Die vorliegende Arbeit hat den Anspruch, Ansatzpunkte und Gestaltungsmöglichkeiten der Preisbildung zu identifizieren und darzustellen. Im zweiten Kapitel dieser Arbeit werden zunächst die Grundlagen des Preismanagements dargestellt. Dazu gehören die begriffliche Definition des Preises und des Preismanagements und dessen Ziele. Das dritte Kapitel hebt die verschiedenen Arten der Preisbildung hervor und erläutert diese eingehend. Aufbauend auf die Arten werden im selbigen Kapitel die Positionierung und die Vorgehensweise an einem Beispiel verdeutlicht. Im vierten Kapitel wird dann der Blickwinkel auf die Preispsychologie anvisiert. Der Preisvergleich wird mit einigen aktuellen Beispielen dargelegt und erläutert. Das letzte Kapitel dieser Arbeit konzentriert sich ausschließlich auf die Preispsychologie und verdeutlicht mit Hilfe einiger Beispiele Mehrprodukt, Angebote und zeitabhängige Preispolitik. Die Kürze dieser Arbeit lässt zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit zu; es soll aber einen Überblick über die wichtigsten Instrumente und deren Zusammenhänge gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des Preismanagements
2.1 Begriffserklärung des Preises
2.2 Begriffserklärung und Perspektiven des Preismanagements
2.3 Ziele des Preismanagements
3 Arten der Preisbildung
3.1 Kostenorientierte Preisbildung
3.2 Wettbewerbsorientierte Preisbildung
3.3 Nachfrageorientierte Preisbildung
3.4 Preisstragien des Preises
3.4.1 Preispositionierung
3.4.2 Vorgehensweise
4 Preispsychologie
4.1 Preisvergleich
4.2 Preisbündelung
4.3 Zeitabhängige Preispolitik
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Strategien und psychologischen Einflussfaktoren im modernen Preismanagement, um Ansatzpunkte für eine effektive Preisgestaltung zu identifizieren und die Zusammenhänge zwischen Preis, Kaufentscheidung und Unternehmenserfolg aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen des Preismanagements
- Verfahren der kosten-, wettbewerbs- und nachfrageorientierten Preisbildung
- Methoden der Preispositionierung
- Psychologische Mechanismen der Preiswahrnehmung
- Instrumente wie Preisbündelung und zeitabhängige Preispolitik
Auszug aus dem Buch
3.1 Kostenorientierte Preisbildung
Die kostenorientierte Preisbestimmung basiert primär aus Resultaten der Kostenkalkulation. Bei der Preisbildung wird der Preis durch einen prozentualen Aufschlag auf die Stückkosten bestimmt und versucht die anfallenden Kosten auf die Produkte zu verteilen.
Die Aufschlagbasis hierfür sind die gesamten Stückkosten (Vollkostenkalkulation) oder die variablen Stückkosten (Teilkostenkalkulation). Die Aufschlagsätze sind entweder firmenüblich, branchenüblich oder eigenartig bestimmt. Die Nachfrageverschiebung der Produkte werden hier als Einflussfaktor nicht beachtet. Ein wesentlicher Nachteil hier ist die Vollkostenkalkulation als Aufschlagsatz. Sind die Absätze des Produktes am Markt nicht wie geplant und sinken, steigen somit die Vollkosten pro Stück. Dies beeinflusst entweder den Preis oder die Marge. Setze man die Preise daraus folgend höher, so führt es i.d.R. zu einem Absatzrückgang, und dies wiederum zu höheren Preisen. Lässt man den Preis gleich, so sinkt die Marge und somit auch der geplante Unternehmensgewinn. Kehrt man nun den Effekt um, indem man die Nachfrage erhöht, führt dies zu einem wesentlichen Vorteil und die Preise sinken. Dies könnte, aber auch schnell zu einem weiteren Nachteil werden da immer die Gefahr besteht, dass ein Unternehmen bei Nachfragewachstum die Chancen auf höhere Gewinne verschenken. Aber aufgrund ihrer Anwendungsfreundlichkeit in der Praxis bilden 75% der Deutschen Unternehmen ihre Preise kostenorientiert (Simon/Fassnacht, 2016, S. 195 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Stellenwert des Preises im Marketing-Mix und skizziert die Relevanz einer strategischen Preisgestaltung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen des Preismanagements: Dieses Kapitel erläutert die begrifflichen Grundlagen, definiert den Preis und beleuchtet verschiedene Perspektiven sowie die übergeordneten Ziele des Preismanagements.
3 Arten der Preisbildung: Es werden die zentralen Preisbildungsverfahren (kosten-, wettbewerbs- und nachfrageorientiert) detailliert beschrieben und Strategien zur Preispositionierung inklusive ihrer Vorgehensweise aufgezeigt.
4 Preispsychologie: Hier wird der Einfluss von Preisdarstellungen und psychologischen Instrumenten wie Preisvergleichen, Bündelung und zeitabhängigen Modellen auf die Kaufentscheidung analysiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung eines ganzheitlichen, prozessorientierten Preismanagements zusammen und betont die Notwendigkeit, sowohl strategische als auch psychologische Faktoren für den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen.
Schlüsselwörter
Preismanagement, Preisbildung, Kostenorientierte Preisbildung, Wettbewerbsorientierung, Nachfrageorientierung, Preispositionierung, Preispsychologie, Preisvergleich, Preisbündelung, Zeitabhängige Preispolitik, Marketing-Mix, Kaufentscheidung, Gewinnmaximierung, Kundenwert, Preisstrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategischen und psychologischen Aspekte des Preismanagements in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernbereichen gehören die verschiedenen Arten der Preisbildung (kosten-, wettbewerbs- und nachfrageorientiert) sowie die Anwendung preispsychologischer Instrumente.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, Gestaltungsmöglichkeiten der Preisbildung aufzuzeigen und zu analysieren, wie Preismanagement zum langfristigen Unternehmenserfolg beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte renommierter Autoren wie Simon, Fassnacht und Diller systematisiert und durch Praxisbeispiele ergänzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse von Preisbildungsarten, die strategische Preispositionierung sowie die Untersuchung psychologischer Einflussfaktoren auf den Kunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Preismanagement, Preisbildung, Preispositionierung und Preispsychologie treffend beschreiben.
Warum ist eine kostenorientierte Preisbildung trotz ihrer Nachteile so verbreitet?
Aufgrund ihrer hohen Anwendungsfreundlichkeit und der einfachen Datenbasis nutzen laut Arbeit 75% der deutschen Unternehmen diese Methode.
Wie unterscheidet sich die Nischenstrategie von der Anpassungsstrategie bei der Preisbildung?
Während die Anpassungsstrategie lediglich auf die Preisgestaltung der Konkurrenz reagiert, fokussiert sich die Nischenstrategie bewusst auf bisher unbesetzte Marktsegmente und Differenzierung.
Was ist das zentrale Merkmal von Preisbündelung (Mehrproduktangebot)?
Bei der Preisbündelung werden mehrere Produkte gemeinsam zu einem Paketpreis angeboten, der unter der Summe der Einzelpreise liegt, um Kaufanreize zu schaffen.
- Arbeit zitieren
- Alperen Akçay (Autor:in), 2017, Anspruch, Ansatzpunkte und Gestaltungsmöglichkeiten der Preisbildung. Strategien und Psychologie in Preismanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387000