Wie lassen sich das rasante Wachstum des privaten Hochschulsektors seit der Jahrtausendwende und der Erfolg dieser Einrichtungen erklären?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
20 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Organisationsstrukturen
2.1 Definition
2.2 Organisationsstrukturen

3. Historische Entwicklung des privaten Hochschulsektors in Deutschland
3.1 Private Hochschulen vor dem Jahr 2000
3.2 Private Hochschulen nach 2000

4. Gegenwärtige Situation in Deutschland
4.1 Typologien privater Hochschulen
4.2 Bundesweiter Überblick
4.3 Regionale Verteilung
4.4 Zusammensetzung der Studierendenschaft
4.5 Fächer- und Studienangebote
4.6 Zwischenfazit

5. Erklärungsansätze für den Erfolg privater Hochschulen

6. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der im Februar 2017 veröffentlichte Vergleichsreport der Körber-Stiftung stellt fest, „Deutschland ist das einzige Land, in dem die Politik noch immer an einer beitragsfreien öffentlichen Hochschulbildung für nahezu alle Studierenden festhält“[1] und in dem „nur eine verschwindend kleine Zahl privater Bildungsinstitute […] Gebühren“[2] erhebt. In der Tat stellt das Studium an einer privaten Hochschule[3] in Deutschland keinen Regelfall dar, denn lediglich 7 Prozent aller Studierenden sind überhaupt an einer solchen Einrichtung eingeschrieben.[4] Allerdings befindet sich inzwischen mehr als jede vierte deutsche Hochschule in privater Trägerschaft.[5] Neben zahlreichen Neugründungen seit der Jahrtausendwende haben sich in Relation zu den gestiegenen Zahlen der Studienanfänger[6] auch verhältnismäßig mehr Studierende an privaten Hochschulen eingeschrieben, so dass der private Hochschulsektor in den letzten 15 Jahren eine regelrechte Expansion erlebt hat.

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, aufzuzeigen, welche Faktoren zu dem rasanten Wachstum der privaten Hochschulen beigetragen haben und welche Vorteile diese Einrichtungen Studierenden zu bieten scheinen, so dass sich immer mehr von ihnen für ein Studium an einer privaten Hochschule entscheiden. Dafür wird zunächst eine Definition des Begriffs ‚private Hochschule‘ unter Berücksichtigung der vorrangigen Aufgaben und des grundsätzlichen Ziels von Hochschulen vorgenommen und daraufhin die Organisationsstrukturen der privaten Hochschulen skizziert. Anschließend wird die geschichtliche Entwicklung des privaten Hochschulsektors in Deutschland dargestellt. Diese wird der Übersichtlichkeit halber in die Entwicklung vor dem Jahr 2000 und nach der Jahrtausendwende gegliedert. Daraufhin wird die gegenwärtige Situation des privaten Hochschulsektors präsentiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei die Vielfalt privater Hochschulen anhand von Typologien, die bundesweite Situation und die regionale Verteilung mit einem besonderen Fokus auf Nordrhein-Westfalen. Außerdem werden die Zusammensetzung der Studierendenschaft nach Alter, Geschlecht und Herkunft sowie das Fächer- und Studienangebot an privaten Hochschulen betrachtet und den staatlichen gegenübergestellt. Diese Ausführungen stützen sich auf die aktuellsten vorliegenden statistischen Daten[7] und werden anhand von Beispielen aus der Hochschullandschaft in den Fußnoten konkretisiert. Abschließend werden Erklärungsansätze für den Erfolg der privaten Hochschulen aufgezeigt.

