Es gab bereits Jahrzehnte zuvor Autoren, die diese Entwicklung voraussahen, die jetzt in vollem Gange ist, die Revolution der Maschinen und Roboter. Dank der Maschinen werden uns zunächst monotone und routinemäßige Arbeiten abgenommen, aber es werden nach und nach durch künstliche Intelligenz auch kompliziertere Aufgaben von Maschinen erledigt werden können. Das ist ja zunächst etwas Erfreuliches, dass der Mensch von schwerer und mühsamer Arbeit befreit wird, aber diese Entwicklung hat leider auch eine sehr negative Schattenseite, denn durch die Maschinen werden Menschen aus der Arbeitswelt nachhaltig verdrängt. Es ist bereits Realität, dass Kraftfahrzeuge auf der Fertigungsstraße komplett von Robotern zusammengebaut werden können.
Der Kapitalismus steht vor einem systemrelevanten Problem, denn es wird keine Arbeit mehr für alle geben, aber was passiert mit den überflüssig gewordenen Menschen. Die Denkweise, dass der Mensch durch ein Erwerbseinkommen selbst für sich zu sorgen hat, besteht immer noch und wird durch falsche politische Entscheidungen, wie die Hartz 4-Gesetzgebung sogar noch verschärft, obwohl ein Sinneswandel längst hätte stattfinden müssen. Die Vertreter des Grundeinkommens vertreten die Meinung, dass wir alte Rezepte über Bord werfen müssen, die neue Denkweise muss lauten: Die Erwerbsarbeit steht nicht mehr im Mittelpunkt des menschlichen Handelns und Arbeitslosigkeit ist somit nicht mehr als Stigma anzusehen.
In einer zivilisierten Gesellschaft, wäre ein sinnvoller Ansatz hierbei die Einführung eines bedingungslosen Einkommens zu diskutieren, das den Menschen, die ihre Erwerbsmöglichkeit verloren haben, die Möglichkeit gibt trotzdem eine neue Existenzmöglichkeit zu schaffen, um ihnen die Existenzängste zu nehmen. Dies soll nun alles als Rechtfertigung dienen, sich in dieser Facharbeit etwas intensiver mit dem Thema: bedingungsloses Grundeinkommen zu befassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das bedingungslose Grundeinkommen
2.1. Geschichte
2.2. Definition „bedingungsloses Grundeinkommen“
2.2.1. Gründe für ein bedingungsloses Grundeinkommen
2.2.2. Aktuelle Grundsicherung in Deutschland
2.3 Verschiedene Modelle
2.3.2 Modell Solidarisches Bürgergeld von Dieter Althaus
2.3.3 Modell Bedingungsloses Grundeinkommen von Götz Werner
3. Chancen eines bedingungslosen Grundeinkommens
3.1. Gesellschaftliche Argumente
3.2. Sozialpolitische Argumente
4. Risiken und Kritikpunkte
4.1. Finanzierbarkeit
4.2. Bequemlichkeit
4.3. Abbau sozialer Sicherungssysteme
4.4. Gerechtigkeit
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens auseinander, analysiert dessen historische Herleitung sowie zwei prominente Modellentwürfe und bewertet die potenziellen Chancen und Risiken im Kontext einer zunehmend durch Automatisierung geprägten Arbeitswelt.
- Historische Entwicklung der Idee des bedingungslosen Einkommens.
- Gegenüberstellung der Modelle von Dieter Althaus und Götz Werner.
- Gesellschaftliche und sozialpolitische Argumente für die Einführung.
- Kritische Analyse von Finanzierungsaspekten und ökonomischen Risiken.
- Reflexion über die Zukunft von Erwerbsarbeit im Zeitalter der Maschinen.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Es gab bereits Jahrzehnte zuvor Autoren, die diese Entwicklung voraussahen, die jetzt in vollem Gange ist, die Revolution der Maschinen und Roboter. Dank der Maschinen werden uns zunächst monotone und routinemäßige Arbeiten abgenommen, aber es werden nach und nach durch künstliche Intelligenz auch kompliziertere Aufgaben von Maschinen erledigt werden können. Das ist ja zunächst etwas Erfreuliches, dass der Mensch von schwerer und mühsamer Arbeit befreit wird, aber diese Entwicklung hat leider auch eine sehr negative Schattenseite, denn durch die Maschinen werden Menschen aus der Arbeitswelt nachhaltig verdrängt. Es ist bereits Realität, dass Kraftfahrzeuge auf der Fertigungsstraße komplett von Robotern zusammengebaut werden können.
