Die Theologie der drei Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas


Hausarbeit, 2015

37 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung: Die Theologie der Evangelien ... 1
2.
Gegenstand und Beginn neutestamentlicher Theologie... 2
2.1.
Direkter und indirekter Theologiebegriff: Was ist Theologie? ... 2
2.2.
Sinnbildung ... 2
2.3.
Theologie vs. Neues Testament ... 3
3.
Theologische Kontinuität und Diskontinuität ... 4
3.1.
Die Modelle der Diskontinuität und der Kontinuität... 4
3.2.
Gottesbild und Jesuserinnerung ... 6
4.
Theologie der Logienquelle... 7
4.1.
Stoffe und Entstehungsbedingungen der Logienquelle... 7
4.2.
Theologische Inhalte der Logienquelle: Johannes der Täufer...10
4.2.1.
Der kommende Zorn, fokussiert auf Israel ...10
4.2.2.
Der Ausweg: Die ,,Früchte der Umkehr"...11
5.
Theologie des Evangeliums nach Markus (I & II) ...12
5.1.
Der Prolog: Jesus Christus, der Sohne Gottes...12
5.2.
Jesus als ,,Sohn Gottes" ...13
5.2.1. Das Messiasgeheimnis bezogen auf die Dämonen ...13
5.2.2. Die Worte vom ,,Menschensohn" ...14
6.
Theologie des Evangeliums nach Matthäus...14
6.1.
Theologischer Zielpunkt: Mt 28,16-20 ...15
6.2.
Kirche und Israel ...17
7.
Theologie der Bergrede...18
7.1.
Die ,,bessere Gerechtigkeit" nach Matthäus ...19
7.2.
Das theologische Zentrum der Bergrede...20
7.2.1.
Die Makarismen und die Antithesen...20
7.2.2.
Ein Einblick: Die Goldene Regel und das Vaterunser ...22
8.
Theologie des Evangeliums nach Lukas ...24
8.1.
Theologische Grundgedanken ...25
8.2.
Jerusalem bei Lukas ...25
9.
Theologie der Passionserzählung der Evangelien ...26
9.1.
Aufbau und Inhalt der Passionserzählung nach Markus ...27
9.2.
Das Abendmahl und die Einsetzungsworte ...30
10. Fazit: Die Theologie der Evangelien ...31
Literaturverzeichnis...34

1
1.
Einleitung: Die Theologie der Evangelien
Die synoptischen Evangelien, die von den drei Evangelisten Markus, Matthäus
und Lukas geschrieben wurden, sind Beschreibungen und Deutungen des Lebens
und der Lehre Jesu. Sie sind im Neuen Testament zu finden und werfen auch heu-
te stetig theologische Fragen auf. In ihrem Umfang und ihrer theologischen Aus-
richtung sind sowohl Ähnlichkeiten, als auch extreme Unterschiede festzustellen.
Alle drei Evangelisten berichten über die gleiche Person: den historischen Jesus
von Nazareth. Markus, der früheste Evangelist, bietet dem Leser einen eher sach-
lichen Bericht, der sich an die Juden und Heiden wendet. Eine Besonderheit in der
Form seines Evangeliums liegt in seinem Ende. Es bricht abrupt ab, als die Frauen
Jesus Leichnam vorfinden. Dagegen formuliert Matthäus deutlich ausführlicher.
Unumstritten versucht er zu belegen, Jesu Leben und Tod sei auf Prophezeiungen
der alttestamentlichen Propheten begründet und würde die Erfüllung bringen. Lu-
kas hingegen, der das umfangreichste Evangelium schrieb, richtet seine Theologie
neu aus. Er beschreibt die Zeit, das Wirken und die Lehre Jesu als Moment zum
Umdenken der Theologie. Nicht mehr die erwartete Parusie steht im Fokus, son-
dern die Zeit bis zum Eintreten der Parusie an sich. Da die drei Evangelisten alle
ähnliche Quellen nutzen, sich auf unterschiedliche Weise auf einander beziehen
und die grundsätzlichen Fragen rund um Jesus, sein Leben und seine Theologie zu
beantworten versuchen, gibt es diverse Synopsen, um einen besseren Vergleich
der Evangelien zu erhalten.
Einige dieser Synopsen, dem Zusammenschauen mehrerer Evangelien nebenei-
nander, haben wir in der Vorlesung ,,Theologie der Evangelien" zu den Fragen
und dem Verstehen der Bibel kennengelernt. Die Erstellung dieses Lerntages-
buchs, als Nachbearbeitung der Vorlesung ,,Theologie der Evangelien", gehalten
von Prof. Dr. Wolfgang Weiß, soll dazu verhelfen, die Theologie der einzelnen
Evangelien zu durchleuchten und ein besseres Verstehen der selbstgewählten
Schwerpunkte zu erzielen. Grundlage dafür sind zunächst die Vorlesungsinhalte
in Kombination mit den Seminarinhalten und dem gezielten Blick in die Sekun-
därliteratur zur tiefgehenden und kritischen Auseinandersetzung mit den Sachver-
halten. Ziel dieser Arbeit ist es, die einzelnen Vorlesungsinhalte und damit die
Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas auf ihre Theologie, ihre Schwer-
punktsetzung und ihre Besonderheiten zu untersuchen.

