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Die Templer - Entstehung und Verbreitung eines neuen Ideals

Title: Die Templer - Entstehung und Verbreitung eines neuen Ideals

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1-

Autor:in: B.A. Philosophie David Egli (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Dieser neue Orden erhob sich in kurzer Zeit zu einer der mächtigsten ‚internationalen’ Institutionen im Orient und Okzident und diente als Vorbild für eine Grosszahl anderer geistlicher Ritterorden. Versehen mit einer Vielzahl päpstlicher Privilegien und einer ungeheuren Unterstützung im Abendland, gelangte er sehr schnell zu Reichtum und politischer Macht. Die im Konzil von Troyes (1129) festgelegten ‚Templerregeln’ und die in der päpstlichen Bulle Omne datum optimum (1139) gewährten Privilegien stellten sicherlich die notwendigen Voraussetzungen für den Erfolg der Templer dar. Entscheidend muss jedoch auch eine geeignete ‚Propaganda’ gewesen sein, die ein Ideal erzeugte, dem schliesslich so Viele folgen sollten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung eines neuen Ideals

2.1. Das neue Ideal

2.2. Eine Antwort auf Fragen der Zeit

3. Propaganda für eine neue Sache

3.1. Bernhard von Clairvaux

3.2. Adressaten der Werbeschrift

3.3. Propaganda, Kommunikation, Öffentliche Meinung

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Schrift "De laude novae militae" von Bernhard von Clairvaux auf die Entstehung und Verbreitung des Templerordens. Dabei wird analysiert, inwieweit das in der Schrift propagierte Ideal eine Antwort auf die religiösen Ängste und gesellschaftlichen Entwicklungen des 12. Jahrhunderts darstellte und wie die Kommunikation dieses Ideals als Propagandainstrument fungierte.

  • Analyse des Idealbildes der Ritterschaft in "De laude novae militae"
  • Untersuchung der religiösen Legitimation von Gewalt gegen Ungläubige
  • Rolle von Bernhard von Clairvaux als Autorität und Propagandist
  • Identifikation der Adressaten und deren Rolle als Träger des Ideals
  • Bedeutung von Kommunikation und öffentlicher Meinung im Mittelalter

Auszug aus dem Buch

2.1. Das neue Ideal

Um das im De laude novae militae beschriebene Idealbild zu erfassen, ist es ausreichend die ersten vier Kapitel zu betrachten. Die darauf folgenden Kapitel haben einen stark religiösen Charakter und befassen sich vor allem mit dem Thema der Erlösung, wobei Bernhard den ‚Leser’ dabei auf eine Art geistige Pilgerfahrt zu den einzelnen heiligen Stätten Christi in Jerusalem mitnimmt.

Im ersten Kapitel stellt Bernhard die neue Ritterschaft vor, wenn er schreibt: „Überall in den Ländern und in jener Gegend, die Christus in Menschengestalt und als aufstrahlendes Licht aus der Höhe besucht hat, hört man seit kurzem, es sei eine neue Schar von Rittern aufgetreten.“ Mit der ‚Gegend’ ist natürlich das Gebiet des heiligen Landes gemeint, wo der erste Kreuzzug hinführte. Bernhard fährt weiter dass die Ritter die dortigen Herrscher vertrieben und die Ungläubigen geschlagen hätten.

Es sei aber ein der Welt noch nicht bekanntes Rittertum, da es den Kampf gegen die Ungläubigen auf zwei Ebenen führe, mit dem Schwert und mit dem Glauben. Damit spricht er die bis dahin nicht gekannte Verbindung von Rittertum um Mönchstum an. Bernhard legt dar, dass man diesen Menschen höchste Bewunderung zu teil werden lassen müsse, was er durch sehr schöne Beschreibungen unterstreicht: „... er umgibt seinen Leib mit dem Panzer aus Eisen, seine Seele aber mit dem des Glaubens. Da er nun durch beiderlei Waffen geschützt ist, fürchtet er weder Teufel noch Menschen.“

Eine sehr wichtige Aussage im ersten Kapitel ist auch eine Anspielung auf den Märtyrer-Tod. So ist es ehrenvoll aus dem Kampf als Sieger zurückzukehren, doch es sei noch besser im Kampf zu sterben: „Freue dich, starker Kämpfer, wenn du im Herrn lebst und siegst! Aber noch mehr frohlocke und rühme dich, wenn du stirbst und dich mit dem Herrn vereinst.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entstehung der Tempelritter ein und stellt die zentrale Fragestellung zur propagandistischen Wirkung von Bernhard von Clairvaux' Schrift "De laude novae militae" vor.

2. Entstehung eines neuen Ideals: Dieses Kapitel analysiert das Idealbild der neuen Ritterschaft sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, wie etwa die verbreitete Angst vor dem Verlust des Seelenheils, welche das neue Ideal als Lösungsweg attraktiv machten.

3. Propaganda für eine neue Sache: Hier wird die Rolle Bernhard von Clairvaux' als Verfasser beleuchtet, die Zielgruppen der Werbeschrift untersucht und die Anwendbarkeit des modernen Propagandabegriffs auf die kommunikativen Bedingungen des Mittelalters kritisch hinterfragt.

4. Schlussbemerkungen: Das Fazit bestätigt die propagandistische und motivierende Funktion der Schrift und fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Verflechtung von religiösem Ideal und kirchlicher Machtpolitik zusammen.

Schlüsselwörter

Tempelritter, Bernhard von Clairvaux, De laude novae militae, Propaganda, Kreuzzüge, Ritterschaft, Seelenheil, Mittelalter, geistlicher Ritterorden, Kommunikation, Öffentliche Meinung, Religion, Legitimation, Klöster, Investiturstreit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Werk "De laude novae militae" von Bernhard von Clairvaux den Erfolg und die Verbreitung des Templerordens im 12. Jahrhundert durch propagandistische Mittel maßgeblich beeinflusst hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Verschmelzung von Rittertum und Mönchtum, die religiöse Rechtfertigung von Gewalt im Namen Christi, die Rolle des Klerus bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung sowie die Bedeutung individueller Autorenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass der Text von Bernhard von Clairvaux als bewusstes Propagandainstrument fungierte, das sowohl die Templer legitimierte als auch neue Anhänger aus dem Stand der weltlichen Ritter rekrutieren sollte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Verfasser?

Der Verfasser nutzt die Inhaltsanalyse der Primärquelle "De laude novae militae" und setzt diese in den Kontext der zeitgenössischen gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen, ergänzt durch eine kritische Betrachtung historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Analyse des Templer-Ideals als Antwort auf die Zeitumstände, die Prüfung des Verfassers und seiner Adressaten sowie die kritische Reflexion über Propaganda, Kommunikation und öffentliche Meinung im Mittelalter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Templer, Propaganda, Bernhard von Clairvaux, Kreuzzüge, Seelenheil und die Synthese von Rittertum und Mönchtum definieren.

Wie unterscheidet sich das im Werk beschriebene neue Rittertum vom weltlichen Rittertum?

Das neue Rittertum wird als eine Einheit von Schwert und Glauben dargestellt, wobei die Ritter im Dienst Gottes stehen, während das weltliche Rittertum für Tod, Verderben und sündhaftes Streben nach eitlem Ruhm steht.

Welche Rolle spielte die Angst vor dem Fegefeuer für den Erfolg des Templer-Ideals?

Die verbreitete Angst um das Seelenheil und die Sorge vor der Hölle machten den Templerorden, der als Instrument zur Sicherung des Seelenheils und zur Verteidigung der christlichen Sache präsentiert wurde, zu einem attraktiven Ziel für gläubige Ritter.

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Details

Title
Die Templer - Entstehung und Verbreitung eines neuen Ideals
College
University of Luzern
Course
Proseminar Mittelalter
Grade
1-
Author
B.A. Philosophie David Egli (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V38530
ISBN (eBook)
9783638375566
ISBN (Book)
9783638928779
Language
German
Tags
Templer Entstehung Verbreitung Ideals Proseminar Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Philosophie David Egli (Author), 2005, Die Templer - Entstehung und Verbreitung eines neuen Ideals, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38530
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