Was heißt "gesunde" Ernährung? (2. Klasse, Grundschule)


Unterrichtsentwurf, 2017
8 Seiten, Note: Umbewertet
Dina Loos (Autor)

Leseprobe

Inhalt

1 Aufbau der Unterrichtsreihe

2 Begründungszusammenhang zur Stunde
2.1 Schwerpunktziel der Stunde
2.2 Arbeitsauftrag und Reflexionsauftrag
2.3 Lehrplan und Richtlinien
2.4 Sachanalyse zur Stunde
2.5 Didaktische und methodische Analyse zur Stunde
2.6 Kooperation im Gemeinsamen Lernen
2.7 Lernvoraussetzungen zur Stunde
2.7.1 Fachliche Lernvoraussetzungen und Konsequenzen
2.7.2 Individuelle Lernvoraussetzungen
2.8 Verlaufsplanung der 2. Stunde

3 Literaturverzeichnis

1 Aufbau der Unterrichtsreihe

1.Das weiß ich schon. Was will ich wissen?– Einstimmung auf das Thema „Gesunde Ernährung“. Die Schüler*innen schreiben ihr Vorwissen und ihre Fragen über Ernährung im Allgemeinen und über gesunde Ernährung im Speziellen auf damit sie sich ihrer Lernvoraussetzungen bewusst werden. Die Äußerungen der Lernenden fließen in die Reihenplanung mit ein.
2.Was esse ich?- Die Schüler*innen lernen ein Ernährungstagebuch kennen. Die Lernenden tragen exemplarisch die Lebensmittel ihres Frühstücks ein. Als Hausaufgabe für die nächste Stunde sollen sie das Tagebuch für den Rest des Tages führen.
3.Welche Lebensmittel wie oft? -Die Schüler*innen arbeiten mit ihren Ernährungstagebüchern. Sie überlegen sich, welche Lebensmittel sie am Tag mehrmals (grün), manchmal (gelb) und selten (rot) zu sich nehmen sollten und warum. Ziel: Die Schüler*innen wissen, dass gesunde Lebensmittel häufiger auf dem Tagesplan stehen sollten als ungesunde.
4.Die Ernährungspyramide -Die Schüler*innen lernen unterschiedliche Lebensmittelkategorien genauer kennen und teilen die Lebensmittel aus ihren Tagebüchern diesen zu. Die Lernenden erstellen eine eigene Lebensmittelpyramide, indem sie die Lebensmittelkategorien nach ihrer empfohlenen Verzehrmenge anordnen. Im Anschluss lernen die Schüler*innen die Ernährungspyramide vom Aid. Infodienst e. V. kennen. . – Ziel: Die Schüler*innen kennen die Ernährungspyramide und können dieser unterschiedliche Lebensmittel zuordnen.
5. Warum ist Trinken so wichtig? -Die Schüler*innen werden sich ihrer Trinkgewohnheiten bewusst. In Gruppenarbeit erarbeiten sie sich warum das Trinken so wichtig für unseren Körper ist und warum hauptsächlich Wasser zum Durstlöschen getrunken werden soll. – Ziel: Die Kinder wissen, dass Wasser die beste Flüssigkeitszufuhr für unseren Körper ist.
6.Was steckt in Fanta und Sprite?– Die Schüler*innen überprüfen den Zuckergehalt verschiedener Getränke mit Hilfe von Glucose-Teststäbchen und schauen sich deren Inhaltsstoffe genauer an. Ziel: Die Schüler*innen wissen, dass in Sprite und Fanta kein Fruchtsaft enthalten ist und dass Limonaden viel Zucker enthalten.
7.Wir planen unser gesundes Frühstück- Die Schüler*innen überlegen, welche Informationen der Ernährungspyramide ihnen am wichtigsten sind. In Partnerarbeit tauschen sich die Lernenden über ihre Überlegungen aus und planen gemeinsam ein Pausenfrühstück für die nächste Stunde. – Ziel: Die Schüler*innen können ein gesundes Frühstück im Sinne der Ernährungspyramide erstellen.
8.Das habe ich dazu gelernt- Die Schüler*innen frühstücken gemeinsam. Im Anschluss schätzen sie ihre eigene Lernerfahrung (Zusammenarbeit in der Gruppe, geeignete Methoden, Interesse am Thema, Neugier entfalten) in Form einer „Zielscheibe“ selbständig ein, um zu erkennen, inwieweit ein Lernerfolg stattgefunden hat.

