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Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg und die Physik des Hubschraubers

Eine Physikdidaktik für die Klassen 1-4

Title: Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg und die Physik des Hubschraubers

Examination Thesis , 2005 , 58 Pages , Grade: 1

Autor:in: Marjan Rosetz (Author)

Didactics - Physics
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Summary Excerpt Details

Auf Augenhöhe mit den Vögeln zu sein war seit je her ein Traum der Menschheit – schon lange bevor es Flugmaschinen jeglicher Art gab. Die Faszination des Fliegens wird auch heute von vielen Menschen geteilt und gerade im Grundschulalter schauen die Kinder gebannt zum Himmel hin, wenn ein Flugzeug oder Hubschrauber seine Bahnen über dem Horizont zieht. Nun hat leider nicht jeder die Möglichkeit mit einem Flugzeug oder Hubschrauber zu fliegen oder solch eine phantastische Maschine aus der Nähe zu beobachten und gar anzufassen. Das Hubschraubermuseum im idyllischen Bückeburg am Rande der Weserberge gibt jedem die Möglichkeit Hubschrauber hautnah zu erleben.
Auf über 2500 qm Ausstellungsfläche werden maßstabsgetreue Modelle von Flugmaschinen von Visionären aus den letzten Jahrhunderten und über 40 Originalexponate von Hubschraubern seit Beginn ihrer Ära in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgestellt. Es werden frühe Visionen des (menschlichen) Fliegens aufgegriffen, seltene oder gar einzigartige Prototypen exponiert und das Museum lässt Unikate und legendäre Veteranen der Luftfahrt bestaunen. Der Besucher kann hier eine Zeitreise aus der Sicht der Hubschrauberluftfahrt begehen – von aus heutiger Sicht teils naiven Konstruktionsentwürfen aus dem 15. Jahrhundert bis hin zum modernen Hochleistungshelikopter.
Diese Staatsexamensarbeit ist in drei Teile unterteilt und beinhaltet im ersten Abschnitt einen Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg mit ausgewählten Exponaten, die jeweils detailliert mit Geschichte und technischen Daten vorgestellt werden. Der Museumsführer gibt analog zur Ausstellung einen chronologischen Abriss der Hubschrauberluftfahrt anhand der ausgewählten Exponate wieder.
Im zweiten Teil wird auf die Hubschraubertechnik eingegangen. Es werden geläufige, weniger geläufige und nicht mehr verwendete Hubschrauberbauformen und deren Vor- und Nachteile erläutert und die Funktionsweise der Steuerung eines Hubschraubers erklärt.
Im dritten Teil werden die physikalischen Grundlagen des Hubschrauberflugs vorgestellt. Der dritte Teil erläutert das Prinzip des Auftriebs beim Helikopter - gibt also Antwort auf die Frage, warum ein Hubschrauber überhaupt fliegen kann. Außerdem wird auf die Erhaltungssätze der Physik und deren Anwendung beim Hubschrauber eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Inhaltsangabe

Erster Teil: Museumsführer für das Hubschraubermuseum in Bückeburg

1.1 Zur Entstehung des Hubschraubermuseums Bückeburg

1.2 Die Visionäre

1.3 Die Visionen lernten fliegen / Die (Fw-61) von Prof. Heinrich Focke

Weitere, ausgewählte Exponate des Hubschraubermuseums

1.4 Mehrzweckhubschrauber Bell 47-G2

1.5 Mehrzweckhubschrauber / Vertol V-43 H-21 („Die fliegende Banane“)

1.6 Mehrzweckhubschrauber / Sikorsky S-58

1.7 Mehrzweckhubschrauber / Kamov Ka-26

1.8 Such- und Rettungshubschrauber / Sycamore 171-Mk-52

1.9 Rettungshubschrauber Kaman HH-43-B / Husky II

1.10 Die Möglichkeiten der Gegenwart / der Mikro-Helikopter

1.11 Prototypen, Einzelexemplare, Eigenbauhubschrauber, Kuriositäten

1.12 Weitere Angebote und Attraktionen des Museums

Zweiter Teil : Hubschraubertechnik

Hubschrauberbauformen /Die zwei wichtigsten Bauformen

2.1 Hauptrotor mit Heckrotor

2.2 Tandemrotor

Nicht mehr verwendete oder kaum verbreitete Hubschrauberbauweisen

2.3 Koaxiale Rotoranordnung

2.4 Zwei nebeneinander liegende Rotoren

2.5 Ineinanderkämmende Rotoren

2.6 Blattspitzenantrieb

2.7 Der Tiltrotor / Das Kipprotorflugzeug

2.8 Hubschraubertechnik – die Steuerung

2.9 Hubschraubertechnik – Die wichtigsten Instrumente des Piloten

DritterTeil: Die physikalischen Grundlagen des Hubschrauberflugs

3.1 Der Auftrieb

3.2 Experiment zum Auftrieb

3.3 Die Erhaltungssätze der Physik angewandt auf den Hubschrauber

3.3.1 Der Energieerhaltungssatz und dessen Anwendung beim Helikopter

3.3.2 Der Impulserhaltungssatz und dessen Anwendung beim Helikopter

3.3.3 Der Drehimpulserhaltungssatz und dessen Anwendung beim Helikopter

3.3.4 Der Massenerhaltungssatz und dessen Anwendung beim Helikopter

4. Fazit

5. Wichtiger Hinweis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient als pädagogisch aufbereiteter Museumsführer für das Hubschraubermuseum in Bückeburg, um Grundschullehrkräften eine Grundlage für Klassenausflüge zu bieten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sowohl die technische Entwicklung von Helikoptern als auch die physikalischen Prinzipien des Hubschrauberflugs schülergerecht vermittelt werden können.

