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Das Lehrwerk VIVA I im Lateinunterricht. Vermittlung von Sachkunde und die Funktion reichhaltiger Bebilderung

Titel: Das Lehrwerk VIVA I im Lateinunterricht. Vermittlung von Sachkunde und die Funktion reichhaltiger Bebilderung

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Latein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich den Anfangslektionen des Lehrbuches VIVA I. Der besondere Fokus dabei richtet sich auf die Vermittlung sachkundlicher Themen und behandelt darüber hinaus ebenfalls die auffällige und reichhaltige Bebilderung des Buches.
Zu diesem Zwecke werden zunächst die theoretischen Grundlagen reflektiert: Sinn und Legitimation von Sachkunde im Lateinunterricht werden ebenso behandelt wie Einsatz und Nutzen von Bildern. Anschließend folgt eine kurze Übersicht zum behandelten Lehrwerk, die bewusst lediglich den Schwerpunkt auf die sachdienlichen Themen dieser Hausarbeit legt. Darauffolgend sollen die ersten drei Lektionen von VIVA I sowie der an diese anschließende Informationstext einer näheren Betrachtung unterzogen werden. Hier geht es primär um die Bebilderung der einzelnen Passagen sowie deren Zusammenhang mit Inhalt und historischen Kontext, da das Layout des Buches als auffällig bezeichnet werden kann und dieses sich darin von anderen Lehrwerken durchaus unterscheidet. Darüber hinaus wird die Lehrbuchfamilie Selicii als ähnlich prägender Part des Lehrbuches auf deren Zweck hin untersucht, da sie als Instrument der Vermittlung sachkundlicher Themen dient. Abschließend erfolgen die Bewertung der zuvor analysierten Bestandteile sowie ein reflektierendes Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sachkunde im Lateinunterricht

2.1 Altertumskunde, Realienkunde und Sachkunde

2.2 Legitimation von Sachkunde

2.3 Anschaulichkeit durch Bilder

3 Sachkunde und Bebilderung in VIVA I

3.1 Konzeption und Ersteindruck

3.2 Sachkunde und Bebilderung

3.3 Darstellung der Familie

4 Bewertung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anfangslektionen des Lehrwerks VIVA I im Hinblick auf die didaktische Vermittlung sachkundlicher Inhalte sowie die funktionale Gestaltung der Bebilderung. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die starke visuelle Ausrichtung des Buches den Spracherwerb motivierend unterstützt und gleichzeitig ein historisch akkurates Bild der antiken Lebenswelt vermitteln kann.

  • Theoretische Begründung der Sachkunde im Lateinunterricht
  • Analyse der visuellen Didaktik und ihrer Funktion (z. B. Identifikation vs. Information)
  • Untersuchung der Lehrbuchfamilie Selicii als Identifikationsinstrument
  • Reflexion des Spannungsfeldes zwischen altersgerechter Reduktion und historischer Authentizität
  • Bewertung des Einflusses von Bebilderung auf das Textverständnis und die Langzeitmotivation

Auszug aus dem Buch

2.2 Legitimation von Sachkunde

Nachdem der Lateinunterricht längere Zeit hauptsächlich darauf ausgelegt war, Grammatik zu pauken und mehr oder minder (sinnvoll) kontextbehaftete Texte ins Deutsche zu bringen, setzt in den 1970er Jahren mit dem Entwurf der DAV-Matrix ein komplexeres Verständnis von Lateinunterricht ein: Grammatik und Übersetzung bleiben natürlich Hauptgegenstand, werden jedoch u.a. durch sachkundliche Themen ergänzt. Dass dies sinnvoll ist, soll im Folgenden aufgezeigt werden.

Der Zugang zur antiken Kultur über andere Medien als den bloßen Text ist nicht nur Ergänzung, sondern muss einen festen Platz im Lateinunterricht finden. Nach WÜLFING hat der altsprachliche Unterricht ein erhöhtes Bedürfnis nach sachkundlichen Hintergründen, da diese eben nicht wie bei diversen anderen Schulfächern auf den gegenwärtigen Lebenskotext (von Schülern) verweisen, sondern einen vergangenen und damit sehr viel abstrakteren. Dies erschwert einerseits die generelle Kontextualisierung eines Textes wie auch dessen spezifische Bedeutung und damit eine angemessene Übertragung ins Deutsche. BODE merkt darüber hinaus an, dass die Behandlung von Sachkunde nicht nur Spracherwerb und Textverstehen ergänze, sondern auch ein eigenes Bildungsziel im Unterricht erfülle. Motivation, Anschauung und Textpragmatik müssten in jedem Fall gleichermaßen berücksichtigt werden, um den Interessen und Erwartungen von Schülern gerecht zu werden. Dies sollte von Beginn an Gegenstand des Lateinunterrichts sein: Konkrete Kontexte müssen bereits in den Anfangslektionen hergestellt werden, da andernfalls die Gefahr besteht, dass Gegenstände aus dem Leben der Römer ebenso durchdekliniert werden wie Wortformen und damit allzu theoretisch bleiben. Abstraktes wird stattdessen sinnlich erfassbar und rückt so für Schüler auf eine reale und damit verständlichere Ebene.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Fokus auf die Anfangslektionen von VIVA I, stellt die Relevanz der Bebilderung und Sachkunde heraus und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Sachkunde im Lateinunterricht: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zur Definition von Sachkunde sowie zur Notwendigkeit, Schüler durch Anschaulichkeit und visuelle Medien zu motivieren und kontextualisieren.

