Die Märkte der jüngsten Zeit haben sich zu massiven Transaktionen entwickelt, die sowohl aktuelle als auch zukünftige Transaktionen auf der Grundlage des aktuellen Preisniveaus beinhalten. Rohstofftransaktionen können auf Basis des vorherrschenden Marktpreises erfolgen, der wiederum durch die Nachfrage- und Angebotskräfte beeinflusst wird, die als Kassakurs bezeichnet werden. Darüber hinaus kann die gleiche Transaktion, die am Tag der Auflegung vereinbart wurde, an einem bestimmten Tag in der Zukunft zu einem als Preis im Termingeschäft bezeichneten Preis durchgeführt werden. Die Verbindung zwischen diesen beiden Preisen in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Veränderungen schafft eine große Wissenslücke, die es zu bewerten gilt.
In der vorliegenden Arbeit wird das Verhältnis zwischen dem Kassakurs und den Preis im Termingeschäft auf einem Rohstoffmarkt analysiert. Um das zugrundeliegende Konzept im Rahmen dieser Arbeit zu veranschaulichen, wird eine klare Definition des Spotpreises und des Preises im Termingeschäft vorgenommen. Dies wird durch die Einführung des Konzepts des Rohstoffmarktes, der Rohstoff-Futures, der Rohstoffpreise und der Rohstoff-Forwards, unter anderem durch die Spot- und Forward-Preise beeinflusst. Eine statistische Analyse der Beziehung zwischen den beiden untersuchten Variablen erfolgt nach der gewöhnlichen Methode der kleinsten Quadrate, wobei das lineare Regressionsmodell anhand des WTI-Rohöl-Spotpreises und des zukünftigen Preises aus dem Jahr 1986 bis zum Jahr 2016 2016 geschätzt wird. Dies liefert die Grundlage, schlüssige Beweise für die Beziehung zwischen den beiden Variablen zu liefern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Verhältnis zwischen Spot- und Forward-Preisen
2.1 Spotpreis
2.2 Forward-Preis
2.2.1 Rohstoffmarkt
2.2.2 Warenbörsen
2.2.3 Physische Güter und Folgen
2.3 Future Price
2.3.1 Rohstoffpreise
2.3.2 Rohstofftermine
2.3.3 Rohstoff-Futures
2.3.4 Arbitragefreiheit und cost of carry
3. Bewertung des Kassakurses und des Terminkurses von WTI-Rohöl
3.1 Regressionsergebnisse
3.2 Ergebnisse und Diskussion
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Projektarbeit analysiert das Verhältnis zwischen Kassakursen (Spotpreisen) und Preisen im Termingeschäft (Forward/Future-Preisen) auf Rohstoffmärkten. Ziel ist es, durch die theoretische Fundierung der Begrifflichkeiten und eine statistische Regressionsanalyse anhand von WTI-Rohöl-Daten zu belegen, wie stark die zukünftige Preiserwartung die Entwicklung der aktuellen Spotpreise beeinflusst.
- Definition und Abgrenzung von Spot- und Forward-Preisen
- Struktur und Funktionsweise von Rohstoffmärkten und Warenbörsen
- Theoretische Grundlagen zu Future-Kontrakten und Arbitragefreiheit
- Statistische Untersuchung der Preisbeziehungen mittels linearer Regression
- Analyse von Contango- und Backwardation-Marktzuständen
Auszug aus dem Buch
3.2 Ergebnisse und Diskussion
Aus der Definition einer Forward-Preis-Formel lässt sich ableiten, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Kassa- und Forward-Preis besteht. Dies gilt natürlich, da die Festlegung eines Terminkurses ausschließlich auf den Wert des Kassakurses zum Zeitpunkt der Vertragseröffnung beruht. Der Kassakurs ist der vorherrschende Marktpreis, und der Wert einer Ware auf dem Rohstoffmarkt hängt stark vom vorherrschenden Marktpreis ab.
Sowohl die Terminkurse als auch die zukünftigen Preise spielen eine entscheidende Rolle auf dem Erwartungsmarkt, da Anleger diese Konzepte verwenden, um das Vorhandensein von Arbitragegewinnen oder -verlusten zu bestimmen. Letztere werden jedoch von den zyklischen Veränderungen des Marktes beeinflusst, unter anderem von den Änderungen der beiden Preise. Eine wichtige Tatsache ist, dass der Kassakurs dem zukünftigen Preis ähnelt, da dieser die Änderungen der Zinssätze und Lagerkosten in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld berücksichtigt. Wenn jedoch aufgrund der Erwartung des Anlegers eine Marktschwankung besteht, ist die Annahme verzerrt und es können höhere zukünftige Preise als erwartet vorherrschen oder eben niedrige zukünftige Preise. Im Szenario hoher Stückzahlen als erwarteter zukünftiger Spotpreise, soll sich der Rohstoffmarkt in einer Contango-Situation befinden. Wenn der erwartete zukünftige Kassakurs jedoch unter dem vorherrschenden zukünftigen Preis liegt, wird behauptet, dass sich der Markt in einer Backwardation-Situation befindet (Dunsby, Eckstein, Gaspar & Mulholland, 2008, S. 17-18).
Der WTI-Rohölmarkt ändert seine Marktkondition von Contango zu Backwardation wie die Barrel Preise für das Jahr 2017. Der Anstieg der zukünftigen Preise ist auf die Unterversorgung des Marktes zurückzuführen. Die Bewegung oder Oszillation vom negativen Trend unter Contango Marktbedingungen zu einem positiven Trend unter dem Backwardation-Markt zeigt die Erholung der Spotpreise am Rohölmarkt. Dies zeigt, dass die Entwicklung des Spotpreises für Rohöl stark von den erwarteten zukünftigen Preisen beeinflusst wird. Der erwartete zukünftige Preis ergibt sich aus Markterwartungen auf die Nachfrage- und Angebotsbedingungen des Rohöls.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Rohstofftransaktionen ein und stellt die Relevanz der Untersuchung des Verhältnisses zwischen Kassa- und Terminkursen für die Wissenslücke in der Preisbildung dar.
2. Das Verhältnis zwischen Spot- und Forward-Preisen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Preisbildung auf Rohstoffmärkten gelegt, wobei Konzepte wie Spotpreis, Forward-Preis, Futures und die Rolle von Warenbörsen detailliert definiert werden.
3. Bewertung des Kassakurses und des Terminkurses von WTI-Rohöl: Dieses Kapitel enthält die empirische Analyse, bei der mittels linearer Regression und der Kleinstquadratemethode die Daten von WTI-Rohöl ausgewertet werden, um die enge statistische Korrelation zwischen den betrachteten Preisen aufzuzeigen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt, dass eine enge Beziehung zwischen den untersuchten Preisvariablen besteht, was die theoretischen Annahmen stützt.
Schlüsselwörter
Rohstoffmarkt, Spotpreis, Forward-Preis, Future Price, WTI-Rohöl, Terminkontrakt, Arbitragefreiheit, Cost of Carry, Regressionsanalyse, Kleinstquadratemethode, Contango, Backwardation, Markterwartung, Volatilität, Warenbörse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretischen und empirischen Zusammenhänge zwischen den aktuellen Preisen (Spotpreisen) und den Preisen für zukünftige Lieferungen (Forward/Future-Preisen) auf den internationalen Rohstoffmärkten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit beleuchtet die Mechanismen der Preisbildung im Rohstoffhandel, die Definition von Derivaten sowie die ökonomischen Konzepte von Contango und Backwardation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die Wissenslücke bezüglich des Verhältnisses zwischen Kassakurs und Terminkurs zu schließen und empirisch zu belegen, wie stark die zukünftige Preiserwartung den aktuellen Spotpreis beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es wird eine statistische Analyse durchgeführt, basierend auf einem linearen Regressionsmodell unter Anwendung der gewöhnlichen Methode der kleinsten Quadrate (KQ-Methode), um WTI-Rohöl-Daten der Jahre 1986 bis 2017 auszuwerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Marktstrukturen und eine praktische statistische Modellschätzung, die durch eine Diskussion der Marktergebnisse ergänzt wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen insbesondere Rohstoffmärkte, Spot- und Forward-Preise, WTI-Rohöl sowie statistische Korrelationsanalysen im Finanzbereich.
Wie unterscheiden sich Contango und Backwardation laut der Arbeit?
Ein Markt befindet sich in Contango, wenn der erwartete zukünftige Preis über dem aktuellen Kassakurs liegt; in der Backwardation-Situation ist der erwartete zukünftige Preis hingegen niedriger als der aktuelle Kurs.
Welche Rolle spielen Zinssätze bei der Preisbestimmung von Futures?
Die Arbeit erläutert, dass Zinssätze und Lagerkosten wesentliche Faktoren sind, die den Unterschied zwischen Terminkursen und zukünftigen Preisen begründen; bei konstanten Zinssätzen gleichen sich diese Preise theoretisch an.
- Arbeit zitieren
- Ädris Osmani (Autor:in), 2017, Kassakurs und Terminkurs. Zusammenhänge der Spot- und Forwardpreisen auf Rohstoffmärkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385396