Es handelt sich hierbei um fünf Essays zur „Biomacht – Biopolitik“:
1.„Bio-Macht und Bio-Politik I“ nach Michel Foucault
2.„Bio-Macht und Bio-Politik II“ nach Michel Foucault
3.„Bio-Macht - Bio-Politik – Rassismus – Foucaults Beitrag zur Rassismustheorie“ nach Angelika Magiros
4.„Biopolitik und der Begriff des ‚Lebens’: Ökonomisierung des Lebens – Subjektivierung von Lebenswert“
5.„Biopolitische Produktion“ nach Antonio Negris und Michael Hardts Empire. Die neue Weltordnung
Inhaltsverzeichnis
1. „Bio-Macht und Bio-Politik I“ nach Michel Foucault
2. „Bio-Macht und Bio-Politik II“ nach Michel Foucault
3. „Bio-Macht - Bio-Politik – Rassismus – Foucaults Beitrag zur Rassismustheorie“ nach Angelika Magiros
4. „Biopolitik und der Begriff des ‚Lebens’: Ökonomisierung des Lebens – Subjektivierung von Lebenswert“
5. „Biopolitische Produktion“ nach Antonio Negris und Michael Hardts Empire. Die neue Weltordnung.
Zielsetzung und Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die zentralen Konzepte der Biopolitik und Biomacht nach Michel Foucault kritisch zu reflektieren und anhand von weiterführenden theoretischen Beiträgen sowie Fallbeispielen in einen breiteren soziologischen Kontext einzuordnen.
- Analyse des Macht-Wissens-Komplexes und der Dispositive bei Foucault
- Gegenüberstellung von Souveränitätsmacht und moderner Biomacht
- Untersuchung der Rolle des Rassismus innerhalb biopolitischer Mechanismen
- Diskussion der Ökonomisierung und Subjektivierung von Lebenswert
- Kritische Betrachtung der biopolitischen Produktion in der Postmoderne
Auszug aus dem Buch
Essay zum Thema „Bio-Macht und Bio-Politik I“ nach Michel Foucault
Der Wille zum Wissen ist der erste Band des Klassikers Sexualität und Wahrheit von MICHEL FOUCAULT, wo er nicht die Entwicklung der Sexualität analysieren möchte, sondern vielmehr untersucht, wie Verhaltensweisen zu Wissensobjekten werden. Beschäftigte er sich in Überwachen und Strafen maßgeblich mit nicht-diskursiven Machtpraktiken körperlicher Disziplinierung, so untersucht er in Der Wille zum Wissen diskursive, also wissenserzeugende Praktiken. FOUCAULT hantiert über einen Macht-Wissens-Komplex, wo die Bedingungen nicht-diskursiver Sichtbarkeit und diskursiver Sagbarkeit miteinander bandagiert sind, wobei er schon in Überwachen und Strafen nicht nur von einer nicht-diskursiven Macht sprach, sondern auch von einem Macht-Wissens-Komplex; hier allerdings führt er den Begriff des Dispositivs ein, der zur Kennzeichnung des Macht-Wissens-Komplexes dienen soll.
Dispositive sind machtstrategische Verknüpfungen von Diskursen und Praktiken, von Wissen und Macht; anders als zunächst die Diskurse nur einzelne Aussagen nach bestimmten Regeln verknüpften, wo sich nur Außen und Innen, das Andere und das Gleiche, diskursive und nicht-diskursive Praktiken entgegenstanden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. „Bio-Macht und Bio-Politik I“ nach Michel Foucault: Dieses Kapitel erläutert Foucaults Übergang von der Analyse nicht-diskursiver Disziplinierung hin zum Konzept des Macht-Wissens-Komplexes und des Dispositivs, insbesondere am Beispiel der Sexualität.
2. „Bio-Macht und Bio-Politik II“ nach Michel Foucault: Das Kapitel führt das Konzept der Biomacht ein und kontrastiert die Souveränitätsmacht mit der modernen Verwaltung des Lebens sowie die disziplinäre Technologie des Körpers mit der regulatorischen Technologie der Bevölkerung.
3. „Bio-Macht - Bio-Politik – Rassismus – Foucaults Beitrag zur Rassismustheorie“ nach Angelika Magiros: Es wird untersucht, wie Rassismus als biologische Zäsur fungiert, um das Recht zum Töten innerhalb der Biomacht zu legitimieren, und Foucaults Position wird in Abgrenzung zu Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus diskutiert.
4. „Biopolitik und der Begriff des ‚Lebens’: Ökonomisierung des Lebens – Subjektivierung von Lebenswert“: Am Beispiel des Falls Nicolas Perruche wird die Verlagerung der eugenischen Selektion vom staatlichen in den privaten, liberalen Rechtsbereich aufgezeigt.
5. „Biopolitische Produktion“ nach Antonio Negris und Michael Hardts Empire. Die neue Weltordnung.: Dieses Kapitel analysiert Hardts und Negris Kritik an Foucault und beschreibt die Transformation der Produktionsverhältnisse in der Postmoderne als biopolitische Produktion.
Schlüsselwörter
Biopolitik, Biomacht, Foucault, Macht-Wissens-Komplex, Dispositiv, Sexualitätsdispositiv, Souveränität, Rassismus, Eugenik, Fall Perruche, biopolitische Produktion, Kontrollgesellschaft, Multitude, Subjektivierung, Gouvernementalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Machtstrukturen, die Michel Foucault als Biopolitik und Biomacht definiert hat, und wie diese Konzepte das Verständnis von Leben, Körper und Gesellschaft prägen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Transformation von Machtmechanismen, das Verhältnis von Diskurs und Macht, die Rolle des Rassismus im modernen Staat sowie die ökonomische Dimension von Biopolitik in der Postmoderne.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Ziel ist es, Foucaults Machtanalytik theoretisch zu durchdringen und durch den Einbezug von weiteren Denkern wie Hardt, Negri und Magiros sowie rechtlichen Fallbeispielen zu kontextualisieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit verwendet einen diskursanalytischen Ansatz sowie die historische Genealogie, wie sie Foucault für die Untersuchung von Machttechnologien und Wissensformen entwickelt hat.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Entwicklung von Foucaults Machtbegriff, die Verbindung von Biomacht und Rassismus, die Privatisierung eugenischer Fragestellungen und eine neomarxistische Erweiterung des Biopolitik-Begriffs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biopolitik, Biomacht, Dispositiv, Rassismus, Eugenik, Kontrollgesellschaft und biopolitische Produktion charakterisiert.
Was ist das „Allianzdispositiv“ im Vergleich zum „Sexualitätsdispositiv“?
Das Allianzdispositiv stützte sich auf Recht, Heirat und Verwandtschaft, während das Sexualitätsdispositiv den Körper und die Regulierung von Intensitäten ins Zentrum rückt.
Warum spielt der Rassismus für Foucault eine so entscheidende Rolle in der Biomacht?
Der Rassismus ermöglicht eine „biologische Zäsur“, die es dem modernen Staat erlaubt, das Töten oder das Sterben-Lassen zu legitimieren, indem er eine Unterscheidung zwischen wertvollem und zu eliminierendem Leben einführt.
Wie unterscheiden Hardt und Negri ihre Auffassung von der Foucaults?
Sie kritisieren Foucaults Perspektive als zu stark „von oben“ gedacht und funktionalistisch; sie fordern eine stärkere Berücksichtigung der schöpferischen Dynamik der Multitude und der immateriellen Produktion.
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- Agnes Szuszkiewicz (Author), 2005, Analytik der Macht – Genealogie von Biopolitik und Biomacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38591