Stockfotografie als Antwort auf den Visualisierungszwang? Kommerzialisierung von Bildern in der Pressefotografie


Akademische Arbeit, 2011

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Iconic Turn

3 Die Macht der Bilder
3.1 Über die Bedeutung und Notwendigkeit der Bilder im Journalismus
3.2 Bedeutung von Schlüsselbildern – und der Notwendigkeit, dass diese Bilder nicht in Vergesseheit geraten.

4 Stockfotografie
4.1 Kommerzialisierung der Bilder durch Stockfotografie
4.2 Mitwirkende und Verantwortliche
4.3 Merkmale der Stock Fotografie
4.4 Anforderungen an Stockfotografie
4.5 Stockfotografie in Abgrenzung zu Nachrichtenbildern
4.6 Anwendungsbereiche der Stockfotos
4.7 Stockfotografie in Magazinen
4.8 Pressefotos ohne Journalismus
4.9 Problematik der Verwendung der Stockfotografie im Journalismus

5 Zwischenergebnis Stockfotografie

6 Zusammenfassung und Diskussion

7 Quellenangaben

1 Einleitung

Wir sind von Bildern umgeben und pausenlos sehen wir Bilder vor unserem inneren Auge – ob wir wollen oder nicht. Hat sich ein Bild in unsere Erinnerung eingeschleust, scheint es auf ewig dort zu verharren.

Bilder sind schrill. Bilder sind bunt. Bilder sind farbenfroh. Bilder sind kontrastreich. Bilder sind aussagekräftig, beruhigend, aufwühlend, informierend, beeinflussend. Bilder sind durchdringend. Bilder sind allgegenwärtig. Bilder sind Repräsentanten. Bilder sind mächtig.

Was aber macht Bilder so mächtig? Bilder haben sich in den letzten 15.000 Jahren entwickelt: von den Höhlenzeichnungen der Vorzeit über Ritz- und Meißelarbeiten, Wandmalereien, Gemälde, Zeichnungen oder Fotografien, Animationen oder Vorstellungsbilder. Spätestens mit dem Einzug des Internet erhielten Bilder auf der medialen Ebene eine ganz neue Bedeutung: Bilder lassen sich kostengünstig und schnell duplizieren und verbreiten. Und seit jeder Laie zuhause eine Digitalkamera hat, lassen sich Bilder auch noch ebenso schnell herstellen und problemlos per Handy, Mail, CD verschicken.

Heute ist die Masse der Bilder unerschöpflich geworden, aber wie steht es mit der Qualität und wie reagiert der Empfänger? Ist es für ihn das bildgewordene Paradies oder eine lästige übergekochte Farbensuppe?

Bildagenturen wie „Getty Images“ und “Corbis“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, digitale Bilder zu sammeln, in einer Datenbank zu speichern und relativ kostengünstig für jedermann zur Verfügung zu stellen. Selbst die publizistischen Medien greifen heute auf Stockfotos zurück.

Bunte Blumen, blaue Himmel, weiße Sandstrände und freundliche, Zahnpasta-Lächelnde Menschen sind häufig gespeicherte und verkaufte Bilder, die wohl eher Symbolbildern gleichen als Kunstwerken. Es geht dabei dann weniger um Individualität als vielmehr um Konsum und Verkaufszahlen.

Kann dabei die Stockfotografie als Antwort auf den Visualisierungszwang dienen? Mit dieser Frage werde ich mich in der folgenden Arbeit auseinander setzten – vor allem im Bezug auf die Pressefotografie ist dieser Disput lohnend. Denn gerade hier bestehen unterschiedliche Ansprüche an die Fotos: Stockfotos, die möglichst schnell vom Betrachter vergessen werden sollen stehen gegen Bilder der Nachrichtenbilderstattung, die sich als Erinnerung in den Köpfen der Rezipienten auf immer festsetzen sollen. Können also Stockfotos die Fotos der Pressefotografie ablösen?

