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Shareholder Value-Maximierung als Zielsetzung des Managements

Title: Shareholder Value-Maximierung als Zielsetzung des Managements

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Philipp Dominitzki (Author)

Business economics - Controlling
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Die einführenden Zitate spiegeln die in den Medien zum jetzigen Zeitpunkt wie auch in den letzten Jahren intensiv diskutierten Fragen nach der Zielsetzung einer Aktiengesellschaft und den moralischen Ansprüchen an deren Management wider. Der aus den Vereinigten Staaten stammende Ansatz der exklusiven Anteilseignerorientierung – Shareholder Value-Maximierung – prägt dabei sowohl die wissenschaftliche als auch die sozialpolitische Diskussion maßgeblich und initiierte einen zum Teil tief greifenden Wandel der unternehmerischen Wirklichkeit in deutschen Unternehmen. Als eine operative Ausprägung der grundlegenden Idee der wertorientierten Unternehmensführung wird der Shareholder Value-Ansatz das Thema dieser Arbeit bilden. Die dabei zu klärenden Fragen lauten: Wo liegen die Wurzeln des Shareholder Value und weshalb rückt die Konzeption auch in Deutschland immer mehr in den Vordergrund strategischer Zielsetzungen? Welche Auswirkungen auf das Management sind dabei erkennbar? Kann die Idee ohne Weiteres auf den deutschen Kapitalmarkt übernommen werden, oder gibt es berechtigte Gegenargumente? Der Gang der Untersuchung stellt sich wie folgt dar: Zunächst wird in Kapitel 2 die historische Entstehung des Shareholder Value-Ansatzes sowie dessen formale Grundlage, die Berechnung des Shareholder Value mit Hilfe der Methode des Discounted Cash-Flow (DCF), dargestellt. In Kapitel 3 erfolgt eine kritische Würdigung des Ansatzes, beginnend mit der Frage nach den Auswirkungen der Implementierung auf das Zielsystem von Managern. Weiterhin wird das konträre Konzept der Stakeholder-Orientierung an dieser Stelle vorgestellt und letztlich auf den Einwand der kurzfristigen und einseitigen Interessenverfolgung eingegangen. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die Shareholder Value-Maximierung als Zielsetzung eines wertorientierten Managements zu geben und durch die Skizzierung der aktuellen Kritikansätze eine Grundlage für die weitere Diskussion zu bilden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Motivation und Gang der Untersuchung

2 Entstehung und formaler Ansatz des Shareholder Value-Konzeptes

2.1 Entwicklung und Aktualität des Themas

2.2 Unzulänglichkeiten traditioneller Rechnungsgrößen

2.3 Grundidee und Zielvorgabe für das Management

2.4 Berechnung des Shareholder Value mit Hilfe der Discounted Cash-Flow-Methode

3 Kritische Würdigung des Shareholder Value-Konzeptes

3.1 Folgen der Implementierung des Shareholder Value-Konzepts auf das Management börsennotierter Unternehmen

3.2 Shareholder versus Stakeholder Value

3.3 Kurzfristiger Interessenmonismus bei der Zielsetzung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Shareholder Value-Maximierung als zentrale Zielsetzung im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung. Sie beleuchtet die historische Herleitung sowie die formale Berechnungsmethodik (DCF-Ansatz) und führt eine kritische Analyse der Auswirkungen auf Managementanreize, das Spannungsfeld zu Stakeholder-Interessen und den Vorwurf der Kurzfristigkeit durch.

  • Historische Entstehung und internationale Verbreitung des Shareholder-Ansatzes
  • Formale Herleitung des Unternehmenswertes via Discounted Cash-Flow-Methode
  • Implikationen für Vergütungssysteme und Managementverhalten
  • Abgrenzung zwischen Shareholder- und Stakeholder-Orientierung
  • Diskussion zur kurzfristigen Renditeorientierung vs. langfristiger Wertschöpfung

Auszug aus dem Buch

2.4 Berechnung des Shareholder Value mit Hilfe der Discounted Cash-Flow-Methode

In diesem Kapitel wird der formale Ansatz zur Bestimmung des Shareholder Value nach RAPPAPORT – die Discounted Cash-Flow-Methode – als ein mögliches Instrument der wertorientierten Unternehmensführung vorgestellt. Ziel des DCF ist es grundsätzlich, eine Gesamtbewertung des Unternehmens anhand der Cash-Flows zu erstellen, denn da der Unternehmenswert die Basis zur Bestimmung des Shareholder Value bildet, ist dessen Bestimmung der zentrale Ansatzpunkt des Konzeptes. Für den Wert einer Unternehmung ist nach dem Shareholder Value-Konzept der Cash-Flow der aktuellen (oder vergangenen) Periode jedoch kein ausreichender Wertindikator. Entscheidend ist vielmehr, welche zukünftigen Cash-Flows zu erwarten sind. Aus diesem Grund werden diese für einen bestimmten Planungszeitraum (i.d.R. etwa fünf Jahre) geschätzt und abgezinst.

