Migration ist oftmals verbunden mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Ferne. Diese Hoffnung kann von einer Vielzahl an Faktoren, die unter anderem von politischer, sozialer oder finanzieller Natur geprägt sein können. Bewahrheiten sich diese Hoffnungen im Zuwanderungsland, geht dies oftmals mit einer Verbesserung der Lebenszufriedenheit einher. Andererseits kann Migration auch mit Integrationsschwierigkeiten einhergehen. Im Zuwanderungsland gelten andere Sitten, das soziale Umfeld ändert sich, zudem wird eine andere Sprache gesprochen. Dementsprechend lässt sich erwarten, dass Migration auch oftmals mit anfänglichen Integrationsschwierigkeiten verbunden ist was zu einer Verschlechterung der Lebenszufriedenheit führen kann.
Im Rahmen der vorliegenden Ausarbeitung soll die Frage nach der subjektiven Lebenszufriedenheit von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland in den Vordergrund gestellt werden. Hierzu wird zunächst eine Studie von Köcher und Raffelhüschen vorgestellt, die die subjektive Lebenszufriedenheit von Migranten mit der einheimischen Gesellschaft vergleicht. Im Anschluss daran werden mit Hilfe von weiteren Forschungsergebnissen Faktoren herausgearbeitet, die einen wesentlichen Einfluss auf die subjektive Zufriedenheit haben. Auf Grundlage dieser Faktoren soll abschließend der Handlungsbedarf zur Verbesserung der Lebensqualität herausgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Lebenszufriedenheit von Migranten
2. Einleitung
3. Theoretischer Hintergrund
4. Methoden
5. Ergebnisse
6. Weitere Forschungsbefunde
7. Diskussion
8. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Ausarbeitung hat zum Ziel, die subjektive Lebenszufriedenheit von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen und dabei insbesondere die Unterschiede zwischen verschiedenen Migrantengruppen sowie der einheimischen Bevölkerung zu analysieren.
- Vergleich der Lebenszufriedenheit zwischen Einheimischen und Migranten anhand empirischer Studien
- Differenzierung zwischen direkter und indirekter Migration sowie deren altersbedingten Effekten
- Analyse verschiedener Lebensbereiche wie Familie, Arbeit, Gesundheit, Freizeit, Wohnung und Haushaltseinkommen
- Identifizierung ökonomischer Benachteiligungen und deren Einfluss auf die Lebensqualität
- Ableitung von Handlungsbedarfen und Maßnahmen zur Verbesserung der beruflichen und bildungsbezogenen Integration
Auszug aus dem Buch
Methoden
Die Lebenszufriedenheit der Migranten wurde auf Basis von persönlich-mündlichen Interviews erfasst. Die Stichprobe umfasst rund 1070 deutschsprachige Migranten ab 16 Jahren. Die Fragestellung der Interviews lautete wie folgt: Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben? Um die subjektive Lebenszufriedenheit in einem messbaren Konstrukt darstellen zu können, wurde zu der Beantwortung der Frage eine 10-stufige Skala herangezogen. Die Teilnehmer konnten hierbei eine Zahl zwischen 0 und 10 wählen, wobei 0 für ganz und gar unzufrieden und 10 für ganz und gar zufrieden steht.
Abbildung 3 zeigt die Ergebnisse der Studie. Zunächst fällt auf, dass die Allgemeine Lebenszufriedenheit um die Jahrtausendwende ein Hoch zu verzeichnen hat. Daraufhin sinkt die Lebenszufriedenheit in den kommenden drei Jahren relativ stark, erholt sich dann aber in den Jahren 2005-2013.