2 Iconic Turn

„Bildfluten stürzen auf uns ein – immer mehr und immer schneller: Ob in Büchern, in Illustrierten, in der Werbung, im Fernsehen oder auch auf dem Bildschirm beim Surfen. Zurecht stellt die amerikanische Essayistin Susan Sontag mit Bezug auf die Fotografie fest, dass diese in der ‚modernen Gesellschaft einen praktisch unbegrenzten Einfluß haben‘
(Hamann, 2002, S. 6).“

Bill Gates geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet: „‚ Wer die Bilder beherrscht, der beherrscht die Köpfe‘ der Menschen (ebd.).“

Aufgrund der aufkommenden Masse an Bildern riefen Kunsthistoriker und Philosophen Gottfried Boehm und W. J. T. Mitchel 1994 die Wende vom ‚linguistic turn‘ hin zum ‚iconic‘ oder ‚pictorial turn‘ aus. Als Terminus umschreibt der ‚iconic turn‘ die „Konjunktur des Bildes (Maar, Burda, 2004 S. 16).“ Beide Kunsthistoriker begründen die unübersehbar zunehmende Masse an Bildern gleichsam mit dem Siegeszug des Internet, ebenso wie mit dem Siegeszug der Fotografie. Dem Internet als „größten jemals erfundenen technischen Bildspeicher (ebd., S. 21)“, da diese Maschine insbesondere „im Bereich der Bilder eine der Hauptantriebsquellen [ darstellt ], die technischen Bedingungen des iconic turn zu reflektieren (ebd.)“

Die Erfindung und Entwicklung der – zunächst analogen, bis hin zur – digitalen Fotografie stellt die zweite,

„langfristig wirksame Begründungsenergie des iconic turn, weil sie in ihrer nie zuvor da gewesenen Fülle an Bildern und Reproduktionen den Grundfragen des Ikonischen eine geradezu physisch spürbare Realität vermittelt hat. Die technische Fertigung von Bildern, an deren Herstellung die menschliche Hand scheinbar nur geringen Anteil hatte, […] [führte dazu, dass zunächst im] Verlauf weniger Jahrzehnte die Fotografie nicht nur zu einem Instrument, sondern zu einem Symbol wissenschaftlicher Objektivität gemacht [wurde], dass jede Form der menschlichen Willkür zu überwinden in der Lage sein sollte. Der Glaube an diese Form der Objektivität durchzog [dabei] alle Wissenschaftsbereiche (ebd. S. 18).“

Der Glaube an die Authentizität der Bilder ist ein wesentlicher Aspekt, der auf dem Weg der Entwicklung bis zur Manifestation der Bilder eine bedeutende Rolle spielt. „ Durch das Foto wird die vorgegebene Wahrheit des Geschriebenen mit eigenen Augen sichtbar und überprüfbar (Bruhn, Schneider, 1998, S. 32-43).“ Da Wahrhaftigkeit gerade in der Nachrichtenbilderstattung essenziel ist, spielt es eine wesentliche Rolle, dass Bilder glaubwürdig sind. Einhergehend mit der Digitalisierung und den heutigen Möglichkeiten der Bildbearbeitung allerdings ist die Authentizität der Bilder nicht immer gegeben und umstandslos eindeutig. Die Echtheit des Dargestellten ist ein kritischer Gesichtspunkt den es zu berücksichtigen gilt, der allerdings nicht im Rahmen dieser Arbeit tiefgründiger betrachtet wird.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass Bilder heutzutage einen derart hohen Stellenwert in unserem gesellschaftlichen Leben haben, dass – so scheint es – das geschriebene Wort nicht mehr ohne Bebilderung auskommt. Denn „Bilder haben eine „Macht auf Körper, Seele und Geist. Bilder sind […] unersetzlich (Maar, Burda, 2004 S. 30).“ In sämtlichen Bereichen, von Kinderbüchern über Illustrierte, Werbung und selbst wissenschaftlichen Abhandlungen bis hin zu sämtlichen Berichten der Nachrichten-berichterstattung finden sich zahlreiche Bebilderungen die das Geschriebene visualisieren, repräsentieren und verständlicher machen sollen. Selbst die Le Monde hat am 17.1.2004, nach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – die mittlerweile ihre Askese aufgegeben hat, nachdem sie „sich jahrelang gegen ein Bild auf der Titelseite sowie den Einsatz von Farbe im redaktionellen Teil stemmte ( Grittmann, 2008, S. 223 )“ – als „letzte jener wort- und wertfixierten Zeitungen, die gegen Farbabbildungen resistent waren, ein mit Farbaufnahmen besonders üppig ausgestattetes Journal herausgebracht(Maar, Burda, 2004, S. 15).“