2. Definition und Organisationsstrukturen

2.1 Definition

Bevor eine Definition des Begriffs ‚private Hochschule‘ vorgenommen wird, erscheint es zunächst ratsam, den Begriff ‚Hochschule‘ zu bestimmen. Zwar wird dieser Begriff im Hochschulrahmengesetz[8] nicht expliziert definiert, allerdings finden sich dort eine Zusammenstellung der verschiedenen Hochschularten[9] (§ 1 HRG), die Aufgaben der Hochschulen (§ 2 HRG) und das Ziel des Studiums (§ 7 HRG).[10] Obwohl die Umsetzung und Gestaltung der einzelnen Kriterien den jeweiligen Bundesländern obliegt, zählen zu den Hauptaufgaben einer jeden Hochschule die wissenschaftliche Forschung und Lehre. Darunter fallen die „Pflege und […] Entwicklung der Wissenschaften und der Künste durch Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung“[11], sowie die Förderung des „wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs[es]“[12]. Das grundsätzliche Ziel aller Hochschulen ist die Vorbereitung ihrer Studierenden auf ein berufliches Tätigkeitsfeld durch die Vermittlung der dazu notwendigen Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Methoden.[13]

Private Hochschulen werden von Falk Bretschneider und Peer Pasternack als „Hochschulen in privater Trägerschaft“[14] definiert. Allerdings erscheint Andrea Sperlich diese Definition nicht hinreichend genug, da sich laut ihr der private Charakter einer Hochschule in ihrer Trägerschaft, aber auch in ihrer Finanzierung beziehungsweise in einer Kombination dieser beiden Merkmale manifestiert.[15] Folglich definiert sie private Hochschule als „eine als Hochschule anerkannte Institution, die von einer oder mehreren privaten natürlichen oder juristischen Person(en) getragen wird und sich überwiegend aus privaten Mitteln finanziert“[16]. Folglich sind die beiden Charakteristika, die die privaten Hochschulen von den staatlichen abgrenzen, die Art der Trägerschaft sowie die nichtstaatliche, sondern hauptsächliche private Finanzierung. Mit der durch Andrea Sperlich angesprochenen Anerkennung ist die staatliche gemeint. Sie berechtigt zur Vergabe von akademischen Graden und wird im folgenden Unterkapitel näher erläutert.

2.2 Organisationsstrukturen

Auf Grundlage des § 70 des HRG besteht für private Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, sich durch die zuständigen Landesministerien als Hochschulen anerkennen zu lassen, so dass sie den staatlichen Hochschulen gleichgestellt sind.[17] Zu den Voraussetzungen dieser staatlichen Anerkennung gehört, dass sie Hochschulabschlüsse vergeben und ihre hauptamtlichen Lehrerenden dieselben Einstellungsvoraussetzungen vorweisen, die für die entsprechende Tätigkeit an einer staatlichen Hochschule erforderlich sind.[18] Die staatliche Anerkennung wird unbefristet ausgesprochen, kann allerdings bei Vorliegen entsprechender Gründe wieder entzogen werden.[19]

Die beiden am häufigsten anzutreffenden Rechtsformen bei Hochschulen in privater Trägerschaft sind die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH), der aufgrund ihrer Gemeinwohlorientierung besondere Steuervergünstigungen gewährt werden.[20] Außerdem können Hochschulen in privater Trägerschaft auch als Verein (e.V.), Aktiengesellschaft (AG) sowie als Stiftungshochschule geführt werden. Jene als gGmbH, eingetragener Verein oder Stiftung geführten Hochschulen agieren im Vergleich zu der GmbH und der Aktiengesellschaft nicht profitorientiert.[21]

Für alle Hochschulen in privater Trägerschaft ist es existenziell notwendig, kostendeckend zu arbeiten, da eine finanzielle Schieflage die Insolvenz bedeuten kann. Folglich sind private Hochschulen laut Nicole Buschle und Carsten Haider hauptsächlich auf Einnahmen durch Studiengebühren, erzielte Gewinne aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen angewiesen.[22] Hierzu zählen Gewinne aus Unternehmen und Beteiligungen, Verkaufserlöse und Gebühren für Fort- und Weiterbildungen.[23] Während an staatlichen Hochschulen kaum noch Studiengebühren erhoben werden[24], werden allein zwei Drittel der Ausgaben an privaten Hochschulen durch Studiengebühren finanziert.[25] Außerdem sind diese bei ihrer Kostenregulierung flexibler, weil sie ihrem wissenschaftlichen Personal lediglich befristete Arbeitsverträge anbieten und diese geringer entlohnen, als Mitarbeiter an staatlichen Hochschulen.[26]