2
2.
Gegenstand und Beginn neutestamentlicher Theologie
Eine der Grundfragen neutestamentlicher Theologie ist die Frage, was Theologie
eigentlich ist. Was macht sie aus? Woraus besteht sie? Wer definiert Theologie?
Diesen Fragen kann man sich nähern, indem man zunächst die Evangelisten als
Theologen annimmt. So würde Theologie durch sie definiert werden können: Wer
von Gott spricht, spricht von Theologie.
2.1. Direkter und indirekter Theologiebegriff: Was ist Theolo-
gie?
Die Wissenschaft eröffnet zur Klärung dieser Fragen einen direkten und einen
indirekten Theologiebegriff. Dabei definiert der direkte Theologiebegriff die The-
ologie insofern, dass von einer Gottheit gesprochen wird. Beispielhaft hierfür wä-
re, über Gott als Schöpfer zu reden, so ist Gott alles in allem und dadurch auch für
Nichtglaubende zugänglich. Der indirekte Theologiebegriff geht an dieser Stelle
noch einen Schritt weiter, da er den direkten Begriff ergänzt, indem er die Reflek-
tion von Gottheiten bzw. in dem gegebenen Beispiel von Gottes Wesen fordert. Es
geht also nicht nur darum, über und von Gott zu reden, sondern auch, um Gott und
die Welt als Einheit im Einklang zu sehen. Problematisch kann an dieser Definiti-
on jedoch sein, dass man sie nur aus der Perspektive des Glaubens betrachten
kann, wodurch sie nur für Glaubende zugänglich wäre. Die Grenzen der beiden
Theologiebegriffe sind dabei allerdings fließend. Beispielhaft wären hier die Re-
dewendungen ,,Glück gehabt" und ,,Gott sei Dank". ,,Glück gehabt" kann eine
theologische Aussage sein, sofern eine schicksalhafte Gottheit für die Formulie-
rung vorausgesetzt wird. ,,Gott sei Dank" hingegen kann eher von religiösen Men-
schen über die Herleitung von Fortuna verwendet werden.
2.2. Sinnbildung
Mit der Definition von Theologie geht die Sinnbildung einher. Dabei setzt man
eine bestimmte Sinnstiftung eines Geschehens voraus, sodass durch Deutung ein
Sinn in Bezug auf Gott gegeben werden kann. Beispielhaft ist diese an Tod und
Auferstehung Jesu zu erklären: Zunächst stirbt ,,nur" ein Mensch, durch die Be-
ziehung zu Gott erhält dieser Tod jedoch eine Deutung und damit einen Sinn, da
Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Deutlich wird daran, dass Theologie auf
Deutungen gründet und durch diese erst erklärbar wird. Sofern der Bezug zu Gott

