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Die Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS

Title: Die Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS

Bachelor Thesis , 2017 , 64 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: David Kochar (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Nach einer theoretisch fundierten Darstellung von Begriffskonzeption und Bilanzierungsmöglichkeiten des Goodwills sollen im Rahmen der Arbeit existierende Normen gem. HGB und IFRS hinsichtlich des Erstansatzes sowie der Erst- und Folgebewertung miteinander verglichen werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten, wobei der Schwerpunkt auf Bewertungskonzeptionen und Abschreibungszeiträumen (d. h. der Lebensdauer des Firmenwertes) liegt. Darauf aufbauend soll anhand ausgewählter Unternehmensakquisitionen (im Rahmen von Asset Deals) aufgezeigt werden, mit welchem Anteil der Goodwill in den Kaufpreis eingeht, d. h. wie hoch im Einzelnen die Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem neubewerteten Reinvermögen der übernommenen Wirtschaftsgüter ist. Folgerichtig muss ebenso danach gefragt werden, wie solche Differenzen zustande kommen, d. h. welche konkreten immateriellen Vermögensvorteile - die i. E. den Goodwill bilden - ausschlaggebend dafür sind, dass der Käufer bereit ist, einen höheren Preis zu zahlen. In einem letzten Teil der praktischen Untersuchung soll schließlich die bilanzielle Abbildung des Goodwills im Vordergrund stehen. Nachdem im vorangegangen Kapitel der Versuch unternommen wird, die wertmäßigen Komponenten des Goodwills aufzuschlüsseln, ist es nunmehr Fragestellung, wie der bilanzielle Wert in der Zukunft fortgeführt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Theoretische Konzeption des Geschäfts- oder Firmenwertes

2.1 Begriffskonzeption

2.1.1 Substanzwert des Unternehmens

2.1.2 Ertragswert des Unternehmens

2.1.3 Der originäre Geschäfts- oder Firmenwert als Residualgröße

2.1.4 Abgrenzung zum derivativen Geschäfts- oder Firmenwert

2.1.5 Beispiel und Fazit

2.2 Denkbare Bilanzierungsmöglichkeiten des Geschäfts- oder Firmenwertes vor bilanztheoretischem Hintergrund

2.2.1 Grundsätze externer Rechnungslegung

2.2.2 Formelle Bilanztheorie

2.2.3 Materielle Bilanztheorie

2.2.4 Fazit

3 Bilanzierungsgrundsätze für den derivativen Geschäfts- oder Firmenwert im Einzelabschluss

3.1 Bilanzierung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB)

3.1.1 Bilanzierung dem Grunde nach

3.1.2 Bilanzierung der Höhe nach

3.2 Bilanzierung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

3.2.1 Bilanzierung dem Grunde nach

3.2.2 Bilanzierung der Höhe nach

3.3 Vergleichende Gegenüberstellung

4 Der Geschäfts- oder Firmenwert in der unternehmerischen Praxis

4.1 Einfluss und Bewertung des Goodwills am Beispiel der Bayer AG

4.1.1 Asset Deal: Bayer AG und Merck & Co., Inc.

4.1.2 Ertragswertmodellierung

4.1.3 Fazit

4.2 Planmäßige Abschreibung des Goodwills im HGB-Einzelabschluss

4.3 Außerplanmäßige Abschreibung des Goodwills am Beispiel der Commerzbank AG

4.3.1 Resegmentierung als Wertminderungsindikator

4.3.2 Einflussgrößen der Ertragsbewertung

4.3.3 Wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der außerplanmäßigen Folgebewertung nach IFRS und HGB

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes (Goodwill) und vergleicht hierbei die normativen Anforderungen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS). Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Divergenzen in den Bewertungskonzeptionen herauszuarbeiten und die praktische Umsetzung dieser komplexen Bilanzierungsvorschriften an realen Fallbeispielen zu analysieren.

  • Theoretische Konzeption des Unternehmenswertes und des Firmenwertes
  • Bilanztheoretische Einordnung der Goodwill-Bilanzierung
  • Vergleichende Analyse der Bilanzierungsgrundsätze (Ansatz und Bewertung) im Einzelabschluss
  • Anwendung in der Praxis anhand von Unternehmensakquisitionen (Asset Deals)
  • Problematiken der Folgebewertung und Wertminderungstests (Impairment Tests)

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Substanzwert des Unternehmens

Um zu einem Unternehmenswert zu gelangen, der sich nach objektiven Kriterien bemisst, sei zunächst ein vollkommener Kapitalmarkt unterstellt. In einem solchen Markt handeln alle Akteure rational, verfügen über identische Informationen und haben gleiche Erwartungshaltungen. Der Marktzugang ist nicht beschränkt, die Reaktionsgeschwindigkeit unendlich, Soll und Habenzinssätze gleichen sich (einheitlicher Kalkulationszins) und es existieren keine Transaktionskosten. Unter diesen restriktiven Bedingungen erfolgt die Preisbildung arbitragefrei, d. h. der Barwert, der sich aus dem Zahlungsstrom eines Investitionsobjektes ergibt, ist genau Null (No-Arbitrage-Theorie). Man kann in diesem Zusammenhang vom inneren oder fairen Wert sprechen.

