Die Pädagogik nach Adorno. Theoretische und praktische Aspekte für das Schulleben und die Erziehung


Hausarbeit, 2014

13 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pädagogische Ansätze nach Adorno

3. Theodor- W.- Adorno- Schule
3.1 Vorstellung der Schule
3.2 Pädagogisches Konzept
3.3 Unterschiede zu dem pädagogischen Konzept von Adorno

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der Hausarbeit sollen die pädagogischen Ansätze von Theodor W. Adorno genauer betrachtet werden und in Bezug auf ihre Umsetzbarkeit untersucht werden. Zu diesem Zweck sollen Gespräche und Vorträge aus den Jahren 1966, 1968, sowie 1969 genauer analysiert werden, die sich direkt mit der Pädagogik oder wie dort benannt mit der Erziehung beschäftigen. Insbesondere soll auf die „Erziehung zur Entbarbarisierung“, sowie der „Erziehung zur Mündigkeit“ eingegangen werden und den damit verbundenen Forderungen von Adorno, die er an die Erziehung stellt. Da Adorno nur selten konkrete Beispiele zur Umsetzung dieser gibt, soll eine mögliche Umsetzung betrachtet werden, sowie untersucht werden, ob die von ihm vertretenen Ansichten im deutschen Schulsystem anwendbar sind.

Im zweiten Teil soll die Theodor- W. - Adorno- Schule in Elze (Heute Krüger-Adorno- Schule) näher ins betrachtet werden. Zum einen soll es dabei die Schule und ihre Entwicklung vorgestellt werden. Des Weiteren soll das pädagogische Konzept erläutert werden und die Gemeinsamkeiten mit den theoretischen Ansätzen von Adorno verglichen werden bzw. mögliche Umsetzungen seiner Theorie erläutert werden. Jedoch sollen nicht nur die Gemeinsamkeiten, sondern auch die Unterschiede betrachtet werden, sowie die Begründung für gegensätzliche Ansätze, die anhand des Buches von Norbert Hilbig, welcher zu dieser Zeit (1997) Schulleiter (heute Herr B.) der Schule war, aufgezeigt werden.

Nach dieser Untersuchung soll ein Fazit darüber getroffen werden, wie wertvoll das pädagogische Konzept Adornos aus meiner Sicht wirklich ist, welche Aspekte für das Schulleben und die Erziehung von großer oder auch größerer Bedeutung sein müssten und welche Umsetzungen möglich sind. Zudem soll das pädagogische Konzept der Theodor- W.- Adorno-Schule bewertet werden und seine Vor- und Nachteile anhand einer konventionellen Sekundarschule betrachtet werden.

2. Pädagogische Ansätze nach Adorno

Der pädagogische Ansatz von Theodor Adorno baut auf einer wichtigen Forderung auf, „[..]dass

Auschwitz nicht nochmal sei [...]“ (Vgl. Adorno, Erziehung zur Mündigkeit, S.89). Dies steht für ihn als allererstes Erziehungsziel, deren alle weiteren Ziele nachstehen. Auschwitz steht hier als Chiffre für die Entzivilisation beziehungsweise die administrative Ermordung der Juden und anderer Gruppen, welche im zweiten Weltkrieg unter der Führung der Nationalsozialisten durchgeführt worden sind. Es beschreibt für ihn sowohl die damals herrschende Barbarisierung, sowie das Auslöschen aller „Andersartigkeit“, als auch das „Augen verschließen“ der Zivilbevölkerung vor diesen Taten. Dass Auschwitz also nicht noch einmal sei, ist mit diesem Hintergrund eine unumstößliche Forderung an die Erziehung. Damit einhergehend ist die Forderung der Erziehung zur Mündigkeit, die im weiteren Verlauf noch genauer beschrieben werden soll.