3
hergestellt wird, kann eine Beziehung entstehen und Kategorien wie Erinnerung,
Aktualisierung, Vergewisserung, Apologetik, als auch die Hoffnung an sich (z. B.
auf eine sinnvolle Zukunft durch Gott) eröffnet werden. Eine dieser Beziehungen
ist die ,,Goldene Regel" (Vgl. Mt 7,12), die in ihrer Herkunft zunächst keine theo-
logischen Züge zeigt. Sie wird jedoch als theologische Norm angenommen. Durch
das Wort, das Jesus verkündet hat und den Nachsatz bei Matthäus wird deutlich,
dass sie auf Gott hinaus gilt. Die Goldene Regel ist somit eine Art Werkzeug zur
Deutung auf Gott und ist dadurch nicht anzufechten, sondern feststehend.
1
Somit
steht fest, dass auf dieser Ebene von theologischen Aussagen gesprochen wird,
wenn sie auf Gott gedeutet werden. Der Bezug zu Gott ist theologisches Reden,
dadurch lebt Gott im Menschen, nicht über dem Menschen.
2.3. Theologie vs. Neues Testament
Nimmt man das Neue Testament als Kanon über 27 Geschichten an, da nicht alle
vorhanden Schriften in diesem festgehalten sind, wird eine Unvereinbarkeit der
Schriften deutlich.
2
Die Theologie kann nur eine Abbildung des jeweiligen Autors
sein, die eine Deutung auf Gott anlegt. Dadurch gibt es beispielsweise verschie-
dene Interpretationen, die durch die Norm in Form von Jesus einheitliche Züge
haben. Jesus als Norm legt die Mitte des neuen Testaments fest bzw. die Mitte der
Schriften nahe. Gerade dadurch muss diese Mitte jedoch kritisch betrachtet wer-
den. Vergleicht man Mk 15,39 und Röm 1,3-4 miteinander, wird die Problematik
deutlich. Mk 15,39 setzt Jesus als Sohn Gottes auf Erden voraus, dabei ist Jesus
immer Gottes Sohn. Röm 1,3-4 bezeichnet Christus erst durch und seit der Aufer-
stehung, sodass er durch die Kreuzigung erhöht wird. Hiermit liegt nicht mehr nur
eine Interpretationsverschiebung vor, sondern ein grundsätzlich unterschiedliches
Verständnis, das durch die differierenden Aspekte der Deutung zustande kommt.
Die neutestamentlichen Schriften geben somit eine selbstgedeutete Wirklichkeit
wieder und spiegeln den Glauben der führen Christenheit. Gerd Theißen spricht
dazu von einem Gebäude mit Fundament, das die Religion der ersten Christen
aufgestellt hat. Dieses ist gewachsen und kann jederzeit rekonstruiert werden.
1
Kritische Stimme halten allerdings gegen diese Aspekte, da sie sagen, wer von Gott redet, muss
vom Menschen reden. Diese Aussage beinhaltet, dass es etwas gibt, dass dem Handeln Gottes
voraus geht und dieses vorausgehende Handeln des Menschen vor Gottes Handeln steht.
2
Vgl. Hans Conzelmann/Andreas Lindemann, Arbeitsbuch zum Neuen Testament, Tübingen
14
2004, 1.

