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Der Hoftag von Quedlinburg. Die Bedeutung für Otto den Großen

Titel: Der Hoftag von Quedlinburg. Die Bedeutung für Otto den Großen

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julia T (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Bedeutung der Hoftag von Quedlinburg für die ausgehende Herrschaft Ottos I hatte und weshalb dort besonders die slawischen Völker geladen wurden. So waren dort unter anderem die Ungarn vertreten, die in der Schlacht auf dem Lechfeld 955 durch Otto vernichtend geschlagen worden waren. Außerdem kamen die Polen und die Böhmen nach Quedlinburg.

Um die Thematik entsprechend darzustellen, soll zuerst die Ostpolitik Ottos in den Blick genommen werden, um zu zeigen, wie Otto versuchte den Osten an das Reich zu binden und um zu klären, warum die slawischen Völker zum Hoftag in Quedlinburg geladen wurden. Danach soll ein Blick auf Ottos Kaiserkrönung geworfen werden und geklärt werden, wie er heim nach Sachsen kehrte. Hierzu wird gesondert eine Begebenheit um den Sachsenherzog Hermann Billung analysiert. Was den Hoftag betrifft, so soll der Tagungsort Quedlinburg, die Zeit, der Ostersonntag 973, und die Teilnahme der slawischen Völker am Hoftag betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Otto I. und die Ostpolitik

3. Vor dem Hoftag – Ottos Kaiserwürde

3.1 Schritte zum Kaisertum Ottos I.

3.2 Die provozierte Heimkehr: Hermann Billung und der Kaiser

4. Der Hoftag von Quedlinburg 973

4.1 Quedlinburg als Tagungsort

4.2 Ostern als gewählter Zeitpunkt

4.3 Die Teilnahme der slawischen Völker

5. Schlussbemerkung

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1 Quellen

6.2.Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung des Hoftags von Quedlinburg im Jahr 973 als einen Schlusspunkt der Herrschaft Ottos I. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit dieser Anlass dazu diente, die Macht des Kaisers zu festigen, dessen Nachfolge zu thematisieren und die politische Einbindung der slawischen Völker sowie weiterer europäischer Mächte in das ottonische Reich zu dokumentieren.

  • Die Ostpolitik Ottos I. und die Strategie der Bistumsgründungen.
  • Die Rolle zeremonieller Handlungen und deren Bedeutung für die Herrschaftsausübung.
  • Die gezielte Wahl von Quedlinburg als Versammlungsort und politischer Schauplatz.
  • Die Symbolik des Osterfestes als politischer und religiöser Rahmen.
  • Die Teilnahme und Intentionen slawischer und ungarischer Gesandtschaften am Hoftag.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die provozierte Heimkehr: Hermann Billung und der Kaiser

Im Anschluss an seine Kaiserkrönung weilte Otto weiter in Italien, um seine Herrschaft in Italien zu festigen. Während Otto I. nicht in Sachsen war, setzte er den Sachsenherzog Hermann Billung als seinen Vertreter, den procurator Saxoniae, ein.

Von seiner Kaiserkrönung 962 an verbrachte Otto der Große den Großteil seiner Zeit in Rom, während Billung in Sachsen die Amtsgeschäfte leitete. Der Herrscher verbrachte ab 966/67 sechs Jahre außerhalb Sachsens bis ihn ein Ereignis 972 vermutlich so verärgerte, dass es ihn zurück nach Sachsen führte. Zu diesem Zeitpunkt feierte Otto I. die Hochzeit seines Sohnes mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu und die Vorbereitungen für seine Heimkehr hatten gerade erst begonnen, was darauf schließen lässt, dass der Kaiser es mit der Rückkehr nicht eilig hatte.

