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Aktuelle und künftige Anwendung internationaler Bilanzierungsregeln in deutschen Unternehmen

Stand 2002

Title: Aktuelle und künftige Anwendung internationaler Bilanzierungsregeln in deutschen Unternehmen

Seminar Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Controlling
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nnerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Bilanzierungspraxis der deutschen Unternehmen vor dem Hintergrund der Globalisierung der Kapitalmärkte entscheidend verändert. Um sich ausländischen Investoren besser präsentieren zu können, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für die Erstellung des Jahresabschlusses nach internationalen Bilanzierungsregeln. Besonders für international operierende Großkonzerne war diese Änderung zwingend, da sich z.B. deutsche und amerikanische Jahresabschlüsse grundlegend unterscheiden.

Auch die EU-Kommission trägt entscheidend zu der Internationalisierung der Rechnungslegung bei. Bereits Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre wurden mit der 4. und der 7. EU-Richtlinie Versuche gestartet, die europäische Rechnungslegung anzupassen. Der deutsche Gesetzgeber reagierte erst im Jahre 1998. Er gestattete den Unternehmen, anstatt eines Jahresabschlusses nach deutschen Normen einen befreienden Abschluß nach internationalen Bilanzierungsregeln aufzustellen. Den nächsten Schritt tat wiederum die EU-Kommission mit der Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses nach internationalen Normen ab dem Jahr 2005. Dieser Sachverhalt zeigt, daß sich Deutschland und Europa mitten in einer Entwicklung befinden, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Kapitel 2 soll einen groben Überblick über die grundlegenden Unterschiede in der internationalen Rechnungslegung, sowie einige Gründe für deren Harmonisierung aufzeigen. Inwieweit deutsche Unternehmen bereits internationale Bilanzierungsregeln anwenden, wird in Kapital 3 etwas ausführlicher betrachtet. Auch auf aktuelle Problemstellungen wird hier näher eingegangen. Kapitel 4 beschäftigt sich anschließend mit den Entwicklungstendenzen und den Konsequenzen, die eine Internationalisierung der Rechnungslegung mit sich bringt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Internationale Rechnungslegung

2.1 Grundlegende Unterschiede in der internationalen Rechnungslegung

2.2 Notwendigkeit einer Harmonisierung

3 Aktuelle Anwendungen in deutschen Unternehmen

3.1 Rechtliche Grundlagen

3.1.1 Die 4. und die 7. EU-Richtlinie

3.1.2 Bilanzierung gemäß HGB

3.1.3 Derzeitige Entwicklungen

3.2 Aktueller Stand

3.2.1 Gründe für eine Bilanzierung nach internationalen Normen

3.2.2 Unternehmen und ihre Rechnungslegung

3.3 Aktuelle Probleme

3.3.1 Goodwill-Bilanzierung

3.3.2 Bilanzierung am Neuen Markt

4 Weiterentwicklung der Rechnungslegung in Deutschland

4.1 Das „Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee“ (DRSC)

4.2 Vorgaben der Europäischen Union

4.2.1 Umsetzung der IAS in EU-Recht

4.2.2 Anwendung von IAS für nicht kapitalmarktorientierte Konzerne und im Einzelabschluß

4.3 Maßgeblichkeit und Rechtsfolgen bei einem IAS-Einzelabschluß

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle und künftige Entwicklung der Rechnungslegung in Deutschland vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung der Kapitalmärkte und der Internationalisierung von Rechnungslegungsstandards. Ziel ist es, die Beweggründe deutscher Unternehmen für den Übergang von nationalen HGB-Standards zu internationalen Normen (IAS/US-GAAP) zu analysieren, die dabei auftretenden Probleme zu beleuchten und den regulatorischen Wandel durch EU-Vorgaben und das DRSC darzustellen.

  • Gründe für die Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung.
  • Analyse der aktuellen Bilanzierungspraxis in DAX30- und MDAX-Unternehmen.
  • Bewertung der Goodwill-Bilanzierung und ihrer Auswirkungen auf die Transparenz.
  • Untersuchung der Offenlegungsqualität am Neuen Markt.
  • Rolle des DRSC bei der Standardsetzung in Deutschland.
  • Rechtliche Konsequenzen der IAS-Einführung ab 2005.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Goodwill-Bilanzierung

Die Reform der Goodwill-Bilanzierung im Juni 2001 auf Druck der Industrie und der Investmentbanken in den USA warf eine Reihe von Problemstellungen auf. Unter einem Goodwill versteht man den sogenannten Firmenwert. Dieser entsteht, wenn bei der Übernahme eines Unternehmens der gezahlte Kaufpreis das bilanzielle Eigenkapital dieses Unternehmens übersteigt. Damit werden z.B. immaterielle Vermögenswerte wie der Kundenstamm, Marken oder Forschungs- und Entwicklungsleistungen, aber auch erwartete Gewinnsteigerungen bezahlt.

