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Analyse und Didaktik von Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“. Jugendliche Außenseiter in modernen Adoleszenzromanen

Titel: Analyse und Didaktik von Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“. Jugendliche Außenseiter in modernen Adoleszenzromanen

Masterarbeit , 2017 , 66 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sebastian Mädge (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Phänomen der jugendlichen Außenseiter und ihrer Schwierigkeiten der Positionierung innerhalb gesellschaftlicher Konstrukte nehmen sich Autoren und Autorinnen von Jugendliteratur häufig als Gegenstand ihrer Romane an. In dieser Arbeit sollen nun genau diese jugendlichen Außenseiter vertiefend analysiert werden. Dazu wird zunächst ein einleitender Teil zu den Charakteristika der Adoleszenzliteratur dem Kern der Arbeit vorangestellt, in welchem grundlegende Merkmale des in die Jugendliteratur eingebetteten Adoleszenzromans aufgeschlüsselt werden sollen.

Dies wird im späteren Teil der Arbeit bedeutend, da dort mit Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“ ein Werk im Fokus der Arbeit stehen soll, welches natürlich nur exemplarisch aus einer Vielzahl von Adoleszenzromanen gewählt wurde und dementsprechend nur einen Auszug aus dieser zeitgeschichtlich neuen Gattung widerspiegelt. Um eine Allgemeingültigkeit und Vergleichbarkeit in der Darstellung der handelnden Personen, in diesem Fall der Außenseiter, zu gewährleisten, muss zunächst ein gemeinsames Gerüst, aus dem alle Adoleszenzromane aufgebaut sind, erkannt werden.

In der Interaktion des Menschen innerhalb der Gesellschaft bilden aufgestellte Verhaltensregeln ein Grundgerüst, welches zur Eigenstabilisierung des eigenen Verhaltens dient und eigene Handlungen in bestimmte Kategorien einordnen soll. Diese Kategorien reichen von richtig zu falsch von konform bis hin zu abweichend. Entspricht man nach Bestimmung der Mehrheit nicht diesen Regeln, wird man als Außenseiter betitelt, unabhängig der eigenen Wahrnehmung. Dieses von der Norm abweichende Verhalten kann also nur ein Produkt der Interaktion von Individuen innerhalb einer Gesellschaft sein.

Wie entsteht aber nun dieses abweichende Verhalten und wer bestimmt die Auslegung der Norm? Was macht einen Außenseiter demnach zum Außenseiter? Gerade bei Heranwachsenden stellt die Positionierung innerhalb der Gesellschaft einen wichtigen Punkt im Prozess des Erwachsenwerdens dar. Jugendliche Peer Groups entwickeln dabei häufig spezielle Normen, welche sowohl das Aussehen, als auch die Verhaltensweisen betreffen können. Dabei ist zu beobachten, dass unterschiedliche Gruppen, auch innerhalb einer Sozialstruktur, unterschiedliche Wertvorstellungen ausbilden und somit das Verhalten derselben Person oder mehrerer Personen unterschiedlich beurteilen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charakteristika und Entwicklung des Adoleszenzromans

2.a. Der Adoleszenzroman innerhalb der Jugendliteratur

2.b. Moderne und postmoderne Adoleszenzromane – Thematik, Merkmale und Probleme

3. Wolfgang Herrndorfs Adoleszenzroman „tschick“

4. Probleme jugendlicher Außenseiter und deren Darstellung

4.a. Wissenschaftliche Analyse - Was ist ein Außenseiter und welche Merkmale kennzeichnen ihn?

4.b. Analyse der Außenseiter und ihrer Probleme in Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“

4.b.i. Darstellung und Probleme der Außenseiter

4.b.ii. Wandel der Außenseiter im Laufe der Zeit

4.b.iii. Auflösung der Außenseiterproblematik

5. Behandlung des Themas „Außenseiter“ in Adoleszenzliteratur im Deutschunterricht mit Bezug auf das Problem „Mobbing“ in der Schule

5.a. Sozialisation durch Adoleszenzliteratur?

5.b. Definition und Merkmale von Mobbing

5.c. Didaktisches Potenzial der Protagonisten aus „tschick“ in Bezug auf ihre Stellung als Außenseiter

5.d. Methodische und inhaltliche Einarbeitung des Themas „Außenseiter“ in eine Unterrichtseinheit zum Adoleszenzroman „tschick“

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen jugendlicher Außenseiter in modernen Adoleszenzromanen am Beispiel von Wolfgang Herrndorfs „tschick“ vertiefend zu analysieren und didaktische Konzepte für deren Behandlung im Deutschunterricht, insbesondere im Kontext von Mobbing, zu entwickeln.

  • Charakterisierung und Entwicklung des Adoleszenzromans als literarische Gattung.
  • Wissenschaftliche Definition des Außenseiterbegriffs und dessen Anwendung auf die Romanfiguren.
  • Analyse der Problemkonstellationen der Protagonisten Maik, Tschick und Isa.
  • Didaktisierungsmöglichkeiten des Themas „Außenseiter“ und „Mobbing“ im schulischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

i. Darstellung und Probleme der Außenseiter

Bei der folgenden Betrachtung der Außenseiter in Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“ bedarf es zunächst der Differenzierung, wer hier eigentlich als Außenseiter anzusehen ist. Die in dieser Arbeit analysierten Außenseiter sind Maik Klingenberg, Andrej „Tschick“ Tschichatschow und Isa Schmidt. Da Maik und Tschick in diesem Roman als die Hauptfiguren zu identifizieren sind, wird sich der Hauptanteil der Analyse um diese beiden Protagonisten drehen. Aufgrund der Ich-Erzählperspektive wird dabei besonders Maik analysiert, da man die Geschichte aus seiner Perspektive und damit auch alle Eindrücke und Geschehnisse aus seiner Position erfährt.