Durch Separierung des Einflusses, den der Geschäfts- oder Firmenwert (i. S. eines Wertschöpfungspotentials) auf den Unternehmenswert ausübt und unter Vernachlässigung von Steuern, ergibt sich folgendes Entscheidungskalkül:

Hierbei steht der Substanzwert des Unternehmens. Dieser setzt sich zusammen aus dem Zeitwert des betriebsnotwendigen Vermögens, das im Rahmen der bestehenden betrieblichen Wertschöpfungskonzeption zur Fortführung des Unternehmens erforderlich ist. Der Substanzwert als Bewertungskonzeption zählt zu den Einzelbewertungsverfahren, die (immateriellen) Wirtschaftsgüter werden am Stichtag isoliert voneinander in ihrem Wert bemessen. Wertmaßstab sind nicht die bilanziellen Buchwerte, sondern einzelne tagesaktuelle Wiederbeschaffungswerte unter Berücksichtigung der zeitverlaufsbedingten Wertminderungen, da Buchwerte i. d. R. weder die Wertänderung des Geldes (Nominalwertprinzip), noch tatsächliche Abschreibungsaufwendungen berücksichtigen und immer auch ermessensbedingten Abweichungen unterliegen. Zu erfassen sind hierbei lediglich solche Güter, die auch bilanzierungsfähig sind. Die Bilanzierungsfähigkeit ist insbesondere durch die Kriterien der selbständigen Bewertbarkeit (d. h. ein Gut kann einzeln in seinem Wert bemessen werden) und bilanziellen Greifbarkeit (d. h. ein Gut wird im Falle der Unternehmensveräußerung als Einzelheit berücksichtigt und sein Wert verflüchtigt sich nicht ins Allgemeine) geprägt. Demnach sind immaterielle, selbst erstellte Vermögensgegenstände in den Substanzwert mit einzubeziehen, sofern sie die abstrakten Ansatzkriterien erfüllen und betriebsnotwendig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der bilanziellen Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwertes ein und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Theoretische Konzeption des Geschäfts- oder Firmenwertes: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung sowie verschiedene Bilanztheorien dargelegt, um das Verständnis für den Goodwill als Vermögenswert zu schärfen.

3 Bilanzierungsgrundsätze für den derivativen Geschäfts- oder Firmenwert im Einzelabschluss: Dieses Kapitel analysiert detailliert die gesetzlichen Regelungen und Bilanzierungsvorschriften für den Goodwill nach HGB und IFRS.

4 Der Geschäfts- oder Firmenwert in der unternehmerischen Praxis: Der praktische Teil untersucht anhand von Fallbeispielen, wie Unternehmen den Goodwill in der Bilanz abbilden und mit Wertminderungsrisiken umgehen.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Synthese der wesentlichen theoretischen und praktischen Erkenntnisse ab.

Schlüsselwörter

Goodwill, Geschäfts- oder Firmenwert, HGB, IFRS, Bilanzierung, Unternehmensbewertung, Impairment Test, Substanzwert, Ertragswert, Anschaffungskosten, BilMoG, Substanzwerterhaltung, Rechnungslegung, Unternehmensakquisition, Wertminderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Erfassung und Bewertung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes, auch bekannt als Goodwill, im Kontext der deutschen (HGB) und internationalen (IFRS) Rechnungslegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Firmenwertes, die unterschiedlichen Bilanzierungskonzepte nach HGB und IFRS sowie die praktische Handhabung bei Unternehmensakquisitionen und planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die bestehenden Normen des HGB und der IFRS hinsichtlich des Ansatzes sowie der Erst- und Folgebewertung des Goodwills zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch fundierte Analyse der Rechnungslegungsstandards kombiniert mit einer Fallstudienanalyse, bei der Praxisbeispiele (Bayer AG, Commerzbank AG) genutzt werden, um die Anwendung der theoretischen Konzepte in der Realität zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Konzeption des Goodwill-Begriffs, eine detaillierte Gegenüberstellung der HGB- und IFRS-Bilanzierungsregeln sowie eine praktische Untersuchung anhand aktueller Unternehmensdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Goodwill, Bilanzierung, HGB, IFRS, Unternehmensbewertung, Ertragswert, Substanzwert und Impairment Test.

Wie unterscheidet sich die Goodwill-Bewertung nach HGB von der nach IFRS?

Während das HGB den Goodwill als fiktiven Vermögensgegenstand behandelt, der planmäßig über zehn Jahre abzuschreiben ist, verzichten die IFRS auf planmäßige Abschreibungen und setzen stattdessen auf einen jährlichen Impairment Test auf Basis zahlungsmittelgenerierender Einheiten.

Welche Rolle spielt die Commerzbank AG in dieser Arbeit?

Das Beispiel der Commerzbank AG dient dazu, die praktische Anwendung und die Herausforderungen eines Impairment Tests nach IAS 36 im Rahmen eines komplexen Restrukturierungsprozesses und einer Resegmentierung zu demonstrieren.

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Details

Title
Die Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS
College
University of Cologne  (Seminar für ABWL und Wirtschaftsprüfung - Treuhandseminar)
Grade
1,3
Author
David Kochar (Author)
Publication Year
2017
Pages
64
Catalog Number
V385388
ISBN (eBook)
9783668610378
ISBN (Book)
9783668610385
Language
German
Tags
bilanzierung geschäfts- firmenwertes ifrs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Kochar (Author), 2017, Die Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385388
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