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Erstellung eines Handbuchs mit dem Titel "Was nützt mir eine Familienhilfe?"

Titel: Erstellung eines Handbuchs mit dem Titel "Was nützt mir eine Familienhilfe?"

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Vivien Erfurth-Heinz (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit möchte ich ein medienpädagogisches Konzept vorstellen, zur Erstellung eines Handbuchs mit dem Titel: „Was nützt mir eine Familienhilfe?“ Den Jugendämtern eilt schon lange ein negativer Ruf voraus, mit beispielhaften Aussagen wie z. B. „Das Jugendamt holt Eltern ihre Kinder weg“ usw. Die Arbeit der Familienhilfen und auch die Familienhilfen selbst werden meist automatisch mit dem Jugendamt gleichgesetzt. Viele Familien haben bereits schlechte Erfahrungen gemacht, sowohl mit dem Jugendamt, als auch mit vorherigen Helfersystemen.
Um den Familien nicht nur einen Teil ihrer Ängste zu nehmen, sondern auch offene Fragen zu beantworten, Vorurteile zu entkräften und eine erste Vorstellung davon zu geben, welchen Nutzen ihnen eine Familienhilfe überhaupt bringen kann und was sie erwarten können von dieser Form der Hilfe, entstand die Idee ein Handbuch zu diesem Thema zu erstellen, das den Familien entweder bereits vor oder bei Beginn der Hilfe übergeben werden kann. Und gerade weil es viele Vorurteile und Ängste gegenüber dem Jugendamt und Helfersystemen gibt, sollten die Inhalte dieses Handbuchs nicht allein von einer Familienhilfe erstellt werden, sondern überwiegend von der Zielgruppe selbst. Nämlich von betroffenen Familien, die entweder bereits langjährig erfahren sind mit dieser Hilfeform oder auch erstmalig Erfahrung gesammelt haben. Es soll deutlich werden, welche Möglichkeiten und Hilfsangebote es durch die Unterstützung einer Familienhilfe geben kann, welche Erfahrungen Familien damit gesammelt haben und welche Ziele sie bereits erreicht haben. Kurze prägnante Aussagen hierzu von betreuten Familien, werden mit Fotos verdeutlicht und mit Erklärungen der SPFH ergänzt. Es soll ersichtlich werden, dass Familienhilfen systemisch und ressourcenorientiert arbeiten, eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen und was dies im Klartext bedeutet (vgl. Nielsen, in Chasse´/von Wensierski, 2008, S. 168).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Titel/Thema/Situationsanalyse

2.2 Theoriebezug

2.3 Medien

2.4 Zielgruppe/Adressat_innen

2.5 Träger/Einrichtung/Einsatzorte/Sozialraum

2.6 Ziele

2.7 Konzept

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist die Konzeptionierung eines niedrigschwelligen Handbuchs durch betroffene Familien, um Vorurteile gegenüber der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) abzubauen, Ängste zu mindern und Transparenz über den Nutzen dieser Hilfsmaßnahme zu schaffen.

  • Entwicklung eines medienpädagogischen Handbuchs
  • Partizipation von Familien in der Hilfeplanung
  • Theoretische Fundierung durch das Konzept der Lebensbewältigung nach Böhnisch
  • Einsatz digitaler Medien zur Empowerment-Förderung
  • Analyse sozialräumlicher Gegebenheiten im Kontext der Jugendhilfe

Auszug aus dem Buch

2.2 Theoriebezug

Konzept der Lebensbewältigung von Lothar Böhnisch

Menschen in schwierigen Lebenskonstellationen- oder situationen sind die hauptsächlichen Adressat_innen für die Soziale Arbeit (vgl. Böhnisch, 2016, S. 11). Im Falle der Jugendhilfe, im Zusammenhang mit dem Hilfsangebot der Sozialpädagogischen Familienhilfe, bilden Familien mit mindestens einem Kind und Problemen bei der Bewältigung von Erziehungsaufgaben die Zielgruppe. Zusammenfassend zeigen all diese Menschen Probleme bei der Lebensbewältigung. Nach dem Konzept der Lebensbewältigung gibt es laut Böhnisch 3 zu beschreibende Dimensionen. Ich möchte die Erste hier näher erläutern:

