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Der Vertrag von Tordesillas und die Aufteilung der Welt zwischen Spanien und Portugal durch den Papst

Titel: Der Vertrag von Tordesillas und die Aufteilung der Welt zwischen Spanien und Portugal durch den Papst

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Carsten Beck (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, natürlich durch den relativ engen Rahmen einer Hausarbeit begrenzt, den Vertrag von Tordesillas, seine – durchaus umfassende – Vorgeschichte, seine Entstehung und seine Folgen darzulegen. In diesem Zusammenhang erschien es wichtig, auch ein Kapitel zum völkerrechtlichen Status quo im ausgehenden 15. Jahrhundert sowie einen Exkurs zu den damaligen Navigations- und Vermessungsmöglichkeiten voranzustellen. Diese beiden Punkte sollen es erleichtern, einen Zugang zu den Rahmenbedingungen des Vertrages aber auch der Vorgeschichte zu erlangen.

In der Natur der Sache liegend, nimmt auch die Vorgeschichte des Vertrages einen nicht unbeträchtlichen Raum ein, was aber notwendig ist, um die durchaus komplexe Situation aus Interessen und Ansprüchen besser erfassen zu können. Schließlich sollen die von Papst Alexander VI. erlassenen Bullen der Jahre 1493 behandelt werden, da sie in direktem Zusammenhang mit dem Vertrag und den Vertragsverhandlungen zu verstehen sind. Eine eingehende Schilderung des Vertrages schließt den Hauptteil dieser Arbeit.

Als "Teilung der Welt durch Papst Alexander VI." wird der Vertrag von Tordesillas oft bezeichnet. Doch was ist dran, an dieser plakativen Formulierung? Im Rahmen dieser Arbeit sollen Fragen angeschnitten werden, die etwa die Bezeichnung "Teilung der Welt" problematisieren oder ob der Vertrag einen Beitrag zur Verwissenschaftlichung des europäischen Denkens geleistet hat. Der rechtliche Aspekt, insbesondere die Argumentation der beteiligten Parteien soll, wo nötig, nicht aus den Augen verloren werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einstieg

1.1 Einleitung

1.2 Inhalt und Aufbau

2. Völkerrecht und Navigation im ausgehenden 15. Jahrhundert

2.1 Die völkerrechtliche Situation

2.2 Exkurs: Die navigationstechnische Situation

3. Der Vertrag von Tordesillas

3.1 Die Vorgeschichte: spanisch-portugiesische Rivalität im Atlantik

3.2 Die „Teilung der Welt“ durch Papst Alexander VI.

3.3 Der Vertrag von Tordesillas – Grundlagen, Folgen und Probleme

4. Schlussbetrachtung

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Vertrag von Tordesillas, seine komplexe Vorgeschichte, seine Entstehung sowie die daraus resultierenden historischen Folgen darzulegen und in den völkerrechtlichen Kontext des ausgehenden 15. Jahrhunderts einzuordnen.

  • Historische Analyse der spanisch-portugiesischen Rivalität um Einflussgebiete im Atlantik.
  • Untersuchung der völkerrechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle des Papsttums.
  • Darstellung der Entstehung und der inhaltlichen Ausgestaltung des Vertrages von Tordesillas.
  • Problemstellung der geografischen Wissensdefizite bei der Grenzziehung auf See.
  • Reflektion über die langfristigen Auswirkungen auf die koloniale Teilung Südamerikas.

Auszug aus dem Buch

3.3 Der Vertrag von Tordesillas – Grundlagen, Folgen und Probleme

Da dem portugiesischen König Johann II. durchaus bewusst war, dass seine Möglichkeiten, die Wirkung der päpstlichen Bullen zu schmälern, sehr gering waren, konnte er sich nur auf Verhandlungen mit Spanien konzentrieren. Bereits seit der Rückkehr von Christopher Kolumbus aus der Neuen Welt fand ein reger diplomatischer Austausch zwischen beiden Herrscherhäusern statt, in dem jede Partei mindestens versuchte die eigenen Rechte zu bewahren, wenn nicht zu erweitern.

Nach Kenntnisnahme des glücklichen Ausgangs der Westexpedition von Kolumbus hatte Johann II. begonnen Schiffe für eigene Expeditionsfahrten in die von Kolumbus entdeckten Gebiete ausstatten zu lassen. Spanien erhob Einspruch dagegen, sodass man sich darauf einigte, keine Expeditionsschiffe zu entsenden, solange die Verhandlungen noch liefen. An die Abmachung hielt sich aber de facto keine der beiden Parteien.