Grundsätzlich kann man zwischen zwei DCF-Ansätze unterscheiden. Je nachdem, ob der an alle Kapitalgeber ausschüttbare Free Cash Flow (FCF) oder der nur an Stammaktionäre ausschüttbare Cash Flow to Equity im Mittelpunkt steht, unterscheidet man zwischen dem Entity- und Equity-Ansatz. Während der Entity-Ansatz – das Verfahren an welchem sich RAPPAPORT orientiert und das im folgenden auch dargestellt wird – zunächst den Wert des gesamten Unternehmens bestimmt und anschließend der Wert des Fremdkapitals abzieht, wird er beim Equity-Ansatz direkt ermittelt.

Der Entity-Ansatz schätzt den FCF bis zum Ende des Planungshorizontes und diskontiert ihn mit dem gewichteten Kapitalkostensatz (WACC – Weighted Average Costs of Capital). Der FCF ist der in einer Periode generierte Zahlungsstromüberschuss, der dazu dient, den finanziellen Forderungen der Investoren nachzukommen. Auf seine Berechnung wird nicht näher eingegangen, da RAPPAPORT hierzu im Wesentlichen auf das Capital Asset Pricing Model (CAPM) von SHARPE zurückgreift. Für die Zeit nach dem Planungshorizont wird ein so genannter Residualwert bestimmt, ebenfalls mit dem WACC diskontiert und zu dem Gegenwartswert des FCF der Planungsperiode addiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Motivation und Gang der Untersuchung: Die Arbeit motiviert das Thema durch die wachsende Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung und steckt den Untersuchungsrahmen ab.

2 Entstehung und formaler Ansatz des Shareholder Value-Konzeptes: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Konzepts, kritisiert traditionelle Rechnungsgrößen und führt die DCF-Methode als zentrales Berechnungsmodell ein.

3 Kritische Würdigung des Shareholder Value-Konzeptes: Hier werden die Auswirkungen auf Managementanreize, der Zielkonflikt zwischen Shareholder- und Stakeholder-Modellen sowie die Kritik an kurzfristigen Renditezielen diskutiert.

4 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer sachlichen Debatte jenseits einer rein ideologischen Betrachtung.

Schlüsselwörter

Shareholder Value, Wertorientierte Unternehmensführung, Discounted Cash-Flow, Kapitalkosten, Unternehmensbewertung, Managementanreize, Principal-Agent-Theorie, Stakeholder-Management, Residualwert, Kurzfristorientierung, Renditeforderungen, Unternehmensfinanzierung, Investitionsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Shareholder Value-Maximierung als eine Strategie zur wertorientierten Unternehmensführung und analysiert deren theoretische Fundamente sowie praktische Probleme.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung des Modells, die formale DCF-Berechnungsmethodik, die Auswirkungen auf Managergehälter und die sozialpolitische Kontroverse zwischen Shareholder- und Stakeholder-Orientierung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die Shareholder Value-Maximierung zu geben und durch die Skizzierung kritischer Ansätze eine Grundlage für die weitere wissenschaftliche Diskussion zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär zur Wertbestimmung verwendet?

Es wird das Konzept nach Alfred Rappaport verwendet, wobei insbesondere die Discounted Cash-Flow-Methode (DCF) als zentrales Instrument für die Unternehmensbewertung dargestellt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der formalen Berechnung des Unternehmenswertes die Folgen einer solchen Implementierung auf das Management, ethische Bedenken und der Vorwurf einer einseitigen Kurzfristorientierung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Shareholder Value, Discounted Cash-Flow, Kapitalkosten, Stakeholder-Management und wertorientierte Unternehmenssteuerung.

Warum wird im Dokument das "Shareholder Value-Netzwerk" erwähnt?

Das Netzwerk dient dazu, finanzpolitische Folgen von Führungsentscheidungen abzuwägen und die Konsequenz einer Maximierung der Cash-Flows bei gleichzeitiger Minimierung der Kapitalkosten zu visualisieren.

Wie steht die Arbeit zum Vorwurf der "Ausbeuterstrategie"?

Der Autor stellt fest, dass eine Shareholder-Orientierung zwar in "Ausbeuterstrategien" münden kann, dies jedoch nicht zwangsläufig der Fall sein muss, sondern vielmehr eine Anpassung an internationale Kapitalmarktgegebenheiten darstellt.

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Details

Title
Shareholder Value-Maximierung als Zielsetzung des Managements
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Lehrstuhl für Controlling - Prof. Dr. Gunther Friedl)
Course
Wertorientierte Unternehmensführung
Grade
1,3
Author
Dipl.-Kfm. Philipp Dominitzki (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V38393
ISBN (eBook)
9783638374699
Language
German
Tags
Shareholder Value-Maximierung Zielsetzung Managements Wertorientierte Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Philipp Dominitzki (Author), 2004, Shareholder Value-Maximierung als Zielsetzung des Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38393
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