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Public Private Partnership. Risiken und Chancen des Einspar-Contracting

Kontrolle und Allokation von Risiken sowie ihr Einfluss auf die Zielerreichung

Title: Public Private Partnership. Risiken und Chancen des Einspar-Contracting

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A., B.A. Christoph Sprich (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die Kommunalverwaltungen sind gefordert, in Ihren Liegenschaften den Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Energiesparmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden sind vielerorts zentraler Bestandteil kommunal gesetzter Klimaschutz-Ziele. Gleichzeitig gebietet auch der Grundsatz der wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung, die finanziellen Einsparpotenziale nicht ungenutzt zu lassen. Dies gilt umso mehr angesichts langfristig steigender Energiekosten.

Ein umfassendes Energiemanagement vereint den Betrieb der Anlagen mit Energie-Controlling mit Effizienzinvestitionen in die Gebäudestruktur und -technik. Organisatorische Maßnahmen aus dem Controlling-Bereich versprechen, die Energiekosten im Mittel um 10% zu senken. Das weitaus größere Einsparpotential liegt jedoch in den Investitionen in Energieeffizienz.

Die Herausforderungen aus Sicht der Kommunen liegen dabei vor allem in den Bereichen Finanzierung und Know-How: Zusätzliche Investitionen sind angesichts angespannter Haushalte und ohnehin anstehenden Sanierungsanforderungen schwierig zu realisieren. Gleichzeitig bedarf es für hochgradig wirksame Energieeinsparungen spezialisierter Ingenieurskompetenz und ökonomischer Anreizstrukturen.

Eine Lösung für diese Problemkomplexe soll das Einspar-Contracting (ESC) bieten: Dabei handelt es sich um eine spezifische Form der Public Private Partnership (PPP) und des Contracting. Bei ESC planen externe Dienstleister investive Energiesparmaßnahmen nicht nur, sie führen sie auch aus, betreiben und finanzieren die Maßnahmen.

Die Chancen des ESC im ökologischen Bereich sind unbestritten. In der einschlägigen Literatur dominiert jedoch eine Chancen-zentrierte Sichtweise.

Das Konzept Einspar-Contracting soll in der vorliegenden Arbeit aus Sicht einer Kommune befragt werden: Welche Risiken sind für eine Contracting-Lösung spezifisch? Wo werden Risiken im Vergleich zur Eigenbesorgung allokiert? Weiterhin sind ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihr Wirkungsumfang, sowie ihre Kontrollierbarkeit von Interesse. Nicht zuletzt sind die Risiken auch bei detaillierter Betrachtung immer im Kontext der mit ESC verknüpften Chancen zu sehen.

Im Folgenden sollen qualitative und quantitative Risiken unterschieden werden: Quantitative Risiken sind direkt in Geldwert bezifferbar und berühren das Ziel der Effizienz der Maßnahmen zur Energieeinsparung. Qualitative Risiken liegen in der Dimension der Effektivität, messbar am Grad der Zielerreichung bzw. den "outcomes".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definitionen

1.1 PPP – Public Private Partnership

1.2 Contracting von Energiedienstleistungen

1.3 Einspar-Contracting als Form des PPP

2 Risiken und Chancen: Risikotypen, Risikoallokation und Einfluss auf die Zielerreichung

2.1 Quantitative Risiken

2.1.1 Energiepreisrisiko

2.1.2 Technisches Effizienzrisiko

2.1.3 Finanzierungsrisiko

2.2 Qualitative Risiken

2.2.1 Juristische Risiken

2.2.2 Fachliche Risiken – Risiko der Informationsasymmetrie

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Risiken und Chancen des Einspar-Contractings aus Sicht kommunaler Verwaltungen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie ökonomische Risiken im Vergleich zur Eigenbesorgung allokiert werden, welche spezifischen Risiken bei einer Contracting-Lösung entstehen und wie diese durch eine gezielte Vertragsgestaltung kontrolliert werden können.

  • Grundlagen des Public Private Partnership (PPP) und des Einspar-Contractings
  • Differenzierung zwischen quantitativen und qualitativen Risiken bei Energieeffizienzprojekten
  • Allokation von Risiken wie Energiepreis-, Technik- und Finanzierungsrisiken
  • Bedeutung der Anreizstrukturen und der Informationsasymmetrie im Contracting
  • Optimierung der Risikokontrolle durch juristische und ökonomische Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Technisches Effizienzrisiko

Im Vergleich zur Eigenumsetzung wird das technische Effizienzrisiko der Einsparmaßnahmen vollständig auf den Contractor ausgelagert. Zum Effizienzrisiko im Sinne dieser Arbeit zählt, ob der tatsächliche Minderverbrauch durch die vorgenommenen technischen Maßnahmen im Betrieb erreicht wird ebenso wie das Instandhaltungsrisiko, d.h. ungeplante technische Ausfälle der eingebauten Anlagen und damit verbundene zusätzliche Kosten. Das Effizienzrisiko betrifft als quantitatives Risiko direkt die erzielbaren Einsparungen – also das Kernziel der Maßnahmen. Dieses Risiko wird vom Contractor auf Grund seiner Gewinnerzielungsabsicht bis zu einem bestimmten Grad in sein Angebot eingepreist – begrenzt durch marktwirtschaftliche Konkurrenz, wohingegen der öffentliche Auftraggeber bei einer Eigenbesorgung im Regelfall keine Risikokalkulation vornimmt.

