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Charakter und die Erscheinungsformen von Erlebnisräumen. Welche Ausprägungsmuster weisen die verschiedenen Themenorte auf?

Titel: Charakter und die Erscheinungsformen von Erlebnisräumen. Welche Ausprägungsmuster weisen die verschiedenen Themenorte auf?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Erik Schittko (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Politische Geographie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Berichten aus Branchenzeitschriften und Wirtschaftsmagazinen zufolge leben die Deutschen in einer Freizeit- und Dienstleistungsgesellschaft. Die Arbeitszeit scheint nur noch die Hälfte des alltäglichen Zeitpensums eines Bundesbürgers auszumachen. Dementsprechend vielfältige Angebote breiten sich in einem übersättigten, doch permanent anwachsenden Markt der Tourismusindustrie aus. Die Verlockung ist höher denn je, aber mit ihr auch die Angst der Konsumenten einen gegenwärtigen Trend bezüglich Lifestyle-Orientierung und Freizeitkonsum zu verpassen, oder in eine Ohnmacht der Produktselektionszwänge zu fallen.
Die Vielzahl von errichteten Freizeit- und Erlebniseinrichtungen ist groß und erfährt einen anhaltenden Aufschwung durch den jährlichen Anstieg der Besucherzahlen. Das Erlebnis stellt eine Art kategorischen Imperativ unserer Zeit dar. Nur was bedeutet das Erleben in thematisierten Erlebnisräumen überhaupt?

Die vorliegende Arbeit stellt eine mehrperspektivische Betrachtung einer postmodernen, eigenständigen Form des Raumes dar, in welchem handelnde Akteure gestaltend und sinnstiftend tätig sind und weitreichende Auswirkungen auf unser Raumverständnis und unser räumliches Interesse die Folge ist.
Ziel ist es hierbei, den Charakter und die Erscheinungsform dieser Erlebnisräume zu betrachten. Es stellt sich im Zuge dessen die Frage, welche Arten von Themenorten existieren und welche Ausprägungsmuster diese aufweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sozialgeographische Einbettung von Themenorten

3 Der Kommerzielle Themenort

4. Der Erlebnisraum als spezifischer Themenort

4.1 Voraussetzungen für die Entstehung von Erlebnisräumen

4.2 Charakterisierung von Erlebnisräumen

4.2.1 Klassifikation

4.2.2 Steuerungsfaktoren

4.3 Auswirkungen von Erlebnisräumen

5. Zusammenfassung und Ausblick

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Charakter und die Erscheinungsformen von Erlebnisräumen als spezifische Themenorte und analysiert deren theoretische Einbettung sowie Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft und Raumwahrnehmung.

  • Sozialgeographische Grundlagen der Raumkonstruktion (Place and Space)
  • Merkmale und ökonomische Logik kommerzieller Themenorte
  • Voraussetzungen für die Entstehung der Erlebnisgesellschaft
  • Klassifikationssysteme und Steuerungsfaktoren in Erlebnisräumen
  • Gesellschaftliche Auswirkungen und Kritik an der Inszenierung von Wirklichkeit

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Klassifikation

Die Erlebnisräume stellen uns nach STEINECKE (2009:1) vor ein, auf den ersten Blick, schier unüberschaubares Spektrum an Angebotshaftigkeit- und Mannigfaltigkeit. Die aufgeführte Auswahl erstreckt sich von Freizeit-Themenparks über Musical Center, Themenhotels bis zu Indoor-Skianlagen und „Urban Entertainment Center“ (STEINECKE 2000:42). Diese „Urban Entertainment Center“ stützen sich auf das Konzept der Multioptionalität, welches besagt, dass sämtliche Nachfragestrukturen in den Sozialbereichen Freizeit, Kultur, Konsum, Unterbringung und Sport an einem Standort und unter dem Dach eines baulichen Konstruktes zusammenkommen.

An dieser Stelle lässt sich das schon im Punkt 4.1 angeführte Konzepte der Zuordnung und Einteilung von Erlebniswelten nach OPASCHOWSKI (1995:146) aufgreifen. Wir haben es demnach am Beispiel der „Urban Entertainment Center“ mit einer Integration verschiedener Erlebniswelten in ein komplexes System des Erlebnisraumes zu tun, in welchem diese zielgerichtet zum Ausdruck gebracht werden.

Trotz anfänglicher Unübersichtlichkeit in der Betrachtung der Erlebnisräume lässt sich systematisch Klarheit und Struktur abzeichnen. Als Grundlage für die Vorgehensweise müssen wir von einem Grundkonzept der Erlebnisräume ausgehen, welches BECKER ET AL. (2007:126) in ihren Ausführungen erwähnen. Dieses stellt eine Erweiterung des zuvor erwähnten Urban Entertainment Center“ dar, und impliziert über die Zusammenfügung aller Dienstleistungsangebote an einem gemeinsamen Standort zudem noch die gewerbliche, strategische, inszenierungstechnische,- sowie strukturell-logistische Verflechtung der Teilgewerbe. Betitelt wird dieses Konzept mit dem Begriff des „Mixed- Use – Center“ (BECKER ET AL. 2007:126-127). Zielstellung ist die Generierung eines lokal-begrenzten, in sich stimmigen Gesamtangebots, welches sich veranschaulichend wie ein Baukastensystem zusammensetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Erlebnisgesellschaft ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, den Charakter und die Ausprägungsmuster von Erlebnisräumen zu untersuchen.

