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Augustus und die Senatoren. Das Verhältnis zwischen dem Princeps und Roms Führungsschicht

Titel: Augustus und die Senatoren. Das Verhältnis zwischen dem Princeps und Roms Führungsschicht

Hausarbeit , 2017 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tanja Markovic (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach Caesars Tod am 15. März 44 trat eine neue Person in die politische Welt des alten Roms, sein Adoptivsohn und Erbe C. Iulius Caesar, später Augustus genannt. Er blieb eine zentrale Figur in dieser Welt bis zu seinem Tod 14 n. Chr. Hunderte und sogar tausende Jahre später ist er nach wie vor eine faszinierende Figur, deren Persönlichkeit und politisches Handeln noch heutzutage im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Diskussion stehen.

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Thema Augustus und die Senatoren auseinander und erstellt eine Beschreibung des Verhältnisses zwischen dem Princeps und Roms Führungsschicht, das mit andauernden Dispute und Konsense erfüllt war. Im Folgenden wird die Rolle des Senats und der Senatoren in der römischen Republik und der frühen Kaiserzeit erläutert und die Hauptmerkmale des Senatorenstandes genannt. Es werden folgende Fragen im Mittelpunkt stehen: „Wie verhält sich Augustus gegenüber der politischen Institution des Senats?” und „Wie verändert sich der Senat unter Augustus, wie beeinflusst er ihn?” Aus den Wirren des römischen Bürgerkriegs trat Augustus als Sieger hervor, aber sein verfassungsrechtlicher Status war noch unsicher. Er wollte auf seine Macht auf keinen Fall verzichten, daher musste er unbedingt eine Übereinkunft mit dem Senat als damaligen Machtträger erzielen. Augustus wollte nicht den gleichen Fehler wie sein Adoptivvater machen, der auf seine Absicht, allein zu herrschen, allzu deutlich anspielte. Es soll in diesem Text aufgezeigt werden, wie es Augustus gelang, durch verschiedene Inszenierungen, neue Sittengesetze und Senatsreformen die Zusammensetzung des Senats zu bestimmen und zu kontrollieren. Im Laufe der Zeit verlor der Senat allmählich seine Macht und Augustus sicherte seine Stellung, was ihm den endgültigen Durchbruch zur Alleinherrschaft ermöglichte.

Diese Arbeit ist nicht streng chronologisch gegliedert, sondern viel mehr in thematische Einheiten unterteilt. Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren 27 bis 18 v. Chr. 27 v. Chr. als das Jahr der Zeitenwende für sowohl Augustus, als auch für die Geschichte Roms allgemein. 23 v. Chr. ist das Jahr der Krise und 18 v. Chr. das Jahr der größten Senatssäuberung und mehrerer Senatsreformen von hoher Bedeutung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Senatorenstand (ordo senatorius)

2.1. Äußere Standesabzeichen

3. Der Senat(or) in der römischen Republik

4. Der Princeps und die römische Oberschicht

4.1. Übergabe der res publica

4.2. Neustrukturierung des Senats

4.3. Senatsreformen, neue Sittengesetze und ihre Folgen

4.3.1. Consilium

4.4. Homines novi

4.6. Das Jahr der Krise

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Machtverhältnis zwischen Augustus und der römischen Senatsaristokratie in der Übergangsphase von der Republik zum Prinzipat. Im Fokus steht die Frage, durch welche politischen Mechanismen, rechtlichen Reformen und symbolischen Inszenierungen es Augustus gelang, den Senat in eine von ihm abhängige Institution umzuwandeln und seine eigene Alleinherrschaft zu festigen.

  • Die Rolle des Senats in der römischen Republik und der frühen Kaiserzeit
  • Methoden der Senatskontrolle durch Augustus (u.a. lectiones senatus, Sittengesetze)
  • Die politische Instrumentalisierung des consilium
  • Integration und Rekrutierung von homines novi zur Stärkung der kaiserlichen Machtbasis
  • Die Transformation des Senats von einem mächtigen Staatsorgan zu einem folgsamen Vollzugsorgan

Auszug aus dem Buch

4.1. Übergabe der res publica

Im Jahr 27 v. Chr. gab Augustus die res publica an Senat und Volk zurück bzw. wiederherstellte er angeblich die traditionelle republikanische Ordnung. Was er aber in Wirklichkeit machte, ist ziemlich offensichtlich. Der Akt der Überführung der res publica in die Verfügungsgewalt von Senat und römischem Volk war ein hervorragend inszenierter Trick, mit dem Augustus seine Alleinherrschaft durch den Senat bestätigt bekam. Laut Peter Sattler ,,ging es offenbar gar nicht um den Rücktritt Caesars, sondern um die Überführung seiner außerordentlichen und staatsrechtlich nicht sanktionierten Macht in eine Stellung, für die er die Anerkennung des Senates und des Volkes finden konnte”.16

