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Problemlagen der Interviewführung in fremdsprachlichen und interkulturellen Kontexten am Beispiel von Experteninterviews

Title: Problemlagen der Interviewführung in fremdsprachlichen und interkulturellen Kontexten am Beispiel von Experteninterviews

Term Paper , 2017 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Gobert (Author)

Social Studies (General)
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Eine erprobte Erhebungsmethode aus der qualitativen Methodologie ist das Experteninterview. Aufgrund der hohen Bedeutung dieser Methode ist es wichtig, sich mit möglichen Fehlerquellen auseinanderzusetzen, insbesondere im interkulturellen Kontext. Das Thema dieser Hausarbeit ist daher von hoher Aktualität und praktischer Relevanz. Ein Kapitel wird sich mit der Auswahl und Darstellung der Methode Experteninterview als zentralen Untersuchungsgegenstand beschäftigen. Zuvor soll erläutert werden, wie sich die gängigen Methodologien in den Sozialwissenschaften voneinander unterscheiden. Um sich weiterführend der Fragestellung hermeneutisch anzunähern, sollen einschlägige Begrifflichkeiten und Modelle erklärt werden. Die methodischen, aber auch die forschungspraktischen Problemlagen, die sich etwa aus Sprachbarrieren oder unterschiedlichen kulturellen Prägungen von Interviewer und Informant ergeben, sollen anschließend in dieser Arbeit dargelegt werden. Dabei werden sowohl Umstände, die vom Forschenden als hinderlich wahrgenommen werden könnten, als auch unbewusste Fehlerquellen thematisiert. Des Weiteren sollen mögliche Konsequenzen der Problemlagen für wissenschaftliche Forschungsergebnisse erarbeitet werden. Abschließend findet eine Diskussion der Analyseergebnisse statt und es werden mögliche Lösungsstrategien aufgezeigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Arbeitsweisen der Sozialwissenschaft

2.2 Experteninterviews als qualitative Erhebungsmethode

2.3 Begriffsdefinitionen

2.4 Kommunikationsmodelle

3. Methodische Herangehensweise

4. Problemfelder der interkulturellen Experteninterviewführung

4.1 Notwendige tatsächliche Kompetenzen des Interviewers

4.2 Status und zugeschriebene Kompetenz aus Perspektive des zu Interviewenden

4.3 Problemfeld sprachliche Kompetenz

4.4 Problemfeld non-verbalen Kommunikation

4.5 Problemfeld Inhaltsebene

4.6 Problemfeld Beziehungsebene

4.7 Problemfeld Indexikalität

5. Diskussion und mögliche Lösungsstrategien

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen methodischen und praktischen Herausforderungen, die bei der Durchführung von Experteninterviews in interkulturellen und fremdsprachlichen Kontexten auftreten, um Strategien für eine wissenschaftlich fundierte Forschungspraxis abzuleiten.

  • Grundlagen der qualitativen Sozialforschung und Experteninterviews
  • Analyse kultureller Einflussfaktoren auf Kommunikationsprozesse
  • Identifikation von Fehlerquellen in interkulturellen Interviews (Sprache, Non-Verbalik, Inhalt, Beziehung)
  • Strategien zur Bewältigung von Interaktionsproblemen (interkulturelle Kompetenz, Metakommunikation)

