Diese Sammelmappe, als zu erbringende Studienleistung im Rahmen des Praxissemesters, dient den Absolventinnen und Absolventen des Praxissemesters in erster Linie zur Selbstreflexion über die eigene Unterrichtsplanung und -durchführung, sowie in dem Zusammenhang über die bestehende und zukünftig gewünschte eigene Lehrerpersönlichkeit.
Die erste Phase dieser schrittweisen Reflexion fand bereits im Vorfeld des schulpraktischen Teils des Praxissemesters statt. Während des eigentlich schulpraktischen Teils wurde ebenfalls aktiv reflektiert und zwar in Form der Einsendeaufgaben. Diese forderten dazu auf, die eigene Persönlichkeit und erste Erfahrungen zu untersuchen, unterstützt durch Planungs-, Beobachtungs- und Analyseaufgaben.
Nach dem Praxissemester findet nun der letzte Teil der Reflexion statt und zwar in Form des schriftlichen Berichts. Neben dieser Analyse der eigenen Lehrerpersönlichkeit und die aktive Arbeit an einer möglichen Optimierung dieser bildet das Studienprojekt den zweiten essenziellen Teil dieser Arbeit. Dieses wird folgend vorgestellt und ausgewertet, wobei die Ergebnisse mit denen aus der wissenschaftlichen Literatur verglichen werden, um eine gültige Aussage über Durchführung und Ausgang des Projekts treffen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
1.1) Verortung der Sammelmappe (S. 1)
1.2) Beschreibung der Schule (S. 1-2)
1.3) Persönliche Verortung (S. 2-3)
1.4) Stundenplan (S. 3)
2) Studienprojekt
2.1) Benennung der Forschungsfrage (S. 4-5)
2.2) Theoretische Fundierung (S. 5-8)
2.3) Forschungssettings und Beschreibung der Erhebung (S. 8-9)
2.4) Beobachtungsergebnisse (S. 10-13)
2.5) Reflexion (S. 13-14)
3) Einsendeaufgaben (S. 15-25)
4) Resümee
4.1) Selbstreflexion (S. 26-27)
4.2) Ausblick (S. 27)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Gestaltung von Unterrichtseinstiegen und deren Einfluss auf die Lernatmosphäre und Motivation von Schülerinnen und Schülern. Anhand von Fremdbeobachtungen in den Fächern Chemie und Praktische Philosophie wird analysiert, wie unterschiedliche methodische Herangehensweisen der Lehrkräfte das Interesse und das Lernverhalten der Lernenden beeinflussen.
- Merkmale eines gelingenden Unterrichtseinstiegs
- Einfluss der Kontextorientierung auf die Schülermotivation
- Vergleich zwischen kognitiven und affektiven Zugängen
- Qualitätsmerkmale für die Unterrichtsplanung
- Reflexion des eigenen Lehrerhandelns im Praxissemester
Auszug aus dem Buch
1.2 Beschreibung der Schule
Die von mir besuchte Gesamtschule wurde im März 1990 als erste Gesamtschule durch einen Zweckverband zweier Nachbarstädte gegründet. Benannt ist sie nach einer Schriftstellerin und Vertreterin der deutschen Romantik, die viele ihrer Arbeiten der Frage nach dem Begriff der Gerechtigkeit gewidmet hat. In dieser Schule, die sich der Persönlichkeit ihrer Namensgeberin verpflichtet fühlt, sollten sich Lehrerinnen und Lehrer1 sowie Schülerinnen und Schüler2 also um eine Atmosphäre bemühen, in der Offenheit, Neugier und Toleranz sowie Vorurteilsfreiheit und der Einsatz für die Rechte Benachteiligter vorherrschen. Dieses Streben nach Gerechtigkeit fordert dazu auf, jedem Jugendlichen unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Begabungen sowie unter der Nutzung der möglichen vorhandenen Förderungsmaßnahmen in besonderem Maße gerecht zu werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einleitung: Diese Einleitung verortet die Sammelmappe als Instrument zur Selbstreflexion im Praxissemester und erläutert die Bedeutung des Studienprojekts für die Entwicklung der eigenen Lehrerpersönlichkeit.
2) Studienprojekt: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung der Forschungsfrage, wie Unterrichtseinstiege die Lernatmosphäre beeinflussen, inklusive der theoretischen Grundlagen, des Forschungssettings und der Auswertung der Beobachtungsergebnisse.
3) Einsendeaufgaben: In diesem Abschnitt werden verschiedene Aufgaben bearbeitet, die den Fokus auf die persönliche Lehrerrolle, ethische Prinzipien, die Einhaltung von Regeln und die Reflexion von Unterrichtssituationen legen.
4) Resümee: Das Resümee reflektiert die im Praxissemester gewonnenen Erkenntnisse über die eigene professionelle Entwicklung und gibt einen Ausblick auf die Vorhaben für das anstehende Referendariat.
Schlüsselwörter
Unterrichtseinstieg, Lernatmosphäre, Motivation, Lehrerpersönlichkeit, Praxissemester, Chemieunterricht, Praktische Philosophie, Kontextorientierung, Schüleraktivierung, Unterrichtsplanung, Selbstreflexion, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Differenzierung, Feedback, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Praxissemester und untersucht schwerpunktmäßig die Merkmale und den Einfluss von Unterrichtseinstiegen auf das Lernklima.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Gestaltung von Unterrichtseinstiegen, die Lehrer-Schüler-Interaktion, der Einsatz von Methoden zur Aktivierung und die allgemeine Reflexion der Rolle als angehende Lehrkraft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, welche Merkmale ein Unterrichtseinstieg aufweisen muss, um einen messbar positiven Einfluss auf die Lernatmosphäre und die Motivation der Schülerschaft auszuüben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt zur Datenerhebung eine Checkliste für Fremdbeobachtungen von Lehrkräften sowie anonyme Schüler-Feedbackbögen zur qualitativen und quantitativen Auswertung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Kriterien für gute Unterrichtseinstiege definiert und mit den in der Schulpraxis erhobenen Daten von drei verschiedenen Lehrpersonen verglichen und reflektiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Unterrichtseinstieg, Lernatmosphäre, Motivation und professionelle Selbstreflexion charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Vorgehensweise der beobachteten Lehrkräfte?
Es zeigt sich ein deutlicher Kontrast: Während eine Lehrkraft primär auf Frontalunterricht und verbale Information setzt, nutzen andere kreativ Medien und Alltagsbezüge, was zu einer höheren Schülermotivation führt.
Welche Rolle spielen "Einstiegsfeuerwerke" laut der Autorin?
Die Autorin warnt, dass übermäßig spektakuläre oder inszenierte Einstiege bei Schülern zur Desorientierung führen und das Verständnis für die anschließende Fachsystematik erschweren können.
Was zieht die Autorin als Fazit für ihre eigene Lehrerrolle?
Sie erkennt, dass sie zwar gute methodische Ansätze besitzt, aber in Zukunft noch stärker an der Strukturierung des Unterrichts und der gezielten Differenzierung arbeiten muss, um individuelle Stärken der Schüler zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Laura Wirths (Autor:in), 2017, Merkmale eines erfolgreichen Unterrichtseinstiegs in Bezug auf die Unterrichtsplanung im Rahmen des Praxissemesters, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383816