Der Inhalt dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Frage „Wie kann ich im Unterricht erfolgreich üben ?“.
Es wird deutlich, dass für die Umsetzung des Übens von diversen Fachleuten unterschiedliche Formate, Gesetzmäßigkeiten und Instrumente ausformuliert und Vorschläge für die Umsetzung im Unterricht abgeleitet wurden. Diese Aussagen werden kapitelweise betrachtet und im Zuge einer Schlussreflexion analysiert. Betrachtung finden die Übungsformen nach Wittmann/Müller, die Übungsformen nach Sorrentino/Linser/Paradies sowie Intelligentes Üben nach Meyer.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Definition „Unterricht“
2.2 Definition „Üben“
3 Übungsformen
3.1 Übungsformen nach Wittmann/Müller
3.1.1 Üben nach dem Prinzip der kleinen und kleinsten Schritte
3.1.2 Üben nach dem Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens
3.2 Übungsformen nach Sorrentino/Linser/Paradies
3.2.1 Wiederholen
3.2.2 Anwenden
3.2.3 Vertiefen
3.2.4 Transfer
3.2.5 Lernkontrollen
3.3 Intelligentes Üben nach Meyer
4 Übungsregeln
5 Übungsinstrumente
5.1 Lernkarteien
5.2 Lernplakate
5.3 Lerntagebücher
5.4 Lernprogramme
5.5 Merkzettel
5.6 Spickzettel
5.7 Übungsspiele
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, wie Übungsprozesse im schulischen Unterricht erfolgreich gestaltet werden können, um nachhaltiges Lernen und Kompetenzaufbau zu fördern.
- Grundlegende Begriffsdefinitionen von Unterricht und Üben
- Analyse verschiedener Übungsformen (u. a. aktiv-entdeckendes und intelligentes Üben)
- Darstellung evidenzbasierter Übungsregeln für den Unterrichtsalltag
- Evaluierung unterschiedlicher Übungsinstrumente von Karteien bis hin zu Lernsoftware
- Reflexion über die Rolle der Lehrperson und die Berücksichtigung individueller Lerntypen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Üben nach dem Prinzip der kleinen und kleinsten Schritte
Der Lernstoff wird in kleinste Teile aufgeteilt und unabhängig voneinander unterrichtet. Dabei wird zuerst das zu erlernende Wissen basierend auf Musteraufgaben erklärt und anhand einer großen Anzahl von Aufgaben „Musterlösungen“ eingeübt. Alle Schwierigkeiten bei der Umsetzung werden von der Lehrperson aus dem Weg geräumt. Ziel dieser Art des Unterrichtes ist es, Wissen zur Lösung von identen Aufgabentypen zu vermitteln.
Gegen eine ständige Nutzung dieser Art des Übens nennt Wittmann folgende Gründe:
• das Schulkind macht sich keine eigenen Gedanken zur Lösung der Aufgaben, sondern vertraut darauf, dass die Lehrperson die Lösungswege vorgibt und erklärt.
• die Fähigkeit, Aufgaben eigenständig durchzudenken und dann zu lösen, wird nicht entwickelt. Es wird auch keine Selbstverantwortung für das Lernen übernommen.
• das stupide Üben gleichartiger Aufgaben hat keinen Langzeiterfolg.
• das Aufspüren von Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten wird dabei nicht geschult und somit kann das erlernte Wissen auch nicht angewendet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Übungsbegriffs im Schulwesen und definiert das Ziel der Arbeit, erfolgreiche Übungsstrategien durch Literaturanalyse aufzuarbeiten.
2 Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundlagen durch Definitionen der Begriffe Unterricht und Üben unter Berücksichtigung pädagogischer Fachliteratur.
3 Übungsformen: Es werden verschiedene didaktische Ansätze zum Üben vorgestellt, darunter Modelle nach Wittmann/Müller, Sorrentino/Linser/Paradies sowie das Konzept des intelligenten Übens nach Meyer.
4 Übungsregeln: Hier werden zentrale Prinzipien und Regeln für den Übungserfolg zusammengefasst, die beispielsweise die Bedeutung von Interesse, Rhythmus und Selbsttätigkeit hervorheben.
5 Übungsinstrumente: Dieses Kapitel analysiert praktische Werkzeuge zur Unterstützung des Übens, wie Lernkarteien, Lerntagebücher, Lernprogramme und spielerische Methoden.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Bedeutung von abwechslungsreichen, schülerzentrierten Übungszeiten für den Lernerfolg betont wird.
Schlüsselwörter
Üben im Unterricht, Unterrichtsqualität, Lernmethoden, Übungsformen, Aktives Lernen, Kompetenzaufbau, Lerninstrumente, Didaktik, Wissensfestigung, Lernstrategien, Selbstständiges Lernen, Unterrichtsgestaltung, Übungsregeln, Nachhaltiges Lernen, Lernfortschritt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufarbeitung der Frage, wie Übungsprozesse im schulischen Alltag so gestaltet werden können, dass sie effektiv zum Wissenserwerb und zur Kompetenzentwicklung beitragen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Übungsbegriffs, die Vorstellung verschiedener Übungsformen, die Erläuterung wissenschaftlich fundierter Übungsregeln sowie die Anwendung praktischer Übungsinstrumente.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, auf Basis einer Literaturarbeit Strategien und Empfehlungen für Lehrpersonen abzuleiten, um „erfolgreiches Üben“ zu ermöglichen und das negativ behaftete Image von Übungen abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine reine Literaturarbeit, die sich auf fachdidaktische Werke von Autoren wie Meyer, Wittmann/Müller sowie Sorrentino/Linser/Paradies stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe), die Darstellung von Übungsformen und -regeln sowie eine detaillierte Auflistung praktischer Instrumente zur Übungsgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Üben im Unterricht, Kompetenzaufbau, didaktische Methoden, Lerninstrumente und Unterrichtsqualität charakterisiert.
Warum wird das Prinzip der kleinen Schritte kritisch betrachtet?
Das Prinzip wird kritisch gesehen, da es die Eigeninitiative der Schüler einschränkt, das Verständnis für Zusammenhänge vernachlässigt und primär auf die Lösung identischer Aufgaben abzielt, statt langfristige Kompetenzen zu fördern.
Was unterscheidet „Intelligentes Üben“ vom klassischen Drill?
Intelligentes Üben zeichnet sich durch den Fokus auf Verständnis, Sinnzusammenhänge, individuelle Anpassung an den Lernstand und die Förderung von Lernstrategien aus, während Drill oft als monotone, unfreiwillige Wiederholung wahrgenommen wird.
Welche Bedeutung haben Übungsspiele im Unterricht?
Übungsspiele dienen als handlungs- und produktorientierte Methode, die durch die Einbindung von Spaß und Emotionen die Motivation steigern und insbesondere bei selbst entwickelten Spielen eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Stoff erfordern.
- Arbeit zitieren
- Katrin Streimelweger (Autor:in), 2017, Erfolgreiches Üben im Unterricht. Eine Betrachtung der Übungsformen nach Wittmann/Müller und Sorrentino/Linser/Paradies sowie Intelligentes Üben nach Meyer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387105