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Durch Feedback und Evaluation den Unterricht entwickeln. Die Rolle des "Conseillers pédagogiques" an luxemburgischen Grundschulen

Titel: Durch Feedback und Evaluation den Unterricht entwickeln. Die Rolle des "Conseillers pédagogiques" an luxemburgischen Grundschulen

Hausarbeit , 2017 , 35 Seiten

Autor:in: Bob Feyereisen (Autor:in), Tammy Kaiser (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit der Reform des öffentlichen Dienstes im Jahr 2015 in Luxemburg müssen fertig ausgebildete Lehrkräfte ein dreijähriges Referendariat absolvieren, bevor sie definitiv den Status des Staatsbeamten erhalten. Einerseits werden die jungen Kollegen während dieser Zeit von einem qualifizierten Conseiller pédagogique (CP) betreut, der sie sowohl auf personeller, sozialer sowie professioneller Ebene begleitet, um dadurch die pädagogischen Kompetenzen des Einzelnen zu entwickeln und den Aufbau einer beruflichen Identität zu unterstützen. Andererseits nehmen die Berufseinsteiger an Weiterbildungsmaßnahmen des Institut de formation de l’Education nationale (IFEN) teil, die den theoretischen Teil des pädagogischen und didaktischen Bereichs abdecken und sie auf den Status des Staatsbeamten vorbereiten. Ein Mitglied der regionalen Direktion – dieser unterliegt die Schulaufsicht – beurteilt und bewertet den Referendar im ersten und im dritten Jahr zertifizierend. Abgesehen von den obligatorischen Momenten der Evaluation finden ebenfalls regelmäßig Unterrichtsbesuche statt, nach denen der Berufseinsteiger ein konstruktives Feedback zu seinem Unterricht erhält und er sich mit seinen Fragen, Sorgen und Ängsten an ein Mitglied der regionalen Direktion wenden kann. Mit der Einführung des dreijährigen Referendariats wird folglich zum ersten Mal im luxemburgischen Schulsystem Wert auf regelmäßiges Feedback, sowie interne und externe Evaluation des Unterrichts durch die Direktion gelegt. Des Weiteren werden Staatsbeamte seit der Reform sowohl nach 12- als auch nach 20-jähriger Tätigkeit von ihrem Vorgesetzten bewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage in Bezug auf die Reform des Staatsbeamtenstatus (TK)

1.2 Vorstellung des Themas (TK)

1.3 Skizzierung der Problemstellung (TK)

1.4 Darstellung der Forschungslücke (BF)

1.5 Zielsetzung (BF)

1.6 Eingrenzung des Themas (BF)

1.7 Erläuterung der Arbeitsschritte und des methodischen Vorgehens (TK)

2. Hauptteil

2.1 Begriffsklärung

2.1.1 Feedback (TK)

2.1.2 Evaluation (TK)

2.1.2.1 Selbstevaluation

2.1.2.2 Interne und externe Evaluation

2.2 Die Bedeutung von Feedback und Evaluation an Schulen – ein Lernprozess

2.2.1 Von der Input- zur Output-Steuerung (BF)

2.2.2 Merkmale von Unterrichtsqualität (TK)

2.2.3 Treiber der schulischen Qualitätsentwicklung (BF)

2.3 Eine Feedbackkultur an Schulen implementieren

2.3.1 Was kann Feedback leisten? (BF)

2.3.2 Verlauf der Implementierung (BF)

2.4 Evaluation

2.4.1 Evaluation als Element einer reflektierenden Praxis (BF)

2.4.2 Interne Evaluation als Werkzeug der Entwicklung (BF)

2.5 Entwicklung des professionellen Selbst durch Feedback und Evaluation (TK)

2.6 Die Rolle der Conseillers pédagogiques (CP) im Rahmen der Implementierung einer Evaluations- und Feedbackkultur an luxemburgischen Grundschulen

2.6.1 Die Implementierung einer Evaluations- und Feedbackkultur im Referendariat (BF)

2.6.2 Möglichkeiten einer Ausweitung der Implementierung von Evaluations- und Feedbackkultur auf Jahrgangsteams/Schulen (TK)

2.6.3 Implementierung durch den PDS – Rolle der Schulleitung (TK)

2.6.4 Rolle der Schulaufsicht (TK)

3. Schlussfolgerung (BF&TK)

4. Ausblick (BF&TK)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie durch die systematische Implementierung einer Feedback- und Evaluationskultur an luxemburgischen Grundschulen die Unterrichtsqualität nachhaltig gesteigert und die professionelle Identität von Lehrkräften sowie Referendaren weiterentwickelt werden kann.

  • Rolle der Conseillers pédagogiques (CP) bei der formativen Begleitung von Referendaren.
  • Übergang von Input- zu Output-Steuerung im Bildungssystem.
  • Bedeutung von Feedback und Evaluation als lernfördernde Instrumente im Schulalltag.
  • Strategien zur Etablierung einer Feedbackkultur innerhalb von Jahrgangsteams und Schulen.
  • Einfluss der Schulleitung und der Schulaufsicht auf die Qualitätssicherung.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Verlauf der Implementierung (BF)

In Anlehnung an Abbildung 1 beschreiben wir ein idealtypisches Verhaltensmuster, das Adams, Hayes und Hopson 1976 basierend auf den Untersuchungen von Unternehmen, die Feedbacks durchgeführt haben, beobachtet haben. Diese Kurve inspiriert sich an der Veränderungskurve nach Elisabeth Kübler-Ross (1969) und illustriert den Weg der Implementierung einer Feedbackkultur und zugleich den Werdegang des Feedbackprozesses.

