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Medienkompetenz im Unterricht. Ein Unterrichtsentwurf zur jüdischen Geschichte am Mittelrhein

10. Klasse Realschule

Title: Medienkompetenz im Unterricht. Ein Unterrichtsentwurf zur jüdischen Geschichte am Mittelrhein

Lesson Plan , 2017 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Alina Willkomm (Author)

Didactics - History
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Noch ist die mediale Kompetenz nicht in den Kerncurricula verankert, deswegen wird im folgenden Unterrichtsentwurf versucht, den SuS den Kontakt mit Medien auch in der Schule zugänglich zu machen und sie in dem Gebrauch mit ihnen sinnvoll anzuleiten.

Die mediale Revolution ist vor allem in den Schulen ein aktuelles Thema. Anstatt sich gegen Neuerungen im schulischen Ablauf zu wehren, ist es an der Zeit mit den Möglichkeiten, die uns die Weiterentwicklung medialer Standards offeriert, zu arbeiten und mit ihnen den Schulalltag für die Schülerinnen und Schüler [SuS] ertragreicher und effizienter zu gestalten. Medien sind lebensnahe Elemente der SuS. Mit ihnen zu arbeiten, verspricht eine hohe Motivationsrate seitens der Schülerschaft, die sich Schulen zunutze machen sollten. Dies sehen nicht nur Schulvorstände und LehrerInnen so, sondern auch die ehemalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Ziel ist es bis 2020 rund zwei Milliarden Euro in die technische Modernisierung von Schulen zu investieren. Inklusiver und integrativer Unterricht profitiert von guten Schulen. Deswegen ist diese Investition unablässig, denn nur gute Schulen können kluge Menschen heranbilden. Gute Schulen sind solche, die sich für neue Möglichkeiten begeistern lassen und diese sinnvoll in den Schulalltag integrieren, damit eine Verbesserung des Unterrichts erzielt werden kann. Die ehemalige Schulministerin Sylvia Löhrmann betont, dass es wichtig sei sich dem digitalen Wandel zu stellen, da dieser bald in allen Fächern in den Kerncurricula aufgenommen würde.

Diese Informationen zeigen, dass die mediale Aufrüstung für guten und aktuellen Unterricht unerlässlich ist und es durch den Staat Unterstützung geben wird. Das spiegelt die Aktualität des Themas wider und rechtfertigt den folgenden Unterrichtsentwurf, der durch mediale Untersuchungen der SuS geprägt ist und mehrere Formen von digitalen Medien behandelt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fachwissenschaftliche Analyse

3. Didaktische Analyse

4. Planung der Unterrichtssequenz

4.1 Das Stationenlernen

4.2 Die Internetrecherche

4.3 Die Erstellung der Präsentation

4.4 Die Präsentation

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

7.1 Tabellarischer Unterrichtsentwurf

7.2 Arbeitsblatt Beispiel

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Medienkompetenz im schulischen Kontext hervorzuheben und zu begründen, warum eine systematische Aufnahme in die Kerncurricula für modernen Unterricht unerlässlich ist. Anhand eines konkreten Unterrichtsentwurfs zum Thema "Judentum im Mittelalter – Die SchUM-Städte" wird aufgezeigt, wie digitale Medien den Lernprozess bereichern, die Motivation der Schülerinnen und Schüler steigern und ein vertieftes historisches Verständnis fördern können.

  • Integration digitaler Medien in den Geschichtsunterricht
  • Methodik des Stationenlernens zur Förderung der Schülermotivation
  • Bedeutung von Internetrecherche für die Ausbildung von Medienkompetenz
  • Kritische Analyse des Judentums im Mittelalter unter Berücksichtigung der SchUM-Städte
  • Förderung der Eigenverantwortung durch gruppenbasierte Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

2. Fachwissenschaftliche Analyse

In dem vorliegenden Unterrichtsentwurf geht es um die ,SchUM-Städte“ Mainz, Worms und Speyer, die auf eine traditionsreiche, mittelalterliche, jüdische Geschichte zurückblicken können und sich deshalb um den Status eines Weltkulturerbes beworben haben. Hinter dem Begriff SchUM verbergen sich die alten jüdischen Namen der Städte: Speyer = Schpira (Sch), Worms = Warmaisa (U) und Mainz = Magenza (M). In den Schulbüchern wird das Thema: ,,Judentum im Mittelalter“ zwar behandelt, variiert in seiner Qualität jedoch sehr, je nach Schulbuch. Im Jahr 2000 wurde ein Buch genutzt, welches von 1975 ist (Geschichtliche Weltkunde) und Texte in Bücher aufgenommen, die mit Ghettoklischees behaftet sind (Zeiten und Menschen 2) und vermitteln den SuS einen falschen Eindruck, da ihre Inhalte teilweise überholt oder schlicht inkorrekt sind.