An der Senatssitzung vom 13. Januar 27 v. Chr. teilte Augustus dem Senat Folgendes mit: ,,Euch, den vortrefflichsten, verständigsten Männern, überantworte ich den Staat. [...] und will daher lieber mit Ehren Privatmann als unter Gefahren Alleinherrscher sein.”17 Nur wenige Senatoren wussten um Augustus wahre Absicht und Sattler behauptet, dass er mit diesen Senatoren die Ziele und die Regie der Sitzung vorab besprochen haben muss.18 Die übrigen Senatoren entweder misstrauten seinen Ausführungen oder schenkten ihm ihren Glauben. Beide dieser Gruppen waren verwundert, die erste über seine Verschlagenheit und die zweite über seinen Entschluss. Und sie ärgerten sich, die einen über seine Verstellung, die anderen über seinen Gesinnungswechsel, denn sie wollten die Monarchie und waren entrüstet, weil er seine Meinung wechselte. Obwohl sie von diesen Ankündigungen verschieden berührt waren, benahmen sie sich auf gleiche Weise, als ob sie alle ihm glaubten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Beziehung zwischen Augustus und dem Senat sowie Darstellung der zentralen Fragestellungen und des thematischen Schwerpunkts der Arbeit.

2. Der Senatorenstand (ordo senatorius): Definition und soziologische Einordnung des Senatorenstandes sowie Beschreibung seiner äußeren Standesmerkmale und Exklusivität.

3. Der Senat(or) in der römischen Republik: Darstellung der Rolle und Funktionen des Senats als wichtigstes Staatsorgan der Republik vor der Etablierung des Prinzipats.

4. Der Princeps und die römische Oberschicht: Zentrale Analyse der politischen Manipulationen, Reformen und Gesetzesänderungen, durch die Augustus den Senat unter seine Kontrolle brachte.

5. Schlussbetrachtung: Fazit über den schleichenden Machtverlust des Senats und die erfolgreiche Transformation Roms zur Monarchie unter dem Deckmantel republikanischer Tradition.

Schlüsselwörter

Augustus, Senat, Senatorenstand, Prinzipat, res publica, Alleinherrschaft, Machtverhältnis, Senatsreformen, Sittengesetze, consilium, homines novi, Kaiserzeit, römische Oberschicht, Politikgeschichte, Machtinstrumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Verhältnis zwischen dem ersten römischen Kaiser Augustus und dem Senat, um aufzuzeigen, wie Augustus die Machtverhältnisse zugunsten seiner eigenen Alleinherrschaft verschob.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die soziale Struktur des Senatorenstandes, die Rolle des Senats in der Republik, die Methoden der kaiserlichen Einflussnahme sowie die Integration neuer Eliten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Augustus durch Inszenierungen und Reformen den Senat kontrollierte und zu einem von ihm abhängigen Vollzugsorgan umformte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung antiker Quellen (u.a. Sueton, Cassius Dio) und moderner fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Übergabe der res publica, der Neustrukturierung des Senats, spezifischen Senatsreformen und Sittengesetzen sowie der Bedeutung des consilium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Augustus, Senat, Prinzipat, Machtkontrolle, Senatorenstand und Transformation sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielten die sogenannten "neuen Menschen" (homines novi)?

Die homines novi waren aufsteiger, die den Kaiser unterstützten. Ihre Aufnahme in den Senat stärkte die loyale Basis des Herrschers und schwächte die Macht der alten, widerspenstigen Adelsfamilien.

Warum war das Jahr 23 v. Chr. ein Krisenjahr für Augustus?

Dieses Jahr war geprägt durch eine Verschwörung gegen ihn, seine schwere Erkrankung sowie die Notwendigkeit, sein Konsulat niederzulegen, was die Instabilität seiner Machtposition verdeutlichte.

Welche Bedeutung hatte das consilium für die Regierung?

Das consilium war ein vom Kaiser geschaffener Ausschuss, der zur Vorbereitung senatorischer Geschäfte diente und Augustus de facto die Kontrolle über die Gesetzgebung des Senats ermöglichte.

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Details

Titel
Augustus und die Senatoren. Das Verhältnis zwischen dem Princeps und Roms Führungsschicht
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Veranstaltung
Bachelorseminar Augustus
Note
1,7
Autor
Tanja Markovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V387017
ISBN (eBook)
9783668610187
ISBN (Buch)
9783668610194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Augustus Senatoren Senat Rom res publica
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Markovic (Autor:in), 2017, Augustus und die Senatoren. Das Verhältnis zwischen dem Princeps und Roms Führungsschicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387017
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Leseprobe aus  24  Seiten
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