Die Blockchain als Disruptor der deutschen Finanzbranche?

Anwendung einer SWOT-Analyse


Seminararbeit, 2017
23 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

2
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung ... 1
2
SWOT -Analyse ... 1
2.1
Externe und interne Sicht ... 2
2.2
Normstrategien ... 3
3
Die Blockchain ­ Technologie ... 4
3.1
Grundfunktionen des Geldes ... 6
3.2
Kryptotransaktionssysteme ... 7
3.3
Aktuelle Marktentwicklung der deutschen Finanzbranche (Blockchain) ... 8
3.4
Marktüberblick der Währung Bitcoin ... 9
4
Anwendung der SWOT - Analyse ... 11
4.1
Stärken und Schwächen ... 11
4.2
Chancen und Risiken ... 12
4.3
Ergebnis und Normstrategien ... 13
5
Fazit ... 15
6
Literaturverzeichnis ... 16

3
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Der Genesis-Hash ... 5
Abb. 2 Vereinfachte Darstellung einer Bitcoin Blockchain ... 6
Abb. 3 Statistische Befragung zur Auswirkung der Blockchain nach Themen ... 8
Abb. 4 Bitcoin Preisindex gegenüber dem Goldpreis pro Unze ... 10
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 Die Vier - Felder ­ Matrix ... 2
Tab. 2 Gegenüberstellung von Stärken und Schwächen ... 12

1
1
Einleitung
,,
You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a
new model that makes the existing model obsolete." ­ Richard Buckminster Fuller
Die mediale Aufmerksamkeit, welches die Bitcoin Währung aufgrund des bisher höchs-
ten Wechselkurses (in Dollar) genießt und selbst den Goldpreis kurzzeitig überholte, gibt
Aufschluss darüber, dass sie weit mehr Potenzial hat, als anfangs vermutet. (Holodny,
2017) Die vorliegende Seminararbeit gibt einen Überblick über die Funktionsweise und
mögliche Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die deutsche Finanzbranche
und untersucht diese durch Anwendung einer SWOT -Analyse. Dabei werden zunächst
die essentiellen Grundlagen der SWOT -Analyse erklärt. Danach wird die Blockchain-
Technologie vorgestellt und kurz erläutert. Hierbei wird ein kleiner Exkurs auf die Grund-
funktionen des Geldes gegeben, sowie der Zusammenhang zu Kryptotransaktionssyste-
men erklärt. Anschließend wird ein Marktüberblick über die führende virtuelle Währung
Bitcoin aufgezeigt sowie über den aktuellen Stand hinsichtlich Blockchain in der deut-
schen Finanzindustrie. Der Hauptteil der Seminararbeit folgt anschließend als themen-
spezifische SWOT -Analyse. Zuletzt geben die Autoren noch einen Ausblick, wie sich
die Technologie möglicherweise entwickeln wird und welchen Einfluss dies nicht aus-
schließlich, aber vor allem auf die deutsche Finanzbranche haben wird.
2
SWOT -Analyse
Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen und -optionen für unterschiedliche Fragestellun-
gen zu entwickeln. Im Anbetracht auf das Technologie- und Innovationsmanagement
kann die SWOT-Analyse die Erstellung der Innovationsstrategie vereinfachen, indem sie
die dafür erforderlichen Informationen bereitstellt. (Stern & Jaberg, 2007, S. 38f)
Die Erstellung einer SWOT-Analyse beinhaltet die externe Umweltanalyse und die in-
terne Unternehmensanalyse. Während eine technologie- und innovationsorientierte Um-
weltanalyse zum Ziel hat, Risiken (Threats) und Chancen (Opportunities) im Unterneh-
mensumfeld aufzudecken, sollen mit Einsatz der Unternehmensanalyse eigene Innovati-
onsstärken (Strengths) und Innovationsschwächen (Weaknesses) zur Realisierung einer
erkannten Handlungsstrategien zur Vermeidung einer aufgezeigten Gefahr identifiziert
werden. (Hagenhoff, 2008, S. 24)