Auszug aus dem Buch

4.4 Problemfeld non-verbalen Kommunikation

Non-verbale Kommunikation ist ein elementarer Bestandteil unseres Kommunikationsverhaltens und korreliert mit unserer verbalen Kommunikation. In bestimmten Fällen offenbart die non-verbale Kommunikation jedoch Bedeutungen, die wir dem Kommunikationsempfänger nicht offensichtlich mittels verbaler Kommunikation zukommen lassen möchten. Non-verbale Kommunikation finde in sechs verschiedenen Bereichen statt: In der Gestik (Bewegungen des Kopfes, Hände, etc.), in der Mimik (Bewegungen der Muskeln im Bereich der Augen, des Mundes, der Stirn, etc.), im Blickverhalten, in der Proxemik (Art der Einhaltung des körperlichen Abstandes zwischen Gesprächspartnern), in der Haptik (Berührungsverhalten) und bei paralinguistischen Codes, welche den unterschiedlichen Gebrauch der Stimme, des Stimmvolumens, der Intonation und weiteres miteinschließt (ERLL; GYMNICH 2014: 110 f.). Die benannten Codes in der non-verbalen Kommunikation bedingen in der interkulturellen Kommunikation in vielen Fällen Missverständnisse sowie Fehlinterpretationen. Die Codes dienen häufig sogar als Instrument, das unzureichende Verstehen einer Sprache zu überspielen bzw. zu kompensieren (EHRHARDT 2003: 148). Beispielsweise wird das Lächeln im asiatischen Raum als Instrument eingesetzt, damit der Gesprächspartner sein Gesicht wahren kann. Das heißt im konkreten Fall, wenn ein Gesprächspartner aus Asien mit einer Äußerung seines Gegenübers nicht einverstanden ist, wird in dieser Gesprächssituation das Lächeln als kompensierendes Instrument genutzt. Dies führt oft zu Fehlinterpretationen von Angehörigen aus einem westlichen Kulturkreis (HERINGER 2004: 26). Aus diesem Grund sollte ein Fragesteller in einem Experteninterview generell über Wissen der gängigen non-verbalen Codes des jeweiligen Kulturkreises verfügen, um Missverständnissen vorzubeugen und Fehlinterpretationen vermeiden zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der interkulturellen Experteninterviewführung im Kontext der Globalisierung und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen sozialwissenschaftlicher Methoden, definiert das Experteninterview als Instrument und bietet Begriffsbestimmungen zu Kultur und Kommunikation.

3. Methodische Herangehensweise: Die Autorin legt dar, dass eine modifizierte Form der qualitativen Inhaltsanalyse genutzt wird, um wissenschaftliche Quellen systematisch auszuwerten.

4. Problemfelder der interkulturellen Experteninterviewführung: Dieses zentrale Kapitel analysiert systematisch verschiedene Fehlerquellen wie Sprachkompetenz, non-verbale Codes, inhaltliche Tabus und die Beziehungsdynamik zwischen Interviewer und Experten.

5. Diskussion und mögliche Lösungsstrategien: Hier werden Konzepte interkultureller Kompetenz sowie kommunikative Strategien wie Selbstreflexion und Metakommunikation zur Problemlösung diskutiert.

6. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass eine gründliche Vorbereitung und interkulturelle Sensibilität essenziell für den Erfolg qualitativer Forschung sind.

Schlüsselwörter

Experteninterview, Qualitative Sozialforschung, Interkulturelle Kommunikation, Problemlagen, Kommunikationsmodelle, Interkulturelle Kompetenz, Sprachbarrieren, Non-verbale Kommunikation, Indexikalität, Forschungsdesign, Interpretationsprozess, Metakommunikation, Datengenerierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen und möglichen Fehlerquellen bei der Durchführung von Experteninterviews, wenn diese in fremdsprachlichen oder interkulturellen Kontexten stattfinden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Experteninterviews, die Analyse von Sprach- und Kommunikationsbarrieren sowie die Entwicklung von Lösungsstrategien durch interkulturelle Kompetenz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Problemlagen sich bei interkulturellen Experteninterviews ergeben und wie der Forschende diesen begegnen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine modifizierte Form der qualitativen Inhaltsanalyse, um wissenschaftliche Erkenntnisse aus Fachliteratur zu extrahieren und zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung und eine detaillierte Analyse spezifischer Problemfelder, darunter sprachliche Kompetenz, non-verbale Signale, Tabuthemen und Beziehungsstrukturen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Experteninterview, Interkulturelle Kompetenz, Indexikalität, Metakommunikation und qualitative Sozialforschung.

Welche Rolle spielt das "Eisbergmodell" in der Untersuchung?

Das Modell wird herangezogen, um zu verdeutlichen, dass ein Großteil der Kommunikation unbewusst abläuft und somit gerade im interkulturellen Kontext für Missverständnisse anfällig ist.

Warum ist das Thema "Gesichtsverlust" so relevant für die Experteninterviews?

In einigen Kulturkreisen kann der soziale Druck, das Gesicht zu wahren, dazu führen, dass Experten irreführende Antworten geben oder kritische Themen meiden, was die Datenqualität beeinflussen kann.

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Details

Title
Problemlagen der Interviewführung in fremdsprachlichen und interkulturellen Kontexten am Beispiel von Experteninterviews
College
University of Hagen
Grade
2,0
Author
Oliver Gobert (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V384882
ISBN (eBook)
9783668603530
ISBN (Book)
9783668603547
Language
German
Tags
problemlagen interviewführung kontexten beispiel experteninterviews
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Gobert (Author), 2017, Problemlagen der Interviewführung in fremdsprachlichen und interkulturellen Kontexten am Beispiel von Experteninterviews, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384882
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