Zu Beginn befindet sich der Lehrer in einer Schockphase, in der er noch keinen Sinn im Feedback sieht und der Meinung ist, dass diese Momente der Rückmeldung reine Zeitverschwendung sind. In der darauffolgenden Phase der Verneinung zeigt er eine Abwehrhaltung gegenüber den Rückmeldungsschleifen; in dieser Phase erlebt er Feedback vor allem als defizitär und beurteilend. Während des Falls in ein „Tal der Tränen“ kommt es zu einer rationalen Einsicht, auf die emotionale Akzeptanz folgt. Der Lehrer lernt, Feedback zu schätzen und versucht, Feedback unsystematisch zu nutzen; das bedeutet, dass Lehrer in bestimmten Situationen und Momenten, Feedback punktuell nutzen. Die ersten beobacht- und erlebbaren Verbesserungen und gar Veränderungen steigern den Nutzen von zielorientierten und datengestützten Rückmeldungen. Durch diese Erkenntnis kann Feedback langsam aber sicher im Alltag implementiert werden und eine systematische Nutzung ist garantiert; es entsteht eine Feedbackkultur, die als fester Bestandteil im Schulalltag integriert wird. Feedback kann folglich als lernunterstützendes Instrument dienen, da der Perspektivenwechsel im Bildungssystem die Schule von einer Input-Steuerung durch Lehrpläne hin zu einer Output-Steuerung, die eine hohe Autonomie der Einzelschulen zur Folge hat, führt. Lernunterstützendes Feedback wird somit zum Schweizermesser, einem Allzweckinstrument, welches uns erkennen lässt, inwieweit Erfolgskriterien und Mindeststandards der Kompetenzentwicklung erreicht und wie effizient die Ressourcenverteilung genutzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage im luxemburgischen Schulwesen nach der Reform des Staatsbeamtenstatus und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Implementierung einer Feedbackkultur.

2. Hauptteil: Erläutert theoretische Begriffe, beleuchtet die Bedeutung von Feedback und Evaluation als Lernprozess und analysiert die Rolle verschiedener Akteure wie CP, Schulleitung und Schulaufsicht.

3. Schlussfolgerung (BF&TK): Reflektiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, Feedback als Instrument der Schulentwicklung und Professionalisierung anzuerkennen.

4. Ausblick (BF&TK): Skizziert zukünftige Entwicklungen im Referendariat und die wachsende Bedeutung der CP als Experten für die Qualitätssicherung an Schulen.

Schlüsselwörter

Feedback, Evaluation, Unterrichtsqualität, Schulentwicklung, Referendariat, Conseillers pédagogiques, Selbstevaluation, Professionalisierung, Qualitätsmanagement, Output-Steuerung, Schulkultur, Lehrerkooperation, Unterrichtsbesuche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung und Bedeutung einer systematischen Feedback- und Evaluationskultur an luxemburgischen Grundschulen zur Förderung der Unterrichtsqualität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die professionelle Entwicklung von Lehrkräften, die Rolle des Referendariats, das Qualitätsmanagement an Schulen sowie die Bedeutung von kollegialem Feedback.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Feedback und Evaluation als Steuerungsinstrumente eingesetzt werden können, um eine Kultur der ständigen Verbesserung zu schaffen, statt sie nur als Kontrollinstanzen zu begreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturarbeit, die bestehende Konzepte der Schulentwicklung und Evaluationsforschung auf den spezifischen luxemburgischen Kontext anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Analyse der Bedeutung von Feedback/Evaluation als Lernprozess, deren Implementierung an Schulen sowie die spezifische Rolle der verschiedenen pädagogischen Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Feedback, Evaluation, Schulentwicklung, Unterrichtsqualität, professionelles Selbst und Referendariat.

Welche Rolle spielen die Conseillers pédagogiques (CP) in der Arbeit?

Sie fungieren als formative Begleiter von Referendaren und spielen eine Schlüsselrolle bei der Implementierung einer Feedbackkultur, indem sie den kollegialen Austausch fördern.

Wie trägt die Schulleitung zur Qualitätssicherung bei?

Die Schulleitung leistet durch den PDS (Plan de développement de l’établissement scolaire) und die Unterstützung der Zieldefinitionen einen wesentlichen Beitrag zur Verankerung von Qualitätsstandards in der Schule.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Durch Feedback und Evaluation den Unterricht entwickeln. Die Rolle des "Conseillers pédagogiques" an luxemburgischen Grundschulen
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Autoren
Bob Feyereisen (Autor:in), Tammy Kaiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
35
Katalognummer
V387440
ISBN (eBook)
9783668616479
ISBN (Buch)
9783668616486
Sprache
Deutsch
Schlagworte
durch feedback evaluation unterricht rolle conseillers grundschulen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bob Feyereisen (Autor:in), Tammy Kaiser (Autor:in), 2017, Durch Feedback und Evaluation den Unterricht entwickeln. Die Rolle des "Conseillers pédagogiques" an luxemburgischen Grundschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387440
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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