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Der Inkohlungsprozess im Geographieunterricht. Von der Konzeption und Durchführung zur Reflexionsanalyse einer Unterrichtsstunde zum Thema Kohleentstehung

Titel: Der Inkohlungsprozess im Geographieunterricht. Von der Konzeption und Durchführung zur Reflexionsanalyse einer Unterrichtsstunde zum Thema Kohleentstehung

Hausarbeit , 2016 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Erik Schittko (Autor:in)

Didaktik - Geowissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Jede Unterrichtsstunde erfordert, neben der Durchführung, Vorüberlegungen zur Stundenplanung. Hierbei liegt der Fokus auf drei wichtigen Planungskomponenten: Einschätzung der Klassensituation, organisatorische Voraussetzungen, sowie fachliche und methodische Voraussetzungen. Seit dem 07.04.16 unterrichte ich mit einer Wochenstunde die Klasse 6 im Fach Geographie. In dieser sechsten Klasse des Gymnasiums befinden sich sechszehn Schülerinnen und zehn Schüler. Die Klasse stellt eine aufgeschlossene und lebhafte Klasse dar, in welcher sich die meisten Schüler aktiv am Unterrichtsgeschehen
beteiligen. Trotz Lebhaftigkeit, besitzt die Klasse eine hohe Unterrichtsdisziplin und reges Interesse, sodass Ermahnungen in seltenen Fällen angewendet werden müssen. Aus diesem Grund ist die Arbeitsatmosphäre motivierend und angenehm. Fünf Schüler besitzen allerdings einen regen Bewegungsdrang. Ihnen fällt es schwer für längere Zeit an ihrem Platz zu bleiben, was sich in wiederkehrenden hektischen Bewegungen äußert (Verschieben der Stühle, Meldungen über die Bänke hinweg, Zappeln, Kippeln mit Stühlen) Zu Beginn des Schuljahres wurde die Klasse nach ihrer Sitzordnung in feste Arbeitsgruppen eingeteilt, welche in jedem Unterrichtsfach im Falle einer Partnerarbeit zusammenarbeiten. Die Lerngruppe pflegt stets einen respektvollen Umgang mit den Lehrern und auch untereinander herrscht ein positives Klassenklima.

Nachdem eine Einschätzung der Klassensituation vorgenommen wurde, folgen nun einige Angaben zu organisatorischen Voraussetzungen. Der Geographieunterricht findet im Klassenraum der 6 statt. In diesem Unterrichtsraum befinden sich neben dem technischen Gerät des Overheadprojektor und zugehöriger Projektionsfläche, auch eine fünfteilige Tafel, sowie ein Kartenständer. Dem Raum mangelt es an Anschauungsmaterial wie einem Vorrat an geographischen Karten, Plakaten oder Atlanten. Die Atlanten werden von den Schülern selbst mitgeführt oder in Schließfächern der Schule aufbewahrt. Kartenmaterialien wie eine physische Karte oder Wirtschaftskarte müssen von der Lehrperson für jede Unterrichtsstunde spezifisch aus dem Vorbereitungsraum transportiert werden. Darüber hinaus ist der Raum für die Anzahl an sechsundzwanzig Schüler recht eng, was sich in der Schrägstellung der Tische in der vordersten Wand- und Fensterbankreihe äußert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Analyse von Lernbedingungen

2 Kompetenzorientierte Lernziele

3 Didaktisch- methodische Vorgehensweise

4 Reflexion der Unterrichtsstunde

5 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit analysiert die didaktische Konzeption und Durchführung einer Geographie-Unterrichtsstunde zum Thema Kohleentstehung in einer sechsten Klasse. Das primäre Ziel besteht darin, den Inkohlungsprozess durch interaktive Methoden wie Rollenspiele verständlich zu vermitteln und im Anschluss eine kritische Reflexion hinsichtlich der Lernziele, der Zeitökonomie und der gewählten Unterrichtsgestaltung vorzunehmen.

  • Analyse der Klassensituation und der organisatorischen Lernvoraussetzungen
  • Formulierung und Erläuterung kompetenzorientierter Lernziele
  • Methodische Planung des Unterrichtsverlaufs (Schülerrollenspiel, Transfermodell)
  • Reflexion der tatsächlichen Unterrichtspraxis basierend auf fachdidaktischen Kriterien
  • Ableitung von Schlussfolgerungen für zukünftige Unterrichtsplanungen

Auszug aus dem Buch

3 Didaktisch- methodische Vorüberlegungen

Auf der Grundlage des Thüringer Lehrplanes für Gymnasien eröffnet der Geographieunterricht den Schülern die Möglichkeit „die Entstehung der fossilen Energieträger Kohle und Erdöl“ zu erklären. (TMFBWK 2012: 15). Außerdem müssen die Schüler der Klassenstufe in der Lage sein fachspezifische Begriffe wie Tagebau und Untertagebau sachgerecht zu verwenden. Vor diesem Hintergrund lässt sich das Thema der Stunde rechtfertigen. Die Unterrichtseinheit der Kohleentstehung folgt dem induktiven Ansatz. Der Inkohlungsprozess stellt hierbei die erste Bildungsform fossiler Energieträger und Rohstoffe im Allgemeinen für die Klasse dar und soll durch die Mehrstufigkeit und dem Auftreten von Begleitfaktoren (Luftabschluss, Zeit, Temperaturanstieg, Druckanstieg) die Basis für die Beschreibung der darauf folgenden Erdölentstehung und weiterer geologischer Prozesse bilden. Diese Form des Unterrichtsaufbaus birgt allerdings den Nachteil, dass die Schüler einem neuem Stoffgebiet gegenüberstehen, in welchem das bereits Gelernte nicht zwangsläufig auf konkrete Prozesse übertragen werden kann.

