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Dialogisches Lernen. Arbeit mit Lerntagebüchern im Mathematikunterricht

Title: Dialogisches Lernen. Arbeit mit Lerntagebüchern im Mathematikunterricht

Term Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kira Thiele (Author)

Didactics - Mathematics
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Das Unterrichtskonzept des dialogischen Lernens soll SchülerInnen ein differenziertes Bild der Mathematik vermitteln. Die Hausarbeit beschreibt ausführlich die verschiedenen Phasen und das Prinzip dieses Konzepts.Ein Praxistest mit einer neunten Klasse zeigt Vor- und Nachteile auf, welche ebenfalls eingehend diskutiert werden.

Es gelingt dem Mathematikunterricht heutzutage nur selten, ein differenziertes Bild der Mathematik an die SchülerInnen zu vermitteln. Doch das soll durch das Unterrichtskonzept des „Dialogischen Lernens“ ermöglicht werden. Viele Menschen tragen das traditionelle Bild der Mathematik in sich, dass die Mathematik eine Wissenschaft sei und man durch die Anwendung eines geeigneten Algorithmus oder einer Formel zu der Lösung eines Problems gelangt. Im Mathematikunterricht hat dies zur Folge, dass das eigenständige und individuelle Lernen der SchülerInnen in den Hintergrund rückt, wodurch ihre persönlichen Interessen vernachlässigt werden und das mathematische Engagement bzw. die Anstrengungsbereitschaft. Das eingeschränkte Bild der Mathematik sinkt. Dies ist jedoch ausschlaggebend dafür, dass die SchülerInnen eine gewisse Neugierde und einen persönlichen Zugang zu einem Thema finden, um daraufhin eine individuelle Beziehung zum Themenstoff herstellen und den Lernprozess eigenständig steuern können.

Der Germanist Gymnasialpädagogik Urs Ruf und der Mathematiklehrer Peter Gallin haben das angesprochene Konzept für die Schulfächer Mathematik und Deutsch entwickelt, um den SchülerInnen eine authentische Begegnung mit dem Schulstoff zu gewährleisten. Es gibt jedem Lernenden die Möglichkeit, sich individuell mit einem mathematischen Thema auseinanderzusetzen, die Zusammenhänge durch das Eintreten in einen Dialog zu verstehen und das neue Wissen gekonnt anzuwenden.

Das dialogische Lernen umfasst drei große Phasen. Die erste Phase ist die singuläre Standortbestimmung, die zweite Phase bringt den divergenten Austausch mit sich und die letzte Phase befasst sich mit dem regularisierenden Lernen und Problemlösen.
Diese Phasen und das Prinzip des dialogischen Lernens werden in dieser Hausarbeit ausführlich beschrieben und selbst an einer selbst entworfenen Aufgabe in einer 9. Klasse getestet. Die Vor- und Nachteile werden anschließend ausführlich in der Diskussion erläutert und reflektiert dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Theorie des dialogischen Lernens

2 Meine Kernidee

3 Lerntagebuch und Reflexion

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Einsatzes von Lerntagebüchern als didaktisches Instrument im Mathematikunterricht, um Lernende zur aktiven, individuellen Auseinandersetzung mit mathematischen Problemen zu befähigen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie ein solches dialogisches Lernkonzept die Motivation, die Eigenständigkeit und den mathematischen Kompetenzerwerb bei Schülerinnen und Schülern fördert.

  • Grundlagen und Phasen des "Dialogischen Lernens"
  • Entwicklung und Konzeption alltagsbezogener Lernaufträge
  • Dokumentation individueller Lösungswege in Lerntagebüchern
  • Die Rolle der Lehrkraft als lernbegleitende Instanz durch schriftliches Feedback
  • Förderung mathematischer Kernkompetenzen wie Modellieren und Argumentieren

Auszug aus dem Buch

1 Die Theorie des dialogischen Lernens

Viele Menschen tragen das traditionelle Bild der Mathematik in sich, dass die Mathematik eine Wissenschaft sei und man durch die Anwendung eines geeigneten Algorithmus oder einer Formel zu der Lösung eines Problems gelangt (vgl. Abbildung 1). Im Mathematikunterricht hat dies zur Folge, dass das eigenständige und individuelle Lernen der SchülerInnen in den Hintergrund rückt, wodurch ihre persönlichen Interessen vernachlässigt werden und das mathematische Engagement bzw. die Anstrengungsbereitschaft sinkt. Dies ist jedoch ausschlaggebend dafür, dass die SchülerInnen eine gewisse Neugierde und einen persönlichen Zugang zu einem Thema finden, um daraufhin eine individuelle Beziehung zum Themenstoff herstellen und den Lernprozess eigenständig steuern können (vgl. Gallin & Ruf, 1998, S.8f). Es gelingt dem Mathematikunterricht heutzutage nur selten, ein differenziertes Bild der Mathematik an die SchülerInnen zu vermitteln. Doch genau das soll durch das Unterrichtskonzept des „Dialogischen Lernens“ ermöglicht werden.