2 Sozialgeographische Einbettung von Themenorten: Hier werden theoretische Grundlagen der Geographie, insbesondere das Konzept von „Place and Space“, erläutert, um zu verstehen, wie abstrakte Räume durch soziale Konstruktion zu bedeutungsvollen Orten werden.

3 Der Kommerzielle Themenort: Dieses Kapitel analysiert die Ausrichtung von Themenorten auf Profitorientierung und Konsumentenbedürfnisse sowie die Strategien zur räumlichen Inszenierung.

4. Der Erlebnisraum als spezifischer Themenort: Dieser Hauptteil beleuchtet die Entstehungsbedingungen, Klassifizierungsmöglichkeiten sowie die spezifischen Steuerungsfaktoren und Auswirkungen von Erlebnisräumen.

4.1 Voraussetzungen für die Entstehung von Erlebnisräumen: Der Fokus liegt auf dem gesellschaftlichen Wertewandel und dem Übergang von der Versorgungs- zur Erlebnisgesellschaft.

4.2 Charakterisierung von Erlebnisräumen: In diesem Abschnitt werden die historischen Wurzeln sowie die modernen Erscheinungsformen und Dimensionen von Erlebnisräumen diskutiert.

4.2.1 Klassifikation: Hier wird die Systematik der Erlebnisräume, insbesondere das „Mixed-Use-Center“, detailliert dargestellt.

4.2.2 Steuerungsfaktoren: Dieser Teil widmet sich den Vermarktungstechniken, der Inszenierung und der Mythenbildung als Mittel der emotionalen Beeinflussung.

4.3 Auswirkungen von Erlebnisräumen: Hier werden die Effekte auf die Raumwahrnehmung und die Kritik an der Ersetzung natürlicher Räume durch konstruierte Erlebnisse erörtert.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel reflektiert die zukünftige Entwicklung und die Rolle der Geographie im Kontext einer zunehmend hyperrealen Welt.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Relevanz einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gestaltung thematisierter Orte.

Schlüsselwörter

Erlebnisräume, Themenorte, Erlebnisgesellschaft, Sozialgeographie, Konsumwandel, Inszenierung, Mixed-Use-Center, Raumkonstruktion, Tourismusgeographie, Erlebnisorientierung, Hyperrealität, Mythenbildung, Stadtentwicklung, Eventkultur, Raumwahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen von Erlebnisräumen und Themenorten aus einer sozialgeographischen Perspektive, wobei ihr Charakter, ihre Entstehung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft analysiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen zwischen Freizeitkonsum, ökonomischer Inwertsetzung von Orten, architektonischer Inszenierung und der veränderten Raumwahrnehmung in der Postmoderne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine fundierte wissenschaftliche Grundlage zur Deutung von Erlebniswelten zu schaffen und die Frage zu klären, welche Ausprägungsmuster diese spezifischen Themenorte aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse geographischer und soziologischer Ansätze, um eine mehrperspektivische Betrachtung der postmodernen Raumkonstruktion zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen für die Entstehung von Erlebnisräumen, deren Klassifizierung in Modelle wie das „Mixed-Use-Center“ sowie die Mechanismen der Steuerung und Mythenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Erlebnisräume, Konsumwandel, Inszenierung, Raumkonstruktion, Erlebnisgesellschaft und sozialgeographische Einbettung.

Inwiefern beeinflussen Erlebnisräume unsere Wahrnehmung?

Die Arbeit zeigt auf, dass Erlebnisräume durch gezielte Inszenierungen und Mythenbildung unsere inneren „mental maps“ verzerren und die Distanz zum realen, natürlichen Umfeld vergrößern können.

Was bedeutet der Begriff „Mixed-Use-Center“ im Kontext der Arbeit?

Es beschreibt ein komplexes System, das Dienstleistungsangebote aus Freizeit, Kultur und Konsum an einem gemeinsamen Standort unter einem Dachthema bündelt, ähnlich einem Baukastensystem.

Wie reagieren Kritiker auf die Verbreitung von Erlebnisräumen?

Die Arbeit führt kritische Stimmen aus Medien und Politik an, die den Besuch solcher Orte als Ersatzhandlung für „ausgebrannte“ Menschen und die Zentren als künstliche „Hochtemperaturreaktoren“ bezeichnen.

Wird Las Vegas als Modell für die Zukunft diskutiert?

Ja, Las Vegas wird als ein Beispiel für einen komplexen Erlebnisraum angeführt, der zeitlos und charakterlos auf dem reinen Grundsatz der Erlebniskultur basiert und somit als Stadt der Zukunft interpretiert wird.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Charakter und die Erscheinungsformen von Erlebnisräumen. Welche Ausprägungsmuster weisen die verschiedenen Themenorte auf?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Humangeographie 1
Note
1,3
Autor
Erik Schittko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
29
Katalognummer
V386160
ISBN (eBook)
9783668603325
ISBN (Buch)
9783668603332
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erlebnisraum Themenort Themenpark räumliche Inszinierung Erlebnisorte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erik Schittko (Autor:in), 2015, Charakter und die Erscheinungsformen von Erlebnisräumen. Welche Ausprägungsmuster weisen die verschiedenen Themenorte auf?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386160
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Leseprobe aus  29  Seiten
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