Die vorliegende Referatsverschriftlichung sowie das vorgetragene Referat versucht (e) einen kleinen Überblick auf das allgemeine und sehr umfassende Thema Reichtum zu geben. Als Einstieg dienen Definitionsversuche der Begriffe Reichtum und Glück um dem Thema langsam entgegenzukommen. Einen großen Teil dieser Arbeit bildet die historische Entwicklung von verschiedenen Standpunkten und Sichtweisen in Bezug auf dieses Thema. Anschließend werden Argumente für und gegen einen Besteuerung von Reichen aufgezeigt und kurz erläutert. Der Abschluss dieser Arbeit wirft einen Blick auf die Entstehung und auf mögliche Funktionen von Reichtum.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Definitionsversuche
3. Historische Entwicklung
a.) John Locke (1632 – 1704)
b.) Bernard de Mandeville (1670 – 1733)
c.) Jean Jacques Rousseau (1712 – 1778)
d.) Adam Smith (1723 - 1790)
e.) Karl Marx (1818 - 1883)
4. Besteuerung der Reichen?
a.) Die klassische Position
b.) Umverteilung zu Lasten der Reichen ist schädlich
c.) Konzept der sozialen Marktwirtschaft
d.) Die klassische Kritik des Liberalismus
e.) Steuerstaatliche Umverteilung des Reichtums
5. Funktion und Entstehung von Reichtum
a.) Wirtschaftliche Funktion
b.) Gesellschaftliche Funktion
c.) Reichtumsentstehung
d.) Reichtumsverwendung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das vielschichtige Thema Reichtum. Ziel ist es, den Begriff durch anthropologische und philosophische Ansätze zu definieren, die historische Entwicklung ökonomischer Theorien zu beleuchten und Argumente für sowie gegen eine Besteuerung von Reichen unter Berücksichtigung verschiedener wirtschaftspolitischer Schulen kritisch zu reflektieren.
- Grundlegende Begriffsbestimmung von Reichtum und Glück
- Historische Perspektiven von Locke, Mandeville, Rousseau, Smith und Marx
- Kontroverse Debatte über die Besteuerung von Vermögen
- Funktionen von Reichtum in Wirtschaft und Gesellschaft
- Moderne Ansätze der Reichtumsverwendung und ethisches Investment
Auszug aus dem Buch
b.) Bernard de Mandeville (1670 – 1733)
Mandeville stellt die, zur seiner Zeit sehr provozierende These auf, dass nicht die Tugend, sondern das Laster die wahre Quelle des Gemeinwohls sei. Für ihn besteht die menschliche Natur aus einem Komplex von Grundtrieben und Leidenschaften, wie beispielsweise dem Selbsterhaltungstrieb und der Eigenliebe. Der Mensch handelt in der Regel in keiner andern Absicht, als in der Absicht, sich Lust zu verschaffen, d.h. er versucht bestmöglich seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen nachzugehen. (vgl. Eißel: 180; vgl. Euchner 15ff.). Private Laster werden demnach von Mandeville als öffentliche Wohltaten gepriesen, da durch das Streben von einzelnen Menschen letztendlich der Wohlstand aller Menschen, also der Allgemeinheit, wächst. Um seine Thesen verständlicher und plastischer zu machen, erzählt Mandeville die Bienenfabel.
Am Anfang seiner Bienenfabel steht der Text "Der unzufriedene Bienenstock" in Gedichtform, bestehend aus vier Teilen. Im ersten Teil des Gedichtes wird beschrieben, dass die Macht und der Reichtum des Bienenstockes unvergleichlich sind. Die Bereiche Kunst und Wissenschaft florieren. Die Reichen zeichnen sich allerdings durch ein untugendhaftes Verhalten aus. Alle versuchen dem Geld, dem Reichtum nachzujagen. Es herrschen Laster sowie Verschwendung und Luxus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Diese Einleitung gibt einen Überblick über die behandelten Themen, von Definitionen über historische Theorien bis hin zur Besteuerung und den Funktionen von Reichtum.
2. Definitionsversuche: Das Kapitel nähert sich dem Reichtumsbegriff durch anthropologische und philosophische Blickwinkel an und unterscheidet zwischen verschiedenen Interpretationsweisen.
3. Historische Entwicklung: Hier werden die theoretischen Ansätze von Denkern wie John Locke, Adam Smith und Karl Marx zur Genese und Bedeutung von Eigentum und Reichtum analysiert.
4. Besteuerung der Reichen?: In diesem Teil werden kontroverse Positionen zur Besteuerung von Reichtum, vom Liberalismus bis hin zu keynesianischen Ansätzen, diskutiert.
5. Funktion und Entstehung von Reichtum: Das Kapitel betrachtet die wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle von Reichtum sowie Fragen zu dessen Herkunft und verantwortungsbewusster Verwendung.
Schlüsselwörter
Reichtum, Wirtschaftspolitik, Eigentum, Umverteilung, Besteuerung, Arbeitsteilung, Gemeinwohl, Kapitalismus, Wohlstand, ethisches Investment, Marktmechanismen, soziale Marktwirtschaft, Liberalismus, Produktionsmittel, Mehrwert.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen ökonomischen und philosophischen Theorien des Reichtums sowie deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Struktur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Definition von Reichtum, seine historische Genese, die Debatte um die Besteuerung von Reichen sowie die Funktionen von Vermögen in der Gesellschaft.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist eine fundierte Übersicht über das Thema Reichtum zu geben, indem verschiedene Sichtweisen und ökonomische Strömungen gegenübergestellt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Verschriftlichung von Referatsinhalten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Kontroverse um die Besteuerung und die funktionale Analyse von Reichtumsentstehung und -verwendung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gemeinwohl, soziale Marktwirtschaft, Kapitalismus und Umverteilung geprägt.
Warum spielt die "Bienenfabel" von Mandeville eine Rolle?
Sie dient als plastisches Beispiel für die These, dass individuelle Laster und Eigennutz unbeabsichtigt zum allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstand beitragen können.
Welche Bedeutung hat das ethische Investment?
Es thematisiert die moderne Verantwortung von Anlegern, bei der Reichtumsverwendung ökologische und soziale Kriterien über die reine Rendite zu stellen.
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- Andreas Piplies (Author), 2004, Theorien des Reichtums: ein kurzer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38424