Der Grund für die vorzeitige Rückkehr Ottos ist in einer Episode zu sehen, durch die Hermann Billung und der Erzbischof Adalbert von Magdeburg scheinbar ihre Machtbefugnisse überschritten. Es handelte sich um eine Usurpation des Empfangszeremoniells. Der Erzbischof empfing Hermann Billung in Magdeburg und begrüßte ihn mit dem Zeremoniell, das sonst nur dem König zu Teil wurde, wie Thietmar berichtet. Der Erzbischof geleitete den Herzog an der Hand, unter Glockengeläut zur Kirche. Danach soll der Herzog den Platz des abwesenden Kaisers an der Tafel, umgeben von den Bischöfen, eingenommen haben und im Anschluss daran habe er im Bett des Kaisers geschlafen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Hoftags von Quedlinburg 973 ein und erläutert die schwierige Quellenlage sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Otto I. und die Ostpolitik: Das Kapitel analysiert die Strategie Ottos I., durch die Gründung von Bistümern und Markgrafschaften den Osten zu christianisieren und enger an das Reich zu binden.

3. Vor dem Hoftag – Ottos Kaiserwürde: Hier werden der Weg zur Kaiserkrönung 962 und die Rolle von Hermann Billung als Stellvertreter in Sachsen beleuchtet.

4. Der Hoftag von Quedlinburg 973: Dieses Hauptkapitel untersucht die Gründe für die Wahl des Ortes, den Zeitpunkt Ostern sowie die diplomatische Bedeutung der Teilnahme verschiedener Völker.

5. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass der Hoftag ein wichtiger politischer Akt zur Demonstration von Herrschaft war, wenngleich die genauen Absichten hinter der Einladung der Slawen spekulativ bleiben.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Primärquellen und die einschlägige wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Otto I., Hoftag von Quedlinburg 973, Ostpolitik, Kaisertum, Sachsen, Hermann Billung, Slawenmission, Osterfest, Zeremoniell, Mittelalter, Liudolfinger, Christianisierung, Machtdemonstration, Reichsgeschichte, Adalbert von Magdeburg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Hoftag von Quedlinburg aus dem Jahr 973 als einen Höhepunkt und Schlusspunkt der Herrschaft Kaiser Ottos I. und untersucht seine politische sowie symbolische Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die ottonische Ostpolitik, die Rolle zeremonieller Handlungen in der Herrschaftspraxis, die diplomatische Bedeutung der Anwesenheit slawischer Völker und die Funktion von Quedlinburg als Machtzentrum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, warum der Hoftag in dieser spezifischen Form abgehalten wurde, welche Rolle die geladenen Völker spielten und welche Bedeutung dieses Ereignis für die ausgehende Herrschaft Ottos I. hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Dokumente, insbesondere der Sachsengeschichte von Widukind von Corvey und der Chronik Thietmars von Merseburg, ergänzt durch moderne fachwissenschaftliche Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ostpolitik, die Vorgeschichte zur Kaiserwürde, die Analyse des Empfangszeremoniells durch Hermann Billung sowie die detaillierte Betrachtung des Hoftags selbst bezüglich Ort, Zeitpunkt und Gästen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Otto I., Hoftag von Quedlinburg, Ostpolitik, Kaisertum, Slawenmission, Zeremoniell und die ottonische Herrschaftspraxis.

Welche Bedeutung kommt dem Ort Quedlinburg zu?

Quedlinburg war ein symbolträchtiger Ort für die Liudolfinger, da dort Heinrich I. begraben lag und das Familienkloster seinen Sitz hatte, was Otto I. zur Demonstration seiner Hegemonialmacht nutzte.

Warum war das Osterfest als Zeitpunkt für den Hoftag entscheidend?

Ostern war das höchste christliche Fest und diente als idealer, fester Rahmen, um Gesandte aus verschiedenen Teilen des Reiches und des Auslands zu einer politisch bedeutsamen Versammlung zusammenzubringen.

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Details

Titel
Der Hoftag von Quedlinburg. Die Bedeutung für Otto den Großen
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2,0
Autor
Julia T (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V384478
ISBN (eBook)
9783668627949
ISBN (Buch)
9783668627956
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hoftag quedlinburg bedeutung otto großen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia T (Autor:in), 2014, Der Hoftag von Quedlinburg. Die Bedeutung für Otto den Großen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384478
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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