Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Strategien gegen den Fachkräftemangel. Ein regionales und branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk in Südwestfalen

Titel: Strategien gegen den Fachkräftemangel. Ein regionales und branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk in Südwestfalen

Masterarbeit , 2017 , 84 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Deutschland hat ein Demografieproblem. Schon im Jahr 2030 könnten über sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter am Arbeitsmarkt fehlen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, bereits jetzt die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Wohlstand, die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Deutschland weiter auszubauen. Dies hat zur Folge, dass der demografische Wandel und das daraus entstandene Thema Fachkräftemangel aktuell von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene häufig und ausgiebig diskutiert wird. Insbesondere einer wirtschaftsstarken Region wie Südwestfalen kommt hier eine besondere Rolle zu. Um sich auch in Zukunft eine komfortable Ausgangsposition sowohl bei der regionalen als auch bei der überregionalen Personalbeschaffung zu sichern, wird den mittelständischen Unternehmen ein nachhaltiger Umgang mit den meist nur begrenzten Möglichkeiten empfohlen. Vor dem Hintergrund, dass eine proaktive Fachkräftesicherung nicht allein Aufgabe der regionalen Wirtschaft ist, sondern vielmehr auch Politik und Gesellschaft gefragt sind, die notwendigen Reformen durchzuführen und mitzutragen, stellt sich die Frage, ob ein interorganisationales, kooperierendes Netzwerk von involvierten Akteuren eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen zur Fachkräftesicherung mittel- bis langfristig gewährleisten kann.

Ziel dieser Arbeit ist es, dieser Frage nachzugehen und den Netzwerkgedanken stärker unter dem Gesichtspunkt einer gemeinsamen Kooperationspolitik zu betrachten. Das Erkenntnisinteresse lässt sich aus den nachfolgenden Fragestellungen ableiten. Durch deren Beantwortung sollen südwestfälische Mittelständler über bestehende Forschungsinitiativen und Lösungsmöglichkeiten rund um das Thema „Fachkräftesicherung zu Zeiten des demografischen Wandels” informiert und mit spezifischen Handlungsempfehlungen zum Nachdenken angeregt werden. Dazu ist es notwendig, bestehende Lösungsansätze zu durchleuchten und praxisnah weiterzudenken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Motivation