4
Dadurch wird ein Folgen dieser Theologie ebenso wie eine Ablehnung möglich,
sofern es immer kritisch hinterfragt wird.
Problematisch scheint in diesem Kontext nun wieder die Sinnbildung, die im ver-
meintlich luftleeren Raum stattzufindet, sofern kein Bezug zum Umfeld und Kon-
text hergestellt wird. Aufgabe ist es daher, eine kritische Nachfrage der gedeuteten
Wirklichkeit der Autoren und ihrer Deutung aufzustellen. Auf der Metaebene
muss es Strategien der kontextbezogenen Deutung geben, da diese Frage nur auf
der Metaebene zu beantworten sind. Die Bibel fungiert somit als Navigation zur
Identitätsbildung und zugleich als Orientierung, sollte jedoch in Bezug zur Sinn-
deutung nicht als Nachschlagewerk gesehen werden.
3.
Theologische Kontinuität und Diskontinuität
Ebenso wie die Definition, was Theologie ist, ist auch die Frage des Beginns von
Theologie von Bedeutung. Wann beginnt christlich theologisches Denken? In der
Kirchengeschichte, in der Systematik? Nein, christlich theologisches Denken be-
ginnt im und beim christlichen Reden von Gott. Dies wird durch die zwei for-
schungstheoretischen Pole der festen theologischen Entwicklungstheorien deut-
lich.
3.1. Die Modelle der Diskontinuität und der Kontinuität
Rolf Bultmann spricht zunächst von einer Kontinuität von Neuem Testament und
alter Kirche im Sinne der Konzilien, ,,die Interpretation eines geschichtlichen We-
ges vom Alten zum Neuen Testament".
3
Dabei beginnt erst mit der alten Kirche
Theologie, da Jesus und die Evangelien aus dieser Sicht ausgeblendet werden. Es
entsteht das Modell der Diskontinuität, da für Bultmann durch das Neue Ge-
schichte erst möglich wird.
4
Bultmann stellt auf, dass Jesus kein Theologe war
und stützt sich damit auf den Annahmen Martin Kählers, dessen Grundthese lau-
tet: ,,Jesus ist für uns nur so fassbar, wie ihn die Evangelien schildern [...]".
5
Der
Zielpunkt liegt somit stetig in der alten Kirche. Dadurch wird das Alte Testament
aus Perspektive des Neuen Testaments gelesen, sodass die Verheißungen auf die-
ses zugehen. ,,Die Religion der Bibel erwächst aus der Geschichte des Menschen
3
Karolina De Valerio, Altes Testament und Judentum im Frühwerk Rudolf Bultmanns (71), Berlin
1994, 228.
4
Vgl. ebd., 228.
5
Udo Schnelle, Theologie des Neuen Testaments, Göttingen 2007, 31.

5
mit Gott",
6
wodurch Religion und Theologie nicht ohne Geschichte und den
Rückblick in die frühere Zeit möglich ist. Bultmann stützt seine Erkenntnisse auf
dem historischen Skeptizismus: Es gibt keine Aufzeichnungen von Jesus; seine
Gestalt wird nur durch die Evangelien geformt, ,,die nicht Biographien, sondern
Glaubenszeugnisse sind".
7
Seiner Meinung nach ist es ein ,,unfruchtbares Unter-
nehmen", den Glauben ,,auf unsicheren historischen Vermutungen" zu gründen,
sodass ,,sich die neutestamentliche Theologie von der bereits bei Paulus und Jo-
hannes vorgenommenen Unterscheidung zwischen dem historischen Jesus und der
nachösterlichen Christusverkündigung, dem Kerygma, leiten lassen [muss]".
8
Somit ist bei der Diskontinuität kein totaler Bruch zu Ostern zu sehen. Für Bult-
mann gibt es eine Kontinuität sowohl vor als auch nach Ostern, da der historische
Jesus als das Gekommensein verstanden wird. Eine biblische Stütze bildet dafür u.
a. Paulus, der überliefert, dass Jesus im Fleische irrelevant ist und sein Geist im
Vordergrund eine wichtige Rolle spielt. Kritisch ist dabei jedoch, dass eine solche
Ansicht nicht plausibel erscheint, da z. B. Paulus die Naherfahrung vertritt. Zu-
dem ist ,,das bloße ,Das` eines Gekommenseins [...] in seiner Unanschaulichkeit
weder vermittel- noch rezipierbar".
9
Eben mit dieser Aussage beginnt Bultmann
seine Theologie, indem er beschreibt, dass die Verkündung Jesu ,,zu den Voraus-
setzungen der Theologie des Neuen Testamentes" gehört und ,,nicht ein Teil die-
ser selbst" ist.
10
Kontinuität setzt eine Folge voraus, woraus sich für die Theologie des neuen Tes-
tamentes ein bruchloser und fließender Übergang von Jesus zu den neutestament-
lichen Schriften darstellen lässt. Aus diesem Grund spricht sich u. a. Joachim Je-
remias für eine andere Verortung gemäß der Kritik gegenüber der Diskontinuität
aus. Er sieht den Beginn der Theologie im Wirken und Verkünden von Jesus von
Nazareth. Dieses geht bis zu den Spätschriften des Neuen Testaments, wie z. B.
dem 2. Petrus-Brief. Die Annahme wird zunächst durch die Quellen selbst gefes-
tigt, da ,,jeder Vers der Evangelien zeigt, dass ihre Autoren den Ursprung des
Christentums nicht im Kerygma, sondern im Auftreten des Jesus von Nazareth
sehen".
11
Durch die stetige Stellungnahme und den Bezug zur Person Jesu, wird
6
De Valerio, Altes Testament, 229.
7
Schnelle, Theologie des NT, 31.
8
Ebd., 32.
9
Ebd..
10
Ebd., 30.
11
Ebd., 32.