3. Historische Entwicklung des privaten Hochschulsektors in Deutschland

3.1 Private Hochschulen vor dem Jahr 2000

Bereits seit dem Mittelalter zählten neben den beiden großen Konfessionen, Stände und Zünfte zu den Trägern von privaten Bildungseinrichtungen[27] und Klaus Brockhoff verweist auf die Handelshochschulen als erste Ansätze eines privaten Hochschulbereichs.[28] Unter diesen Gesichtspunkten ist Deutschlands älteste private Hochschule die Technische Fachhochschule Georg Agricola, die 1816 ursprünglich als Bochumer Bergschule gegründet wurde.[29] Allerdings stellt sie mit ihrem über 200-jährigen Bestehen eine Ausnahme zu den meisten anderen bis heute aktiven privaten Hochschulen dar, denn viele von ihnen wurden erst nach 1945 gegründet und können somit keine allzu lange Tradition aufweisen.[30] Die erste private Universität wurde erst 1983 in Witten/Herdecke von zwei Ärzten des dortigen Gemeinschaftskrankenhauses mit dem Ziel praxisnäherer Ausbildung für Medizinstudenten gegründet.[31]

Während die Bedeutung von privaten Hochschulen in Deutschland über lange Zeit gering war[32], kann seit 1997 von einem regelrechten „Gründungsboom“[33] gesprochen werden. Darauf reagierte die Hochschulrektorenkonferenz[34] in ihrer im Juli 1998 verabschiedeten Stellungnahme und stellte fest, dass private Hochschulen „nur einen quantitativ geringfügigen Beitrag zur Hochschulausbildung in Deutschland leisten können“[35] und forderte dazu auf, diese „nicht [zu] überschätzen“[36]. Laut Kritik der HRK beschränkten sich „[v]iele private Hochschulen […] auf relativ kostengünstige Fachbereiche wie die Wirtschaftswissenschaften und konzentrierten sich auf die Lehre“[37], während sie die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses vernachlässigten. Weiter hieß es, „[i]n vielen Fällen reiche das hauptberufliche Personal privater Hochschulen nicht einmal für ein angemessenes eigenes Studienangebot aus“[38]. Die HRK forderte damals eine prinzipielle private Finanzierung der Hochschulen in privater Trägerschaft und dass sich diese nicht auf Lehrangebote in eng begrenzten Fächern beschränken dürften.[39]

Während sich die in den 1980er Jahren neugegründeten privaten Hochschulen noch an den traditionellen deutschen Hochschulmodellen orientierten, nahm seit Mitte der 1990er Jahre die Zahl von Bildungsanbietern mit vielfältigen Organisationsformen stetig zu.[40] Ermöglicht wurden diese Gründungen durch das 1995 in Kraft getretene Welthandelsabkommen GATS[41], welches ausländischen Investoren bis heute die Gründung von privaten Hochschulen in Deutschland erlaubt.[42] Das Übereinkommen hatte eine Vielzahl von Einrichtungen mit Bezeichnungen wie Akademie bzw. Academy, Management- oder Business School oder University[43] mit ausländischen Studienprogrammen zur Folge, was den Wissenschaftsrat dazu veranlasste, eine Empfehlung zur Akkreditierung privater Hochschulen auszusprechen.[44]

3.2 Private Hochschulen nach 2000

Während private Hochschulen bis zu diesem Zeitpunkt lediglich der Anerkennung durch den Staat bedurften, wurde 2001 im Auftrag des Bundes und der Länder mit der institutionellen Akkreditierung dieser Einrichtungen durch den Wissenschaftsrat begonnen. Das Ziel war und ist bis heute die Überprüfung, „ob eine Hochschule bezüglich ihrer Ausstattung, der Qualifikation und Erfahrung ihres Personals sowie der Gestaltung ihrer Aufbau- und Ablauforganisation grundsätzlich in der Lage ist, Leistungen anzubieten, die nach der staatlichen Gesetzgebung dem Hochschulbereich zuzuordnen sind“[45] und folglich den Ansprüchen einer wissenschaftlich arbeitenden Hochschule gerecht wird.

