Unternehmen stehen stets vor der Herausforderung qualifizierte und vor allem engagierte MA auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Zudem wird es – auch in Anbetracht des demographischen Wandels – immer wichtiger, Leistungsträger zu halten. Unternehmen versuchen heute mit zahlreichen Anreizen MA für sich zu gewinnen, sie zu motivieren bzw. an sich zu binden. Dazu bedienen sie sich diverser monetärer und nicht-monetärer Anreizsysteme.
In dieser Hausarbeit werden ausgewählte monetäre und nicht-monetäre Anreizsyste-me kritisch mit Blick auf die aus ihnen resultierende Mitarbeitermotivation untersucht. Es stellt sich die Frage: Welche ausgewählten monetären und nicht-monetären Anreizsysteme sind in der heutigen Zeit zur Mitarbeitermotivation, -gewinnung und -haltung wirklich effektiv?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlegendes
2.1 Definition Anreizsysteme
2.2 Abgrenzung monetärer und nicht-monetärer Anreizsysteme
2.3 Definition Motivation
2.4 Darstellung ausgewählter Motivationstheorien
3. Kritische Begutachtung ausgewählter monetärer Anreizsysteme
3.1 Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung
3.1.1 Grundlegendes
3.1.2 Auswirkungen eines Betriebskindergartens auf die Mitarbeitermotivation
3.1.3 Weitere positive Aspekte
3.1.4 Nachteile
3.2 Erfolgsbeteiligung
3.2.1 Grundlegendes
3.2.2 Leistungsbeteiligung
3.2.3 Gewinnbeteiligung
3.2.4 Nachteile
4. Kritische Begutachtung ausgewählter nicht-monetärer Anreizsysteme
4.1 Arbeitsplatzgestaltung
4.1.1 Grundlegendes
4.1.2 Grenzen der Arbeitsplatzgestaltung
4.2 Führungsstil des Vorgesetzten
4.2.1 Grundlegendes
4.2.2 Kooperativer Führungsstil
4.2.3 Autoritärer Führungsstil
4.2.4 Passiver Führungsstil
4.2.5 Allgemeine Erkenntnisse zur Verknüpfung von Führungsstil und MA Motivation
5. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht kritisch ausgewählte monetäre und nicht-monetäre Anreizsysteme hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei der Mitarbeitermotivation, -gewinnung und -haltung vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie dem demographischen Wandel.
- Grundlagen der Motivationspsychologie und Anreiztheorie
- Analyse monetärer Anreize: Kinderbetreuung und Erfolgsbeteiligung
- Analyse nicht-monetärer Anreize: Arbeitsplatzgestaltung und Führungsstil
- Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg und der Zieltheorie von Locke
- Bewertung der Praxistauglichkeit und Effektivität der verschiedenen Anreizsysteme
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Auswirkungen eines Betriebskindergartens auf die Mitarbeitermotivation
Ein Betriebskindergarten kann zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen. Nach der „Zwei-Faktoren-Theorie“ von Herzberg kann die betriebliche Kinderbetreuung den Bereichen Unternehmenspolitik, Arbeitsbedingungen, eigenes Leben und damit den Hygienefaktoren zugeordnet werden. Weist die Arbeit in diesen Punkten Defizite auf (z.B. weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur unzulänglich möglich ist), kann und wird dies zur Unzufriedenheit des MA führen. So ist evident, dass MA, die nach der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen, jedoch keine Möglichkeit der Kinderbetreuung finden, unzufrieden werden und ggf. die Frage aufwerfen könnten, weshalb sich das Unternehmen nicht in diesem Bereich engagiert.