Diese Erziehung beginnt für Adorno bereits in der frühkindlichen Bildung, in der sogenannten „pre- school-education“ (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.111). Nach diesem gilt es bereits vor der eigentlichen Schulpflicht eine Gleichheit der Chancen für die Schülerinnen und Schüler herzustellen, welche er hier beispielsweise mit Sprachbarrieren bezeichnet (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.110). Damit sind nicht nur direkte Sprachbarrieren in Bezug auf die gesprochene Sprache als Muttersprache gemeint, sondern auch ein Niveau des Ausdrucks, der für die formelle Bildung seiner Meinung nach von entscheidender Bedeutung ist. Die formelle Bildung solle deswegen bereits für Kinder in der Altersstufe zwischen drei und fünf Jahren beginnen, um für eine „[...]soziale Startgleichheit[...]“ (Erziehung zur Mündigkeit, S.110) zu sorgen. Des weiteren soll bereits in diesen frühen Jahren ein Realitätsbewusstsein sein vermittelt werden, welches von großer Wichtigkeit für die Mündigkeit selbst ist (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.111). Diese frühkindliche Bildung stellt für Adorno wichtige Weichen für die soziale Anpassung der Kinder, die sie in diesem Alter besser annehmen, als mit fortgeschrittenem Alter (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.130). Kinder sind in diesem Alter noch sehr formbar, sie lernen schneller und nehmen mehr in sich auf, welches für die den weiteren Lebensabschnitt einen wichtigen Grundstein legt. Aus diesem Grund kann gerade während der frühkindlichen Bildung, nach Ansichten von Adorno, die klassenspezifischen Sperren überwunden werden (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 134). Soll heißen, werden innerhalb des dritten bis fünften Lebensjahres Gleichheiten in Bezug auf die formelle Bildung hergestellt, können zu vor bestandene soziale Unterschiede überwunden werden, um den Kindern gleiche Startmöglichkeiten innerhalb der Schule zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist es jedoch wichtig, innerhalb dieser Phase der Entwicklung Autoritätserscheinungen zu installieren, um die bisher ungeformten Charaktere in die richtige Bahn zu bringen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 131), denn auch wenn Autoritäten im allgemeinen von Adorno kritisiert werden, so ist eine Bildung ohne sie nicht möglich, doch dazu soll in Bezug auf die Schule noch ausführlicher eingegangen werden.

Barbarei gehe gegen alle Erziehung, so schreibt Adorno in einer seiner Vorträge (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 88) und zeigt in seinen weiteren Vorträgen und Gesprächen einige Methoden in der Pädagogik auf, die seiner Meinung nach jedoch genau jene fördern. In der Kritik stehen bei Adorno zum einen die vermittelten Rollenbilder für Männer, welche auch noch nach dem zweiten Weltkrieg unter dem Bild der Härte erzogen werden. Diese Weise empfindet Adorno als falsch, denn seiner Meinung nach vermittelt dieser Charakterzug keine Güte an die Heranwachsenden und führt somit nicht nur zu Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Gefühlen, sondern auch denen in der Umwelt (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.96). Einhergehend mit der Annahme, dass Angst u verstecken sein, bilden sie eine Kälte innerhalb der Pädagogik, die als „[...] Bedingung des Unheils[...]“ (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.102) zu verstehen ist. Jedoch ist nicht nur die bloße herrschende Kälte als schädlich zu empfinden, sondern ebenso eine künstlich hergestellte Wärme. Künstlich erzeugte Wäre, sei sie von Lehrer oder Eltern erbracht, fördert weit aus mehr negative Effekte, als sie positiv auf die Leistungen von Schülerinnen und Schüler auswirkt (Vgl. ebenda). Liebe ist nicht zu erzwingen und somit erzwungen ebenso schädlich, wie eine vorherrschende Kälte. Nur ein Mittelweg scheint nach Adorno der richtige Weg zu sein, denn weder Kälte, noch erzwungene Liebe, noch der komplette Entzug von Grausamkeit und Härte scheinen förderlich für die Entwicklung zu sein.