2 Begründungszusammenhang zur Stunde

2.1 Schwerpunktziel der Stunde

Die Schüler*innen wissen, dass gesunde Lebensmittel häufiger auf dem Tagesplan stehen sollten als ungesunde.

2.2 Arbeitsauftrag und Reflexionsauftrag

Arbeitsphase:Die Schüler*innen arbeiten mit ihren Ernährungstagebüchern. Sie überlegen in Einzelarbeit welche ihrer Lebensmittel mehrmals täglich, manchmal und welche nur selten auf ihrem Speiseplan stehen sollten (Farbig einkreisen). Danach schreiben die Lernenden exemplarisch zwei beliebige Lebensmittel auf ein Blatt und ordnen diese nach dem Ampelsystem zu (Ampelplakat).

In einer zweiten Phase besprechen die Lernenden ihre Einteilungen in der Gruppe und ordnen die Lebensmittel, wenn nötig, nochmal um.

Denkauftrag:Die Schüler*innen sollen den Zusammenhang erkennen, dass gesunde Lebensmittel häufiger zu sich genommen werden sollten als weniger Gesunde. Um das Lernziel zu erreichen, sollen sich die Kinder bereits während der Arbeitsphase Gedanken darüber machen, warum man manche Lebensmittel häufiger zu sich nehmen sollte als andere. Es wird erwartet, dass die Kinder sagen, dass gesunde Lebensmittel viele Vitamine und ungesunde viel Zucker enthalten. Warum Zucker eher nicht so gut für uns ist, und wofür wir Vitamine benötigen, werden die Schülerinnen und Schüler wahrscheinlich noch nicht wissen. Es wird den Kindern ein Ausblick gegeben, dass wir diese Fragen im Verlauf der Reihe noch genauer untersuchen.

2.3 Lehrplan und Richtlinien

Lehrplan NRW - Bereich Natur und Leben, Schwerpunkt: Stoffe und ihre Umwandlung.

„Die Schülerinnen und Schüler

- legen eine Sammlung von Materialien aus der belebten und unbelebten Natur an und sortieren sie nach Ordnungskriterien (z. B.Blätter, Blüten, Früchte, Steine, Muscheln).
- vergleichen und untersuchen Materialien und deren Eigenschaften (z. B.Härte, Geruch, Farbe, Löslichkeit, belebt/unbelebt) und beschreiben Ähnlichkeiten und Unterschiede.“ (ebd. S. 43)

Perspektivrahmen Sachunterricht (GDSU, 2013):

(5) Naturwissenschaftliches Lernen bewerten und reflektieren. „Schülerinnen und Schüler können Vorstellungen und Vermutungen entwickeln, sprachlich verständlich darstellen und miteinander vergleichen; dabei auswählen, begründen und argumentieren, was besonders überzeugt und warum“ (ebd. S 42).

5.3 Gesundheit und Gesundheitsprophylaxe - „Kinder müssen lernen, gesundheitsförderliche Verhaltens- und Handlungsweisen zu verstärken und gesundheitsgefährdende zu meiden. [...] Daneben stehen für die Grundschule mit Bezug zu Fragen der Gesundheit und Gesundheitsprophylaxe insbesondere folgende „Themenfelder“ im Vordergrund - Lebens-, Nahrungsmittel und Ernährung (insbesondere Elemente einer ausgewogenen Ernährung; Esskultur).“ (vgl. ebd. S. 80 f.).

5.3.2 Kompetenzbeschreibung – „Schülerinnen und Schüler können: - zentrale Aspekte von Gesundheit ( wie z.B. Ernährung ...) wahrnehmen, erfassen und beschreiben... – Merkmale einer ausgewogenen Ernährung (Konzept der optimierten Mischkost) beschreiben, Ernährungsverhalten mit Hilfe eines Ernährungsprotokolls untersuchen, Formen von Fehlernährung erkennen (Nahrungsmittel: z.B. anhand des Anteils von Gemüse und Obst, Fett, Zucker, Salz...)“ (vgl. ebd. S 81).