3 Die Macht der Bilder

Bilder sind also mächtig. Der folgende Abschnitt soll verdeutlichen, warum Bilder so mächtig sind. Ein Bild prägt sich besser ein und sorgt für mehr Nachhaltigkeit. So wird bei Präsentationen davon ausgegangen, das dem Bild mehr als 50% der erreichten Verständnisses wie auch der Nachhaltigkeit zuzumessen ist, also mehr als der Schrift und dem Wort zusammen. Bilder vermitteln Stimmungen ohne aufdringlich zu sein. Ein sonniger See, ein lächelndes Kind, ein glänzendes Auto können fast nebenbei Wünsche wecken, ohne dass der Darsteller unglaubwürdig wird. Bilder brauchen keine Phantasie, sie stellen alles detailgenau dar und sie besitzen die Kraft, über „ihre Situationsgebundenheit hinaus mit dem Gezeigten eine Bedeutung [zu transportieren], die ein Text nur vermittels vieler Worte interpretativ zu leisten vermag (Haller, 2008, S. 45).“

Marilyn Monroe mit ihrem wehendem weißen Kleid auf dem U-Bahn-Schachtgitter, den Mund leicht geöffnet, Altbundeskanzler Willy Brand vor dem Denkmal des Aufstands im Warschauer Getto kniend oder das Bild der nackten Phan Thi Kim Phuc, als sie nach einem Napalmangriff aus ihrem Dorf flüchtet sind Bilder, die sich als Zeugnisse der Ereignisse in die Gedächtnisse der Rezipienten eingeprägt haben und nachhaltig eine emotionale Verankerung erreichten. Hier ist die Volksweisheit eindrucksvoll bestätigt : „ein Bild sage mehr als tausend Worte (ebd., S. 45).“

Grundlegend funktioniert dies vor allem dann, wenn Bilder „eine einfache Botschaft vermitteln und universell, also unabhängig von religiösen, ethnischen und sozialen Kontexten verstehbar (ebd.)“ sind. Bilder finden dann ihre Zuschauer, wenn sie wegen „ ihrer emotionalisierenden Effekte auch ein hohes Identifikationspotenzial (ebd.)“ besitzen. Sie sollen in „moralischer Hinsicht eine plakativ verstandene binäre Aussage“ bieten, also „also einfache Schemata, wie: Geborgenheit-Verlorensein, Glück-Verhängnis – und bei Konfliktthemen das ihnen immanente Gut-Böse (ebd.)“ Dabei steht das Bild als Repräsentant für das Gesamtereignis und „versinnbildlicht das, was insgesamt das Geschehen ausmacht (ebd.).“

Mit einem Blick erfasst der Betrachter einen komplexen Zusammenhang, erkennt ihn und verbindet ihn mit einem oft nachhaltigen emotionalen Kontext. Wollte man das textlich beschreiben, bräuchte man viele Seiten und nur Wenige würden sie lesen. Nachvollziehbar ist dies auch im Vergleich Film zum Buch: Filme dauern oft nur ein bis zwei Stunden und transportieren Inhalte von Büchern mit mehreren 100 Seiten, die zu lesen man Tage bräuchte. Viele Menschen sehen täglich mehrere Stunden Fernsehbilder aber lesen kaum Bücher.

