[...] Zu Beginn der Arbeit werden das finanzielle Umfeld und die Probleme der Kunden bei Ihren Finanzentscheidungen betrachtet. Die Vielfältigkeit der verwendeten Begriffe für Financial Planning erfordert nach der Abgrenzung der Bereiche Private Banking und Retail Banking eine ausführliche Definition. Hier werden vier verschiedene Definitionsansätze näher betrachtet und miteinander verglichen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Definition von Dr. Rolf Tilmes, welche in Deutschland als allgemein anerkannt gilt. Den letzten Teil der Einführung bildet eine Abgrenzung zu anderen Geschäftfeldern. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Kunden für die Dienstleistung geeignet sind und welchen Nutzen sie daraus ziehen. Zunächst werden der Ursprung der Finanzplanung und die Einführung in Deutschland erörtert. Zur Zielgruppendefinition werden die unterschiedlichen Segmentierungskriterien einiger Großbanken und Unternehmensberatungen gegenübergestellt, aus welchen versucht wird eine allgemeine Zielgruppe abzuleiten. Im Weiteren wird das Marktpotenzial näher betrachtet. Ausgehend von der globalen Betrachtung wird das Potenzial auf europäischer Ebene und im speziellen in Deutschland untersucht. Gegenstand des zweiten Teils dieses Kapitels ist eine Nutzenbetrachtung sowohl für die Kunden des Financial Planning als auch für den Anbieter dieser Dienstleistung. Das dritte Kapitel der Arbeit dient nach einem allgemeinen Teil der praktischen Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse. Dabei wird zunächst auf die drei Teilgebiete des Financial Planning eingegangen. Im Folgenden werden die Normensysteme in der Finanzberatung, bestehend aus den wissenschaftlich hergeleiteten
Grundsätzen ordnungsmäßiger Finanzberatung sowie den in der Praxis entwickelten Grundsätzen ordnungsmäßiger Finanzplanung eingehend beschrieben. Gegenstand des zweiten Teils des Kapitels ist der Financial Planning Prozess, welcher zunächst aus dem allgemeinen Problemlösungsprozess abgeleitet wird. Dieser wird dann in einem Praxisfall umgesetzt und anhand eines realen Falles umfänglich erläutert. Bedanken möchte ich mich bei meinem Arbeitgeber, der Volksbank Schwarzwald-Neckar eG, welcher mir das Fernstudium ermöglicht und finanziert hat. Einen besonderen Dank gilt den Kollegen der DZ Bank International S.A. Luxembourg für das ermöglichte Praktikum im Bereich Private Banking.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Einführung in die Thematik
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Definitionen und Abgrenzungen
1.2.1 Private Banking versus Retail Banking
1.2.2 Definition des Financial Planning
1.2.3 Abgrenzung zu anderen Geschäftsfeldern
2 Die Bedeutung des Financial Planning
2.1 Ursprung und Einordnung der privaten Finanzplanung
2.2 Kunden des Financial Planning
2.2.1 Zielgruppen
2.2.2 Marktpotenzial
2.3 Nutzen der privaten Finanzplanung
2.3.1 Nutzen aus Kundensicht
2.3.2 Nutzen aus Anbietersicht
3 Inhalt und Prozess des Financial Planning
3.1 Inhalt des Financial Planning
3.1.1 Teilgebiete
3.1.2 Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzberatung
3.1.3 Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung
3.2 Der Prozess und seine Instrumente
3.2.1 Die Phasen des Financial Planning
3.2.2 Financial Planning in der Praxis
4 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, einen allumfassenden Überblick über die Beratungsdienstleistung Financial Planning zu geben, wobei sowohl theoretische Aspekte als auch die praktische Umsetzung analysiert werden, um als Entscheidungshilfe für Finanzdienstleister und Kunden zu dienen.
