Im Frieden - Frieden als kriegsfreier Zustand betrachtet, sollte das Zusammenleben von Menschen durch ein Repertoire von gewaltfreien Konfliktregelungen und Kompromissbereitschaft geprägt sein.
Die Arbeit bafasst sich mit der Charateristik von Kriegen und Kriegspräventionen und erläutert die Position der Großmächte hierzu.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Die Situation des Weltfriedens
3. Die neuen Kriegsformen
4. Kulturkreise und Zivilisationen
5. Kollektive Systeme der Friedenssicherung
6. Empire
7. Empire und USA
7.1. Verwundbarkeit der USA
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zustand des Weltfriedens nach der Auflösung der UdSSR und analysiert, inwiefern moderne Konfliktformen, kulturelle Differenzen und die machtpolitische Rolle der USA, insbesondere im Kontext einer "neuen Weltordnung", eine dauerhafte Friedenssicherung beeinflussen oder behindern.
- Die Veränderung der Kriegsformen und das Ende des klassischen Kriegsbegriffs.
- Die Theorie des "Kampfes der Kulturen" von Samuel P. Huntington.
- Die Grenzen und Möglichkeiten kollektiver Friedenssicherung durch die Vereinten Nationen.
- Das Konzept des "Empire" bei Hardt und Negri im Vergleich zur amerikanischen Außenpolitik.
- Die zunehmende Bedeutung unilateralen Handelns der USA seit dem 11. September 2001.
Auszug aus dem Buch
7.1. Verwundbarkeit der USA
Zwei Ereignisse veränderten das internationale System und damit die Rolle der USA in diesem System: das Ende des Ost-West-Konfliktes und der Terrorangriff auf die Vereinigten Staaten am 11. September 2001. Die USA schienen als einzige Weltmacht übrig geblieben zu sein. Damit hatte sich aber nicht gleichzeitig eine neue Weltordnung etabliert; sie scheint in der Entwicklung zu stecken, wodurch eine politische Unübersichtlichkeit entsteht. Dies wird illustriert durch die Herausforderung der sich die USA, aber auch die Staaten des alten Westens und fast alle Nationen weltweit stellen müssen, dem Terrorismus.
Welche Bedeutung kommt nun den USA in der sich im Umbruch befindlichen Weltgemeinschaft zu? Einerseits entstehen in der Weltgemeinschaft Ängste vor der vermeidlichen Supermacht USA und deren übersteigertes US-amerikanisches Selbstbewusstsein, andererseits regt sich in der Weltgemeinschaft ein zunehmendes Misstrauen gegenüber widersprüchlichen Äußerungen und Handlungen von Seiten amerikanischer außenpolitischer Vertreter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Erörtert die ethischen Grundlagen des Friedensbegriffs und die Notwendigkeit eines verbindlichen Weltethos für eine stabile globale Ordnung.
2. Die Situation des Weltfriedens: Analysiert den enttäuschten Frieden nach 1990 und die statistische Zunahme gewaltsamer Konflikte trotz globaler Hoffnungen auf Demokratisierung.
3. Die neuen Kriegsformen: Beschreibt den Übergang von zwischenstaatlichen Kriegen zu innerstaatlichen Konflikten und globalem Terrorismus ohne festes Gewaltmonopol.
4. Kulturkreise und Zivilisationen: Setzt sich kritisch mit Huntingtons Theorie auseinander, nach der zukünftige Konflikte primär entlang kultureller Grenzen entstehen.
5. Kollektive Systeme der Friedenssicherung: Untersucht die Rolle der UNO und argumentiert, warum diese bei der Durchsetzung eines Weltfriedens oft an nationalen Interessen scheitert.
6. Empire: Stellt das Konzept von Hardt und Negri vor, das eine neue, globale Herrschaftsform beschreibt, die über den klassischen Imperialismus hinausgeht.
7. Empire und USA: Beleuchtet die Sonderstellung der USA und deren schwankende Außenpolitik zwischen Multilateralismus und unilateralen Präventivkriegen.
7.1. Verwundbarkeit der USA: Erläutert die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September auf das US-amerikanische Selbstverständnis und die globale Sicherheitslage.
Schlüsselwörter
Weltfrieden, Neue Weltordnung, Empire, Terrorismus, Huntington, Kampf der Kulturen, UNO, USA, Globalisierung, Außenpolitik, Souveränität, Weltethos, Unilateralismus, Konfliktforschung, Sicherheitsrat.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitische Lage der Welt nach dem Kalten Krieg und hinterfragt, ob und wie Weltfrieden unter den Bedingungen einer globalisierten, aber von Machtkonflikten geprägten Welt erreicht werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Wandel der Kriegsformen, die Rolle von Kulturkreisen in der internationalen Politik, die Effektivität kollektiver Sicherheitssysteme sowie die machtpolitische Ausrichtung der USA.
Welches Ziel verfolgt die Autorin?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, warum trotz des Endes des Ost-West-Konflikts kein dauerhafter Weltfriede eingetreten ist und welche Rolle die USA dabei einnehmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse, um aktuelle Theorieansätze (wie den "Clash of Civilizations" oder das "Empire"-Konzept) mit der empirischen Realität abzugleichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen globaler Konfliktstrukturen und eine konkrete Fallbetrachtung der US-Außenpolitik vor dem Hintergrund der Verwundbarkeit durch den Terrorismus.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Weltfrieden, Empire, Unilateralismus und die Analyse von kulturellen Identitätskonflikten charakterisiert.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der UNO?
Die Autorin sieht die UNO aufgrund des Vetorechts und der Dominanz nationaler Einzelinteressen derzeit als nur bedingt handlungsfähig bei der aktiven Sicherung des Weltfriedens an.
Inwiefern beeinflusst der 11. September die Argumentation?
Das Ereignis dient als Zäsur, die die USA in die Rolle eines "Imperiums der Angst" gedrängt hat, das nun verstärkt auf Präventivkriege setzt, statt auf internationale Kooperation zu vertrauen.
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- Lena Kreyer (Author), 2004, Weltordnung und Weltfrieden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38517