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Einsatz von Enterprise Social Networks in Relation zu Wissensmanagement-Modellen

Title: Einsatz von Enterprise Social Networks in Relation zu Wissensmanagement-Modellen

Academic Paper , 2017 , 79 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Schon seit der Jahrtausendwende begreifen wir unsere gesellschaftliche Entwicklung als „Gegenwartsgesellschaft …[der] Informations-, Kommunikations-, oder Wissensgesellschaft.“ (Heidenreich, 2000). Die rasante Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen, Fusionen und neuen technischen Möglichkeiten unterliegen einer steigenden Dynamik. Diese Dynamik verstärkt sich weiterhin durch die digitale Transformation. Die Wissenschaft hat schon in den neunziger Jahren erkannt, dass sich die Gesellschaft zu einer Wissensgesellschaft weiterentwickelt aufgrund von technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, aber auch durch den rasanten Wachstum der Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Entwicklung schreitet bis heute fort. Während dem Aufkommen der Digitalisierung haben sich meist nur die technologischen Vorreiter oder neue Unternehmen / Start-ups intensiv mit neuen Möglichkeiten digitaler Innovationen beschäftigt. Ein großer Teil der traditionellen Unternehmen ist sehr verhalten bezüglich Innovationen und dem Wandel in eine digitale Gesellschaft. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie nur überlebensfähig bleiben und sich gegenüber der Konkurrenz behaupten können, wenn sie ebenfalls Innovationen hervorbringen können, und tradierte Geschäftsmodelle, die im vergangenen Jahrhundert noch funktionierten, überholen oder durch neue ersetzen. Als zentrale Ressource für dieses Vorhaben ist Wissen ein unverzichtbares Element.

Wissens ist deshalb so komplex, da bis heute verschiedene Definitionen von Wissen bestehen und immer noch keine einzig konkrete Definition von Wissen besteht. Mittlerweile haben sich diese Entwicklungen in sogenannter Social Software im privaten Gebrauch, aber auch in der Geschäftswelt etabliert. Social Software hat dadurch den Gebrauch und das Management von Wissen immens verändert. Wissen ist eine dynamische Ressource, denn sie kann einerseits durch Kombination mit anderen expliziten Wissensquellen neue Erkenntnisse hervorbringen und andererseits kann ihre Haltbarkeit begrenzt sein: „Deshalb ist eine Wissensgesellschaft nicht nur durch die Zunahme von Wissen, Fachkompetenz und Innovationen, sondern auch durch die Zunahme von Ungewissheit, Risiken und Ambiguitäten gekennzeichnet" (Heidenreich, 2000). Diese Entwicklungen machen es notwendig den Umgang mit Wissen zu professionalisieren, um gleichzeitig Innovation und Weiterentwicklung voranzutreiben und Risiken und Unsicherheiten kontrollieren zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ziel

1.2 Aufbau

2 Wissensmanagement

2.1 Begriffliche Abgrenzungen

2.2 Wissen kategorisieren

2.3 Ansätze im Wissensmanagement

2.4 Modelle im Wissensmanagement

2.4.1 Betriebswirtschaftlicher Baustein-Ansatz nach Probst

2.4.2 Wissenschaftliche Ansatz nach Nonaka und Takeuchi

2.4.3 Pädagogisch-psychologischer Ansatz nach Reinmann-Rothmeier und Mandl

3 Enterprise Social Networks

3.1 Historische Entwicklungen

3.2 Social Software

3.2.1 Social Software im Einsatz von Wissensmanagement

3.3 Grundlagen: Enterprise Social Networks

3.3.1 Definition

3.3.2 Funktionen

3.3.3 Idealtypischer Kreislauf

3.3.4 Chancen und Risiken

3.4 Praxisbeispiele von Enterprise Social Networks

3.4.1 Microsoft Sharepoint

3.4.2 Yammer

3.4.3 IBM Connections

3.4.4 JIVE

3.5 Aufbauorganisation von Enterprise Social Networks

3.5.1 Nutzergruppen

3.5.2 Governance-Modell

3.5.3 ESN-Aufbauorganisation in Relation zu Wissensmanagement

4 Verknüpfungen von Wissensmanagementmodellen mit Enterprise Social Networks

4.1 Methodisches Vorgehen

4.1.1 Definition des leitfadengestützten Experteninterviews

4.1.2 Konstruktion und Ablauf

4.1.3 Auswahl der Experten

4.1.4 Methoden der Auswertung

4.2 Auswertungen der Expertenbefragungen

4.2.1 Beurteilungen im Zusammenhang von ESN und dem betriebswirtschaftlichen Baustein-Ansatz nach Probst

4.2.2 Beurteilungen im Zusammenhang von ESN und dem pädagogisch-psychologischen Ansatz nach Reinmann-Rothmeier und Mandl

4.2.3 Beurteilungen im Zusammenhang von ESN und dem wissenschaftlichen Ansatz nach Nonaka und Takeuchi

4.2.4 Beurteilungen im Zusammenhang von ESN und der Etablierung einer Aufbauorganisation

4.3 Erkenntnisse der Expertenbefragungen

4.3.1 Baustein Ansatz nach Probst

4.3.2 Pädagogisch-psychologischer Ansatz nach Reinmann-Rothmeier und Mandl

4.3.3 Wissenschaftlicher Ansatz nach Nonaka und Takeuchi

4.3.4 Modelle im Vergleich

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Enterprise Social Networks (ESN) im Kontext professioneller Wissensmanagement-Modelle. Ziel ist es, zu analysieren, welche Anforderungen an diese Netzwerke gestellt werden, welche Funktionen für die Umsetzung wesentlich sind und wie eine organisatorische Struktur zur Unterstützung des Wissensmanagements in ESN gestaltet sein muss.