Zeiten und Menschen 2 berichtet von der Errichtung ummauerte Stadtviertel, die eigens den Zweck hatten Juden zu beherbergen und führen dadurch einerseits zu einem Ghettoklischee und andererseits handelt es sich dabei um ein Phänomen der Frühen Neuzeit und ist damit im Mittealter thematisch falsch angesiedelt. Es lässt sich also feststellen, dass bis heute Stereotype in den Schulbüchern verankert sind. Die Geschichte sollte den Anspruch haben diese Mythen kritisch zu hinterfragen. Die allgemeine Kritik an der Darstellung des jüdischen Lebens lautet, dass Juden immer wieder als das Volk, welches vertrieben wurde, dargestellt werden. Dabei wäre es wesentlich zu erfahren, wie die Betroffenen selbst gehandelt und sich gefühlt haben, also weg von den Juden als Objekt, hin zum Subjekt. Diese Erfahrung würde einen unschätzbaren Mehrwert für die SuS erzielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit, Medienkonzepte systematisch in den Schulalltag zu integrieren, um Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen einer medienbeeinflussten Welt vorzubereiten.

2. Fachwissenschaftliche Analyse: Es wird die historische Bedeutung der SchUM-Städte untersucht und kritisch beleuchtet, wie das Judentum im Mittelalter in gängigen Schulbüchern oft verzerrt oder klischeebehaftet dargestellt wird.

3. Didaktische Analyse: Dieses Kapitel legt den Fokus auf die Vermittlung von Geschichtsbewusstsein und die Förderung der Schülermotivation durch methodische Vielfalt und moderne Unterrichtsprinzipien.

4. Planung der Unterrichtssequenz: Hier wird ein konkretes fiktives Unterrichtsszenario für eine 10. Klasse entworfen, das den methodischen Umgang mit digitalen Medien und die Erarbeitung des Themas SchUM-Städte umfasst.

4.1 Das Stationenlernen: Beschreibung der Einstiegsphase, in der durch diese Methode eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen und das Interesse der Lernenden geweckt wird.

4.2 Die Internetrecherche: Fokus auf der selbstständigen Recherche der Schüler, wobei die Lehrperson als Lernbegleiter agiert, um den zielführenden Umgang mit digitalen Quellen zu unterstützen.

4.3 Die Erstellung der Präsentation: Erläuterung der Binnendifferenzierung und der verschiedenen medialen Zugänge, mit denen Gruppen ihre Ergebnisse aufbereiten können.

4.4 Die Präsentation: Darstellung der Vorstellungsphase der Ergebnisse inklusive konstruktiver Kritik und der abschließenden Reflexion zur Relevanz des Themas.

5. Fazit: Zusammenfassende Begründung für die dringende Notwendigkeit, Medienkompetenz als Querschnittsaufgabe verbindlich in die Kerncurricula aller Bundesländer aufzunehmen.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, SchUM-Städte, Geschichtsunterricht, Judentum im Mittelalter, Unterrichtsplanung, Weltkulturerbe, Digitale Medien, Methodenvielfalt, Stationenlernen, Internetrecherche, Schülermotivation, Kerncurricula, Historisches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Medienkompetenz in den schulischen Geschichtsunterricht am Beispiel des mittelalterlichen Judentums und der sogenannten SchUM-Städte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der medienpädagogischen Unterrichtsgestaltung, der kritischen Reflexion historischer Darstellungen in Schulbüchern und der Vermittlung von historischem Wissen durch moderne Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie digitale Medien den Geschichtsunterricht bereichern können und warum Medienkompetenz zwingend in die staatlichen Kerncurricula aufgenommen werden sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fachwissenschaftliche und didaktische Analyse, die in einen praxisorientierten Unterrichtsentwurf für die 10. Jahrgangsstufe mündet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche Analyse der SchUM-Städte, eine didaktische Einordnung sowie eine detaillierte Planung einer vierstündigen Unterrichtssequenz, die von der Recherche bis zur Präsentation reicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Medienkompetenz, SchUM-Städte, Geschichtsdidaktik, Unterrichtsplanung und Schüleraktivierung.

Warum wurde gerade das Thema "Judentum im Mittelalter" für den Unterrichtsentwurf gewählt?

Das Thema dient als Fallbeispiel, da es oft mit veralteten Klischees in Schulbüchern behaftet ist und sich daher ideal eignet, um Schüler zu kritischem Hinterfragen und eigenständiger Recherche anzuregen.

Welchen Stellenwert nimmt die "SchUM"-Thematik als Weltkulturerbe ein?

Die Bewerbung der Städte Speyer, Worms und Mainz als Weltkulturerbe dient als aktueller Anlass, um den Gegenwartsbezug zum mittelalterlichen Judentum herzustellen und Schüler zur Diskussion über Erinnerungskultur zu animieren.

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Details

Title
Medienkompetenz im Unterricht. Ein Unterrichtsentwurf zur jüdischen Geschichte am Mittelrhein
Subtitle
10. Klasse Realschule
College
University of Cologne  (Didaktik)
Grade
2,3
Author
Alina Willkomm (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V385879
ISBN (eBook)
9783668618251
ISBN (Book)
9783668618268
Language
German
Tags
medienkompetenz unterricht unterrichtsentwurf geschichte mittelrhein klasse realschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alina Willkomm (Author), 2017, Medienkompetenz im Unterricht. Ein Unterrichtsentwurf zur jüdischen Geschichte am Mittelrhein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385879
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