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Ökonomische Risiken einer vollständigen Bargeldabschaffung

Titel: Ökonomische Risiken einer vollständigen Bargeldabschaffung

Fachbuch , 2018 , 64 Seiten

Autor:in: Vanessa Haas (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine potenzielle Bargeldabschaffung ist gegenwärtig ein heiß umstrittenes Thema. Die letzten Ereignisse rund um den 500-Euro-Schein, die Einführung von neuen Bankgebühren sowie Experten-Aussagen beunruhigten die Bevölkerung. Deshalb wird die Aufklärung über die Risiken und Effekte einer möglichen Abschaffung immer dringender. Denn besonders die junge Bevölkerung ist sich der implizierten Gefahren oft nicht bewusst.

Die Autorin Vanessa Haas erfasst in ihrem Buch die möglichen ökonomischen Risiken sowie Folgen einer vollständigen Bargeldabschaffung und ermittelt durch eine Umfrage, wie die Bevölkerung diese einschätzt. Dazu analysiert die Publikation beispielhaft den Weg zur bargeldlosen Wirtschaft in Subsahara-Afrika anhand der Länder Kenia und Nigeria sowie deren Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungsmitteln. Soll eine Bargeldabschaffung auch in Deutschland vollzogen werden – und welche Risiken drohen bei dieser Prognose?

Aus dem Inhalt:

- Bargeldabschaffung;
- Europäische Zentralbank;
- Zahlungsmittel;
- Datenschutz;
- Zahlungsverhalten;
- Digitales Geld

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2 Abgrenzung der Themenstellung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Kurze Historie und Definition des Begriffs „Geld"

2.2 Funktionen des Geldes

2.2.1 Tausch- und Zahlungsmittel

2.2.2 Wertaufbewahrungsmittel

2.2.3 Recheneinheit

2.3 Geldarten

2.3.1 Bargeld

2.3.2 Giralgeld

2.3.3 Elektronisches Geld

2.3.4 Digitales Geld

3 Status Quo des Zahlungsverhaltens in Deutschland

3.1 Bargeldhaltung und -verwendung

3.2 Bekanntheit und Verwendung von unbaren Zahlungsmitteln

3.3 Bekanntheit und Verwendung innovativer Bezahlverfahren

3.4 Entwicklung des Zahlungsverhaltens in Deutschland

4 Mögliche ökonomische Risiken der Bargeldabschaffung

4.1 Finanzielle Repression durch negative Zinsen

4.2 Komplementärwährungen und ihre ökonomischen Folgen

4.3 Datenschutz und persönliche Freiheit

4.4 Änderung des Ausgabeverhaltens und Benachteiligung bestimmter Zielgruppen

4.5 Betrachtung der ökonomischen Risiken aus Sicht der Banken und Bevölkerung

5 Subsahara - Afrika auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft

5.1 M-Pesa in Kenia

5.2 Effekte der Einführung von M-Pesa auf Wirtschaft und Bevölkerung Kenias

5.3 eID-Card in Nigeria

5.4 Mögliche Gründe für die Ablehnung der „cashless policy" in Nigeria

6 Empirischer Teil

6.1 Forschungsthema und -problem

6.2 Forschungsfragen und Hypothesen

6.3 Methodisches Vorgehen und Datenerhebung

6.4 Auswertung der Ergebnisse

6.5 Hypothesenüberprüfung und kritische Würdigung

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die ökonomischen Risiken einer vollständigen Bargeldabschaffung sowie deren Wahrnehmung durch die Bevölkerung. Zudem wird analysiert, wie die bargeldlose Entwicklung in Kenia und Nigeria verläuft und welche Schlüsse daraus für Deutschland gezogen werden können.

  • Analyse ökonomischer Risiken einer bargeldlosen Gesellschaft (z. B. Datenschutz, negative Zinsen)
  • Untersuchung des aktuellen Zahlungsverhaltens in Deutschland
  • Fallstudie zur bargeldlosen Wirtschaft in Subsahara-Afrika (M-Pesa und eID-Card)
  • Empirische Befragung zur Risikowahrnehmung der deutschen Bevölkerung
  • Bewertung der Akzeptanz verschiedener Zahlungsmethoden

Auszug aus dem Buch

4.1 Finanzielle Repression durch negative Zinsen

Niedrigzinsen sind den deutschen Sparern bereits bekannt. Die Deutsche Skatbank mit Sitz im thüringischen Altenburg führte als erste Bank Deutschlands am 01.11.2014 einen Negativzins von 0,25 Prozent ein. Dies betraf jedoch nur Einlagen mit einem Betrag von über 500.000 €. Die Skatbank reagierte damit auf die Beschlüsse der EZB und gibt Strafzinsen, die die EZB an Geschäftsbanken berechnet an ihre Kunden weiter (vgl. Hackhausen 2014). Fast drei Jahre später, im März 2017, verlangt der Online-Broker Flatex Negativzinsen in Höhe von 0,4 Prozent von jedermann, unabhängig davon wie viel Geld sich auf dem Konto der Kunden befindet. Ob es Nachahmer geben wird war zunächst ungewiss (vgl. Seibel 2017). Die Nachahmer ließen jedoch nicht lange auf sich warten.

