In unserer Gesellschaft wird Nachhaltigkeit immer präsenter. In Zeiten des Klimawandels ist es fast schon alltäglich, dass in den Medien oder in den sozialen Netzwerken die Wichtigkeit von nachhaltigem Handeln kommuniziert wird. Aber nicht nur bei den Verbrauchern spielt Nachhaltigkeit eine immer wichtiger werdende Rolle, sondern auch auf Seiten der Unternehmen wird das Thema Nachhaltigkeit immer bedeutungsvoller.
Aufgrund dessen, dass Unternehmen jene Güter produzieren, welche die Menschen konsumieren und dass durch ihr wirtschaftliches Handeln die soziale und ökologische Umwelt beeinflusst wird, kommt diesen Wirtschaftssubjekten eine besonders hohe Bedeutung und Verantwortung zu. Im Zuge der ab 2017 eingeführten Berichterstattungspflicht, auf welche im Kapitel 2.1.3 näher eingegangen wird, stellen sich für die Unternehmen große Herausforderungen hinsichtlich der Bereitstellung von Nachhaltigkeitsinformationen.
Ein besonderes Problem dabei stellt die Integration von Nachhaltigkeit in die Gesamtstrategie des Unternehmens dar. Oft werden soziale und ökologische Belange losgelöst von der Unternehmensstrategie betrachtet und dadurch oft vernachlässigt. Durch die fehlende Implementierung in die Strategie des Unternehmens, werden Manager und auch die Mitarbeiter nicht in die Prozesse eingebunden, somit fehlt das nötige Commitment, welches bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen besonders wichtig ist. Auch wird das Thema Nachhaltigkeit und die nötige Informationsbeschaffung, oft als eher zeit- und kostenintensiv betrachtet und daher des Öfteren vom Management bewusst außer Acht gelassen.
Ziel dieser Arbeit ist es nun, die wichtigsten Handlungsfelder der BMW AG im Bereich Nachhaltigkeit herauszufiltern und diese mit Hilfe der Balanced Scorecard, in die vier Perspektiven zu integrieren. Die daraus entstehende Sustainability Balanced Scorecard (SBSC), soll helfen, die Umwelt- und Sozialaspekte in die Strategie der BMW AG zu integrieren und dadurch ein Beispiel dafür geben, wie die langfristige Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sichergestellt werden kann. Zur Veranschaulichung der kausalen Wirkungszusammenhänge, wird die SBSC im Anschluss als Strategie Map dargestellt.
Die Entwicklung der SBSC soll zeigen, wie Umwelt- und Sozialaspekte, erfolgreich in eine bestehende Unternehmensstrategie eingebunden werden können und soll veranschaulichen, wie Unternehmen, den Herausforderungen der Berichterstattungspflicht erfolgreich begegnen können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas und Problemstellung
1.2 Aufbau und Gliederung der Arbeit
1.3 Informationen zur BMW AG
2 Methodischer Rahmen
2.1 Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung
2.1.1 Definition und Begriff der Nachhaltigkeit
2.1.2 Die drei Säulen unternehmerischer Nachhaltigkeit
2.1.3 Nachhaltigkeitsberichterstattungspflicht
2.2 Nachhaltigkeitsbericht der BMW AG
2.2.1 Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens
2.2.2 Produkte und Dienstleistungen
2.2.3 Produktion und Wertschöpfung
2.2.4 Mitarbeiter und Gesellschaft
2.3 Entwicklung einer Sustainability Balanced Scorecard (SBSC)
2.3.1 Konzept der traditionellen Balanced Scorecard (BSC)
2.3.2 Eignung der BSC für das Nachhaltigkeitsmanagement
2.3.3 Integration von Nachhaltigkeit in die BSC
3 Ergebnisse
3.1 Entwicklung einer SBSC für die BMW AG
3.1.1 Formulierungsprozess einer Sustainability Balanced Scorecard
3.1.2 Auswahl der strategischen Geschäftseinheit (SGE)
3.1.3 Ermittlung der Umwelt- und Sozialexponiertheit
3.1.4 Beurteilung der strategischen Relevanz der Nachhaltigkeitsaspekte
3.2 Darstellung der SBSC als Strategie Map
4 Diskussion und Handlungsempfehlung
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die wichtigsten Handlungsfelder der BMW AG im Bereich Nachhaltigkeit zu identifizieren und diese mithilfe der Balanced Scorecard-Methodik in die Unternehmensstrategie zu integrieren, um eine langfristige Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sicherzustellen.
- Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Unternehmensstrategie
- Entwicklung einer Sustainability Balanced Scorecard (SBSC)
- Analyse der Nachhaltigkeitsstrategie der BMW AG
- Vergleich der Nachhaltigkeitsleistung mit Wettbewerbern
- Darstellung kausaler Wirkungszusammenhänge mittels Strategie Map
Auszug aus dem Buch
3.1.3 Ermittlung der Umwelt- und Sozialexponiertheit
Im folgenden Schritt werden nun die Umwelt- und Sozialaspekte ermittelt, welche die Fahrzeuge der Marke BMW betreffen. Dabei werden alle Nachhaltigkeitsaspekte des Unternehmens identifiziert, die für die betrachtete SGE von Bedeutung sind, jedoch vorerst unabhängig von ihrer strategischen Relevanz. Als Informationsgrundlage hierfür dienen der Geschäftsbericht 2016 und der Sustainable Value Report 2016 der BMW AG.
Ermittlung der Umweltexponiertheit:
Zur Darstellung der Umweltaspekte, wurde nachfolgend eine Tabelle erstellt, in der die jeweilige Form der Umwelteinwirkung, der spezifischen Ausprägung bei der strategischen Geschäftseinheit, gegenübergestellt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz von Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und definiert das Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte durch eine Sustainability Balanced Scorecard erfolgreich in die BMW-Unternehmensstrategie zu integrieren.
2 Methodischer Rahmen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, das Drei-Säulen-Modell sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Berichterstattung dargelegt und die Entwicklung der Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) methodisch eingeführt.
3 Ergebnisse: In diesem Kapitel wird die SBSC für die BMW AG schrittweise entwickelt, indem Umwelt- und Sozialaspekte ermittelt, strategisch bewertet und in eine Strategie Map überführt werden.
4 Diskussion und Handlungsempfehlung: Das Kapitel diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der gesetzlichen Berichterstattungspflicht und zieht einen Wettbewerbsvergleich mit Daimler, um die Vorbildrolle der BMW AG im Nachhaltigkeitsmanagement zu belegen.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wesentlichen Erkenntnisse und bestätigt, dass die gewählten Methoden der BMW AG einen wirksamen Beitrag zur langfristigen Nachhaltigkeit leisten.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Sustainability Balanced Scorecard, SBSC, BMW AG, Umweltmanagement, Soziale Verantwortung, Unternehmensstrategie, Berichterstattungspflicht, Nachhaltigkeitsbericht, Strategie Map, Leistungstreiber, Ressourceneffizienz, Stakeholder, Wettbewerbsvergleich, Nachhaltigkeitsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit untersucht, wie Nachhaltigkeitsaspekte durch die Anwendung einer Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) systematisch in die Unternehmensstrategie der BMW AG integriert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen ökologische und soziale Nachhaltigkeit, Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie strategisches Management mittels Kennzahlensystemen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Konzeption einer SBSC, um Umwelt- und Sozialaspekte nicht isoliert zu betrachten, sondern sie direkt mit den strategischen Zielen und dem finanziellen Erfolg des Unternehmens zu verknüpfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) als Integrationsinstrument, basierend auf einer Analyse der Nachhaltigkeitsberichte und dem Stakeholder-Ansatz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der Identifikation von Umwelt- und Sozialexponiertheit der BMW-Automobilsparte sowie der schrittweisen Entwicklung und Visualisierung der SBSC in einer Strategie Map.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeit, SBSC, BMW AG, Strategie Map, Stakeholder, Leistungstreiber und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Wie unterscheidet sich der Ansatz der BMW AG von dem der Daimler AG?
Der Vergleich zeigt, dass die BMW AG im direkten Vergleich bei Ressourcenverbrauch und Mitarbeiterkennzahlen, wie der Krankenquote und Fluktuation, teilweise vorteilhafte Ergebnisse erzielt, was auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit hindeutet.
Warum wurde auf eine zusätzliche "Nicht-Markt-Perspektive" verzichtet?
Nach der Analyse stellte sich heraus, dass alle strategisch relevanten Umwelt- und Sozialaspekte bereits erfolgreich in die vier klassischen BSC-Perspektiven integriert werden konnten.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Hackl (Autor:in), 2016, Die Entwicklung einer Sustainability Balanced Scorecard für die BMW AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386886