  • Verknüpfung von Wissensmanagement-Theorien mit operativen ESN-Lösungen
  • Evaluation bekannter Modelle (Baustein-Ansatz, Wissensspirale, Münchener Modell)
  • Untersuchung der organisatorischen Governance und Nutzergruppen in ESN
  • Qualitative Validierung durch leitfadengestützte Experteninterviews
  • Analyse von Trends wie Künstlicher Intelligenz und Unternehmenskultur

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Definition

Die abstrakte Darstellung von einem Enterprise Social Network kann mithilfe von Clustern und Hubs (Richter und Koch 2008) erklärt werden. Ein Cluster stellt dabei eine Gruppe von Personen dar, die in enger Beziehung zueinanderstehen. Hubs sind Personen die, als Multiplikatoren dienen und besonders viele Beziehungen innerhalb dieses Clusters haben. Cluster sind über Brücken mit anderen Clustern verbunden. Die Knoten in den Clustern sind die einzelnen Personen. Sie sind durch Kanten miteinander verbunden. Kanten gelten als Interaktionen. Sobald die einzelnen Cluster miteinander verbunden sind, entsteht nach und nach ein komplexes Netzwerk. Das Netzwerken wird in der Regel als die Pflege und den Aufbau von Personen und Gruppen definiert (Richter und Koch 2008). Das Netzwerken beinhaltet vor allem Austausch und Kollaboration zu einem Interessenbereich, der durch dieses Netzwerken in positiver Weise beeinflusst wird. Um eine einheitliche Definition zu bieten kann auf Richter (2010) zurückgegriffen werden. Er definiert Social Networks als Anwendungen, die „Funktionen zum Identitätsmanagement zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern ermöglichen“ (Richter 2010, S. 86). Damit ist die Definition ziemlich nah an dem des Social Software Dreiecks (Koch und Richter 2007). Generell kann der Benutzer eines Social Networks also seine Kontaktdaten über das Portal veröffentlichen, Netzwerke schaffen durch das Hinzufügen von weiteren Kontakten, sich individuell präsentieren und die Entwicklung und Pflege von Kontakten vorantreiben in einer in einem vereinfachten Prozess. Das Social Network kann also als eine Art „Telefonbuch“ gesehen werden mit einer verbesserten Filterung und zusätzlichen Nutzen durch ergänzende Funktionen. Genau wie ein Telefonbuch kann auch ein Social Network von privater und öffentlicher Natur sein bzw. offen oder geschlossen. Offene Social Networks sind Portale wie Facebook oder Xing, in denen man sich ohne Barrieren registrieren kann und nach Kontakten suchen kann. Geschlossene Social Networks sind in der Regel Intranets von Unternehmen (Richter et al. 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Wissensmanagement in der digitalen Gesellschaft ein und umreißt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Wissensmanagement: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe des Wissensmanagements und stellt drei zentrale wissenschaftliche Modelle vor.

3 Enterprise Social Networks: Hier werden die historischen Entwicklungen, Funktionsweisen sowie Chancen und Risiken von Enterprise Social Networks detailliert betrachtet.

4 Verknüpfungen von Wissensmanagementmodellen mit Enterprise Social Networks: Das Kernstück der Arbeit validiert die theoretischen Modelle mittels Experteninterviews und analysiert deren Praxistauglichkeit.

5 Resümee: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert künftige Trends wie den Einfluss von Künstlicher Intelligenz.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Enterprise Social Networks, ESN, Wissensspirale, Baustein-Ansatz, Wissenskommunikation, Wissensidentifikation, Social Software, Aufbauorganisation, Experteninterview, Unternehmenskultur, Wissensnutzung, Wissensbewahrung, Kollaboration, Digital Business Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Enterprise Social Networks (ESN) als operative Werkzeuge zur Unterstützung etablierter Wissensmanagement-Modelle eingesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Wissensmanagement-Theorien, die Funktionsweise und Einführung von Enterprise Social Networks sowie deren Verknüpfung durch eine organisatorische Struktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, wissenschaftliche Wissensmanagement-Modelle auf ihre Anwendbarkeit in ESN zu prüfen und zu ermitteln, welche Funktionen und Führungsstrukturen für einen erfolgreichen Einsatz in Unternehmen notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus deskriptiver Literaturanalyse und einer empirischen Erhebung durch leitfadengestützte Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die technischen und funktionalen Aspekte von ESN sowie die methodische Verknüpfung beider Bereiche durch die Expertenbefragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind ESN, Wissensmanagement-Modelle, Wissensidentifikation, Wissenskommunikation, Aufbauorganisation und Experteninterview.

Wie bewerten die Experten den Einsatz von ESN für die Wissensbewahrung?

Die Experten bestätigen zwar das Potenzial zur Dokumentenablage, kritisieren jedoch die fehlende Konsequenz bei der Aktualisierung von Inhalten, was häufig zu einer Redundanz von Informationen führt.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für den ESN-Erfolg?

Die Unternehmenskultur ist laut den Experten der entscheidende Faktor. Ohne die Bereitschaft der Mitarbeiter zum Teilen und eine aktive Führung durch Multiplikatoren laufen ESN-Projekte Gefahr, lediglich eine ineffiziente Ablagefläche zu bleiben.

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Details

Title
Einsatz von Enterprise Social Networks in Relation zu Wissensmanagement-Modellen
College
Reutlingen University
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
79
Catalog Number
V387020
ISBN (eBook)
9783668611443
ISBN (Book)
9783668611450
Language
German
Tags
einsatz enterprise social networks relation wissensmanagement-modellen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Einsatz von Enterprise Social Networks in Relation zu Wissensmanagement-Modellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387020
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