Banken und Sparkassen verlangen nun teilweise Gebühren für die Abhebung von Bargeld am Geldautomaten, damit wälzen sie ihre Kosten durch das anhaltende Niedrigzinsniveau an ihre Kunden ab (Siedenbiedel 2017). Nach Aussage von Carl-Ludwig Thiele, Vorstand der Deutschen Bundesbank, wurde das Szenario von negativen Zinsen lange Zeit von vielen Experten als Kuriosum abgetan. Dies ist jedoch durch die Finanzkrise und geringer realwirtschaftlicher Entwicklung, sowie teilweise negativer Inflationsraten für viele Notenbanken Realität geworden - siehe Abb.03.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um die Zukunft des Bargelds und definiert das Ziel der Arbeit, die ökonomischen Risiken einer Bargeldabschaffung zu untersuchen.

2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe, die Funktionen des Geldes sowie verschiedene Geldarten wie Bargeld, Giralgeld und elektronisches Geld.

3 Status Quo des Zahlungsverhaltens in Deutschland: Es wird die aktuelle Bargeldnutzung in Deutschland analysiert und mit unbaren sowie innovativen Bezahlverfahren verglichen.

4 Mögliche ökonomische Risiken der Bargeldabschaffung: Hier werden die zentralen Risiken wie negative Zinsen, Datenschutzprobleme und die Benachteiligung bestimmter Zielgruppen diskutiert.

5 Subsahara - Afrika auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft: Das Kapitel untersucht die bargeldlose Entwicklung in Kenia und Nigeria als Fallbeispiele für die Implementierung solcher Systeme.

6 Empirischer Teil: Dieser Abschnitt stellt die quantitative Untersuchung zur Risikowahrnehmung in der deutschen Bevölkerung vor und prüft die aufgestellten Hypothesen.

7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert, dass eine vollständige Bargeldabschaffung von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt wird.

Schlüsselwörter

Bargeldabschaffung, ökonomische Risiken, Zahlungsverhalten, Deutschland, negative Zinsen, Datenschutz, M-Pesa, bargeldlose Gesellschaft, Finanzielle Repression, Online-Bezahlverfahren, Bankgebühren, empirische Forschung, Nutzerwahrnehmung, elektronisches Geld, Zahlungsmittel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den potenziellen wirtschaftlichen Folgen und Risiken, die mit einer vollständigen Abschaffung des Bargelds einhergehen würden, und wie die deutsche Bevölkerung diese wahrnimmt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Neben der theoretischen Einordnung von Geld und Zahlungsverkehr analysiert die Arbeit die Akzeptanz neuer Bezahltechnologien und die spezifischen Herausforderungen durch negative Zinsen und den Datenschutz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche ökonomischen Risiken die Bevölkerung in einer bargeldlosen Welt sieht und aus welchen Gründen eine Abschaffung des Bargelds mehrheitlich abgelehnt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Teil sowie einer empirischen quantitativen Untersuchung, bei der mittels eines Online-Fragebogens Daten von 236 Personen ausgewertet wurden.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert neben den theoretischen Risiken (Finanzielle Repression, Datenschutz) die Fallbeispiele Kenia und Nigeria sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Umfrageergebnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Bargeldabschaffung, negative Zinsen, Datenschutz, finanzielles Zahlungsverhalten und Nutzerakzeptanz.

Warum spielt Kenia eine besondere Rolle in der Arbeit?

Kenia dient als Fallbeispiel für eine erfolgreiche Verbreitung mobiler Bezahlsysteme (M-Pesa), um aufzuzeigen, wie bargeldlose Strukturen in Schwellenländern zur finanziellen Inklusion beitragen können.

Welche Haltung nimmt die deutsche Bevölkerung laut der Umfrage ein?

Die Umfrage zeigt eine deutliche Ablehnung der vollständigen Bargeldabschaffung, wobei der Schutz der Privatsphäre und der Datenschutz als größte Risikofaktoren empfunden werden.

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Details

Titel
Ökonomische Risiken einer vollständigen Bargeldabschaffung
Autor
Vanessa Haas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
64
Katalognummer
V385062
ISBN (eBook)
9783960951926
ISBN (Buch)
9783960951933
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL VWL Bargeldabschaffung Bargeld Risiken Chancen Europäische Zentralbank EZB Zahlungsmittel Datenschutz Zahlungsverhalten Digitales Geld
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Haas (Autor:in), 2018, Ökonomische Risiken einer vollständigen Bargeldabschaffung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385062
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Leseprobe aus  64  Seiten
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