Zum besseren Verständnis der empirischen Nachfrageanalyse von Fisch und Fischwaren sollen im ersten Teil der Arbeit die theoretischen Grundlagen vermittelt werden. Zu diesen Grundlagen gehören die Kapitel 2 bis 5. Im Kapitel 2 wird die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in der BRD unter den Gesichtspunkten Verarbeitungsform, Bezugsquelle, Spezies und Saisonalität beschrieben. Im darauf folgenden Kapitel 3 wird zum einen das Zustandekommen sowie die theoretischen Merkmale der Nachfrage dargestellt. Weiterhin werden einige häufig benutzte Modelle zur Klärung des Nachfrageverhaltens samt Beispielen aus der empirischen Literatur präsentiert. Im vierten Kapitel wird auf die möglichen Datenquellen, welche potentiell zur Nachfrageanalyse zur Auswahl stehen, eingegangen. Im 5. Kapitel wird ein Überblick über die Entwicklung und den Stand der potentiellen Einflussgrößen, untergliedert in die ökonomischen Determinanten Preise, Einkommen und Konsumausgaben sowie verschiedene soziodemographische und psychische Einflussgrößen, gegeben. Im nun folgenden praktischen Teil der Arbeit werden im 6. Kapitel die getroffenen Hypothesen abgeleitet, zu deren Bestätigung oder Widerlegung sich die empirische Analyse zur Nachfrage nach Fisch und Fischwaren im gleichen Kapitel anschließt. Die Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse inklusive des Vergleichs mit anderen wichtigen Studien folgt im Kapitel 7, um zum einen Interpretationen für die gewonnenen Ergebnisse zu liefern und zum anderen Schwachstellen und Ansatzpunkte für zukünftige Verbesserungen aufzuzeigen. Zum Abschluss dient ein Fazit in Kapitel 8, in welchem auch die eingangs gestellten Fragen abschließend beantwortet werden sollen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2. DURCHFÜHRUNG
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
2.1. NACHFRAGE NACH SPEZIES
2.2. NACHFRAGE NACH EINKAUFSSTÄTTE
2.3. NACHFRAGE NACH ART DER VERARBEITUNG
2.4. SAISONALITÄT DER NACHFRAGE
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
3.1. NUTZENMAXIMIERUNG ALS AUSGANGSPUNKT DER NACHFRAGE
3.2 EIGENSCHAFTEN DER NACHFRAGE
3.3. NACHFRAGESYSTEME
3.3.1. Linear Expenditure System (LES)
3.3.2. Almost Ideal Demand System (AIDS)
3.3.3. Rotterdam-Modell
3.3.4. Anwendungen von Nachfragesystemen in der Empirie
3.4. EINZELGLEICHUNGEN
3.4.1. Charakterisierung der Nachfrageanalyse mittels Einzelgleichungen
3.4.2 Anwendungen von Einzelgleichungen in der Empirie
4. Mögliche Datenquellen für Nachfrageanalysen
4.1. ZEITREIHEN
4.2. QUERSCHNITTSDATEN
4.3. GEPOOLTE DATEN
5. Verlauf und Stand potentieller Einflussgrößen
5.1. ENTWICKLUNG UND AKTUELLER STAND DER ÖKONOMISCHEN VARIABLEN
5.1.1. Eigen- und Kreuzpreise
5.1.2. Einkommen und Konsumausgaben
5.2. ENTWICKLUNG UND AKTUELLER ZUSTAND DER SOZIODEMOGRAPHISCHEN VARIABLEN
5.2.1. Haushaltsstruktur
5.2.2. Haushaltsgröße
5.2.3. Herkunft
5.2.4. Altersstruktur
5.2.5. Ausbildung
5.3. PSYCHISCHE UND WEITERE DIE PRÄFERENZEN ERKLÄRENDE EINFLUSSGRÖßEN
6. Empirische Nachfrageanalyse
6.1. FISCH UND FISCHWAREN
6.2. SB-FISCH UND FISCHWAREN
6.3. LOSER FISCH UND FISCHWAREN
6.4. GERÄUCHERTER FISCH UND FISCHWAREN
6.5. FRISCHER FISCH UND FISCHWAREN
6.6. MARINIERTER FISCH UND FISCHWAREN
6.7. TIEFGEFRORENER FISCH UND FISCHWAREN
7. Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in deutschen Privathaushalten. Ziel ist es, die Einflussgrößen zu identifizieren und zu quantifizieren, die den Verbrauch sowie die Ausgaben für Fischprodukte beeinflussen, wobei neben ökonomischen Faktoren wie Preisen und Einkommen auch soziodemographische Merkmale betrachtet werden.