Der Germanist und Professor für Gymnasialpädagogik Urs Ruf und der Mathematiklehrer und -didaktiker Peter Gallin haben das angesprochene Konzept für die Schulfächer Mathematik und Deutsch entwickelt, um den SchülerInnen eine authentische Begegnung mit dem Schulstoff zu gewährleisten. Es gibt jedem Lernenden die Möglichkeit, sich individuell mit einem mathematischen Thema auseinanderzusetzen, die Zusammenhänge durch das Eintreten in einen Dialog zu verstehen und das neue Wissen gekonnt anzuwenden (vgl. Ruf et al., 2008, S. 13ff.).

Das dialogische Lernen umfasst drei große Phasen. Die erste Phase ist die singuläre Standortbestimmung, die zweite Phase bringt den divergenten Austausch mit sich und die letzte Phase befasst sich mit dem regularisierenden Lernen und Problemlösen (vgl. Müller, 2006, S. 24 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Theorie des dialogischen Lernens: Dieses Kapitel führt in das Konzept des dialogischen Lernens ein, erläutert die Problematik des traditionellen Mathematikunterrichts und beschreibt die drei zentralen Phasen des Modells.

2 Meine Kernidee: Hier erläutert die Autorin ihre eigene, alltagsorientierte Aufgabenstellung zum Volumen von zusammengesetzten Körpern, die den Schülerinnen als Ausgangspunkt für ihr Lerntagebuch diente.

3 Lerntagebuch und Reflexion: Dieses Kapitel schildert die praktische Umsetzung des Projekts mit einer zehnten Klasse, analysiert die ersten Reaktionen der Lernenden und bewertet die Wirkung des schriftlichen Feedbacks.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Chancen und Herausforderungen des Lerntagebucheinsatzes, wobei insbesondere die Aktivierung der Lernenden und der hohe Korrekturaufwand hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Dialogisches Lernen, Mathematikdidaktik, Lerntagebuch, Kernidee, Modellieren, Problemlösen, Standortbestimmung, divergenter Austausch, regularisierendes Lernen, Feedback, Ich-Botschaften, Kompetenzorientierung, zusammengesetzte Körper, Unterrichtsentwicklung, Schülerzentrierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Unterrichtskonzepts "Dialogisches Lernen" in der Mathematikdidaktik, konkret unter Verwendung von Lerntagebüchern als Reflexions- und Dokumentationsmedium.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Phasen des dialogischen Lernens, die Entwicklung von offenen Kernideen, die Förderung mathematischer Kompetenzen durch individuelle Lösungswege und die Bedeutung konstruktiven Feedbacks.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schülerinnen durch den Einsatz von Lerntagebüchern aktiver in ihrem Lernprozess werden und wie durch die dialogische Begleitung der Lehrkraft ein tieferes mathematisches Verständnis gefördert wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Reflexion eines Unterrichtsprojekts, das durch die Auswertung von Schülerdokumenten (Lerntagebüchern) und die Dokumentation des Feedbacks der Autorin methodisch untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des dialogischen Lernens, die Vorstellung einer konkreten Kernidee zum Thema "zusammengesetzte Körper" und die Analyse der praktischen Anwendung samt Rückmeldungen an die Lernenden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen das dialogische Lernen, die Kernidee, der divergente Austausch, die singuläre Standortbestimmung und die Kompetenzförderung im Mathematikunterricht.

Warum wählte die Autorin einen Heißluftballon als Lerngegenstand?

Der Ballon diente als alltagsbezogene, visuelle Inspiration, um Schülerinnen zur Auseinandersetzung mit der Berechnung zusammengesetzter Körper anzuregen, ohne den Lösungsweg durch eine zu enge Aufgabenstellung zu prädeterminieren.

Wie reagierten die Schülerinnen auf die offene Aufgabenstellung?

Die Schülerinnen zeigten zunächst Unsicherheit und Überforderung, da sie das gewohnte Schema "Formel anwenden" verlassen mussten. Durch die ersten Schritte im Lerntagebuch entwickelten sie jedoch schnell eigene Lösungsansätze.

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Details

Title
Dialogisches Lernen. Arbeit mit Lerntagebüchern im Mathematikunterricht
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Kira Thiele (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V385009
ISBN (eBook)
9783668617711
ISBN (Book)
9783668617728
Language
German
Tags
dialogisches lernen arbeit lerntagebüchern mathematikunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kira Thiele (Author), 2016, Dialogisches Lernen. Arbeit mit Lerntagebüchern im Mathematikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385009
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