3.1 Über die Bedeutung und Notwendigkeit der Bilder im Journalismus

Bis hier ist geklärt worden, dass und warum Bilder so mächtig sind. Nun soll der Bezug zum Journalismus hergestellt werden, denn eben jene erläuterte Relevanz kommt auch der Visualisierung im Journalismus zu teil, die „neben Unterhaltungsorientierung, Boulevardisierung und Emotionalisierung als eines der zentralen Symptome dieser Entwicklung im Journalismus (ebd., S. 46)“ gilt. Dabei wird mit der Visualisierung insbesondere eine „ Attraktivitäts- und Aufmerksamkeitssteigerung für das potenzielle Lesepublikum verbunden (ebd.).“

So lässt sich heutzutage die Zunahme von „Unterhaltung und Entertainment ( Roos, 2006, S. 52 )“ feststellen. Mit Showbusiness oder dem Sportbereich wird die Aufmerksamkeit der Leser gewonnen: Eye-catcher sind Bilder rund um Fußball, Teams, Jubel, Fans, Wettbewerb, Sieger und Verlierer. „‚Grundsätzlich sind aber auch emotionale Bilder gefragt. Wer über Wirtschaft berichtet, zeigt weniger die Geschäftszentralen der Unternehmen, sondern viel lieber die Menschen, die das Unternehmen ausmachen: die Vorstandsvorsitzenden und CEOs dieser Welt‘ (ebd., S. 54)“ sagt Reuters-Expertin Karabuda Ecer in einem Interview mit dem Medienmagazin Journalist: „ ‚Man will im Bild Charakter sehen.‘ Politiker zu fotografieren, die einfach ihre Statements abnudeln, ist viel zu langweilig. Sie müssen auf den Bildern Golf, Tennis oder Schach spielen. Karabuda Ecer: ‚Fotos müssen heute viel mehr Stimmungen transportieren als noch vor wenigen Jahren.‘ (ebd.)“

Auch im Journalismus ist es eben elementar, den verbalen Vermittlungsprozess zu unterstützen. Bilder tun genau dies. Eine Notwendigkeit zu weiteren Erklärungen besteht dabei meist nicht. Eine „große Informationsmenge kann dadurch gleichzeitig und unmittelbar dargestellt werden, die Informationsdarbietung wird optimiert. (Haller, 2008, S. 69)“

Visualisierung hat im Journalismus heute eine derart maßgebende Rolle eingenommen, dass mitunter Pseudo-Ereignisse und „ emotional wirksame Szenen inszeniert (ebd.)“ oder Bilder nachbearbeitet werden um den Zuschauer zu fesseln und ihn für immer dieses Bild in Erinnerung behalten zu lassen. Beispielhaft ist das Bild von einem Steine werfenden Palästinenser, der auf dem Foto wie ein „einsamer Verzweiflungstäter wirkt, den aber in Wirklichkeit gegen vierzig Fotografen umlagern und manche ihn mit Zurufen anfeuern (ebd., S. 43).“

3.2 Bedeutung von Schlüsselbildern – und der Notwendigkeit, dass diese Bilder nicht in Vergesseheit geraten.

Bilder sollen einprägsam sein. Wir sollen uns an große Ereignisse immer erinnern – und das heißt: wir sollen uns an die Bilder großer Ereignisse immer erinnern. „Es gibt Ereignisse, die sich gleichsam ins Gedächtnis der Menschheit eingebrannt haben. Weil es eindrucksvolle Bilder von ihnen gibt, können sie uns immer wieder vor Augen geführt werden ( Hamann, 2002, S. 4 ).“ Zahlreiche Beispiele lassen sich hierfür anführen: etwa die Bilder des Dramas, das sich am 11. September 2001 in den USA abspielte, als die beiden Flugzeuge in die Zwillingstürme flogen. Es ist ein Ereignis, das „ von den Fotoapparaten und Filmkamaras für alle Zeiten festgehalten wurde (ebd.).“

Im Gegenzug gibt es Bilder, die „stellvertretend für eine ganze Kette von Ereignissen stehen. Der Vietnamkrieg ist wie ein Brennspiegel zusammengefasst in dem Foto der Kinder, die nackt und schreiend, mit verbrannter Haut aus dem zerstörten Dorf vor den Soldaten her fliehen (ebd.).“

Der Psychologe Rudolf Arnheim z.B. betont: „[…] dass es‚ kein Denken ohne irgendeine Art von Bild gibt‘ und der Philosoph Walter Benjamin war der Auffassung, dass die Vergangenheit nur als Bild festzuhalten sei. Tatsächlich gibt es zwar Bilder ohne Geschichte, aber keine Geschichte ohne Bilder (ebd.).“

