für die Ausdrucksformen Gestik, Mimik und Körperhaltung


Unterrichtsentwurf, 2005

8 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Anmerkungen zur Lerngruppe und zur Lernsituation

II. Einordnung der Stunde in den Kontext

III. Ziel der Unterrichtsstunde

IV. Didaktischer Schwerpunkt und methodische Reflexion

V. Verlaufsplan

Arbeitsauftrag

I. Anmerkungen zur Lerngruppe und zur Lernsituation

Die Klasse 9e setzt sich aus 25 Schülerinnen und Schülern[1] zusammen (10 Jungen und 15 Mädchen). Ich kenne die Lerngruppe bereits seit ca. 4 Wochen. Innerhalb meiner Hospitationsphase, aber auch in intensiven Gesprächen mit der Deutschlehrerin Frau D., lernte ich die Stärken und Schwächen der Klasse kennen.

Insgesamt ist das Arbeitsklima und die Mitarbeit der SuS gut und in weiten Teilen konzentriert. Die Klasse zeigte bisher innerhalb der Unterrichtseinheit eine erstaunliche Bereitschaft und Begeisterung für szenische Spielformen. Insbesondere Mädchen, aber auch ein paar Jungen fallen durch engagiertes Verhalten im Unterricht auf. Einzelne Schüler zeigen aber auch Zurückhaltung und Unsicherheit. Diese sollen durch die geschützte Präsentation innerhalb einer Gruppe motiviert werden aus sich heraus zugehen. Die Methode „Standbild bauen“ ist der Klasse bisher noch nicht bekannt. Sie soll in dieser Stunde in ersten Schritten eingeführt werden.

Im Bezug auf die Sozialstruktur der Klasse sei folgende Anmerkung gemacht: Aus eigenen Beobachtungen und Gesprächen mit Frau D. wurde schnell deutlich, dass es in dieser Klasse einige „Außenseiter“ gibt. Dieser Faktor wird in der Regel bei der Bildung von Arbeitsgruppen problematisch. Dies ist eine Grund dafür, dass ich in der vorliegenden Stunde die Aufteilung der Gruppen vorgebe um Diskussionen und Ausgrenzungen so weit wie möglich zu vermeiden.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Planung der vorliegenden Unterrichtseinheit war die Tatsache, dass die Doppelstunde Freitags in der 5. und 6. Stunde hinsichtlich einer konzentrierten und engagierten Arbeitshaltung der SuS denkbar ungünstig ist. Vor allem vor diesem Hintergrund wurde der Schwerpunkt auf handlungsorientierte Methoden gelegt.

Der Klassenraum ist für die Durchführung von szenischem Spiel viel zu klein. Es fehlt vor allem an Platz für eine ungestörte Vorbreitung in Kleingruppen. Deshalb wurde schon zu Beginn der Unterrichtseinheit mit den Stunden- bzw. Raumplanern der Schule geklärt, dass angrenzende Klassenräume zur Verfügung stehen.

Abschließend sei an dieser Stelle noch ein kleiner, aber nicht ganz unwichtiger Hinweis hinsichtlich der Lerngruppe vermerkt: Die Klasse 9e wird seit 1 1/2 Jahren von Frau D. in Deutsch unterrichtet. Es besteht eine sehr enge und vertraute Bindung zwischen ihr und der Klasse. Die Tatsache, dass dies ihre letzte Unterrichtseinheit in dieser Klasse ist (sie verlässt Mitte Mai die Schule), veranlasste einige Schüler zu dem Wunsch, die letzten Stunden von ihr unterrichtet zu werden. Diesem Interesse entsprechen wir insofern, als das ich nach dieser heutigen Stunde die Unterrichtsleitung wieder an Frau D. abgeben, aber weiterhin teilaktiv in Planung und Durchführung tätig sein werde (Team Teaching).