3 Sachkunde und Bebilderung in VIVA I: Das Hauptkapitel untersucht die konkrete Umsetzung der Konzeption in VIVA I, die Funktion der Bilder und die Darstellung der zentralen Identifikationsfamilie Selicii.

4 Bewertung: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der Analyseergebnisse, wobei die Stärken der motivierenden Gestaltung gegen die Gefahr historischer Verzerrungen abgewogen werden.

5 Fazit: Das Fazit resümiert den Balanceakt zwischen altersgerechter didaktischer Reduktion und dem Anspruch auf historische Genauigkeit und betont die zentrale Rolle der Lehrkraft bei der Bildreflexion.

Schlüsselwörter

Sachkunde, Lateinunterricht, Bebilderung, VIVA I, Didaktik, Bildverständnis, Realienkunde, Antike, Motivation, Identifikationsfiguren, Sprachunterricht, historische Authentizität, Visuelle Medien, Lehrbuchanalyse, Schülerorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anfangslektionen des Latein-Lehrwerks VIVA I unter besonderer Berücksichtigung der sachkundlichen Inhalte und der Funktion der Bebilderung für den Lernprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Legitimation von Sachkunde im altsprachlichen Unterricht, die didaktische Funktion von Visualisierungen sowie die Darstellung antiker Lebenswelten durch die Lehrbuchfamilie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu bewerten, ob das Lehrwerk durch seine starke visuelle Ausrichtung und Identifikationsfiguren erfolgreich Motivation schafft, ohne dabei die historische Authentizität in einem unvertretbaren Maße zu vernachlässigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptiv-analytische Methode, indem sie die Konzeption von VIVA I an theoretischen didaktischen Modellen (z. B. der DAV-Matrix und Ansätzen zur Bildrezeption nach Piecha) spiegelt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Konzepts von VIVA I, die Untersuchung der Integration von Sachkunde in die Bebilderung sowie eine detaillierte Analyse der Darstellung der Familie Selicii und der Rolle von Sklaven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sachkunde, Didaktik, Bildverständnis, Motivation und historische Authentizität im Kontext des Lateinunterrichts charakterisieren.

Wie bewertet die Arbeit die Lehrbuchfamilie Selicii?

Die Familie wird als effektives, aber auch kritisches Mittel zur Identifikation bewertet, da sie Schülern zwar den Einstieg erleichtert, jedoch das Potenzial birgt, das Familienleben der Antike eher aus einer modernen, unreflektierten Perspektive darzustellen.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft laut der Arbeit?

Die Lehrkraft ist essenziell, da sie die Transferleistung vollbringen muss, die im Lehrbuch oft nur oberflächlich behandelten Sachtexte und Bilder historisch korrekt einzuordnen und zur Reflexion anzuregen.

Wie werden die Illustrationen in VIVA I beurteilt?

Die Illustrationen werden als stark motivierend und didaktisch gut durchdacht hinsichtlich ihrer Strukturfunktion gewertet, während gleichzeitig auf deren Gefahr einer "Schmuckfunktion" ohne inhaltlichen Mehrwert hingewiesen wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Lehrwerk VIVA I im Lateinunterricht. Vermittlung von Sachkunde und die Funktion reichhaltiger Bebilderung
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V385538
ISBN (eBook)
9783668600812
ISBN (Buch)
9783668600829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VIVA I Lehrbuch Bewertung Medien Lateinunterricht Anfangsunterricht Kipf Lateindidaktik Sachkunde Realienkunde Altertumskunde Bilder Lateinunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Das Lehrwerk VIVA I im Lateinunterricht. Vermittlung von Sachkunde und die Funktion reichhaltiger Bebilderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385538
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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