2
2.1
Externe und interne Sicht
Als erstes müssen die relevantesten Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens
im Rahmen der Unternehmensanalyse erkannt werden. Stärken sind Faktoren, die zu ei-
ner relativ wichtigen Wettbewerbsposition bringen, während Schwächen Unternehmen
daran hindern, Wettbewerbsvorteile zu erobern. Die Stärken und Schwächen ergeben sich
aus den Kernkompetenzen und Ressourcen des Unternehmens. Nützlich ist hier eine vor-
herige Aufdeckung der entscheidenden Erfolgsfaktoren. In Relation zu diesen können
alle Stärken und Schwächen abgeprüft werden. Wichtig hierbei ist, dass alle identifizier-
ten Stärken und Schwächen relativ sind, d. h. ihr Aussagewert ergibt sich aus ihrer Rele-
vanz im Wettbewerbsvergleich aus Sicht des Kunden. (Bruhn, 2013, S. 225)
Ressourcen und
Fähigkeiten
Makro und Branchenumwelt
,,Opportunities"
,,Threats"
,,Strengths"
Haben wir die Stär-
ken, um Chancen zu
nutzen?
Haben wir die Stärken,
um Risiken zu bewälti-
gen?
,,Weaknesses" Welche Chancen ver-
passen wir wegen un-
serer Schwächen?
Welchen Risiken sind
wir wegen unserer
Schwächen ausgesetzt?
Tab. 1 Die Vier - Felder ­ Matrix
(Hungenburg, 2014, S. 86)
Als zweites wird die externe Analyse (Umweltanalyse) behandelt. Hier sollen Chancen
und Risiken aufgedeckt werden, die sich im Wettbewerbsumfeld ergeben und auf die das
Unternehmen keinen direkten Einfluss ausüben kann. (Wittmann, Leimbeck, & Tomp,
2006, S. 32)

3
Generell können in Hinsicht auf die Analyse der Umwelt in die Bestandteile Technolo-
giefrüherkennung und -prognose und die technologische Konkurrenten Analyse unter-
gliedert werden. (Hagenhoff, 2008, S. 24) Die Technologiefrüherkennung und -prognose
dient dazu, Anhaltspunkte und Gefahrensignale aus der Unternehmensumwelt aufzuneh-
men und zu eruieren, um bei anstehenden Entscheidungen schneller als die Wettbewerber
handeln zu können. Beispielsweise werden Weiterentwicklungspotenziale neuartiger
Technologien oder Grenzen bekannter Technologien aufgedeckt. Hierfür können öffent-
liche zugängliche Quellen (Fachzeitschriften und Magazine, Patentdatenbanken), inno-
vative Zulieferer und Kunden, wissenschaftliche Institutionen, sowie die Bewertung tech-
nischer Standards als Informationsquellen dienen. (Hagenhoff, 2008, S. 25)
Aus den Ergebnissen der internen und externen Analyse sollte die Unternehmung er-
schließen, inwieweit und auf welche Weise sie mit ihren vorhandenen Ressourcen fähig
ist, auf aufkommende externe Veränderungen zu reagieren. Die Darstellung der Analy-
seergebnisse kann auf verschiedene Weise erfolgen. Am meisten Gebrauch findet die Ge-
genüberstellung des unternehmensinternen und des umweltbezogenen Aspekts unter An-
wendung einer Vier-Felder-Matrix, in welche die Analyseergebnisse eingetragen werden.
Erfolgskritisch ist hierbei die richtige Zuordnung zu den vier Feldern (siehe Tab. 1).
2.2
Normstrategien
Die SWOT-Analyse kann eine gute Grundlage für weiterführende Strategien bilden, die
auch als SWOT-Normstrategien bekannt sind. ,,Ziel der SWOT-Analyse ist die Einschät-
zung des eigenen Geschäftsbereichs im Vergleich zum Wettbewerb bzw. zu Wettbewer-
bern mit der Absicht, konkrete Normstrategien zur Steigerung des Unternehmenserfolgs
sowie zur Erhaltung und zum Ausbau des eigenen Wettbewerbsvorteils abzuleiten".
(Pfaff, 2005, S. 86) Vier grundlegende Strategien lassen sich unterscheiden, die Stärken,
Schwächen, Chancen und Risiken miteinander kombinieren:
-
Stärken/Chancen-Strategie: Stärken einsetzen, um Chancen wahrzuneh-
men.
-
Schwächen/Chancen-Strategie: Schwächen abbauen, um Chancen zu nut-
zen.
-
Stärken/Risiken-Strategie: Internen Stärken ausbauen, um Risiken und
Gefahren der Umwelt auszugleichen bzw. abzuwenden.