„Kinder, die gar nichts von der Grausamkeit und der Härte des Lebens ahnen, sind, einmal aus dem Geschützen entlassen, erst Recht der Barbarei ausgesetzt.“ (Erziehung zur Mündigkeit, S.102)

Wie viel Grausamkeit und Härte jedoch für Kinder in ihrer Entwicklung vertragbar sind oder gar förderlich, um sie vor der Barbarei zu schützen, wird dabei nicht von Adorno bemerkt.

Erziehung ist nach seinen Auffassung etwas sehr individuelles, sodass es keinen grundsätzlichen Fahrplan gibt, dem man folgen kann, um ein Kind zur Entbarbarisierung und Mündigkeit zu erziehen. Seinen Worten nach sei es nicht richtig vorzugeben, wie ein Kind im Detail erzogen werden soll, denn dieses genaue wie steht im Widerspruch zum autonomen und mündigen Menschen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.107). Erziehung will ein richtiges Bewusstsein herstellen, sie will Erfahrungsfähigkeit herstellen. Diese Fähigkeiten sind grundlegend, um das eigene Reflexionsniveau zu steigern und damit ein mündiger Mensch zu werden (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.115). Entgegen der verbreiteten Auffassung, dass zur Bewusstseinsherstellung Leitbilder benötigt werden, die aufzeigen wie sich Menschen zu verhalten haben, warnt Adorno eben davor. Neue Leitbilder seien nicht notwendig, sondern eher als gefährlich zu bezeichnen, die führen zu einer sogenannten „Leitbildersucht“, die die Mündigkeit und die Bewusstmachung eher gefährdet und zu einem Verlust der Individualität führen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.109). Es ginge bei Erziehung nicht darum das Individuum auszuschalten, sondern die individuellen

Charaktere an die gesellschaftlichen Prinzipien zu gewöhnen, dies soll bedeuten, dass eine Anpassung der Kinder und Jugendlichen vorgenommen werden soll, dabei geht es jedoch nicht um die Anpassung an bestimmte Leitbilder, sondern um eine gesellschaftliche, eine soziale Anpassung, wie sie bereits in der frühkindlichen Bildung angestrebt und angesetzt wird (Vgl. ebenda). Eine Erziehung ohne die Miteinbeziehung des Individuums wird von Adorno als höchst repressiv und unterdrückend bezeichnet (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.188), die die Autonomie, die entwickelt werden soll untergräbt und gegen das eigentliche Ziel zur Erziehung eines mündigen Bürgers steuert.

Ein weiterer Kritikpunkt in der zeitgenössischen Pädagogik findet Adorno in dem Gedanken des Wettbewerbs. Insbesondere der Sportunterricht zeichnet sich dort aus, der mit dem Wettbewerb unter den Schülern Rivalität hervorbringt und damit ein Instrument darstellt, Kinder zu Barbarei zu erziehen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 126). Insbesondere als Mittel zur Leistungssteigerung der Schüler angewandt, wird es damit von Adorno als besonders schädlich gesehen.

Doch was ist nun „gute“ Erziehung auf einer von Adorno beschriebenen Basis. Was erzieht Menschen zu Mündigkeit und zur Entbarbarisierung, diese Aspekte sollen nun genauer betrachtet werden.

Um Kinder und Jugendliche von der Barbarei fern zu halten gilt es die Ursachen zu suchen, die hinter den Taten stehen und zu erkennen, was Menschen befähigt in dieser Weise zu handeln. Das Aufzeigen dieser Mechanismen, die zur Barbarei führen sollen nach Adorno dafür sorgen, dass sie den Menschen bewusst werden und sie anders handeln (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.90). Es gilt sinnvoll zu reflektieren, nicht nur die Taten selbst, sondern auch das eigene Verhalten, um der Barbarei entgegen zu arbeiten. (Vgl. ebenda). Um dies zu schaffen, müssen nach Adorno verschiedene Kriterien erfüllt werden. Zum einen muss eine allgemeine Aufklärung stattfinden, die die Kinder und Jugendliche sowohl auf der geistigen, aber auch der gesellschaftlichen und kulturellen Ebene anspricht, sowie auch eine grundlegende Erziehung hin zu Autonomie, welches genauer bedeuten soll, dass sie lernen ihr Verhalten zu reflektieren und selbstbestimmt zu handeln und nicht blind dem Kollektiv zu folgen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 93). Eben das Folgen des Kollektivs ist eine der größten Gefahren und führt zu eben den Effekten, wie sie während des zweiten Weltkriegs zu beobachten waren.