Hierbei wird zunächst die Ausgangssituation, in der sich die Außenseiter befinden, analysiert. In welcher sozikulturellen Situation findet man die Außenseiter? Wie bewegen sie sich insbesondere in ihrem sozialen Umfeld der Schule und Familie? Anschließend soll hinterfragt werden, welche Probleme sich aus der Ausgrenzung für die drei Hauptpersonen ergeben und ob sie schließlich dadurch tiefer in die Rolle eines Außenseiters gelangen. Entsprechen sie dabei den zuvor genannten Definitionen der Außenseiter nach Weißenborn und/oder Becker?

Im Folgenden soll hier zunächst Maik näher untersucht werden. Maik, die Hauptfigur des Romans, 14 Jahre alt und Schüler einer 8. Klasse eines Gymnasiums, wird bereits zu Beginn des Romans als Außenseiter identifiziert. Dabei sagt er selber von sich, dass er keine Freunde hat und begründet dies auch zeitgleich, wobei das geringe Selbstbewusstsein von Maik erkennbar wird. An dieser frühen Stelle im Roman zeigt sich bereits die Ausgangssituation, in der sich Maik befindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Außenseiter bei Jugendlichen ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit anhand des Adoleszenzromans „tschick“.

2. Charakteristika und Entwicklung des Adoleszenzromans: Dieses Kapitel definiert die Gattung des Adoleszenzromans, grenzt sie von anderen Formen ab und beleuchtet die thematischen Veränderungen in der modernen Jugendliteratur.

3. Wolfgang Herrndorfs Adoleszenzroman „tschick“: Eine kurze Vorstellung des Romans, seiner Einordnung in die Literaturgeschichte und der zentralen Thematik der Freundschaft zweier Außenseiter.

4. Probleme jugendlicher Außenseiter und deren Darstellung: Hier erfolgt eine wissenschaftliche Fundierung des Außenseiterbegriffs, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Protagonisten Maik, Tschick und Isa sowie deren Entwicklung im Romanverlauf.

5. Behandlung des Themas „Außenseiter“ in Adoleszenzliteratur im Deutschunterricht mit Bezug auf das Problem „Mobbing“ in der Schule: Dieser Abschnitt erörtert das didaktische Potenzial des Romans für den Deutschunterricht und gibt methodische Anregungen zur Behandlung der Themen Außenseitertum und Mobbing.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Eignung des Romans „tschick“ als Musterbeispiel für die Analyse jugendlicher Entwicklungsprozesse.

Schlüsselwörter

Adoleszenzroman, Außenseiter, Wolfgang Herrndorf, tschick, Mobbing, Identitätsfindung, Jugendliteratur, Sozialisation, Peer-Group, Schulkultur, Deutschunterricht, Didaktik, Alterität, Adoleszenz, Literaturverfilmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und Probleme jugendlicher Außenseiter im Roman „tschick“ von Wolfgang Herrndorf und untersucht, wie dieses Thema didaktisch im Deutschunterricht genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Adoleszenz, Außenseitertum, soziale Ausgrenzung, Mobbing, Identitätsfindung und die Rolle von Peer-Groups während des Heranwachsens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Situation jugendlicher Außenseiter zu gewinnen und aufzuzeigen, wie Lehrer dieses Thema nutzen können, um Schüler für soziale Prozesse und Mobbing zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Werksanalyse, ergänzt durch soziologische Definitionen von Außenseitertum (u.a. von Howard S. Becker und Theodor Weißenborn) sowie didaktische Überlegungen zur Unterrichtsgestaltung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der Gattung Adoleszenzroman, der wissenschaftlichen Definition von Außenseitern, der detaillierten Analyse der Romanfiguren Maik, Tschick und Isa sowie der didaktischen Umsetzung der Thematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adoleszenzroman, Außenseiter, tschick, Mobbing, Identitätsfindung und didaktische Anwendung definiert.

Wie unterscheidet sich Maik als Außenseiter von Tschick?

Maik leidet unter seinem Außenseiterstatus und versucht verzweifelt, den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen, während Tschick bewusst außerhalb sozialer Erwartungen steht und sich nicht um eine Integration in das klassische Klassengefüge bemüht.

Welche Rolle spielt die Familie für die Außenseiterposition der Charaktere?

Die Familie fungiert oft als fehlende Stütze; Maiks gestörtes Verhältnis zu seinem Vater und die Alkoholkrankheit seiner Mutter tragen maßgeblich zu seiner Unsicherheit und sozialen Isolation bei.

Warum wird der Roman „tschick“ für den Unterricht als besonders wertvoll angesehen?

Der Roman bietet aufgrund seiner Protagonisten, mit denen sich Jugendliche identifizieren können, hohe Relevanz für deren Lebenswelt, was eine authentische Auseinandersetzung mit Toleranz, Identität und Mobbing ermöglicht.

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Details

Titel
Analyse und Didaktik von Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“. Jugendliche Außenseiter in modernen Adoleszenzromanen
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2,0
Autor
Sebastian Mädge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
66
Katalognummer
V384569
ISBN (eBook)
9783668623286
ISBN (Buch)
9783668623293
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendliteratur Adoleszenzroman Herrndorf tschick Außenseiter tschick deutsch literatur herrndorf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Mädge (Autor:in), 2017, Analyse und Didaktik von Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“. Jugendliche Außenseiter in modernen Adoleszenzromanen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384569
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Leseprobe aus  66  Seiten
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