Die Verhandlungen zwischen Spanien und Portugal fanden ihren Anfang im August des Jahres 1493 in Barcelona. Wie zu erwarten war, berief sich Portugal vor allem auf die bereits mehrfach erwähnte Bulle „Aeterni regis“ von Papst Sixtus IV., welche im Prinzip in einer gedachten Linie alles unterhalb der Kanarischen Inseln in den Einflussbereich Portugals stellte. Spanien hingegen berief sich auf den Vertragstext von Alcacovas, der der Bulle von Papst Sixtus IV. vorausging und die damals aktuell ausgefertigten Bullen von Papst Alexander VI.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einstieg: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung des Vertrages von Tordesillas als globalem Erinnerungsort ein und erläutert das methodische Vorgehen sowie den Aufbau der Hausarbeit.

2. Völkerrecht und Navigation im ausgehenden 15. Jahrhundert: Hier werden die völkerrechtlichen Prinzipien der damaligen Zeit sowie die massiven navigationstechnischen Schwierigkeiten bei der räumlichen Bestimmung von Herrschaftsgrenzen auf dem Ozean analysiert.

3. Der Vertrag von Tordesillas: Das Hauptkapitel behandelt die langjährige Rivalität zwischen Spanien und Portugal, die päpstlichen Bullen des Jahres 1493 und die schließliche Einigung im Vertrag von Tordesillas am 7.6.1494.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert die enorme Bedeutung des Vertrages für die Teilung Südamerikas und dessen Rolle als Anstoß für die Entwicklung des Völker- und Menschenrechts sowie eines wissenschaftlicheren Umgangs mit Kartografie.

5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf, die zur Erarbeitung der Thematik herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Vertrag von Tordesillas, Völkerrecht, Respublica Christiana, Kolonialgeschichte, Spanien, Portugal, Papst Alexander VI., Entdeckungsfahrten, Demarkationslinie, Atlantik, Geografie, Herrschaftsanspruch, Vertrag von Alcacovas, Globale Weltsicht, Territoriale Konflikte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Vertrag von Tordesillas von 1494, seine historische Entstehung im Kontext der spanisch-portugiesischen Rivalität und seine weitreichenden geopolitischen Folgen für die koloniale Aufteilung der Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Völkerrechts im 15. Jahrhundert, päpstliche Machtansprüche, die Entwicklung frühmoderner Navigationsmöglichkeiten und die diplomatischen Verhandlungen zwischen Spanien und Portugal.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe und die rechtliche Argumentation hinter dem Vertrag von Tordesillas sowie dessen praktische Umsetzung und die damit verbundenen Probleme für die damalige Zeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Quellen (päpstliche Bullen), älterer Verträge (Alcacovas) und wissenschaftlicher Literatur zur Rechts- und Entdeckungsgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des rechtlichen Status quo im 15. Jahrhundert, einen Exkurs zur Navigationstechnik sowie die detaillierte Darstellung der Vorgeschichte, der päpstlichen Interventionen und des Vertragsabschlusses selbst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem Vertrag von Tordesillas vor allem Völkerrecht, päpstliche Bullen, imperiale Ambitionen und die kartografische Weltsicht der frühen Neuzeit.

Warum war die genaue Grenzziehung für die Akteure so schwierig?

Aufgrund mangelnder geografischer Kenntnisse über den Globus und ungenauer navigationstechnischer Methoden zur Längenbestimmung auf See war es für die Zeitgenossen nahezu unmöglich, die vertraglich vereinbarte Linie präzise auf dem Ozean zu ziehen.

Welche Rolle spielten die päpstlichen Bullen bei der Einigung?

Die Bullen dienten als rechtliche Instrumente zur Absicherung von Herrschaftsrechten gegenüber anderen christlichen Mächten, wobei sich Portugal und Spanien in ihren Verhandlungen jeweils auf jene päpstlichen Dokumente beriefen, die ihre eigenen Ansprüche stützten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Vertrag von Tordesillas und die Aufteilung der Welt zwischen Spanien und Portugal durch den Papst
Hochschule
Hochschule für Politik München
Note
1,7
Autor
Carsten Beck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V384974
ISBN (eBook)
9783668597372
ISBN (Buch)
9783668597389
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vertrag tordesillas aufteilung welt spanien portugal papst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carsten Beck (Autor:in), 2014, Der Vertrag von Tordesillas und die Aufteilung der Welt zwischen Spanien und Portugal durch den Papst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384974
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Leseprobe aus  15  Seiten
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