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Rainer Maria Rilke und Italien - Wirkung und Übersetzungen am Beispiel der Ersten Duineser Elegie

Title: Rainer Maria Rilke und Italien - Wirkung und Übersetzungen am Beispiel der Ersten Duineser Elegie

Seminar Paper , 2000 , 42 Pages , Grade: sehr schön

Autor:in: Martina Ochs (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Einleitung

Da Rainer Maria Rilke Italien schon von Kindheit an bereiste und insgesamt sehr viel Zeit an Orten wie Viareggio, Florenz, Venedig, Rom, Neapel, Capri und Duino verbrachte, lohnt es sich, einerseits der Frage nachzugehen, inwieweit das Land, seine Bewohner und seine Kultur auf sein Werk Einfluß hatten und andererseits derjenigen, wie der Dichter von den Italienern aufgenommen, interpretiert und übersetzt wurde. Wie schon an vielen Stellen gesagt, wirkt sich die literarische Vorliebe und Gedankenwelt des Übersetzers, der bisweilen derart in sei-nen jeweiligen historischen und ideologischen Kontext eingebunden ist, daß ihm eine neutrale Sichtweise versperrt bleibt, stark auf das Ergebnis seiner Arbeit und damit auch auf die Wir-kung von Rilkes Dichtung in Italien aus. Deshalb soll hier nach einem Überblick über Italien in Rilkes Werk und einem Abschnitt über die dortige Rezeption von Rilkes Werk eine von Strömungen möglichst unabhängige semantische Analyse der Ersten Duineser Elegie durch-geführt werden, mit deren Ergebnissen zum Abschluß einige Fragmente aus sechs verschie-denen Übersetzungen verglichen werden.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Italien in Rilkes Werk

2.1. Das Land Italien in Rilkes Werk

2.2 Die bildende und die literarische Kunst in Rilkes Werk

2.3 Die italienische Sprache in Rilkes Werk

3. Die Rezeption von Rilkes Werk in Italien

3.1 Rilkes Bekanntheitsgrad heute

3.2 Bekanntheitsgrad und Wirkung zu Rilkes Lebzeiten und danach

3.3 Wertende Einschätzung durch die Italiener

4. Analyse der Ersten Duineser Elegie

4.1 Raumanalyse

4.2 Figurationsanalyse

4.3 Zeitanalyse

5. Übersetzungsvergleich

5.1 „aus der Engel Ordnungen“ (V1-2)

5.2 „ich verginge von seinem stärkeren Dasein“ (V3-4)

5.3 „wen vermögen wir denn zu brauchen?“ (V9-10)

5.4 I.„die Liebenden“ (V21), II.„eine Geliebte“ (V33), III.„die Liebenden“ (V36), IV.„die Liebenden (V43), V.„der Geliebte“ (V47); VI. „diese Liebende“ (V48); VII.„vom Geliebten“ (V51)

6. Schluß

7. Anhang: Übersetzung aus dem Internet

8. Bibliographische Angaben

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Rainer Maria Rilkes Leben und Werk im Kontext seiner Italienaufenthalte sowie die Rezeption seiner Dichtung in Italien. Ein zentrales Ziel ist es, durch eine strukturierte semantische Analyse der Ersten Duineser Elegie ein tieferes Verständnis des Textes zu gewinnen, um anschließend die Qualität und Interpretation verschiedener italienischer Übersetzungen kritisch zu vergleichen.

  • Bedeutung des Landes Italien für Rilkes literarisches Schaffen.
  • Historische und ideologische Rezeption von Rilkes Werk in Italien.
  • Semantische Analyse der Ersten Duineser Elegie (Raum, Zeit, Figuren).
  • Vergleich verschiedener italienischer Übersetzungsansätze und deren philosophischer Einflüsse.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Vage, allumfassende Räume

Zur ersten Kategorie der allumfassenden Räume gehören der „Weltraum“ (V18), die „Welt“ (V13) und, ganz allgemein gehalten der „Raum“. Hierzu zählt eventuell ebenfalls das im „Dasein“ (V4) enthaltene da. Dieser deiktische Ausdruck ist situationsabhängig und kann sich ohne eine nähere Bestimmung des mit da gemeinten Ortes auf keinen Sachverhalt der Realität beziehen. Nun bezeichnet da pragmalinguistisch gesehen meistens außersprachliche Elemente in Relation zu einer gegebenen, zeit- und ortsabhängigen Sprechsituation. In der vorliegenden Sprechsituation erfährt man nichts über die Positionierung des lyrischen Ichs im Raum. Im Text gibt es nichts, worauf da anaphorisch oder kataphorisch verweisen könnte; kein Zeichen vor oder nach da gibt Auskunft über seine sprecherbezogene Referenz. Man weiß nur, daß das Ich theoretisch da sein könnte, weil der Komparativ stärkeres Dasein sich zwar eindeutig auf den einen Engel bezieht, damit aber zugleich ein, wenn auch schwächeres, Dasein des Ichs impliziert. Wenn sich nun reale Figuren und bisher undefinierbare, erdachte oder überirdische Wesen in einem Raum begegnen könnten, so muß dieser ein besonderer, alle Sphären umfassender, im Vagen bleibender aber dennoch real existierender Raum sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der engen Verbindung Rilkes zu Italien und Einleitung in die methodische Herangehensweise der semantischen Analyse sowie des Übersetzungsvergleichs.

2. Italien in Rilkes Werk: Analyse der Einflüsse der italienischen Landschaft, Kunst und Sprache auf Rilkes literarisches Werk.

3. Die Rezeption von Rilkes Werk in Italien: Betrachtung des Bekanntheitsgrads und der Rezeptionsgeschichte von Rilke in Italien von seinen Lebzeiten bis zur Gegenwart.

4. Analyse der Ersten Duineser Elegie: Detaillierte Untersuchung der semantischen Ebenen von Raum, Figur und Zeit innerhalb des Gedichts.

5. Übersetzungsvergleich: Kritische Gegenüberstellung von sechs italienischen Übersetzungen ausgewählter Fragmente aus der Ersten Duineser Elegie.

6. Schluß: Zusammenfassende Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und die Herausforderung der Lyrikübersetzung.

7. Anhang: Übersetzung aus dem Internet: Dokumentation der verwendeten Internet-Übersetzung als Grundlage für den Vergleich.

8. Bibliographische Angaben: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Rainer Maria Rilke, Italien, Erste Duineser Elegie, Lyrikübersetzung, Rezeptionsgeschichte, Semantische Analyse, Literaturwissenschaft, Renaissance, Petrarkismus, Neuromantik, Symbolismus, Raumtheorie, Zeitanalyse, Übersetzungsvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Italien für Rilkes Werk und analysiert, wie seine Dichtung in Italien aufgenommen und von verschiedenen Übersetzern interpretiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Italien-Erfahrung Rilkes, der Rezeption durch italienische Literaten sowie einer detaillierten linguistischen und inhaltlichen Analyse der Ersten Duineser Elegie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine unabhängige semantische Analyse des Gedichts zu erstellen und auf dieser Basis zu prüfen, wie unterschiedliche philosophische Hintergründe der Übersetzer die italienische Lesart des Werkes beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz, der eine semantische Analyse (Raum, Zeit, Figuration) mit einem vergleichenden Übersetzungsstudium kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Untersuchung der Italienbezüge, eine Rezeptionsanalyse sowie die detaillierte semantische Analyse und den anschließenden praktischen Übersetzungsvergleich einzelner Textpassagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rilke-Rezeption, Italienbezug, Duineser Elegien, Literaturübersetzung, semantische Analyse und Literaturgeschichte kennzeichnen.

Welche Rolle spielt Gaspara Stampa in Rilkes Werk laut der Autorin?

Gaspara Stampa dient als Beispiel für eine Dichterin, die für Rilke aufgrund ihrer beispielhaften, gesteigerten Liebe von Bedeutung war und deren Werk eine thematische Nähe zum Petrarkismus aufweist.

Warum kritisiert die Autorin die Übersetzungen einiger italienischer Autoren?

Die Autorin kritisiert, dass viele Übersetzer ihren eigenen philosophischen Hintergrund in den Text hineininterpretieren oder durch eine freie Übersetzung die im Original angelegte, vorsichtige Differenzierung (z.B. bei Begriffen wie "geliebt" vs. "liebend") aufheben.

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Details

Title
Rainer Maria Rilke und Italien - Wirkung und Übersetzungen am Beispiel der Ersten Duineser Elegie
College
University of Hamburg  (Institut für Germanistik II)
Course
Seminar 1c: Rilke übersetzt
Grade
sehr schön
Author
Martina Ochs (Author)
Publication Year
2000
Pages
42
Catalog Number
V3867
ISBN (eBook)
9783638123921
Language
German
Tags
Italienaufenthalte Analyse der Ersten Duineser Elegie; Übersetzungsvergleich deutsch-italienisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Ochs (Author), 2000, Rainer Maria Rilke und Italien - Wirkung und Übersetzungen am Beispiel der Ersten Duineser Elegie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3867
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