„1. Psychodynamische Dimension

„Verlust an Selbstwert, sozialer Anerkennung und Selbstwirksamkeit in kritischen Lebenssituationen (Lebenskonstellationen) – unbedingtes Streben nach Handlungsfähigkeit – Unfähigkeit zur Thematisierung innerer Hilflosigkeit – Zwang zur äußeren/inneren Abspaltung“ (Zitat nach Böhnisch, 2016, S. 11-12). Unter (Lebens-)Bewältigung versteht Böhnisch „das Streben nach psychosozialer Handlungsfähigkeit in kritischen Lebenskonstellationen“ (Zitat nach Böhnisch, 2016, S. 20). Lebenssituationen- und konstellationen werden als kritisch beschrieben, wenn die eigenen Ressourcen bei der Bewältigung der Probleme nicht wirksam sind oder nicht mehr genügen und somit die „psychosoziale Handlungsfähigkeit“ eingeschränkt ist (vgl. Filipp, 2008, in Böhnisch, 2016, S. 20). Wenn diese erst einmal eingeschränkt ist, leidet auch der Selbstwert, die Selbstwirksamkeit und die soziale Anerkennung (vgl. Böhnisch, 2016, S. 21). Jedoch haben die Menschen in ihrem Kampf nach Handlungsfähigkeit meist Probleme ihre Hilfebedürftigkeit nach außen mitzuteilen. Wenn dies nicht möglich ist, aus welchen Gründen auch immer, so muss die unausgesprochene Hilflosigkeit anderweitig kompensiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des medienpädagogischen Konzepts zur Erstellung eines Handbuchs, das Vorurteile gegenüber der Jugendhilfe abbauen und Familien den Nutzen der SPFH verdeutlichen soll.

2. Hauptteil: Detaillierte Darstellung der Situationsanalyse, theoretischen Einordnung, Zielgruppenbestimmung, Rahmenbedingungen des Trägers sowie des konkreten, medienpädagogisch orientierten Projektablaufs.

3. Fazit: Reflexion über den Erfolg des Konzepts hinsichtlich der Stärkung von Selbstwert und Handlungsfähigkeit der beteiligten Zielgruppe durch partizipative Gruppenarbeit.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogische Familienhilfe, SPFH, Lebensbewältigung, Lothar Böhnisch, Medienpädagogik, Handbuch, Empowerment, Partizipation, Jugendhilfe, Krisensituation, Ressourcenorientierung, Sozialraum, Selbstwirksamkeit, ambulante Hilfen, Flex-Hilfen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt ein medienpädagogisches Konzept zur Erstellung eines Handbuchs vor, das Familien in ambulanten Hilfsmaßnahmen dabei unterstützen soll, den Nutzen der Sozialpädagogischen Familienhilfe besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die medienpädagogische Arbeit, die Lebensbewältigung nach Böhnisch, die Partizipation von betroffenen Familien und die sozialräumliche Analyse im Umfeld von Neunkirchen und Saarbrücken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die aktive Erstellung eines Handbuchs durch die Familien selbst, Ängste und Vorurteile gegenüber der Jugendhilfe abzubauen und die Handlungsfähigkeit der Adressaten zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des medienpädagogischen Praxisprojekts, inklusive qualitativer Gruppenarbeit, Literaturanalyse und sozialraumorientierter Situationsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Situationsanalyse, der Theoriebezug zum Konzept der Lebensbewältigung, die Zielgruppendefinition, der Träger und Einsatzorte sowie ein detaillierter 5-tägiger Projektplan beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sozialpädagogische Familienhilfe, Lebensbewältigung, Empowerment, Partizipation und Medienpädagogik.

Wie trägt die Partizipation der Familien zur Zielerreichung bei?

Da die Familien die Inhalte selbst gestalten, wird eine identitätsstiftende Wirkung erzielt, die den Selbstwert stärkt und die Hemmschwelle zur Inanspruchnahme der Hilfe senkt.

Welche Rolle spielen digitale Medien in diesem Konzept?

Digitale Medien dienen nicht nur zur Erstellung des Handbuchs (Fotografie, Textverarbeitung), sondern fördern auch einen neuen, reflektierten Umgang der Familien mit Technik im Alltag.

Warum ist das Konzept der "Lebensbewältigung" nach Böhnisch wichtig?

Es bietet das theoretische Fundament, um zu verstehen, warum die Zielgruppe in Krisensituationen oft psychisch belastet ist und warum die Förderung der Handlungsfähigkeit für diese Familien essentiell ist.

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Details

Titel
Erstellung eines Handbuchs mit dem Titel "Was nützt mir eine Familienhilfe?"
Hochschule
Hochschule RheinMain
Note
1,7
Autor
Vivien Erfurth-Heinz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V387322
ISBN (eBook)
9783668618701
ISBN (Buch)
9783668618718
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienpädagogisches Konzept
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vivien Erfurth-Heinz (Autor:in), 2017, Erstellung eines Handbuchs mit dem Titel "Was nützt mir eine Familienhilfe?", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387322
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Leseprobe aus  14  Seiten
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