So können Bilder , „[…] wenn sie konsistent verwendet werden, als Symbol bzw. Hinweisreiz für ein bestimmtes Thema oder für eine bestimmte Bewertung des Themas stehen ( Grittmann, 1992, S. 70 ).“

Wir Menschen brauchen Bilder: weil es unsere Geschichte ist, die uns ausmacht und die uns immer wieder vor Augen hält, wer wir sind und wo wir her kommen. Bilder dienen als Mahnmal und bewahren uns davor, Fehler zu wiederholen. Bilder dienen uns als Repräsentant unserer Kultur und erinnern uns immer daran, dass wir stolz auf das sein können, was unsere Vorahnen geschaffen haben.

4 Stockfotografie

4.1 Kommerzialisierung der Bilder durch Stockfotografie

Genau jene Macht haben viele Mitwirkende der Nachrichtenberichterstattung erkannt und verstehen diese auszunutzen. „Die Beschaffung und die Vermarktung von Bildern stellen heute entscheidende Vorleistungen für die publizistischen Massenmedien dar. Hier hat sich im vergangen Jahrzehnt ein riesiger Markt entwickelt ( Wilke, 2008, S. 36 )." Im Wesentlichen kann man die Fotos, die von den publizistischen Massenmedien benötigt werden in drei Gruppen unterteilen:

-„Tagesaktuelle Fotos,
- Archivfotos
- Fotos mit zeitlosen Motiven (ebd. S. 70)“

Tagesaktuelle Fotos – und neuerdings auch „Filmsequenzen (Bruhn, Schneider, 1998, S. 32-43)“ –dienen der aktuellen Berichterstattung. Sie dokumentieren „Ereignisse und Personen des Zeitgeschehens (ebd.)“, aus sämtlichen Bereichen; der Politik, dem Wirtschaftsleben, dem Sport, der Kultur und dem gesellschaftlichen Leben. Archivfotos zeigen historische Ereignisse und Personen. Darüber hinaus werden Fotos mit „zeitlosen Motiven benötigt, beispielsweise aus der Natur und Kunst oder Stimmungsbilder. Die Bevorratung mit Standardmotiven ist zu einem eigenen Geschäftsprinzip der sogenannten „Stock Photography“ geworden (Wilke, 2008, S. 38).“

Der Begriff Stockfotografie kommt ursprünglich von dem englischen Ausdruck „ to have in stock “, was so viel bedeutet wie „ auf Lager haben “. Stockfotos sind demnach Fotos, die zum Verkauf angeboten werden, bevor ein Käufer daran interessiert ist. Damit „unterscheiden sie sich wesentlich von Auftragsfotos, bei denen ein Kunde den Fotografen beauftragt, ein bestimmtes Motiv fotografisch umzusetzen (Kreschke, 2010, S. 14).“

Zu Trend der Stockfotografie kam es, als in den 1990er Jahren in der Bildagenturbranche starke Kommerzialisierungs- und Konzentrationsprozesse stattfanden. Die grundlegende Idee war, den Verkauf von Fotografien marktwirtschaftlich zu optimieren. Daraus entwickelte sich die Stockfotografie. „Wichtigstes Kriterium war dabei, dass ein Foto möglichst oft und über lange Zeit hinweg weltweit abgesetzt werden kann. Stockfotos sind Fotos, die von Bildagenturen auf Verdacht – im Voraus - hergestellt werden (Ullrich, 2008, S. 52)

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Details

Titel
Stockfotografie als Antwort auf den Visualisierungszwang? Kommerzialisierung von Bildern in der Pressefotografie
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V384928
ISBN (eBook)
9783668597921
ISBN (Buch)
9783668597938
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stockfotografie, antwort, visualisierungszwang, kommerzialisierung, bildern, pressefotografie
Arbeit zitieren
Anja Hornbostel (Autor), 2011, Stockfotografie als Antwort auf den Visualisierungszwang? Kommerzialisierung von Bildern in der Pressefotografie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384928

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