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Textanalyse der Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger

Title: Textanalyse der Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger

Term Paper , 2017 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anja Schneider (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Anhand der Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger wird eine Textanalyse durchgeführt. Schwerpunkte sind die Fokalisierung von Gerard Genette und die Perspektivierung nach Schmid.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Textanalyse/Textinterpretation - Definition

2.1 Textanalyse

2.2 Textinterpretation

3 Formen der Textanalyse

4 Die Fokalisierung und ihre Herkunft

4.1 Bedeutung der Fokalisierung

4.2 Nullfokalisierung

4.3 Externe Fokalisierung

4.4 Interne Fokalisierung

5 Betrachtung des gesamten Werkes

6 Welcher Fokalisierungstyp liegt nun vor?

7 Perspektivierung nach Schmid

7.1 Der Begriff der Perpektivierung

7.2 Die fünf Parameter der Perspektive

7.2.1 Perzeptive Perspektive

7.2.2 Ideologische Perspektive

7.2.3 Räumliche Perspektive

7.2.4 Zeitliche Perspektive

7.2.5 Sprachliche Perspektive

7.3 Eine Übersicht

8 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine strukturanalytische Untersuchung von Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte" vorzunehmen, wobei der Fokus primär auf narratologischen Kategorien liegt, um die zugrunde liegende Erzählstruktur zu erhellen.

  • Grundlagen und Abgrenzung von Textanalyse und Textinterpretation
  • Narratologische Untersuchung der Fokalisierung nach Genette
  • Analyse der fünf Parameter der Perspektivierung nach Wolf Schmid
  • Untersuchung der figuralen und narratorialen Erzähleinstellungen
  • Erörterung des "Nicht-Erzählten" als Ausgangspunkt für weiterführende Interpretationsansätze

Auszug aus dem Buch

4.2 Nullfokalisierung

Der Autor stattet den Erzähler mit endlosem Wissen aus. Der Erzähler weiß mehr, als die Figuren einer Geschichte. Er gilt als allwissend.

„Wenn einer dein Bett aus dem Saal schiebt, wenn du siehst, dass der Himmel grün wird und wenn du dem Vikar die Leichenrede ersparen willst, so ist es Zeit für dich, auszustehen, leise, wie Kinder aufstehen, wenn am Morgen Licht durch die Läden schimmert, heimlich, dass es die Schwester nicht sieht – und schnell!“ (Ilse Aichinger; Der Gefesselte; Erzählungen 1, Fischer Taschenbuch Verlag; Frankfurt 1991; S.63; Z.1-6)

Schon aus dem ersten Abschnitt, erkennt man das eindeutige Merkmal eines Dialoges. Der Adressat bleibt jedoch bis zum Schluss unbekannt. Es besteht eine gewisse Nähe zwischen dem Erzähler und der Hauptfigur. Dennoch scheint der Erzähler über etwas mehr Wissen zu verfügen.

„Sie tragen deinen Sarg durch die zweite Einfahrt über den Hof in die Leichenhalle. Dort wartet der leere Sockel, schwarz und schief und erhöht, und sie setzen den Sarg darauf und öffnen ihn wieder, und einer von ihnen flucht, weil die Nägel zu fest eingeschlagen sind. Diese verdammte Gründlichkeit!“ (Ilse Aichinger; Der Gefesselte; Erzählungen 1, Fischer Taschenbuch Verlag; Frankfurt 1991; S.64f; Z.28-30f.)

Auch aus diesem Abschnitt geht hervor, dass der Erzähler mehr zu wissen vermag als die Figur der Geschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Abgrenzung zwischen Textanalyse und Interpretation dar und führt in das Hauptthema der Fokalisierung in Aichingers "Spiegelgeschichte" ein.

2 Textanalyse/Textinterpretation - Definition: Das Kapitel definiert die Begriffe der Textanalyse als strukturelle Zerlegung und der Interpretation als inhaltliche Deutung.

3 Formen der Textanalyse: Hier wird kurz auf die verschiedenen methodischen Zugänge zur Durchführung einer Textanalyse verwiesen.

4 Die Fokalisierung und ihre Herkunft: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Fokalisierung nach Gérard Genette und führt die drei Grundtypen ein.

5 Betrachtung des gesamten Werkes: Es wird die methodische Notwendigkeit unterstrichen, das Werk für eine fundierte Strukturanalyse in seiner Gesamtheit zu betrachten.

6 Welcher Fokalisierungstyp liegt nun vor?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Zuordnung der Fokalisierung in der "Spiegelgeschichte", die auf die Komplexität des Textes hinweist.

7 Perspektivierung nach Schmid: Dieses Kapitel wendet die fünf Parameter von Wolf Schmid auf den Primärtext an, um die erzählerische Position präziser zu bestimmen.

8 Schluss: Die Arbeit resümiert, dass eine eindeutige Fokalisierung nicht bestimmt werden kann, und schlägt eine Brücke zur weiterführenden Textinterpretation des "Nicht-Erzählten".

Schlüsselwörter

Textanalyse, Textinterpretation, Ilse Aichinger, Spiegelgeschichte, Fokalisierung, Erzählperspektive, Wolf Schmid, Nullfokalisierung, Interne Fokalisierung, Externe Fokalisierung, Narratologie, Erzählstruktur, Perzeptive Perspektive, Ideologische Perspektive

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der narratologischen Analyse der "Spiegelgeschichte" von Ilse Aichinger, wobei der Fokus auf strukturellen Aspekten wie der Fokalisierung liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert auf die Unterscheidung zwischen Textanalyse und Interpretation sowie die Anwendung narratologischer Theorien von Genette und Schmid.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Erzählstruktur des Werkes durch eine detaillierte Analyse der Fokalisierung und der Perspektivparameter zu durchdringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine strukturalistische Erzähltextanalyse angewendet, die sich auf die Kriterien von Genette und die fünf Perspektivparameter nach Wolf Schmid stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine theoretische Einordnung der Begriffe, gefolgt von einer systematischen Anwendung der Fokalisierungstypen und der fünf Perspektivparameter auf Textstellen der "Spiegelgeschichte".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Textanalyse, Fokalisierung, Perspektivierung, Narratologie und das "Nicht-Erzählte".

Warum kommt die Autorin zu dem Ergebnis, dass keine exakte Fokalisierung bestimmt werden kann?

Aufgrund der komplexen Erzählweise, in der Erzähler und Figur teilweise verschmelzen oder sich distanzieren, lässt sich das Werk nicht eindeutig nur einem Typus (Null-, interne oder externe Fokalisierung) zuordnen.

Welchen Zweck erfüllt das Kapitel zur Perspektivierung nach Schmid?

Nachdem die Fokalisierung keine eindeutige Antwort lieferte, bietet das Modell von Wolf Schmid mit seinen fünf Parametern eine präzisere Möglichkeit, die erzählerische Gestaltung in verschiedenen Szenen zu bewerten.

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Details

Title
Textanalyse der Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger
College
Klagenfurt University
Grade
1,0
Author
Anja Schneider (Author)
Publication Year
2017
Pages
13
Catalog Number
V387252
ISBN (eBook)
9783668618473
ISBN (Book)
9783668618480
Language
German
Tags
Textanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schneider (Author), 2017, Textanalyse der Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387252
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