  • Chronologischer Abriss der Helikoptergeschichte anhand von Exponaten.
  • Technologische Analyse verschiedener Hubschrauberbauformen und Steuerungskonzepte.
  • Verständliche Erklärung der physikalischen Grundlagen des Auftriebs.
  • Anwendung physikalischer Erhaltungssätze auf das Flugprinzip des Hubschraubers.
  • Didaktische Konzepte für den Sachunterricht in den Klassen 1-4.

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Visionäre

Gleich im Eingangsbereich ist ein Hubschraubermodell nach einem Entwurf von Leonardo da Vinci aus dem Jahre 1483 zu bestaunen, dessen „Helix-Schraube“ auch das Wappen des Museums und das dessen Fördervereins ziert (s.S.2). Leonardo da Vinci entwickelte als erster eine Hubschraubervision nach dem Prinzip einer Spiralschraube, die von Menschenhand betrieben wurde. In seinem Manuskript präzisierte er seine Idee vom Fliegen und in seinem Prinzip sind die Grundlagen des heutigen Hubschrauberfluges bereits zu ersehen:

„Die äußere Kontur der Schraube besteht aus Eisendraht von der Stärke einer Schnur, die Entfernung vom Rande zum Mittelpunkt beträgt 8 Faden (ca. 32 m). Wenn diese Vorrichtung in Form der Schraube gut gemacht ist, d. h., hergestellt aus Leinensegel, dessen Poren man mit Stärke verkleistert hat, und wenn man sie rasch dreht, finde ich, daß eine solche Schraube ihre Mutter in der Luft finden wird und daß sie in die Höhe steigt.“

Sein Entwurf blieb jedoch über 400 Jahre verschollen und hat somit leider nur historischen Wert. Auf seiner Idee basiert jedoch der Wortstamm für den Begriff „Helikopter“ – „helix“ = spiralförmig; „pteron“ = Flügel (aus dem Griechischen). Wie weit Leonardo da Vinci seiner Zeit voraus war belegen diese weitaus späteren Entwürfe aus den Jahren 1628 und 1781, die im Kontrast zu da Vincis Entwurf direkt hinter diesem aufgehängt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Erster Teil: Museumsführer für das Hubschraubermuseum in Bückeburg: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über das Museum und präsentiert eine chronologische Auswahl bedeutender Helikopterexponate.

Zweiter Teil : Hubschraubertechnik: Hier werden die wichtigsten Bauformen von Hubschraubern, ihre Vor- und Nachteile sowie die technischen Komponenten der Steuerung detailliert erläutert.

DritterTeil: Die physikalischen Grundlagen des Hubschrauberflugs: Dieser Teil befasst sich mit der physikalischen Funktionsweise des Auftriebs und der Anwendung zentraler Erhaltungssätze der Physik beim Flug eines Helikopters.

Schlüsselwörter

Hubschraubermuseum Bückeburg, Helikoptertechnik, Luftfahrtgeschichte, Physikdidaktik, Auftrieb, Rotorbauformen, Tandemrotor, Koaxiale Rotoranordnung, Energieerhaltungssatz, Impulserhaltungssatz, Drehimpulserhaltungssatz, Massenerhaltungssatz, Grundschulunterricht, Aerodynamik, Flugsimulator.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dient als fachdidaktische Aufarbeitung des Hubschraubermuseums in Bückeburg, um Lehrern Informationen über die Geschichte und Technik der Hubschrauber für den Unterricht in der Grundschule bereitzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Luftfahrt, die technische Konstruktion verschiedener Helikoptertypen und die Vermittlung physikalischer Gesetzmäßigkeiten im Kontext des Schwebeflugs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein ideales Ziel für einen Klassenausflug vorzustellen und gleichzeitig theoretische Grundlagen für eine Unterrichtseinheit zum Thema Fliegen und Physik zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Dokumentation und Aufarbeitung von Exponaten sowie eine wissenschaftliche Analyse physikalischer Prinzipien, die durch Literaturquellen und technisches Fachwissen fundiert ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Museumsführer, eine detaillierte technische Analyse der Hubschrauberbauformen und eine physikalische Exegese der Erhaltungssätze in Bezug auf den Helikopterflug.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hubschraubermuseum, Bückeburg, Physikdidaktik, Auftrieb, Rotorsteuerung sowie verschiedene physikalische Erhaltungssätze.

Warum ist das Exponat „Vertol V-43 H-21“ so besonders?

Dieses Exponat ist das imposanteste des Museums und wird aufgrund seiner Tandemrotor-Konstruktion und seiner historischen Bedeutung bei Katastropheneinsätzen gesondert hervorgehoben.

Welche Rolle spielt das Bernoulli-Prinzip bei dieser Arbeit?

Die Arbeit stellt heraus, dass der Bernoulli-Effekt beim Hubschrauber eher nebensächlich ist und der Auftrieb primär durch den Rotorabwind erzeugt wird, was im direkten Vergleich zum Flugzeug erläutert wird.

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Details

Title
Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg und die Physik des Hubschraubers
Subtitle
Eine Physikdidaktik für die Klassen 1-4
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut f. Didaktik der Physik)
Grade
1
Author
Marjan Rosetz (Author)
Publication Year
2005
Pages
58
Catalog Number
V38609
ISBN (eBook)
9783638376150
ISBN (Book)
9783638705653
Language
German
Tags
Museumsführer Hubschraubermuseum Bückeburg Physik Hubschraubers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marjan Rosetz (Author), 2005, Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg und die Physik des Hubschraubers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38609
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