Seit der Jahrtausendwende nahm die Zahl der privaten Bildungseinrichtungen stetig zu und spätestens zum Ende des Jahrzehnts erregte dieses Phänomen das bildungswissenschaftliche Interesse. So beschrieb Dietmar Goll 2009 die privaten Hochschulen in Deutschland als „sprunghaft gewachsen“[46] und der Stifterverband attestierte ihnen 2010 in seiner Studie zur Rolle und Zukunft der privaten Hochschulen einen „Gründungsboom“[47] seit dem Jahr 2000. Denn alleine in einem Zeitraum von 10 Jahren waren 47 neue private Hochschulen gegründet worden, was 52 Prozent der der bis dato existierenden privaten Hochschulen entspricht.[48] Auch angesichts der kontinuierlich steigenden Studierendenzahlen kann das Wachstum des privaten Hochschulsektors nachvollzogen werden, denn seit 2000 hat sich die Zahl der Studierenden alle fünf Jahre circa verdoppelt. Während 2000 lediglich 24.574 Studierende an Hochschulen in privater Trägerschaft studierten, waren es 2005 bereits 54.000 und 2010 108.728.[49] Im Jahr 2015 zählten die privaten Hochschulen 196.450 Studierende.[50] Damit hat sich die Summe der Studierenden innerhalb von 15 Jahren beinahe verachtfacht. Dieses rasante Wachstum lässt sich laut Nicole Buschle und Carsten Haider durch den in den letzten Jahren immer mehr aufkommenden Trend der Akademisierung, sowie den durch die doppelten Abiturjahrgänge bedingten Andrang an die Hochschulen, erklären.[51]

Allerdings sind neben den bereits erwähnten Neugründungen ebenso häufig Schließungen im privaten Hochschulsektor anzutreffen, da private Hochschulen im Vergleich zu den staatlichen als „instabil“[52] gelten. So wurden zwischen 1980 und 2013 allein 30 Hochschulen in privater Trägerschaft geschlossen und weitere hatten mit Existenznöten zu kämpfen[53], was stets große mediale Aufmerksamkeit erregt.[54] Auch die anfängliche Euphorie im Hochschulsektor über die Entstehung eines profitorientierten „Education Services Sektor“[55] ist inzwischen aufgrund diverser gescheiterter privater Hochschulen Ernüchterung gewichen.[56]

Im April 2015 hatte das Gremium des Wissenschaftsrates über fünf private Hochschulen zu entscheiden und bescheinigte „erhebliche Defizite im Bereich der Hochschulverfassung“[57].

[...]


[1] Körber-Stiftung (Hrsg.): Antworten auf die Massifizierung. Differenzierung in der postsekundaren Bildung weltweit. Zusammenfassung der Studie »Responding to Massification: Differentiation in Postsecondary Education Worldwide« von Philip G. Altbach, Hans de Wit und Liz Reisberg. Hamburg 2017. Keine Seitenzahlen.

[2] ebd.

[3] Unter ‚privaten Hochschulen‘ werden in dieser Arbeit ‚Hochschulen in privater Trägerschaft‘ verstanden und diese beiden Begriffe folglich synonym verwendet. Eine vorangestellte Klärung erscheint sinnvoll, da bereits in der Fachliteratur nicht trennscharf und vereinzelt sogar unsauber gearbeitet wird, so dass sich je nach Autor ein unterschiedliches Verständnis über die Abgrenzung des Begriffs ‚private Hochschule‘ erkennen lässt. Dies hat abweichende statistische Daten und Aussagen zur Folge, die irreführend sind. Einigkeit herrscht dagegen über die Unterscheidung in öffentliche und private Hochschulen, obwohl eine Differenzierung in staatliche und nichtstaatliche Hochschulen korrekter wäre, um Missverständnisse zu vermeiden.