Auffällig ist zunächst, dass Personengruppen mit direktem Migrationshintergrund über die Jahre hinweg die geringste Zufriedenheit aufweisen. Der Zufriedenheitswert ihrer (erwachsenen) Kinder liegt konstant 0,2 bis 0,4 Zähler darüber und damit sogar über dem Wert der Einheimischen. Der durchweg signifikante Unterschied der Lebenszufriedenheit der Personen mit indirektem Migrationshintergrund zu dem der Einheimischen lässt sich nach Köcher und Raffelhüschen allerdings lediglich auf einen Altersunterschied der beiden Personengruppen zurückführen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Lebenszufriedenheit von Migranten: Einführung in das übergeordnete Thema und die thematische Ausrichtung der Arbeit.
Einleitung: Hinführung zur Problemstellung, Erläuterung der Relevanz und Vorstellung der grundlegenden Studienbasis.
Theoretischer Hintergrund: Definition des Konstrukts der Lebenszufriedenheit und Differenzierung zwischen verschiedenen Formen des Migrationshintergrunds.
Methoden: Beschreibung des Erhebungsdesigns, der Stichprobe und der verwendeten Skalierung zur Messung der Zufriedenheit.
Ergebnisse: Präsentation und Analyse der empirischen Daten zur Lebenszufriedenheit nach Migrationsstatus.
Weitere Forschungsbefunde: Untersuchung spezifischer Lebensbereiche und deren Einfluss auf die Zufriedenheit der Zuwanderer.
Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Erörterung sozioökonomischer Einflussfaktoren wie Arbeitslosigkeit und Bildung.
Fazit: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und Aufzeigen von konkreten Handlungsansätzen zur Steigerung der Lebensqualität.
Schlüsselwörter
Lebenszufriedenheit, Migration, Migrationshintergrund, Integration, Arbeitsmarkt, Einkommen, Bildungsintegration, Lebensqualität, empirische Studie, sozioökonomische Faktoren, Sprachförderung, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der subjektiven Lebenszufriedenheit von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Analyse von Zufriedenheitswerten nach Migrationsstatus, der Vergleich verschiedener Lebensbereiche sowie die Identifizierung ökonomischer und bildungsbezogener Integrationsfaktoren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, wie sich die Lebenszufriedenheit von Migranten darstellt, welche Unterschiede zu Nichtmigranten bestehen und welche Ursachen für diese Unterschiede verantwortlich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Untersuchung verwendet?
Es wird auf Basis von persönlich-mündlichen Interviews und vorhandenen Studiendaten (wie dem Glücksatlas) eine quantitative beziehungsweise empirische Auswertung vorgenommen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich dem theoretischen Hintergrund, der Methodik, den empirischen Ergebnissen zur Lebenszufriedenheit sowie der detaillierten Betrachtung einzelner Lebensbereiche wie Arbeit, Wohnen und Einkommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?
Zentrale Keywords sind Lebenszufriedenheit, Migration, Migrationshintergrund, Integration, sozioökonomische Faktoren und Lebensqualität.
Wie unterscheiden sich Personen mit direktem und indirektem Migrationshintergrund in ihrer Zufriedenheit?
Personen mit direktem Migrationshintergrund weisen die geringste Zufriedenheit auf, während die Werte von Personen mit indirektem Migrationshintergrund nach Altersbereinigung nah an denen der Einheimischen liegen.
Welche Rolle spielen ökonomische Faktoren für die Lebenszufriedenheit von Migranten?
Ökonomische Aspekte wie ein geringeres Haushaltseinkommen, eine höhere Arbeitslosenquote und ein größerer Anteil im Niedriglohnsektor tragen maßgeblich zu einer geringeren Zufriedenheit bei.
Welche politischen oder gesellschaftlichen Maßnahmen werden zur Verbesserung vorgeschlagen?
Die Autoren schlagen eine gezielte Bildungsintegration, eine frühzeitige Förderung von Deutschkenntnissen sowie die Erleichterung des Zugangs zu beruflichen Ausbildungen vor.
- Arbeit zitieren
- Marina H. (Autor:in), 2014, Wie zufrieden sind Migranten in der Bundesrepublik Deutschland und wie kann jene verbessert werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385097