Die Befähigung zur Flexibilität, zu einem kritischen und mündigen Verhalten soll dazu ausstatten sich in der Welt zurecht zu finden und somit als Ziel der Erziehung gelten (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 106). Sie sollen also fähig sein und ebenso den Mut besitzen sich ihres Verstandes zu bedienen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 133), nur so kann eine umfassende Erziehung erreicht werden, eine Erziehung zur Erfahrung, zur Mündigkeit und zur Phantasie (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.116). Zusammenfassend beschreibt also die Vorstellung von Adorno einen Menschen, der eine natürliche Abneigung gegen die Barbarei entwickelt, weil ihm die Mechanismen aufgezeigt wurden und er aus seiner Selbstreflexion heraus, diese Art des Verhaltens verabscheut. Mündigkeit bedeutet weitergehend sich kritisch mit der Welt auseinander zu setzen und sich seines Verstandes zu bedienen, um sich ein Urteil bilden zu können. Die Erziehung zum mündigen Menschen, bedeutet also gleichsam zum autonomen, kritisch denkenden Menschen zu werden, der sich in der Welt zurecht findet.

Konkrete Vorstellungen zu einer Umsetzung dieser Forderungen an Schulen gibt es nur sehr wenige. Bildungspläne müssen eben an diese Forderungen angepasst werden, doch eben sowohl qualitativ, als auch quantitativ, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit S.105). Die bisher stark historisierte Bildung müsste überholt werden, damit Schülerinnen und Schüler nicht nur aus der „unmittelbaren Erfahrung“, sondern auch durch die „gegenwärtige Realität “ lernen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S.144).

So wird angemerkt, die Strukturen der Fächer zu verändern und eine neue innere Strategie für den Unterricht zu finden, so soll beispielsweise weg gegangen werden vom Auswendig lernen und hingegangen werden zu neuen Denkprinzipien, um die Schülerinnen und Schüler in ihrer Autonomie zu stärken (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 113). Es sollen neue Beziehungen geknüpft werden können, Denkformen und Strukturen sollen zusammengebracht werden, um einerseits das Denken der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die Realität zu stärken, aber auch in Bezug auf den Inhalt der Fächer (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 116). Schülerinnen und Schüler müssen zum Lernen motiviert werden, um in ihrer Entwicklung zum mündigen Menschen ausreichend unterstützt zu werden (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 134), denn nur wer motiviert sich mit dem Lernstoff beschäftigt kann sich weiter entwickeln und seine Fähigkeiten in Bezug auf Autonomie, Selbstreflexion und kritische Denken steigern. Fehlt die Motivation, so sind die Möglichkeiten der Entwicklung eingeschränkt bis nicht gegeben. Adorno nennt hier ebenso, dass Schülerinnen und Schülern von ihren Lehrerinnen und Lehrern „begabt“ werden müssen (Vgl. ebenda). Sie müssen den Anstoß geben, damit ihren Schülerinnen und Schüler sich mit dem Stoff beschäftigen. Dazu wird genannt, dass das Bildungsangebot an den Schulen weit aus vielfältiger und differenzierter werden muss und zwar nicht nur an den weiterführenden Schulen, sondern bereits ab Beginn der Vorschule und dies durchgehend auch bis in die beruflichen Weiterbildungen, um immer weiter zu motivieren und animieren (Vgl. ebenda). Es gilt eine bereite Wahl an Fächern zu geben und ebenso Differenzierungsmöglichkeiten innerhalb des Fachunterrichts zu geben (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 144). Ebenso wird die Mitbestimmung einzelner Schülerinnen und Schüler oder auch Gruppen benannt, sich an der Planung des Unterrichts zu beteiligen, das soll heißen selbst Entscheidungen innerhalb der Schule fällen zu können und nicht nur vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 145). Durch die Miteinbeziehung der Schülerinnen und Schüler wird die Autonomie gefördert und fördert somit die Herstellung von Mündigkeit. Die Schule soll als einen Rahmen bilden, um junge Menschen zu mündigen Menschen zu erziehen, dass dies jedoch nicht gänzlich ohne Einbezug von Autoritätspersonen möglich ist, wird deutlich daran, dass Kinder und Jugendliche immer wieder geführt werden müssen. Aus diesem Grund sind nach Auffassung von Adorno die Lehrerinnen und Lehrer wichtig in einer Schule, dennoch besteht ihre Pflicht darin, sich überflüssig zu machen, um die jungen Menschen zu mündigen Menschen zu erziehen (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, S. 140).

