Der Begriff der Sozialisation wird in vielen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, wie in der Soziologie, der Erziehungswissenschaft, der Psychologie und vielen weiteren verwandten Teilbereichen behandelt und hat es inzwischen auch in unseren alltäglichen Sprachgebrauch geschafft. Die Sozialisation umfasst die Adaption gesellschaftlicher Normen und Werte im Hinblick auf die Angleichung an die soziale Umwelt. Dabei entsteht in gewisser Weise eine soziale Verpflichtung, die das Gefühl von „so-werden-wie-mein-Umfeld-es-von-mir-erwartet“ bewirkt.
Dieses Essay beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss die Sozialisationsinstanzen (z.B. Eltern, Schule) auf die beruflichen Entscheidungen von Jugendlichen haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Begriff der Sozialisation
2. Die Entwicklung der Jugendphase
3. Bedeutung der Sozialisationsinstanzen
4. Einfluss auf die Berufswahl
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Sozialisationsinstanzen, wie Familie, Schule und Umfeld, auf die Persönlichkeitsentwicklung und die berufliche Entscheidungsfindung von Jugendlichen im Kontext gesellschaftlicher Umbrüche.
- Sozialisationstheoretische Grundlagen der Adoleszenz
- Historische Genese und Ausdehnung der Jugendphase
- Wechselwirkung zwischen Sozialisationsinstanzen und Individuum
- Berufsorientierung und geschlechtsspezifische Präferenzen
- Strategien zur Imageverbesserung von Pflegeberufen
Auszug aus dem Buch
Der Einfluss der Sozialisationsinstanzen auf die beruflichen Entscheidungen Jugendlicher
Der Begriff der Sozialisation wird in vielen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, wie in der Soziologie, der Erziehungswissenschaft, der Psychologie und vielen weiteren verwandten Teilbereichen behandelt und hat es inzwischen auch in unseren alltäglichen Sprachgebrauch geschafft. Die Sozialisation umfasst die Adaption gesellschaftlicher Normen und Werte im Hinblick auf die Angleichung an die soziale Umwelt (vgl. Hurrelmann & Bauer, 2015). Dabei entsteht in gewisser Weise eine soziale Verpflichtung, die das Gefühl von „so-werden-wie-mein-Umfeld-es-von-mir-erwartet“ (Hurrelmann & Bauer, 2015; S. 11) bewirkt.
Allerdings ist auch allgemein bekannt, dass in der Sozialisation immer auch eigenständige Individuen betrachtet werden, die sich den Einflüssen der Umwelt in gewissem Maße auch entziehen und gegebenenfalls sogar aktiv die Entwicklung ihrer Umwelt beeinflussen. Sowohl die Wissenschaft, als auch das Alltagsverständnis von Sozialisation stimmen darin überein, dass eine wechselseitige und interaktive Beziehung zwischen einer Person und ihrer Umwelt stattfindet. Die Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Individuen unterliegt einer dynamischen Interaktion zwischen der persönlichen Entfaltung und den umgebenden sozialen Strukturen (vgl. Hurrelmann & Bauer, 2015). Besonders die Phase der Jugend nimmt großen Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit, denn in diesem Lebensabschnitt setzt der Prozess der „Individuation“ (Hurrelmann & Quenzel, 2013; S. 33) ein. Damit ist der Übergang zu einem selbstständigen, autonomen Verhalten gemeint, das vor allem die Bereiche Körper, Psyche und soziales Umfeld umfasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Begriff der Sozialisation: Dieses Kapitel definiert den Sozialisationsbegriff als dynamische Interaktion zwischen Individuum und Umwelt sowie als Prozess der Individuation und Identitätsbildung im Jugendalter.
2. Die Entwicklung der Jugendphase: Hier wird der historische Wandel der Lebensphase Jugend von der vorindustriellen Zeit bis heute unter Berücksichtigung der zunehmenden Bildungsdauer und gesellschaftlicher Anforderungen erläutert.
3. Bedeutung der Sozialisationsinstanzen: Dieser Abschnitt beschreibt die wachsende Rolle von Familie, Schule und Gleichaltrigen bei der Persönlichkeitsentwicklung und die Notwendigkeit ihres unterstützenden Zusammenspiels.
4. Einfluss auf die Berufswahl: Dieses Kapitel analysiert anhand einer Studie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, wie Sozialisationsinstanzen die berufliche Orientierung beeinflussen und welche geschlechtsspezifischen Präferenzen existieren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der verschiedenen Instanzen zusammen und betont die Notwendigkeit einer besseren Vermittlung von Zukunftsperspektiven in der Berufsberatung.
Schlüsselwörter
Sozialisation, Jugendphase, Persönlichkeitsentwicklung, Individuation, Identität, Sozialisationsinstanzen, Berufsentscheidung, Pflegeberufe, Bildungssoziologie, Lebensverlauf, Adoleszenz, Berufsorientierung, Gesellschaftliche Normen, Geschlechtsspezifische Interessen, Imagekampagne.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet den Einfluss von Sozialisationsinstanzen auf die Entwicklung Jugendlicher und deren berufliche Entscheidungsfindung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit deckt Themen wie Identitätsentwicklung, die historische Ausdehnung der Jugendphase und die Wahrnehmung von Berufsfeldern ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Instanzen wie Eltern und Schulen die Berufswahl beeinflussen und wo in der Beratung von Jugendlichen Handlungsbedarf besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur sowie der Auswertung empirischer Studienergebnisse des Instituts für Public Health und Pflegeforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Sozialisation, die historische Genese der Jugendphase und die Diskrepanz zwischen Wunschberuf und negativer Wahrnehmung pflegerischer Tätigkeiten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Sozialisation, Jugendphase, Identitätsbildung und Berufswahl.
Warum wird die Altenpflege im Text als problematisch bezeichnet?
Aufgrund eines negativen Images und Unkenntnis über die tatsächlichen Berufsinhalte wird die Altenpflege bei Jugendlichen oft negativ wahrgenommen.
Welche Rolle spielen die Eltern bei der Berufsentscheidung?
Eltern haben den größten Einfluss auf die Grundzüge der Persönlichkeit und prägen durch ihre Ansichten und Erwartungen die berufliche Orientierung ihrer Kinder maßgeblich mit.
Wie könnten mehr Jugendliche für Pflegeberufe begeistert werden?
Durch eine gezielte Imagekampagne, die verwaltende und kreative Aufgaben hervorhebt, soll die Attraktivität des Berufsfeldes gesteigert werden.
- Arbeit zitieren
- Jessica Valenthin (Autor:in), 2017, Der Einfluss der Sozialisationsinstanzen auf die beruflichen Entscheidungen Jugendlicher, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385056