Bei einer – theoretischen – völlig identischen Eigenausführung wäre das Effizienzrisiko aber gleichwertig, die Höhe der potentiellen Risikokosten im Mittel zumindest ähnlich. Der Vorteil liegt aber zumindest darin, dass das (eher geringe) Risiko eines ungünstigen Projektverlaufs externalisiert würde.

Allerdings sprechen praktische Gründe für Annahme, dass das Effizienzrisiko der Kommune bei Eigenumsetzung deutlich höher liegt, als das des Contractors. Eine Planung auf dem Stand der Technik und der effiziente Betrieb und Überwachung über Jahre auf dem Niveau einer spezialisierten Ingenieurs-Dienstleistung ist in einer Kommune einmal durch Know-How Grenzen und weiterhin aus Gründen der wirtschaftlichen Anreizstruktur kaum möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit erläutert die Notwendigkeit zur Energieeinsparung in Kommunen und führt das Einspar-Contracting als Lösungsweg für Herausforderungen bei Finanzierung und Fachwissen ein.

1 Definitionen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Public Private Partnership (PPP), Contracting von Energiedienstleistungen sowie die spezifische Form des Einspar-Contractings.

2 Risiken und Chancen: Risikotypen, Risikoallokation und Einfluss auf die Zielerreichung: Das Hauptkapitel analysiert systematisch quantitative und qualitative Risiken sowie deren Allokation zwischen Auftraggeber und Contractor.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Risikoallokation beim Einspar-Contracting aus Sicht der Kommune positiv zu bewerten ist, sofern eine präzise vertragliche Risikokontrolle erfolgt.

Schlüsselwörter

Einspar-Contracting, Public Private Partnership, Energieeffizienz, Risikoallokation, Kommunalverwaltung, Effizienzrisiko, Finanzierungsrisiko, Juristische Risiken, Informationsasymmetrie, Energiemanagement, Contracting, Wirtschaftlichkeit, Vertragsgestaltung, Klimaschutz, Anreizstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Risiken und Chancen von Einspar-Contracting-Projekten im kommunalen Bereich unter besonderer Berücksichtigung der Risikoallokation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Contracting-Modellen, die Typologisierung von Risiken (quantitativ und qualitativ) sowie die Bedeutung von Anreizstrukturen für den Projekterfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Risiken beim Einspar-Contracting im Vergleich zur Eigenbesorgung verteilt werden und ob diese durch geeignete Maßnahmen erfolgreich kontrolliert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine breite Literaturrecherche, um die Contracting-Risiken zu sammeln, zu systematisieren und aus Sicht einer Kommune kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der Begriffe und eine detaillierte Untersuchung der quantitativen Risiken (Energiepreis, Technik, Finanzen) sowie der qualitativen Risiken (Recht, Informationsasymmetrie).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Einspar-Contracting, Public Private Partnership, Risikoallokation, Energieeffizienz und Kommunalverwaltung.

Warum wird beim Einspar-Contracting ein höheres Maß an juristischer Kompetenz benötigt?

Da der ESC-Vertrag komplexe Elemente aus verschiedenen Rechtsgebieten vereint und eine detaillierte vertragliche Ausgestaltung der Anreizstrukturen und Schnittstellen erfordert, ist eine hohe juristische Kompetenz notwendig.

Wie beeinflusst die Informationsasymmetrie das Contracting-Modell?

Es besteht die Befürchtung, dass der Contractor sein Spezialwissen zum eigenen Vorteil nutzen könnte; jedoch wird dieses Risiko durch die bei ESC inhärenten Anreizstrukturen und ein straffes internes Controlling der Einsparungen effektiv minimiert.

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Details

Title
Public Private Partnership. Risiken und Chancen des Einspar-Contracting
Subtitle
Kontrolle und Allokation von Risiken sowie ihr Einfluss auf die Zielerreichung
College
University of Applied Sciences Ludwigsburg
Course
Seminar „Öffentliche Unternehmen“
Grade
1,0
Author
M.A., B.A. Christoph Sprich (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V386571
ISBN (eBook)
9783668604766
ISBN (Book)
9783668604773
Language
German
Tags
PPP Public Private Partnership Einspar-Contracting Energiesparen Energiesparcontracting ESC Energiepreisrisiko Effizienzrisiko Finanzierungsrisiko Allokation Risikoallokation Finanzierung Öffentliche Finanzen Kommunalfinanzen Energiedienstleistungen Kommunalverwaltung Klimaschutz Energiemanagement Energie-Controlling Energiekosten Einsparpotential Energieeffizienz Investitionen Haushalt öffentlicher Haushalt Contracting Outsourcing Make-or-buy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A., B.A. Christoph Sprich (Author), 2016, Public Private Partnership. Risiken und Chancen des Einspar-Contracting, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386571
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