6
dieser selbst Mittelpunkt der neutestamentlichen Theologie.
12
Jesus wird als Be-
gründung des Christentums gesehen, wodurch eine neue Glaubensperspektive
entsteht: Jesus wurde als eine herausragende Persönlichkeit gesehen und war so-
mit zugleich als historischer Jesus Gründung des Christentums. Zudem ist eine
Trennung zwischen dem historischen Jesus und dem Kerygma, aus erzähltheoreti-
scher Sicht, ebenfalls nach Bultmann, nicht möglich.
13
Die Verbindung zwischen
beiden lässt sich keinesfalls leugnen. Deutlich wird diese beispielsweise durch die
Tatsache, dass Ostern Auferstehung heißt und mit der Auferstehung der Beginn
des Christentums verortet werden kann. Dabei ist die Auferstehung nicht nur ein
historisches Datum, sondern auch eine Erhöhung des Christentums. Jesus wird
somit Ursprung der neutestamentlichen Theologie und ist nicht länger nur deren
Voraussetzung.
3.2. Gottesbild und Jesuserinnerung
Für das Gottesbild und die Jesuserinnerung wird Ostern unwillkürlich zu einem
besonderen, deutungsrelevanten Geschehen. Das Osterereignis ist als Heilsereig-
nis zu sehen, das als Rückblick durch den Tod und die Auferstehung Jesu zu ver-
stehen ist. Das Auferweckungsgeschehen ist nicht vom Todesgeschehen zu tren-
nen, da das Kreuzesgeschehen den Tod Jesu bedeutet. Dieses Geschehen ist von
Gott herbeigeführt, sodass Gottes Handeln auch den Tod Jesu umfasst; es ist von
Gott gewollt und bestätigt. So wird es auch in Röm 10,9 und 1.Thess 1,10 be-
schrieben: Bekenntnis- und Glaubensform führen zum Heilsereignis und die Paru-
sieerwartung richtet sich dabei auf Gottes Sohn.
14
Durch diese Erkenntnis wird der geschichtshandelnde Gott nach Ostern zum Va-
tergott. Eine Kontinuität des Vaterbildes ist zu erkennen, da sich das Vatersein
Gottes in der Auferweckung realisiert. Eben dadurch wird auch Jesus durch den
Tod und die Auferstehung neu gedeutet. Die Auferweckung deutet den Tod und
die Auferstehung Jesu an und ist dabei dynamisch zu sehen. Ein dynamisches Ge-
schehen eines immer wieder sich bestätigenden Ereignisses im Wirken von Jesus.
Das prophetische Wirken Jesu bedeutet somit auch seine Verkündigung, den be-
stehenden Anbruch der Gottherrschaft. Lk 10,18 verkündet diese Gottherrschaft
und sieht sie bereits kommen. Jesus wird nun mehr als Menschensohn verstanden.
12
Vgl. Schnelle, Theologie des NT, 32
13
Vgl. ebd..
14
Verweis auf die Vorlesungsinhalte von Prof. Dr. Wolfgang Weiß.
Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Die Theologie der drei Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
37
Katalognummer
V386009
ISBN (eBook)
9783668624900
ISBN (Buch)
9783668624917
Dateigröße
792 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theologie der Evangelien, Sinnbildung, Theologische Kontinuität, theologische Diskontinuität, Theologie der Logienquelle, Logienquelle, Markusevangelium, Markus, Matthäus, Lukas, Matthäusevangelium, Lukasevangelium, Bergrede, Theologie der Bergrede, Bergpredigt, Passionserzählung, Theologie der Passionserzählung, Abendmhal, Einsetzungsworte, bessere Gerechtigkeit, goldene Regel, Vaterunser, Messiasgeheimnis
Arbeit zitieren
Annabell Hackfort (Autor), 2015, Die Theologie der drei Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386009

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