Jedoch sei zum Abschluss gesagt, dass auch nach Adornos Meinung, die Mündigkeit nicht nur ein Problem ist Deutschland sei, sondern auf die gesamte Welt anwendbar ist, es erfolge seiner Ansicht nach eher eine Erziehung zur Unmündigkeit (Vgl. Erziehung zur Mündigkeit, 137-138).

3. Theodor-W.-Adorno- Schule 3.1 Vorstellung der Schule

Die Krüger-Adorno- Schule wurde im Jahr 2004 als Real- und Hauptschule aus der Gauß-Krüger­Schule (Realschule) und der Theodor-W.-Adorno- Schule (Hauptschule und Orientierungsstufe) „gegründet“ (Vgl. Krüger-Adorno-Schule, Chronik K-A-Schule). Bis zum Jahr 2012 handelte es sich lediglich um eine Real- und Hauptschule und erhielt vor zwei Jahren die Bezeichnung Oberschule (Vgl. ebenda), die beide Schulformen miteinander verbindet. Die Schule befindet sich in der niedersächsischen Stadt Elze, welche etwa 30km südlich der Landeshauptstadt Hannover liegt (Vgl. Hilbig, Mit Adorno Schule machen - Beträge zu einer Pädagogik der Kritischen Theorie, S.7). Da, über die Leitprinzip der Oberschule, sowie dem pädagogischen Programm zunächst keine genaueren Angaben zu finden sind, soll im folgenden auf die Theodor- W.- Adorno-Schule vor der Zusammenlegung eingegangen werden.

Bei der Theodor-W.- Adorno- Schule handelt es sich um die einzige Schule in Deutschland, welche nach Adorno benannt ist, der Grund dafür liegt in der wichtigsten Forderung Adornos, „[...] dass Auschwitz nicht noch einmal sei [...]“ (ebenda). Eben diese Forderung bildet den Grundstein für das pädagogische Programm der Schule und hat nach Angaben des Schulleiters zu einer enormen Veränderung im Verhalten der Schülerinnen und Schüler geführt (Vgl. ebenda). Dabei schreibt Hilbig in seinem Buch, dass das besondere Erfolgsrezept seiner Schule darin liege, dass Theorie und Praxis gleichermaßen wichtig sind in seinem Konzept, um mündige Schülerinnen und Schüler zu „erziehen“ und damit einen respektvollen Umgang untereinander möglich macht (Vgl. ebenda).

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Pädagogik nach Adorno. Theoretische und praktische Aspekte für das Schulleben und die Erziehung
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
3,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V384466
ISBN (eBook)
9783668594180
ISBN (Buch)
9783668594197
Dateigröße
1024 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pädagogik, adorno, theoretische, aspekte, schulleben, erziehung
Arbeit zitieren
Chantal Dierks (Autor), 2014, Die Pädagogik nach Adorno. Theoretische und praktische Aspekte für das Schulleben und die Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384466

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