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Forschungsfragen

1.4 Methodische Vorgehensweise

1.5 Struktur der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Fachkräftemangel

2.2 Sozialkapitaltheorie

2.2.1 Die Sozialkapitaltheorie nach Pierre Bourdieu

2.2.2 Die Sozialkapitaltheorie nach James Samuel Coleman

2.2.3 Sozialkapital als Wert externer Unternehmensbeziehungen

2.3 Das interorganisationale Unternehmensnetzwerk

3. Der Fachkräftemangel im südwestfälischen Mittelstand

3.1 Problematik

3.1.1 Der Trendbegriff und dessen Ursachen

3.1.2 Die Relevanz für den Mittelstand

3.1.3 Die Fachkräftesituation in Südwestfalen

3.2 Lösungsansätze und Strategien

3.2.1 Strategie 1: Strategisches Regionalmarketing

3.2.1.1 Metropole vs. Provinz

3.2.1.2 Potenziale der Region

3.2.2 Strategie 2: Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

3.2.2.1 Der Arbeitsmarkt wird zum Arbeitnehmermarkt

3.2.2.2 Familien- und gesundheitsfreundliche Personalpolitik

3.2.2.3 Individuelle Karriereplanung für Fachkräfte

3.2.2.4 Wertschätzung und Vertrauen als Teil der Unternehmenskultur

3.2.2.5 Eine gute Arbeitgebermarke auch kommunizieren

3.2.3 Strategie 3: Optimierung der Nachwuchsrekrutierung

3.2.3.1 Betriebsinterne Ausbildung ermöglichen

3.2.3.2 Potenzial der regionalen Hochschulen nutzen

3.2.4 Strategie 4: Strategische Personalentwicklung

3.2.4.1 Kompetenz- und Wissensmanagement systematisch umsetzen

3.2.4.2 Individuelle Mitarbeiterförderung

3.2.4.3 Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten

3.2.5 Strategie 5: Erschließung von Fachkräftepotenzialen

3.2.5.1 Ältere Menschen besser in Unternehmen integrieren

3.2.5.2 Stärkere Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen und Müttern

3.2.5.3 Nutzung des Potenzials ausländischer Fachkräfte und Migranten

3.2.5.4 Berücksichtigung von An- und Ungelernten sowie Quereinsteigern

3.2.6 Zwischenfazit

3.3 Anwendungsmöglichkeiten im interorganisationalen Netzwerk

3.3.1 Rahmenbedingungen

3.3.2 Stärken des Netzwerks

3.3.2.1 Eine transparente Wissensressource

3.3.2.2 Erfahrungsaustausch und Ideengenerierung

3.3.3.3 Eine gemeinsame Informations- und Kommunikationplattform

3.3.3.4 Entstehung einer Regionalmarke zur gemeinsamen Fachkräfteakquise

3.3.3 Schwächen des Netzwerks

3.3.3.1 Installation eines Netzwerkkoordinators

3.3.3.2 Bereitstellung infrastruktureller Ressourcen

3.3.3.3 Kooperation erfordert Vertrauen

3.3.3.4 Trittbrettfahrerproblem

3.3.4 Chancen des Netzwerks

3.3.4.1 Caring Companies

3.3.4.2 Marktdynamik erfordert Kooperationslösungen

3.3.4.3 Wirtschafts- und Innovationsstärke nutzen

3.3.5 Risiken des Netzwerks

3.3.5.1 Steigender Problemdruck

3.3.5.2 Finanzielle Abhängigkeiten

4. Ergebnisse

4.1 Zusammenfassung

4.2 Limitationen

4.3 Implikationen für die Forschung und Praxis

4.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob ein regionales und branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk als wirksame Strategie gegen den Fachkräftemangel im südwestfälischen Mittelstand fungieren kann. Ziel ist es, durch die Verknüpfung bestehender Lösungsansätze mit der Sozialkapitaltheorie aufzuzeigen, wie durch kooperative Netzwerkarbeit ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil bei der Fachkräftesicherung erzielt werden kann.

  • Fachkräftemangel und demografischer Wandel im Mittelstand
  • Sozialkapitaltheorie als Grundlage für Unternehmensnetzwerke
  • Strategien zur Fachkräftesicherung (Regionalmarketing, Arbeitgeberattraktivität, Rekrutierung)
  • SWOT-Analyse zur Evaluierung von Netzwerkkooperationen
  • Die Rolle von Netzwerken bei der Generierung von Wissensressourcen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Der Trendbegriff und dessen Ursachen

Unsere heutige Gesellschaft unterliegt ständigem Wandel. Die sich stark verändernde Bevölkerungsstruktur, welche sich einerseits in der Verknappung des Angebots an jungen Fachkräften, andererseits auf die zunehmende Alterung der Betriebsbelegschaften begründet, wird, setzt man dies in Verbindung mit anderen Trendwörtern wie beispielsweise Globalisierung, Industrie 4.0 oder Digitalisierung, die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften weiter steigern. Der Trendbegriff „Fachkräftemangel“ beschreibt diese Entwicklung und prognostiziert, dass aufgrund der deutlich erhöhten Renteneintritte in den nächsten Jahren, auch mit einem zunehmenden Verlust von Kompetenzträgern zu rechnen ist. Wenn man den eher pessimistisch berechneten Prognosen von Experten glaubt, verliert Deutschland 6,5 Millionen Fachkräfte bis 2030 aus der Regelbeschäftigung heraus in die Rente.

Dies entspräche beispielsweise der Hälfte der Bevölkerung Baden-Württembergs. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung rechnet weiter und kommt zu dem Ergebnis, dass selbst bei 200.000 Zuwanderern pro Jahr 2060 die Zahl der Männer und Frauen im erwerbsfähigen Alter um rund 6,9 Millionen niedriger liegen würde als heute. Warum der Fachkräftemangel demnach zu einem der größten Themen unserer Zeit geworden ist, zeigt auch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company. Deren zufolge werden bis 2020 rund zwei Millionen Akademiker/innen auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt fehlen. Eine jahrelange Knappheit an Akademikern hat zudem zu einer gegenteiligen Entwicklung geführt. Indem man seitens der Poltik immer mehr jungen Menschen den Zugang zu einem Studium ermöglichte, entstand ein wahrer Akademisierungswahn, mit der Folge, dass ein Fachkräftemangel in anderen, nichtakademischen Berufsfeldern entstand.