- Analyse ökonomischer Einflussfaktoren (Preis, Einkommen, Konsumausgaben)
- Einfluss soziodemographischer Merkmale auf das Nachfrageverhalten
- Untersuchung der Saisonalität der Nachfrage
- Überprüfung theoretischer Nachfragemodelle an empirischen Daten
- Differenzierung nach Haushaltstypen und Produktkategorien
Auszug aus dem Buch
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
In den letzten Jahren wurden in Nachfrageanalysen für Lebensmittel in Deutschland und anderen Industrieländern wiederholt festgestellt, dass zunehmend außerökonomische Einflüsse die Konsumentscheidung für und wider ein Produkt beeinflussten. Die Zeiten, in welchen zu weiten Teilen Preise und Einkommen den Nachfrageverlauf von Lebensmitteln bestimmten, schienen somit der Vergangenheit anzugehören, bedenkt man auch den stetig gefallenen Anteil der Nahrungsmittelausgaben an den Konsumausgaben. Jedoch wäre es gerade bei der Produktgruppe Fisch und Fischwaren interessant das Spannungsfeld aus ökonomischen Sachzwängen, aufgrund der relativ hohen Durchschnittspreise, und der sich unterschiedlich auf die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren auswirkenden soziodemographischen Haushaltsmerkmale zu untersuchen.
Dazu soll die vorliegende Arbeit „Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in Deutschland“ beitragen, diejenigen Einflussgrößen zu bestimmen und zu quantifizieren, die den Verbrauch von Fisch und Fischwaren sowie die Ausgaben hierfür in deutschen Privathaushalten beeinflussten.
So sollen folgende Fragen beantwortet werden können:
• Haben Veränderungen der Preise und Einkommen noch einen Einfluss auf die Nachfragemenge sowie die Ausgaben für Fisch und Fischwaren?
• Welche Größen wirken sich darüber hinaus auf die Nachfrage aus?
• Wird die Saisonalität der Nachfrage ausschließlich von ökonomischen und soziodemographischen Determinanten beeinflusst?
• Wirken sich Veränderungen der Determinanten unterschiedlich auf die Nachfrage der verschiedenen Haushaltstypen aus? Und wenn ja, warum?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der zentralen Forschungsfragen sowie ein Überblick über den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren: Deskriptive Analyse des deutschen Fischmarktes unter Berücksichtigung von Spezies, Einkaufsstätten, Verarbeitungsformen und Saisonalität.
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln: Theoretische Herleitung der Nachfragefunktionen sowie Vorstellung gängiger ökonometrischer Modellansätze.
4. Mögliche Datenquellen für Nachfrageanalysen: Diskussion der Eignung von Zeitreihen-, Querschnitts- und gepoolten Daten für ökonometrische Schätzungen.
5. Verlauf und Stand potentieller Einflussgrößen: Darstellung der zeitlichen Entwicklung ökonomischer und soziodemographischer Variablen als Basis für die empirische Analyse.
6. Empirische Nachfrageanalyse: Durchführung der ökonometrischen Untersuchung der Nachfrage nach verschiedenen Fischprodukten und Hypothesenprüfung anhand von Regressionsmodellen.
7. Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse: Kritische Reflexion der methodischen Entscheidungen und Vergleich mit bestehenden Forschungsarbeiten.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der eingangs formulierten Forschungsfragen.
Schlüsselwörter
Nachfrageanalyse, Fischkonsum, Privathaushalte, Konsumausgaben, Preis, Einkommen, Saisonalität, Soziodemographie, Regressionsanalyse, Elastizitäten, Haushaltstypen, Deutschland, Marktforschung, Lebensmittelnachfrage, Konsumverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Diplomarbeit analysiert die Bestimmungsfaktoren der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in deutschen Privathaushalten unter Berücksichtigung verschiedener Produktgruppen und Haushaltstypen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf ökonomischen Determinanten wie Preisen und Haushaltseinkommen, demografischen Einflussfaktoren sowie der saisonalen Nachfrageentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, die Einflussgrößen auf den Fischverbrauch und die damit verbundenen Konsumausgaben zu bestimmen und quantitativ zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit verwendet multiple Regressionsmodelle (Kleinst-Quadrat-Methode), um Zusammenhänge zwischen den Nachfragemengen und verschiedenen Einflussvariablen zu schätzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Nachfrage, die Datenquellen, eine Analyse der Einflussgrößen sowie die empirische Schätzung und anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Nachfrageanalyse, Fischkonsum, Konsumausgaben, Regressionsanalyse, Elastizitäten und soziodemographische Bestimmungsfaktoren.
Welchen Einfluss hatte das BSE-Thema auf die Ergebnisse?
Das Auftreten von BSE in Deutschland führte zu einer Substitution von Rindfleisch durch andere Proteinquellen wie Geflügel und Fisch, was in den Modellen als signifikanter, kurzfristiger Sondereffekt identifiziert werden konnte.
Wie unterscheidet sich die Qualität von Fisch bei unterschiedlichen Haushaltstypen?
Die Arbeit definiert Qualität über das Verhältnis von Ausgaben zu Menge; es zeigt sich, dass Konsumenten bei steigenden Konsumausgaben tendenziell höherwertigere Ware nachfragen, wobei sich dies zwischen den untersuchten Haushaltstypen signifikant unterscheidet.
- Quote paper
- Stefan Tönniges (Author), 2005, Die Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38689