[4] Vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Private Hochschulen 2015. Wiesbaden 2017. S. 15.

[5] Vgl. ders.: Private Hochschulen insgesamt. URL: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Hochschulen/Tabellen/PrivateHochschulenHochschularten.html [Stand: 30.09.2017].

[6] Das männliche Geschlecht steht hier und im Folgenden für beide Geschlechter, falls nicht gesondert erwähnt oder eindeutig aus dem Kontext ersichtlich.

[7] Hierbei beziehe ich mich auf den aktuellsten im Januar 2017 erschienenen Bericht des Statistischen Bundesamtes über private Hochschulen im Jahr 2015.

[8] Im Folgenden mit HRG abgekürzt.

[9] Der Begriff ‚Hochschulart‘ differenziert Hochschulen als Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Kunsthochschulen und sonstige Einrichtungen. Hingegen bezeichnet der Begriff ‚Hochschultyp‘ die möglichen Arten der Trägerschaft wie staatlich, kirchlich oder privat.

[10] Vgl. Hochschulrahmengesetz (HRG). URL: https://www.mkw.nrw/fileadmin/Medien/Dokumente/Hochschule/Gesetze/Hochschulrahmengesetz.pdf [30.09.2017].

[11] § 2 HRG.

[12] ebd.

[13] Vgl. § 7 HRG.

[14] Bretschneider, Falk/Pasternack Peer: Handwörterbuch der Hochschulreform. Berlin 2015. S. 159.

[15] Vgl. Sperlich, Andrea: Private Hochschulen in der deutschen Hochschulforschung. Oder: „Noch nicht mal ignorieren!“. In: die hochschule 2 (2008). S. 129.

[16] ebd. S. 130.

[17] Vgl. Hochschulrahmengesetz (HRG).

[18] Vgl. ebd.

[19] Vgl. Goll, Dietmar: Sprunghaft gewachsen: Privathochschulen in Deutschland: Bestandsaufnahme und Perspektiven. In: Forschung und Lehre. 16 (2009) 10. S. 724.

[20] Vgl. Baum, Karsten: Steuerrecht und Bildungsfinanzierung. In: Barz, Heiner (Hrsg.): Handbuch für Bildungsfinanzierung. Wiesbaden 2010. S. 509ff.

[21] Vgl. Frank, Andrea/Hieronimus, Soveigh/Killius, Nelson/Meyer-Guckel, Volker: Rolle und Zukunft privater Hochschulen in Deutschland. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Essen 2010. S. 21.

[22] Vgl. Buschle, Nicole/Haider, Carsten: Private Hochschulen in Deutschland. In: WISTA - Wirtschaft und Statistik. 1 (2006). S. 82.

[23] Vgl. ebd.

[24] Während in Bayern Studiengebühren bei Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums erhoben werden, müssen Studierende in den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei Überschreitung der Regelstudienzeit Studiengebühren zahlen. In allen anderen Bundesländern werden seit dem Wintersemester 2014/15 keine Studiengebühren erhoben.

[25] Vgl. Buschle/Haider. S. 82.

[26] Vgl. ebd.

[27] Vgl. Nardi, Paolo: Die Hochschulträger. In: Rüegg, Walter (Hrsg.). Geschichte der Universität in Europa. Band 1: Mittelalter. München 1993. S. 83ff.

[28] Vgl. Brockhoff, Klaus: Management privater Hochschulen in Deutschland. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft. 73 (2003) 3. S. 2.

[29] Vgl. Technische Hochschule Georg Agricola. URL: https://www.thga.de/die-th/profil/geschichte/ [Stand: 30.09.2017].

[30] Im Vergleich dazu wurde die erste deutsche Universität 1386 in Heidelberg gegründet.

[31] Trotz Widerstand aus Politik und Wissenschaft nahm die private Universität Witten/Herdecke damals ihren Betrieb mit 27 Studierenden und einem hauptamtlichen Professor auf. Heute bietet sie 15 Studiengänge an und wird von circa 2.000 Studierenden besucht. Vgl. Universität Witten/Herdecke. URL: https://www.uni-wh.de/ [Stand: 30.09.2017].

