Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Leichten Sprache und ihrer Grenzen für alle Rezipienten. Zudem bietet sie eine Anpassung für prälingual Gehörlose an.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Leichter Sprache
2.1 Entwicklung der Leichten Sprache
2.2 Regeln der Leichten Sprache
2.3 Zielgruppe
2.4 Rechtliche Grundlagen
3. Kritikpunkte
4. Modifikation von Material in Leichter Sprache
4.1 Prälingual Gehörlose
4.2 Ideen zur Anpassung von Texten in Leichter Sprache für prälingual Gehörlose
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Leichte Sprache als Kommunikationshilfe für eine heterogene Zielgruppe geeignet ist und welche Herausforderungen sich bei der Anwendung für unterschiedliche Nutzergruppen, insbesondere für prälingual Gehörlose, ergeben.
- Grundlagen und Definition der Leichten Sprache sowie ihre historische Entwicklung.
- Analyse der geltenden Regelwerke und deren kritische Reflexion hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit.
- Untersuchung der heterogenen Zielgruppen und der damit verbundenen unterschiedlichen Bedürfnisse.
- Diskussion über die Notwendigkeit und Art der Modifikation von Leichter Sprache für prälingual Gehörlose.
Auszug aus dem Buch
2. Definition von Leichter Sprache
Die Leichte Sprache ist eine Varietät der deutschen Sprache (Vgl. Maaß 2015, S.12). Sie definiert sich als eine verständliche Sprache, die vorrangig im Schriftgebrauch verwendet wird (Vgl. Aichele 2014). Geschützt ist der Begriff der Leichten Sprache nicht, welches dazu führt, dass es unterschiedliche, wenn auch ähnliche Regelwerke zum Umgang mit ihr gibt (Vgl. Kellermann 2014). Sie „[...] hat das Ziel, Menschen mit Leseschwierigkeiten die Teilhabe an Gesellschaft und Politik zu ermöglichen.“ (Kellermann 2014).
Sie ist ebenso wie die Einfache Sprache eine Möglichkeit Informationen für Menschen mit Leseschwierigkeiten aufzubereiten. Jedoch unterscheiden sich die Konzepte in ihren Regeln. Während die Leichte Sprache Satzellipsen erlaubt und zusammengesetzte Wörter mit einem Bindestrich oder Mediopunkt trennt, ist die Einfache Sprache in seinen Strukturen komplexer. Es werden vollständige Sätze und schwierigere Wörter benutzt, die man versucht in der Leichten Sprache zu vermeiden (Vgl. Kellermann 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von Sprache als Medium und stellt die Frage, ob Leichte Sprache als einheitliche Lösung für eine heterogene Gruppe von Menschen mit Leseschwierigkeiten dienen kann.
2. Definition von Leichter Sprache: Dieses Kapitel definiert Leichte Sprache, stellt sie der Einfachen Sprache gegenüber und beleuchtet ihre historische Entwicklung, die relevanten Regelwerke sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
3. Kritikpunkte: Hier werden kritische Aspekte beleuchtet, insbesondere wie strikte Regeln der Leichten Sprache wie die Vermeidung von Passiv oder Negationen zu Bedeutungsverschiebungen führen können.
4. Modifikation von Material in Leichter Sprache: Dieses Kapitel befasst sich spezifisch mit den Herausforderungen für prälingual Gehörlose und zeigt Möglichkeiten zur inhaltlichen sowie visuellen Anpassung von Texten auf.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Leichte Sprache ein wichtiges Instrument zur Teilhabe ist, jedoch eine kritische Überprüfung der heterogenen Zielgruppe und gegebenenfalls Modifikationen erfordert.
Schlüsselwörter
Leichte Sprache, Barrierefreiheit, Inklusion, Leseschwierigkeiten, prälingual Gehörlose, Gebärdensprache, Kommunikationshilfe, Textgestaltung, Zielgruppe, gesellschaftliche Teilhabe, Sprachverständnis, Regelwerke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht die Leichte Sprache als Kommunikationsinstrument und hinterfragt, ob sie tatsächlich für alle Menschen mit Leseschwierigkeiten gleichermaßen geeignet ist.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition und Regeln der Leichten Sprache, ihre historische Entwicklung, rechtliche Grundlagen, kritische Aspekte der Anwendung sowie spezifische Anpassungen für gehörlose Menschen.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit geht der Frage nach, ob die Leichte Sprache eine einheitliche Lösung für eine sehr heterogene Zielgruppe darstellt, die aus Menschen mit unterschiedlichen kognitiven und sensorischen Voraussetzungen besteht.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse bestehender Regelwerke, wissenschaftlicher Definitionen und rechtlicher Dokumente basiert.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Mittelpunkt?
Der Hauptteil analysiert, warum strikte Regeln der Leichten Sprache manchmal zu Verständnisproblemen führen und wie Leichte Sprache gezielt für prälingual Gehörlose durch visuelle Elemente ergänzt werden kann.
Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Barrierefreiheit, Inklusion, Leichte Sprache, prälingual Gehörlose und gesellschaftliche Teilhabe beschreiben.
Warum wird die Eignung der Leichten Sprache für prälingual Gehörlose besonders hinterfragt?
Weil prälingual Gehörlose oft Schwierigkeiten mit komplexen Satzstrukturen haben, die auf den Spracherwerb zurückzuführen sind, aber nicht zwingend kognitive Einschränkungen vorliegen, was einen spezifischen Anpassungsbedarf bei Texten erfordert.
Welche Rolle spielen Bilder bei der Anpassung von Texten?
Bilder helfen dabei, Inhalte zu konkretisieren, unbekannte Begriffe mit dem bereits Bekannten zu verknüpfen und somit die Brücke zwischen geschriebener Sprache und dem Verständnis des Gehörlosen zu schlagen.
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- Chantal Dierks (Author), 2017, Leichte Sprache. Eine Kommunikationshilfe für Alle?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384473