2.4 Sachanalyse zur Stunde

„Gesundheit ist die Fähigkeit eines Menschen, ein Gleichgewicht zwischen den Abwehrmechanismen und Potentialen des Organismus und der Psyche (den vorhandenen Ressourcen) und den krankmachenden Einflüssen der natürlichen und sozialen Umwelt zu erhalten bzw. immer wieder herstellen zu können. Gesundheit gilt zu Recht als Grundbedingung und als ein zentrales Element eines gesunden und erfüllten Lebens, sie ist jedoch kein selbstverständliches Gut. Zunehmend leiden auch Kinder unter Gesundheitsproblemen; gewachsen sind in den letzten Jahr(zehnt)en insbesondere das Auftreten von psychischen Problemen, von Übergewicht und Allergien.“ (vgl. GDSU 2013, S. 80).

Eine gesunde Ernährung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Leistungsfähigkeit und zum Wachstum von Kindern. Mit „gesund“ ist vor allem eine Mischkost gemeint, die in ausgewogenem Verhältnis aus den sieben Lebensmittelgruppen bestehen sollte. Diese Lebensmittelgruppen sind:

1. Wasser
2. Obst und Gemüse
3. Getreide, Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Nudeln,
4. Milch/ Milchprodukte und Fleisch und Fisch
5. Fette und Öle
6. Süßigkeiten

Die erste und größte Gruppe steht für das Wasser welches unser Körper benötigt, um unseren Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten. Der Wassergehalt unseres Körpers variiert je nach Alter, Geschlecht, Körpergewicht oder Energieumsatz zwischen ca. 70% bei der Geburt und 55 % im Greisalter (vgl. Purschke 1999, 277). Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und es kann durch kein anderes ersetzt werden.Die weiteren Gruppen besitzen spezielle Nährstoffe, die alle für eine gesunde Ernährung essentiell sind. Vor allem die zweite Gruppe versorgt den menschlichen Organismus überwiegend mit Vitaminen und Ballaststoffen. Die dritte Gruppe ist reich an Kohlenhydraten, während die Nahrungsmittel der vierten Gruppe unseren Körper überwiegend mit Kalzium und Eiweiß versorgt. Die fünfte Gruppe der Fette und Öle liefert uns Fettsäuren und fettlösliche Vitamine. Die Spitze der Pyramide bilden die Süßigkeiten, welche ernährungspsychologisch nicht näher von Bedeutung sind, jedoch gehören sie zur Alltagsrealität und sind daher mit aufgeführt. Der besseren Übersicht halber werden diese Lebensmittel in bildlicher Form als Pyramide oder als Ernährungskreis dargestellt. Es gibt unterschiedliche Darstellungsformen der Ernährungspyramide mit unterschiedlichen Einteilungen der Nahrungsmittelgruppen.

Für die vorliegende Reihe wurde die AID-Ernährungspyramide gewählt, diese ist folgendermaßen aufgebaut: jedem der sechs Lebensmittelgruppen wird ein Feld in der Pyramide zugeordnet, wobei das unterste die Basis bildet und somit das größte Feld ist. Darauf bauen die anderen sechs Felder auf.

Die Größe der Felder entspricht der Wichtigkeit dieser Lebensmittelgruppe in der menschlichen Ernährung. Die Basis der Pyramide besteht aus der ersten Gruppe (grün), d.h. dass diese Nahrungsmittel auch die Basis einer ausgewogenen Ernährung ausmachen sollten. Mit nach oben hin abnehmender Größe der einzelnen Felder nimmt auch die Wichtigkeit dieser Lebensmittelgruppen für die Ernährung ab. So steht die Gruppe „Süßigkeiten“ (rot) an oberster Stelle, d.h. sie sollten nur in geringem Maß konsumiert werden.

Die Ernährungspyramide stellt eine Empfehlung dar, welche die sogenannte „Mischkost“ als Grundlage hat. Nach dieser Empfehlung werden keine Lebensmittel völlig vom Speiseplan verbannt. Insofern ist sie eine realistische Grundlage, an der man sich orientieren kann, um sich gesund zu ernähren.