Bisher mußte der gezahlte Goodwill beim Erwerber unter immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden, er galt als ein Vermögenswert mit begrenzter Nutzungsdauer und wurde daher planmäßig und gewinnmindernd abgeschrieben. Der Goodwill wurde also mit einer Investition verglichen, welche mit der Zeit an Wert verliert. Über diese Art der Bilanzierung des Goodwill bestand Einigkeit bei den IAS, den US-GAAP und der 4. und 7. EU-Richtlinie.

Mit der Reform des SFAS 142 („Goodwill and Intangible Assets“) untersagt das FASB zukünftig die planmäßige Abschreibung des Goodwill. Dieser soll künftig unverändert in der Bilanz fortgeführt werden, bis nach einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) ein Wertverlust erkennbar ist. Dieser Impairment Test wird teilweise sehr kritisch beurteilt, da er ausschließlich auf Erfolgserwartungen und Gewinnschätzungen des Managements basiert. Trifft ein Wertverlust zu, so wird der Goodwill gewinnmindernd aufgelöst, möglicherweise auf einen Schlag.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Internationalisierung der Rechnungslegungspraxis deutscher Unternehmen infolge der Kapitalmarktglobalisierung und den regulatorischen Druck durch die EU.

2 Internationale Rechnungslegung: Dieses Kapitel erläutert die historisch bedingten Unterschiede zwischen dem deutschen Code-Law-System und dem angelsächsischen Common-Law-System sowie die Gründe für eine notwendige Harmonisierung.

3 Aktuelle Anwendungen in deutschen Unternehmen: Es werden die rechtlichen Grundlagen sowie die praktische Anwendung internationaler Normen in deutschen Unternehmen, inklusive aktueller Problemfelder wie der Goodwill-Bilanzierung und der Qualität der Berichterstattung am Neuen Markt, analysiert.

4 Weiterentwicklung der Rechnungslegung in Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die Rolle des DRSC als Standardsetter in Deutschland sowie die Auswirkungen der EU-Vorgaben zur Einführung der IAS ab 2005.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Entwicklung weg von der Gläubigerorientierung hin zur Investorenorientierung unumkehrbar ist, jedoch noch diverse Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung bestehen.

Schlüsselwörter

Internationale Rechnungslegung, IAS, US-GAAP, HGB, Harmonisierung, Globalisierung, Kapitalmarkt, Goodwill-Bilanzierung, DRSC, Konzernabschluss, Einzelabschluss, Transparenz, Investorenorientierung, Enforcement, Neuen Markt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Umstellung der Rechnungslegungspraxis deutscher Unternehmen von nationalen Vorschriften auf internationale Standards und den damit verbundenen Auswirkungen auf Transparenz und Kapitalmarktkommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Vergleich von Rechnungslegungssystemen, die Anwendung von IAS/US-GAAP in deutschen Großkonzernen, die Problematik der Goodwill-Bilanzierung sowie die Rolle von Standardisierungsgremien wie dem DRSC.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Status quo der Internationalisierung der deutschen Rechnungslegung aufzuzeigen, kritische Aspekte bei der Anwendung neuer Standards zu analysieren und einen Ausblick auf die regulatorische Zukunft ab 2005 zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten und Studien zur Bilanzierungspraxis, insbesondere der DAX30- und MDAX-Unternehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die rechtlichen Rahmenbedingungen, den aktuellen Stand der Umstellung in deutschen Konzernen, spezifische bilanzielle Probleme wie den Goodwill sowie die zukünftigen EU-Vorgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Internationale Rechnungslegung, IAS, US-GAAP, Goodwill-Bilanzierung und Investorenorientierung.

Welche Rolle spielt die Goodwill-Reform für deutsche Unternehmen?

Die Reform (SFAS 142) ersetzt die planmäßige Abschreibung durch einen Impairment-Test. Dies führt zu einer Volatilität im Jahresergebnis und erschwert die Vergleichbarkeit, bietet jedoch Chancen für einen höheren Gewinnausweis.

Warum wird die Offenlegungspraxis am Neuen Markt kritisch gesehen?

Die Studie von Glaum/Street zeigte, dass trotz der Pflicht zur internationalen Rechnungslegung erhebliche Mängel in der Vollständigkeit der erforderlichen Angaben bei vielen jungen Wachstumsunternehmen bestehen.

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Details

Title
Aktuelle und künftige Anwendung internationaler Bilanzierungsregeln in deutschen Unternehmen
Subtitle
Stand 2002
College
Technical University of Braunschweig
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V38504
ISBN (eBook)
9783638375351
ISBN (Book)
9783638796873
Language
German
Tags
Aktuelle Anwendung Bilanzierungsregeln Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2002, Aktuelle und künftige Anwendung internationaler Bilanzierungsregeln in deutschen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38504
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