Will man sich heute in irgendeiner Weise mit Sprache oder moderner Sprachwissenschaft beschäftigen, wird man kaum an der Person Ferdinand de Saussure vorbeikommen. Diese Arbeit soll zeigen warum dies so ist. Nach einer kurzen Biographie von Saussure, sollen sein Werk und vor allem seine Ansätze in dem Text „Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft“ beschrieben und erklärt werden, womit dann herausgestellt sein wird, warum er als Begründer der modernen Sprachwissenschaft und des so genannten Strukturalismus gilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ferdinand de Saussure – Person und Werk
3. „Cours de linguistique générale“
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Leben sowie die theoretischen Kernkonzepte von Ferdinand de Saussure darzustellen, um dessen herausragende Bedeutung als Begründer der modernen Sprachwissenschaft und des Strukturalismus aufzuzeigen.
- Biographischer Abriss des Lebensweges von Ferdinand de Saussure
- Analyse der zentralen Ansätze im „Cours de linguistique générale“
- Erläuterung fundamentaler linguistischer Dichotomien (z. B. langue/parole, Synchronie/Diachronie)
- Untersuchung des Sprachzeichens und seiner arbiträren Natur
- Einordnung Saussures in die Entwicklung der modernen Linguistik
Auszug aus dem Buch
3. „Cours de linguistique générale“
Auch wenn Saussure seinen Cours nicht selbst veröffentlicht hat und durch die verschiedenen zusammengesetzten studentische Mitschriften womöglich einige Ideen anders oder verändert verbreitet wurden, zeigt sich in diesem Werk dennoch die Genialität Saussures. Er stellt klar und prägnant die theoretischen Grundprinzipien der (seiner) Sprachwissenschaft dar. Herausragend sind dabei seine berühmten Dichotomien: langue vs. parole, Synchronie vs. Diachronie, signifié vs. signifiant, arbiträr vs. motiviert, syntagmatisch vs. assoziativ.
Im ersten Paragraphen des dritten Kapitel setzt Saussure sich zunächst mit dem Problem der Definition des Gegenstandes der Sprachwissenschaft auseinander; er fragt, was Sprache ist und kommt zu dem Schluss, dass sie immer zweiseitig scheint: Laut und Artikulation, Laut als physiologische Einheit und geistige Vorstellung, menschliche Rede mit individueller und sozialer Seite, Gleichzeitigkeit eines feststehenden Systems und des Systems mit seiner Geschichte. Die Lösung, so sagt er, ist: „man muß sich von Anfang an auf das Gebiet der Sprache begeben und sie als Norm aller anderen Äußerungen der menschlichen Rede gelten lassen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz Ferdinand de Saussures für die moderne Sprachwissenschaft ein und umreißt den Aufbau der Arbeit.
2. Ferdinand de Saussure – Person und Werk: Hier wird der Lebenslauf Saussures, seine akademische Ausbildung und sein beruflicher Werdegang sowie die Entstehung seines Wirkens nachgezeichnet.
3. „Cours de linguistique générale“: Dieser Abschnitt erläutert die zentralen theoretischen Konzepte und linguistischen Dichotomien aus Saussures Hauptwerk.
Schlüsselwörter
Ferdinand de Saussure, Sprachwissenschaft, Strukturalismus, Cours de linguistique générale, Langue, Parole, Synchronie, Diachronie, Sprachzeichen, Signifié, Signifiant, Arbitrarität, Sprachsystem, Linguistik, Genfer Schule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Person Ferdinand de Saussure, seinem akademischen Werdegang und den zentralen theoretischen Ansätzen, die in seinem posthumen Hauptwerk „Cours de linguistique générale“ veröffentlicht wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Biografie Saussures, seine Definition von Sprache als System und die Einführung wesentlicher sprachwissenschaftlicher Unterscheidungen, wie etwa die Trennung von langue und parole.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Saussure als Begründer der modernen Sprachwissenschaft und des Strukturalismus gilt und welchen Einfluss seine Ideen auf die Disziplin hatten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der primäre und sekundäre Quellen zu Leben und Werk Saussures ausgewertet werden, um seine linguistischen Theorien zu beschreiben und einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die biographischen Etappen als auch die Kernpunkte seiner Linguistik, insbesondere die Dichotomien und die Struktur des Sprachzeichens, detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Saussure, Strukturalismus, Sprachzeichen, Synchronie, Diachronie, Langue, Parole, Arbitrarität und das Sprachsystem.
Wie entstand das Werk „Cours de linguistique générale“?
Das Werk wurde nicht von Saussure selbst verfasst, sondern nach seinem Tod von seinen Schülern Charles Bally und Albert Sechehaye aus studentischen Mitschriften rekonstruiert und redigiert.
Warum wird die Beziehung zwischen Vorstellung und Lautbild als arbiträr bezeichnet?
Saussure beschreibt sie als arbiträr, da es keine natürliche oder notwendige Verbindung zwischen dem Lautbild (Bezeichnendes) und der Vorstellung (Bezeichnetes) gibt; die Zuordnung beruht auf Konventionen der Sprachgemeinschaft.
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- Melanie Strieder (Author), 2004, Ferdinand de Saussure - Leben und Werk, sowie Zusammenfassung seiner Ideen im Cours de linguistique generale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38638