Somit sollte die Heranführung an das Thema durch eine Vorarbeit in Form einer anschaulichen Hausaufgabe gefunden werden. Die Schüler erwerben somit vorab grundlegendes Faktenwissen und eine Vorstellung über den Ablauf und die Mehrgliedrigkeit des Kohleentstehungsprozesses. Dies fördert die Lernbereitschaft und Neugierde der Schüler im Unterrichtsgespräch, auf welche die Lehrperson durch eine fortführende Strukturierung und Detaillierung aufbauen kann. Im Verlauf des Unterrichts muss dem Schüler deutlich werden, dass der Prozess der Kohleentstehung eine Umwandlung anorganischen Materials (abgestorbene Pflanzenreste) in organisches Material (Torf, Braunkohle, Steinkohle) darstellt, welche mit drei Umwandlungsformen einhergehen, die zwischen den vier Materialien der Prozesskette durch die Faktoren (Luftabschluss, steigender Druck durch Auflagerung, steigende Temperatur durch fortwährendes Absinken des Materials in tiefere Regionen der Erdkruste) stattfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Analyse von Lernbedingungen: Beschreibt die Zusammensetzung der sechsten Klasse sowie die räumlichen und materiellen Voraussetzungen des Geographieunterrichts an der Schule.

2 Kompetenzorientierte Lernziele: Definiert die angestrebten Lernfortschritte in den Bereichen Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz.

3 Didaktisch- methodische Vorgehensweise: Erläutert die methodische Planung, insbesondere den induktiven Ansatz und den Einsatz eines Rollenspiels zur Vermittlung der geologischen Prozesse.

4 Reflexion der Unterrichtsstunde: Bewertet die Umsetzung des Unterrichts hinsichtlich der erreichten Lernziele, der effektiven Lernzeit und der methodischen Wirksamkeit.

5 Schlussfolgerungen: Fasst die persönlichen Erkenntnisse des Autors zusammen, betont die Bedeutung motivierender Einstiege und benennt Schwerpunkte für zukünftige Unterrichtsplanungen.

Schlüsselwörter

Geographieunterricht, Kohleentstehung, Inkohlungsprozess, Didaktik, Lernbedingungen, Kompetenzorientierung, Schülerrollenspiel, fossile Energieträger, Unterrichtsreflexion, Braunkohle, Steinkohle, Vermittlungsziele, Praxiserfahrung, Lehrplan, Fachwissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtsstunde zum Thema Kohleentstehung in einer Geographie-Klasse der sechsten Jahrgangsstufe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Neben der geographischen Fachdidaktik stehen die Motivation der Schüler durch handlungsorientierte Methoden und die Analyse der Lernbedingungen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel liegt in der erfolgreichen Vermittlung der komplexen Entstehungsprozesse von Kohle durch eine didaktisch begründete Strukturierung und deren anschließende kritische Bewertung.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für den Unterricht gewählt?

Es wurde ein induktiver Ansatz gewählt, der durch ein Schülerrollenspiel ergänzt wird, um die abstrakten geologischen Prozesse anschaulich und haptisch erfahrbar zu machen.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Lernvoraussetzungen, der Formulierung von Lernzielen, der methodischen Gestaltung des Unterrichts und der Reflexion der Ergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Inkohlungsprozess, Kompetenzorientierung, Unterrichtsgestaltung, Geographieunterricht und schülerzentrierte Methoden.

Warum wurde in dieser Unterrichtsstunde ein Rollenspiel eingesetzt?

Das Rollenspiel dient dazu, das Interesse der Schüler zu wecken, abstrakte Prozesse durch Bewegung nachvollziehbar zu machen und die Selbst- sowie Sozialkompetenz zu fördern.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für seine zukünftige Lehrtätigkeit?

Der Autor schlussfolgert, dass kreative Einstiege und die Verknüpfung komplexer Prozesse mit Alltagsbezügen und Interaktionen entscheidend für ein erfolgreiches und motiviertes Lernen sind.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Inkohlungsprozess im Geographieunterricht. Von der Konzeption und Durchführung zur Reflexionsanalyse einer Unterrichtsstunde zum Thema Kohleentstehung
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Didaktik III - Begleitseminar Praxissemester
Note
1,7
Autor
Erik Schittko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V387431
ISBN (eBook)
9783668627130
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inkohlung Geographieunterricht Kohleentstehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erik Schittko (Autor:in), 2016, Der Inkohlungsprozess im Geographieunterricht. Von der Konzeption und Durchführung zur Reflexionsanalyse einer Unterrichtsstunde zum Thema Kohleentstehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387431
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Leseprobe aus  11  Seiten
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