Früher galt folgende Prognose: Läuft die Wirtschaft gut, können alle am Erfolg teilhaben und Arbeitsplätze entstehen. Aber seit der 90er Jahre gilt dieser Grundsatz nicht mehr, denn durch die fort schreitende technische Entwicklung ist ein massiven Verdrängungseffekt im Gange, der bewirkt, dass selbst wenn die Wirtschaft gut läuft, mehr Erwerbsarbeitsplätze zerstört werden, als neue entstehen. Dies bewirkt, dass es immer weniger Beschäftigte gibt, die die Versicherungsbeiträge für immer mehr Rentner und Arbeitslose zahlen müssen, das bedeutet der Gesellschaftsvertrag wird nicht mehr lange funktionieren und eine neue Lösung für dieses Problem muss gefunden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die durch Maschinen und Künstliche Intelligenz verursachte Verdrängung menschlicher Arbeit und leitet daraus die Notwendigkeit einer Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen ab.
2. Das bedingungslose Grundeinkommen: Erläutert die historischen Wurzeln, definiert die Grundelemente des BGE und vergleicht die Modelle von Dieter Althaus und Götz Werner.
3. Chancen eines bedingungslosen Grundeinkommens: Analysiert die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Vorteile, insbesondere im Hinblick auf Autonomie und neue soziale Freiheitsräume.
4. Risiken und Kritikpunkte: Beleuchtet kritisch die Aspekte der Finanzierbarkeit, mögliche Bequemlichkeitseffekte, den Abbau bestehender Sicherungssysteme und Gerechtigkeitsfragen.
5. Fazit: Fasst die Argumente zusammen und fordert einen Paradigmenwechsel, bei dem der Mensch und sein Wohl über rein wirtschaftliche Verwertungslogiken gestellt werden.
Schlüsselwörter
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Erwerbsarbeit, Automatisierung, Maschinen, Sozialpolitik, Finanzierbarkeit, Existenzsicherung, Dieter Althaus, Götz Werner, Solidarisches Bürgergeld, Arbeitswelt, Gesellschaftsvertrag, Existenzängste, Paradigmenwechsel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens als Antwort auf die zunehmende Verdrängung menschlicher Arbeit durch technologischen Fortschritt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die historische Genese der Idee, der Vergleich spezifischer Finanzierungs- und Auszahlungsmodelle sowie eine Abwägung zwischen gesellschaftlichem Nutzen und ökonomischen Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Umsetzbarkeit und die sozialen sowie ökonomischen Konsequenzen eines bedingungslosen Grundeinkommens unter Berücksichtigung verschiedener politischer Perspektiven zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und vergleicht existierende Reformmodelle (Althaus und Werner) sowie aktuelle sozialpolitische Rahmenbedingungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Begriffs, die Vorstellung der Modelle von Althaus und Werner sowie eine differenzierte Analyse von Chancen und Risiken.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Technisierung, Erwerbsarbeitsgesellschaft, Existenzsicherung, Finanzierbarkeit, soziale Gerechtigkeit und Eigenverantwortung.
Wie unterscheidet sich das Modell von Dieter Althaus von dem von Götz Werner?
Das Modell von Althaus fokussiert auf ein "Solidarisches Bürgergeld" inklusive Gesundheitsgutschriften und negativer Einkommensteuer, während Götz Werner eine Sozialdividende durch eine umfassende Umsatzsteuerreform anstrebt.
Warum wird im Fazit ein "Paradigmenwechsel" gefordert?
Der Autor argumentiert, dass angesichts der technischen Entwicklung der Mensch wieder in den Mittelpunkt gestellt werden muss und das Einkommen von der klassischen Erwerbsarbeit entkoppelt werden sollte.
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- Anonym (Author), 2017, Das bedingungslose Grundeinkommen als mögliche Antwort auf den technologischen Fortschritt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385996