Somit gehört die Angst vor Arbeitslosigkeit der Vergangenheit an. Die Gewinner dieser Nachfrageüberschusssituation sind Studierte und Hochqualifizierte. Andere Wissenschaftler betonen hingegen, dass die Demografieentwicklung nicht als alleinige Ursache bezüglich der Fachkräfteproblematik herangezogen werden darf, sondern hier eine ganzheitliche Problembetrachtung notwendig ist. Als weitere Ursachen werden beispielsweise konjunkturelle Schwankungen, das Image eines Arbeitgebers, einer Branche oder einer ganzen Region sowie fehlende Personalpläne in den Unternehmen genannt. Aufgrund dieser mangelnden Kompetenzen auf Seiten der Unternehmen bezeichnen manche den Fachkräftemangel auch als Mythos, der lediglich als eine Ausrede für untätige Personaler gesehen werden könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik des Fachkräftemangels dar, definiert die Forschungsfragen sowie die qualitative Literaturarbeit als methodische Vorgehensweise.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen von Fachkräften, Fachkräftemangel sowie die Sozialkapitaltheorien nach Bourdieu und Coleman als Basis für Unternehmensnetzwerke.

3. Der Fachkräftemangel im südwestfälischen Mittelstand: Dieser Teil analysiert die spezifischen Ursachen und Folgen des Fachkräftemangels in Südwestfalen und präsentiert fünf verschiedene Strategien zu dessen Bekämpfung sowie die Potenziale und Risiken eines Netzwerks.

4. Ergebnisse: Das letzte Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Arbeit und leitet Implikationen für die Praxis ab.

Schlüsselwörter

Fachkräftemangel, Südwestfalen, Mittelstand, Sozialkapitaltheorie, Unternehmensnetzwerk, Fachkräftesicherung, Demografischer Wandel, Personalmanagement, Arbeitgeberattraktivität, Employer Branding, Wissensmanagement, Fachkräftepotenziale, SWOT-Analyse, Kompetenzmanagement, regionale Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterthesis primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Fachkräftemangels im südwestfälischen Mittelstand und untersucht, wie regionale Unternehmensnetzwerke als kooperative Strategie zur Sicherung von Fachkräften beitragen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Sozialkapitals, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf regionale KMU sowie verschiedene Handlungsstrategien im Personalmanagement wie Employer Branding und Nachwuchsrekrutierung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob ein regionales und branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk von involvierten Akteuren eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen zur Fachkräftesicherung mittel- bis langfristig gewährleisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine qualitative methodische Vorgehensweise in Form einer Literaturarbeit, die durch ein deduktives Denkverfahren geprägt ist. Zur Untersuchung der Netzwerkpotenziale wird zudem eine SWOT-Analyse angewandt.

Was sind die Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemanalyse des Fachkräftemangels, die Darstellung von fünf spezifischen Lösungsstrategien für den Mittelstand und eine detaillierte SWOT-Analyse zur Anwendung im interorganisationalen Netzwerk.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fachkräftesicherung, Sozialkapital, Unternehmensnetzwerk, Arbeitgeberattraktivität, Demografischer Wandel und regionale Wirtschaftsstruktur Südwestfalen charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Sozialkapitaltheorie in der Arbeit?

Die Sozialkapitaltheorien von Bourdieu und Coleman bilden das theoretische Fundament, um zu erklären, wie vertrauensvolle Beziehungen zwischen Unternehmen einen Mehrwert an Wissen und Ressourcen generieren, der die Kooperation zur Fachkräftesicherung unterstützt.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zum "Netzwerkkoordinator"?

Der Netzwerkkoordinator wird als essenziell für die Moderation und Vertretung des Netzwerks nach außen betrachtet, wenngleich dessen Installation mit signifikanten Kosten- und Ressourcenaufwand verbunden ist.

Welchen Stellenwert nimmt das "Regionalmarketing" für Südwestfalen ein?

Das Regionalmarketing wird als entscheidender Hebel identifiziert, um Südwestfalen im Wettbewerb mit Metropolregionen zu profilieren und durch eine starke gemeinsame Arbeitgebermarke "Südwestfalen – Alles Echt" Fachkräfte aktiv an die Region zu binden.

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategien gegen den Fachkräftemangel. Ein regionales und branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk in Südwestfalen
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
84
Katalognummer
V387245
ISBN (eBook)
9783668612013
ISBN (Buch)
9783668612020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachkräftemangel Unternehmensnetzwerk Südwestfalen Strategie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Strategien gegen den Fachkräftemangel. Ein regionales und branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk in Südwestfalen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387245
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  84  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum