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Vorgehensweise und Vergleich von Modellen für die Evaluierung eines PLM / PDM Systems

Titel: Vorgehensweise und Vergleich von Modellen für die Evaluierung eines PLM / PDM Systems

Bachelorarbeit , 2016 , 63 Seiten , Note: 1

Autor:in: Alexandros Baltas (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema PLM und hat als Ziel, ein Vorgehensmodell zur PLM-Evaluierung zu entwickeln. Dieses soll Unternehmen erleichtern (1) den grundsätzlichen Bedarf, (2) den eigenen Reifegrad bzw. Optimierungspotentiale im Unternehmen und (3) Evaluierungskriterien für Systemanbieter zu bestimmen. Sie bedient sich hierbei der Methodik der Literaturanalyse und stützt sich auf Quellen aus Wissenschaft und Industrie. Hierbei werden verschiedene Vorgehensmodelle aus der Literatur behandelt.
Im Verlauf der Arbeit wird der Fokus vor allem auf ein neues Model gelegt. Dieses besteht aus der VDI Richtlinie 2219 sowie dem sogenannten Maturity Modell nach Batenburg (2006) und dem Evolutionären Modell von Arnold et alii.
Es wird argumentiert, dass sich der Evaluationsprozess über alle Phasen der PLM-Implementierung erstreckt und iterativer Natur ist. D.h. Ergebnisse einer Phase können zu einer neuen Beurteilung von Ergebnissen früherer Phasen führen. Dieses Evaluierungsmodell wird anhand von ausgewählten Punkten, welche potentielle Problemfelder darstellen, erläutert und mit Beispielen aus Unternehmen mit hohem Engineering-Anteil veranschaulicht. Zielgruppe dieser Arbeit sind somit Großunternehmen, aber auch KMUs, die Konstruktion, Entwicklung und Produktion alleine oder in Kooperation mit Partnerunternehmen betreiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Evaluierungsmodelle

1.1 PLM Evaluierung nach Kalypso

1.2 CIM Data - Modell für PLM Evaluierung

1.3 Fraunhofer Modell

1.4 Tech Clarity Framework

1.5 Y – Modell nach Scheer

1.6 Holistisches PLM Modelle

1.7 Synthese von VDI mit Arnold

1.8 Fazit und Entwurf eines neuen Modells

2 Selbstevaluierung

2.1 Unternehmensbedarf an PDM bzw. PLM

2.2 Ist-Analyse

2.2.1 Nummernsysteme

2.2.2 Klassifizierungssysteme

2.2.3 Produktstruktur

2.2.4 Dokumentenverwaltung

2.2.5 Freigabe- und Änderungswesen

3 Systemevaluierung

3.1 Systemintegration und Systemschnittstellen

3.1.1 ERP

3.1.2 PDM- und Autorensysteme

3.1.3 Team Data Management Systeme

3.2 Publishing und Webpräsenz

3.3 Lieferantenevaluierung

3.3.1 Implementierung

3.3.2 Support

3.3.3 Sonstige Kriterien und Anforderungen

Conclusio und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit entwickelt ein ganzheitliches Vorgehensmodell für die Evaluierung von PLM-Systemen, um Unternehmen bei der Bestimmung ihres Reifegrades und der Ableitung spezifischer Anforderungen an Systemanbieter zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf einem iterativen Prozess, der eng mit der Unternehmens- und Prozessgestaltung verknüpft ist.

  • Analyse bestehender Evaluierungsmodelle aus Wissenschaft und Industrie
  • Methodik der Selbstevaluierung zur Bestimmung des Unternehmensbedarfs und Reifegrades
  • Systemevaluierung unter Berücksichtigung von Integration und Schnittstellen
  • Synthese eines neuen, praxisorientierten Evaluierungsmodells
  • Fallbeispiele zur Veranschaulichung der Herausforderungen bei der PLM-Einführung

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Produktstruktur

In einem PDM, aber auch einem PLM-System kommt der Produktstruktur eine besondere Bedeutung zu. Erzeugnisse gliedern sich in Baugruppen und Einzelteile; Einzelteile bestehen wiederum aus einem oder mehreren Materialien. Abbildung 28 zeigt eine klassische Stückliste in Form eines Strukturbaums, der einzelne Komponenten und ihre Beziehung zueinander auflistet. Im Gegensatz zu einer unstrukturierten Stückliste zeigt diese bereits lagerfähige Komponenten an. Würden die benötigte Schraube und dazugehörige Mutter nicht eigens in Form eines Schraubenkits gelagert werden, so könnte sich dieser Strukturbaum wie in Abbildung 29 gestalten.

Einem Einzelteil kann allerdings ebenfalls ein anderes Einzelteil als Rohmaterial untergeordnet sein. Dies tritt beispielsweise auf, wenn ein Gehäuse mit und ohne Bohrung gefertigt wird. Zuerst wird der Gehäuseteil gespritzt und in einem möglichen weiteren Schritt werden Löcher gebohrt. Ein weiteres Beispiel wären Bedruckungen: ein Gehäuse kann unbedruckt den weiteren Verfahrensschritten zugeführt werden, oder zuvor etikettiert oder gelasert werden. Wird die bedruckte Variante auf Lager geführt, d.h. wird eine eigene Codenummer benötigt, so wäre die unbedruckte Variante das Rohmaterial für die bedruckte.

Das Portfolio (mit – ohne Bohrung, mit – ohne Bedruckung) entwickelt sich allerdings erst im Laufe der Zeit. Auch ist der Bedarf an Stücklistenpositionen nicht von Anfang an geklärt. Findet eine Fließfertigung statt, so gibt es weniger Zwischenlager und somit weniger Bedarf an Zwischenprodukten, die eigens im ERP-System vermerkt werden. Zusätzlich ändern sich Fertigungsverfahren; durch Automatisierung können mehrere Fertigungsschritte zusammengefasst werden, sodass bislang lagerfähige Zwischenprodukte wieder „verschwinden“. Schließlich benötigt der Vertrieb bei Produktkonfiguration Komponentenstücklisten, einer gröberen Granularität. Komponentenstücklisten sind somit einem stetigen Wandel unterzogen und ändern sich nicht nur mit der Zeit, sondern auch in Abhängigkeit von der Abteilung. Abbildung 30 illustriert, wie sich die Produktstruktur je nach Phase des Produktentstehungsprozesses ändert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Aufbaus der Arbeit sowie Definition der Zielsetzung, ein Vorgehensmodell für die PLM-Evaluierung zu entwickeln.

1 Evaluierungsmodelle: Analyse und Diskussion verschiedener bestehender Modelle zur Evaluierung von PLM/PDM-Systemen aus Literatur und Praxis.

2 Selbstevaluierung: Untersuchung der notwendigen Voraussetzungen und Kriterien innerhalb des Unternehmens vor einer geplanten PLM-Einführung.

3 Systemevaluierung: Diskussion von Kriterien für die Auswahl eines PLM-System-Anbieters mit Fokus auf Systemintegration und Anwenderunterstützung.

Conclusio und Ausblick: Zusammenfassung des entwickelten Modells als Synthese aus VDI 2219, Maturity-Modellen und dem PLM-Manifest sowie Ausblick auf künftige Modellerweiterungen.

Schlüsselwörter

Product Lifecycle Management, PLM, PDM, Vorgehensmodelle, Selbstevaluierung, Systemevaluierung, Produktstruktur, Prozessoptimierung, Unternehmensbedarf, IT-Infrastruktur, Systemintegration, Datenverwaltung, Reifegrad, Engineering, Dokumentenverwaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Evaluierung von PLM-Systemen (Product Lifecycle Management), das Unternehmen bei der strategischen Implementierung unterstützt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Selbstevaluierung von Unternehmensprozessen, die Systemevaluierung von Anbietern sowie die methodische Aufarbeitung bestehender Modelle aus der Fachliteratur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das Unternehmen hilft, ihren eigenen Reifegrad zu bestimmen und konkrete, fundierte Anforderungen für die Auswahl einer geeigneten PLM-Lösung zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die durch Praxisbeispiele aus Gesprächen mit Mitarbeitern produzierender Unternehmen illustriert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse existierender Modelle, die Selbstevaluierung (IST-Analyse, Produktstrukturen, Dokumente) und die Systemevaluierung (Integration, Schnittstellen, Lieferantenauswahl).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Product Lifecycle Management, Vorgehensmodelle, Selbstevaluierung, Systemevaluierung und Prozessgestaltung charakterisiert.

Warum ist eine Prozessanalyse vor der PLM-Einführung so entscheidend?

Der Autor argumentiert, dass eine PLM-Einführung ohne vorangestellte Prozess- und Strukturoptimierung lediglich das „alte System in neuem Gewand“ zur Folge hätte.

Welche Rolle spielen Produktstrukturen in diesem Evaluierungskontext?

Produktstrukturen sind zentral für das Verständnis der Datenabläufe; die Arbeit zeigt, wie sich diese je nach Lebenszyklusphase wandeln und welche Herausforderungen dies an eine integrative PLM-Plattform stellt.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise auf die Systemintegration?

Die Arbeit betont, dass Integration individuell und unternehmensabhängig ist, wobei zwischen einfacher Kopplung via Schnittstellen und komplexer Applikationsintegration unterschieden werden muss.

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Details

Titel
Vorgehensweise und Vergleich von Modellen für die Evaluierung eines PLM / PDM Systems
Hochschule
Fachhochschule Technikum Wien  (Technikum Wien Wirtschaftsinformatik)
Note
1
Autor
Alexandros Baltas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
63
Katalognummer
V385368
ISBN (eBook)
9783668620117
ISBN (Buch)
9783668620124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
PLM PDM Evaluierung Modelle Life Cycle Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandros Baltas (Autor:in), 2016, Vorgehensweise und Vergleich von Modellen für die Evaluierung eines PLM / PDM Systems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385368
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Leseprobe aus  63  Seiten
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