II. Einordnung der Stunde in den Kontext

Im Mittelpunkt der aktuellen Unterrichtseinheit steht die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit dem vorliegenden Drama „Voll auf der Rolle“ von Leonie Ossowski. Im Sinne einer schülerorientierten Ausrichtung der Einheit wurden die Schüler der Klasse 9e von Beginn an bei der Planung miteinbezogen. Die Entscheidung für dieses Drama trafen sie nach einem Lehrervortrag zur Einführung in verschiedene Dramen (wie z. B. auch Frisch „Andorra“ und Biedermann und die Brandstifter“ oder Goethe „Götz von Berlichingen“).

Diese Vorgehensweise entspricht den Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne Deutsch Sekundarstufe I (Gymnasium/Gesamtschule), die Schüler der Jahrgangstufe 9/10 verstärkt zu Entscheidungen im Prozess der Unterrichtsplanung mit heranzuziehen, um ihnen zu größerer Selbständigkeit zu verhelfen und sie auf die Arbeit in der Oberstufe vorzubereiten (vgl. R&L 1993, 80).

Das schulinterne Curriculum im Fach Deutsch sieht für das 2. Halbjahr der Jahrgangstufe 9 im Lernbereich „Umgang mit Texten“ einen dramatischen Text und im Lernbereich „Sprechen und Schreiben“ das Spielen einzelner Szenen vor. Diese Vorgaben korrespondieren mit den Anforderungen der Richtlinien und Lehrpläne Deutsch Sekundarstufe I (Gymnasium/Gesamtschule), die hinsichtlich des Umgangs mit dramatischen Texten u. a. vorgeben, Vorschläge zur Inszenierung einer Dramenszene zu erarbeiten und im eigenen Spiel zu erproben (vgl. R&L 1993, 86). Auf dieser Grundlage und insbesondere unter Berücksichtung des schmalen Zeitfensters der Unterrichtseinheit (siehe „Zeitstrahl Unterrichtsreihe“ im Anhang) liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung von Spielszenen. Der einfache und leichtverständliche Inhalt des Dramas „Voll auf der Rolle“ bot sich dazu an, den Schwerpunkt der Einheit in diesem Fall nicht auf Aspekte inhaltliche Erarbeitung zu legen, sondern die SuS mit der Erfahrung zu konfrontieren, dass ein Drama kein Lesetext ist, sondern erst durch seine Inszenierung an Bedeutung gewinnt. Im Mittelpunkt der Einheit steht deshalb die individuelle Spielerfahrung der Schüler. Der Dramentext bietet lediglich die „Partitur“ für verschiedenen Möglichkeiten des szenischen Spiels.

Im ersten Teil der Unterrichtseinheit stehen insbesondere die zentralen Figuren Metin und Wolle im Vordergrund, deren Rollenprofile anhand von verschiedenen handlungsorientierten Methoden erarbeitet und konkretisiert werden. Diese Schwerpunktsetzung korrespondiert mit der geplanten Klassenarbeit, in der sich eine Rollenbiographie anschließen soll.

[...]


[1] Schülerinnen und Schüler werden im Folgenden mit SuS abgekürzt.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Drama "Voll auf der Rolle": Erarbeitung und Reflexion von Szenenfotos zur Sensibilisierung für die Ausdrucksformen Gestik, Mimik und Körperhaltung
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Seminar Wuppertal)
Note
1,3
Jahr
2005
Seiten
8
Katalognummer
V38377
ISBN (eBook)
9783638374569
Dateigröße
607 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Unterrichtsentwurf im Fach Deutsch, Klasse 9 / Gymnasium: Ziel der Unterrichststunde: Die SuS sollen anhand von verschiedenen Textausschnitten aus dem Drama 'Voll auf der Rolle' selbständig Szenenfotos (Standbilder) erarbeiten, bei deren Umsetzung und Reflexion sie für die Ausdrucksformen Mimik, Gestik und Körpersprache sensibilisiert werden (inklus. Entwurf, Verlaufsplan und relevantes Material).
Schlagworte
Drama, Voll, Rolle, Erarbeitung, Reflexion, Szenenfotos, Sensibilisierung, Ausdrucksformen, Gestik, Mimik, Körperhaltung
Arbeit zitieren
Anonym, 2005, Drama "Voll auf der Rolle": Erarbeitung und Reflexion von Szenenfotos zur Sensibilisierung für die Ausdrucksformen Gestik, Mimik und Körperhaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38377

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