- Abgrenzung von Private Banking und Retail Banking
- Analyse des Marktpotenzials für Financial Planning
- Darstellung der Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzberatung und Finanzplanung
- Methodische Untersuchung des Financial Planning Prozesses
- Praktische Anwendungsbeispiele und Nutzenbetrachtung für Kunden und Anbieter
Auszug aus dem Buch
Definition nach Tilmes
„Financial Planning ist eine ganzheitliche Beratungsdienstleistung, die als ein systematisch koordinierter Planungsprozess – bestehend aus Auftragsvergabe, Datenaufnahme, Analyse und Planung , Dokumentation, Betreuung mit Realisierung und periodischer Kontrolle - organisiert ist.
Financial Planning soll Privatpersonen in ihren möglichen Rollen als wirtschaftlich handelnde Individuen, Haushalt oder Unternehmer in die Lage versetzen, ihre durch den Eintritt oder die Erwartung bestimmter Lebensereignisse ausgelösten finanziellen Ziele zu konkretisieren und unter Berücksichtigung der spezifischen finanziellen, rechtlichen persönlichen und familiären Ausgangslage sowie externer Rahmenbedingungen optimal zu erreichen.
Financial Planning ist auf Basis der Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung durchzuführen“
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel definiert Financial Planning, grenzt es von verwandten Konzepten wie Private Banking ab und erläutert die Problematik klassischer Beratungsansätze.
Die Bedeutung des Financial Planning: Es werden Ursprung, Zielgruppen und das Marktpotenzial von Financial Planning sowie der Nutzen aus der Perspektive von Kunden und Anbietern erörtert.
Inhalt und Prozess des Financial Planning: Der Hauptteil beschreibt die inhaltlichen Teilgebiete (Liquidität, Vorsorge, Vermögen), etablierte Normensysteme und den phasenbasierten Prozess der Finanzplanung, illustriert durch ein Praxisbeispiel.
Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Financial Planning Marktes.
Schlüsselwörter
Financial Planning, Private Finanzplanung, Private Banking, Vermögensberatung, Finanzplanungsprozess, Altersvorsorge, Vermögensmanagement, Liquiditätsmanagement, Kundenbindung, Cross-Selling, Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung, Honorarberatung, Finanzdienstleister, Marktanalyse, Lebensphasenkonzept
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundsätzliche Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem Financial Planning als ganzheitliche Beratungsdienstleistung im gehobenen Privatkundensegment.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einordnung des Financial Planning, der Abgrenzung zu anderen Bankdienstleistungen, der Prozess der Finanzplanung sowie die Analyse des Nutzens für Kunden und Anbieter.
Was ist das primäre Ziel dieser Diplomarbeit?
Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über Financial Planning zu geben, um sowohl theoretische Grundlagen als auch die praktische Umsetzung im Bankenalltag fundiert darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen, um den Finanzplanungsprozess in der Praxis und die Einhaltung professioneller Grundsätze zu erläutern.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung des Financial Planning, die detaillierte Beschreibung der Inhalte und Prozesse sowie die praktische Anwendung anhand eines konkreten Kundenbeispiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Financial Planning, Vermögensmanagement, Finanzberatung, Kundenbindung, Honorarberatung und Prozessoptimierung.
Wie unterscheidet sich Financial Planning von klassischer Anlageberatung?
Im Gegensatz zur produktorientierten Anlageberatung zeichnet sich Financial Planning durch eine ganzheitliche, bedürfnisorientierte Analyse und Planung über alle Vermögens- und Lebensbereiche des Kunden aus.
Warum wird im Financial Planning ein Honorar verlangt?
Das Honorar dient der Sicherung der Unabhängigkeit und Neutralität des Beraters, wodurch Interessenkonflikte vermieden werden sollen, die bei provisionsbasierten Modellen entstehen können.
Was ist die Bedeutung der "Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung" (GOF)?
Sie dienen als verpflichtende Normen für Finanzplaner in Deutschland, um eine qualitativ hochwertige, ethische und kundenorientierte Beratung sicherzustellen.
- Quote paper
- Rainer Fader (Author), 2005, Financial Planning - Eine theoretische Betrachtung und deren Umsetzung in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38378