[32] Vgl. Darraz, Enrique Fernández/Lenhardt, Gero/Reisz, Robert/Stock, Manfred: Private Hochschulen in Chile, Deutschland, Rumänien und den USA – Struktur und Entwicklung. Wittenberg 2009. S. 35.

[33] Turner, George: Hochschule zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Berlin 2001. S. 239.

[34] Im Folgenden mit HRK abgekürzt.

[35] Hochschulrektorenkonferenz: Private Hochschulen nicht überschätzen. Pressemitteilung vom 7. Juli 1998. Siehe Anhang.

[36] ebd.

[37] ebd.

[38] ebd.

[39] Vgl. ebd.

[40] Vgl. Wissenschaftsrat (Hrsg.): Empfehlungen zur Akkreditierung privater Hochschulen. Berlin 2000. S. 6f.

[41] General Agreement on Trade in Services of the World Trade Organization (WTO) – Allgemeines Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen.

[42] Vgl. Sackmann, Reinhold: Globalisierung und Kommerzialisierung von Bildungsmärkten – Stand und Perspektiven. In: Barz, Heiner (Hrsg.): Handbuch Bildungsfinanzierung. Wiesbaden 2010. S. 367ff.

[43] In diesem Zusammenhang erscheint es erwähnenswert, dass der Begriff ‚University‘ im Gegensatz zu dem Begriff ‚Universität‘ in Deutschland nicht gesetzlich geschützt ist und somit frei verwendet werden darf. Dies machen sich diverse Anbieter hochschulähnlicher Ausbildung zu Nutze, um den Anschein einer gleichwertigen Hochschulausbildung zu erwecken.

[44] Vgl. Wissenschaftsrat 2000. S. 5f.

[45] ebd. S. 5.

[46] Goll. S. 724.

[47] Frank u.a. S. 19.

[48] Vgl. ebd.

[49] Vgl. Statistisches Bundesamt 2015. S. 15.

[50] Vgl. ebd.

[51] Vgl. Buschle/Haider. S. 85.

[52] Vgl. Darraz u.a. S. 51.

[53] Vgl. Buschle/Haider. S. 77.

[54] So wurde ausführlich in den Medien über die Existenznöte der Universität Witten/Herdecke und über die Schließungen der Hanseuniversität in Rostock und der International University in Bruchsal 2009 berichtet.

[55] Savelberg, Albert H.: M&A im Education Services Sektor: Zukunftsbranche lockt Investoren. In: M&A Review. 4 (2008). S. 178.

[56] Zu den zuletzt gescheiterten privaten Hochschulen gehörte die Humboldt-Viadrina School of Government in Berlin (2003-2014), die nicht genug Studierende für ihre teure Aus- und Weiterbildung gewinnen konnte, als auch die Hochschule Neuss, die nach der Gründung 2009 bereits sechs Jahre später wegen Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren eröffnen musste und daraufhin von der Rheinischen Fachhochschule Köln übernommen wurde. Solche Zusammenlegungen von privaten Hochschulen lassen sich immer wieder beobachten.

[57] Wissenschaftsrat (Hrsg.): Pressemitteilungen: Fünf Entscheidungen in Verfahren der Institutionellen Akkreditierung vom 27. April 2015. URL: https://www.wissenschaftsrat.de/presse/pressemitteilungen/2015/nummer_12_vom_27_april_2015.html [Stand: 30.09.2017].

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Wie lassen sich das rasante Wachstum des privaten Hochschulsektors seit der Jahrtausendwende und der Erfolg dieser Einrichtungen erklären?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V387026
ISBN (eBook)
9783668611344
ISBN (Buch)
9783668611351
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wachstum, hochschulsektors, jahrtausendwende, erfolg, einrichtungen
Arbeit zitieren
Daria Poklad (Autor), 2017, Wie lassen sich das rasante Wachstum des privaten Hochschulsektors seit der Jahrtausendwende und der Erfolg dieser Einrichtungen erklären?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387026

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