4
-
Schwächen/Risiken-Strategie: Schwächen und Gefahren minimieren, um
vor Risiken zu schützen.
(Tomp, Leimbeck, & Wittmann, 2006, S. 34 f.)
3
Die Blockchain
­
Technologie
,,Blockchain: A digital ledger in which transactions made in bitcoin or another cryptocur-
rency are recorded chronologically and publicly. " (Englisch Oxford Living Dictionaries,
kein Datum)
Die Blockchain ist dabei das System hinter digitalen Kryptowährungen wie Bitcoin.
Diese ist selbst eine Datenbank von allen bereits ausgeführten Transaktionen und wird
transparent und dezentral auf den Servern aller Teilnehmer gespeichert. Sie gewährt so-
mit allen Nutzern, jederzeit einen Einblick in alle bereits durchgeführten Transaktionen
und bietet eine Möglichkeit jeden Block auf seine Korrektheit zu überprüfen. (Sixt, 2017,
S. 39) Um diese Dezentralität stärker zu betonen wird innerhalb des Finanzsektors oft
von der sogenannten Distributed Ledger Technology gesprochen.
,,Ein Distributed Ledger (wörtlich ,,verteiltes Kontobuch") ist ein öffentliches, dezentral
geführtes Kontobuch. Er ist die technologische Grundlage virtueller Währungen und
dient dazu, im digitalen Zahlungs- und Geschäftsverkehr Transaktionen von Nutzer zu
Nutzer aufzuzeichnen, ohne dass es einer zentralen Stelle bedarf, die jede einzelne Trans-
aktion legitimiert. Blockchain ist der Distributed Ledger, welcher der virtuellen Währung
Bitcoins zugrunde liegt." (Geiling, 2015)
Die Blockchain-Technologie verwendet hierbei den SHA256 Algorithmus, der von jeder
eingegebenen Datenmenge einen eindeutigen Schlüssel mit immer gleicher Länge gene-
riert. Dieser Algorithmus verändert den Hashwert bei der kleinsten Veränderung der ein-
gegebenen Datenmenge merklich. (Decentralize Today, 2016)
,,Anzumerken ist noch, dass es sich [...] um One-Way Hashes handelt. Es ist zwar schwer,
einen solchen One-Way Hash zu erzeugen, aber sehr einfach zu überprüfen, ob das ge-
lieferte Ergebnis auch stimmt" (Sixt, 2017, S. 41)
Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die Blockchain als Disruptor der deutschen Finanzbranche?
Untertitel
Anwendung einer SWOT-Analyse
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften München
Note
1,7
Autoren
Jahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V387345
ISBN (eBook)
9783668613157
ISBN (Buch)
9783668613164
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
blockchain, bitcoin, finanzbranche, disruptor, kryptotransaktionssysteme, kryptowährungen, ethereum, swot, dezentralisierung, Digitalisierung, strategisches Management
Arbeit zitieren
Yannic Fraebel (Autor)Kamil Gorszczyk (Autor), 2017, Die Blockchain als Disruptor der deutschen Finanzbranche?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387345

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