2.5 Didaktische und methodische Analyse zur Stunde

Der Einstieg der Stunde findet im Sitzkreis statt, um den Schüler*innen Raum für Diskussionen bieten zu können. Ein Transparenzfächer ermöglicht den Lernenden einen selbstständigen Einstieg und fördert zudem die Selbstkompetenz der Schüler*innen. Zum Einstieg in die Arbeitsphase haben jene Lernenden, die möglicherweise Rückfragen zum Arbeitsauftrag haben, die Möglichkeit im Sitzkreis zu bleiben, um sich den Arbeitsauftrag nochmal in einer Kleinkruppe zu verdeutlichen.

Die Lebensmittel, über die sich die Schüler*innen in dieser Stunde Gedanken machen, stammen aus deren Erfahrungsbereich, da sie diese tatsächlich verzehrt haben.

Für die Arbeitsphase wurde die „Think-Pair-Share“ Methode gewählt, um das kooperative Lernen zu fördern. Die Arbeitsphase gliedert sich dabei in drei Arbeitsschritte, dabei kommt es zu einer Abwechslung von individuellen und kooperativen Lernphasen. Die Methode unterstützt im besonderen Maße die Entwicklung des sozialen Lernens und kann zu einer verbesserten Wissensspeicherung beitragen (vgl. Bönsch, 2002).

Die abschließende Reflexion und Präsentation der Arbeitsphase findet ebenfalls im Sitzkreis statt. Der Sitzkreis ermöglicht es allen Schüler*innen präsentierte Ergebnisse zu sehen.

2.6 Kooperation im Gemeinsamen Lernen

Die offen angelegte Arbeitsphase ermöglicht jedem Kind in seinem Tempo am gleichen Gegenstand zu arbeiten. Die Arbeit in Gruppen ermöglicht den Lernenden voneinander und miteinander zu lernen.

2.7 Lernvoraussetzungen zur Stunde

2.7.1 Fachliche Lernvoraussetzungen und Konsequenzen

2.7.2 Individuelle Lernvoraussetzungen

1. T. ist ein Schüler im gemeinsamen Unterricht. Sein Förderschwerpunkt liegt im emotionalen/ sozialen Bereich. T. neigt zu Aggressivität, wenn er sich bedroht oder überfordert fühlt. Gruppenarbeiten fallen ihm schwer, gelingen ihm jedoch mit Hilfe seiner Integrationskraft. Um T.s Stresslevel möglichst gering zu halten, wird er einer kleinen Gruppe von vier Schülerinnen und Schülern, mit denen er sich gut versteht, zugeteilt. In dem Bereich Fachkompetenz hat T. weder Vorteile noch Nachteile den anderen Kindern gegenüber. Sollte es T. dennoch nicht gelingen sich ruhig am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen kann er, mit seiner Integrationskraft, den Klassenraum und damit die Situation, verlassen. Nach einer kurzen Beruhigungsphase ist es T. freigestellt sich wieder am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen.
2. L. ist erst seit vier Monaten in der Klasse. Sie hat sich bereits sehr gut eingelebt und konnte viele Sozialkontakte knüpfen. Ihre Mutter integriert sie, nach eigenen Angaben, so oft es geht beim Kochen. Bereits bei der Abfrage des Vorwissens konnte ein guter Wissensstand festgestellt werden. L. arbeitet gut im Team und ist neuen Arbeitsformen offen eingestellt. Es ist zu erwarten, dass L. während der Gruppendiskussionsphasen diese bereichern wird.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Was heißt "gesunde" Ernährung? (2. Klasse, Grundschule)
Note
Umbewertet
Autor
Jahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V385493
ISBN (eBook)
9783668612198
Dateigröße
473 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Reihenziel: Die Schüler*innen kennen unterschiedliche Lebensmittelkategorien, können gesunde Lebensmittel von ungesunden unterscheiden und sind in der Lage diese Lebensmittel der Ernährungspyramide zuzuordnen. Anmerkung zur Stunde: Ich hätte auf die Menge der aufgenommenen Nahrung eingehen müssen.
Schlagworte
Unterrichtsentwurf, Reihenplanung, Grundschule, Klasse 2
Arbeit zitieren
Dina Loos (Autor), 2017, Was heißt "gesunde" Ernährung? (2. Klasse, Grundschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385493

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