Aufgrund des Mangels an öffentlichen Kindergrippen sind Eltern in den ersten drei Lebensjahren des Kindes oft gezwungen, nicht oder nur deutlich reduziert zu arbeiten. Der Ansatz einer betrieblichen Kinderbetreuung greift hier an und wäre demzufolge in der Betreuungszeit bis zum dritten Lebensjahr sehr effektiv. Eltern könnten demnach früher aus der Elternzeit zurückkehren und der Arbeitgeber kann so Kosten für die Wiedereinarbeitung, die bei längerer Abwesenheit höher sein werden als bei nur kürzerer Abwesenheit, sowie Kosten der Elternzeitvertretung einsparen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Mitarbeitergewinnung und -bindung ein und definiert die Zielsetzung der kritischen Untersuchung verschiedener Anreizsysteme.
2. Grundlegendes: Hier werden zentrale Begriffe wie Anreizsystem und Motivation geklärt sowie theoretische Modelle, insbesondere die Motivationstheorien von Herzberg und Locke, erläutert.
3. Kritische Begutachtung ausgewählter monetärer Anreizsysteme: Dieses Kapitel analysiert die betriebliche Kinderbetreuung sowie verschiedene Formen der Erfolgsbeteiligung auf ihren Motivationscharakter hin.
4. Kritische Begutachtung ausgewählter nicht-monetärer Anreizsysteme: Hier werden die Arbeitsplatzgestaltung und der Führungsstil als immaterielle Einflussfaktoren auf die Mitarbeitermotivation kritisch geprüft.
5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der untersuchten Anreizsysteme als Motivatoren oder Hygienefaktoren.
Schlüsselwörter
Anreizsysteme, Mitarbeitermotivation, monetäre Anreize, nicht-monetäre Anreize, Herzberg, Zwei-Faktoren-Theorie, Zieltheorie, Locke, Betriebskindergarten, Erfolgsbeteiligung, Arbeitsplatzgestaltung, Führungsstil, Mitarbeiterbindung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Leistungssteigerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit setzt sich mit der kritischen Untersuchung von Anreizsystemen auseinander, die Unternehmen einsetzen, um Mitarbeiter zu gewinnen, zu motivieren und langfristig zu binden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Analyse konzentriert sich auf monetäre Anreize wie Kinderbetreuung und Erfolgsbeteiligung sowie auf nicht-monetäre Anreize, darunter die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Führungsstil.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche der untersuchten Anreizsysteme in der heutigen Zeit wirklich effektiv sind, um Mitarbeiter effektiv zu motivieren und zu halten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Untersuchung erfolgt auf Basis theoretischer Modelle, konkret der „Zwei-Faktoren-Theorie“ von Herzberg und der „Zieltheorie“ von Locke, die als methodischer Filter für die kritische Begutachtung dienen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von monetären Anreizsystemen (Kapitel 3) und nicht-monetären Anreizsystemen (Kapitel 4), wobei jeweils Grundlegendes, Anwendungsformen und kritische Nachteile beleuchtet werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Motivationstheorien, monetäre und immaterielle Anreizgestaltung, Mitarbeiterbindung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Warum ist die betriebliche Kinderbetreuung primär als Hygienefaktor einzustufen?
Nach der Theorie von Herzberg dient sie vorrangig dazu, Unzufriedenheit zu vermeiden, die durch die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf entstehen würde, wirkt aber bei Vorhandensein nicht direkt leistungssteigernd.
Welches Risiko bergen Erfolgsbeteiligungsmodelle laut der Arbeit?
Ein wesentliches Risiko besteht darin, dass Mitarbeiter unternehmerische Fehlentscheidungen oder wirtschaftliche Schwankungen mittragen müssen, auf die sie keinen Einfluss haben, was bei ausbleibenden Bonuszahlungen zu Demotivation führt.
Wie kann der Führungsstil als Motivator wirken?
Ein kooperativer Führungsstil, der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbindet und eigenverantwortliches Arbeiten fördert, erfüllt laut Locke wichtige Motivationsvoraussetzungen und bietet laut Herzberg wichtige Motivatoren.
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- Dorothée Hahn (Author), 2018, Monetäre und nicht-monetäre Anreizsysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387016