Die Studie bietet, ausgehend von Fragen transkultureller und narrativer Identität, eine Analyse eines narrativen Interviews mit einem tunesisch-stämmigen Deutschen. Es wird eine Person multikultureller Biografie vorgestellt und so im Sinne von 'doing culture' gezeigt, dass gesellschaftliche Wirklichkeit erst durch menschliche Handlungen erzeugt wird und wie kulturelle Zugehörigkeit von jedem Einzelnen konstruiert wird.
Inhaltsverzeichnis
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1. Was ist ein Deutscher? Was ist ein Tunesier?
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- 2. Transkulturelle und narrative Identität
- 3. Analyse eines narrativen Interviews
- 3.1. Die Methode
- 3.2. Die befragte Person
- 3.3. Die Analyse...
- 3.3.1. Grobstrukturelle Analyse
- 3.3.2. Feinanalyse....
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- 4. Einordnung der Ergebnisse in die Identitäts- und Migrationsforschung
- 5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Fallstudie befasst sich mit der Konstruktion von Identität durch Sprache am Beispiel eines tunesisch-stämmigen Deutschen. Sie untersucht, welchen Einfluss die Möglichkeiten zur Teilhabe an der deutschen Gesellschaft auf die empfundene kulturelle Identität des Probanden hatten und ob Deutschland ihm zur Heimat werden konnte. Der Fokus liegt auf der Analyse des narrativen Interviews und der sprachlichen Mittel, die der Proband zur Positionierung seiner Identität verwendet.
- Identitätskonstruktion durch Sprache
- Transkulturelle Identität
- Narratives Interview als Methode
- Einordnung in die Migrationsforschung
- Migrationsgesellschaft und Integration
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Was ist ein Deutscher? Was ist ein Tunesier? Dieses Kapitel beleuchtet die Schwierigkeit, kulturelle Identität zu definieren, ohne auf Klischees zurückzugreifen. Es stellt die Bedeutung von Sprache und Nationalität, Ethnie oder Religion bei der traditionellen Konstruktion von Identität heraus, aber auch die Grenzen dieser Kategorien. Als Alternative wird die Methode des narrativen Interviews vorgestellt, um die Selbstpositionierung von Menschen mit multikultureller Biografie zu analysieren.
- Kapitel 2: Transkulturelle und narrative Identität In diesem Kapitel werden die Konzepte der Identität und der Transkulturalität näher betrachtet. Die Definition von Identität als ideelle Konstruktion des Selbst in Bezug zu einem äußeren Bezugsrahmen wird vorgestellt. Dabei werden verschiedene Zugehörigkeiten wie ethnische, kulturelle, soziale und nationale Aspekte berücksichtigt. Der transkulturelle Ansatz betont die individuelle Entwicklung durch verschiedene kulturelle Herkünfte und Verbindungen, die zu einer internen Pluralität führen können. Das narrative Interview wird als Methode zur Erforschung der reflektierten Sicht des Probanden auf seine kulturelle Identität und seine Biografie präsentiert.
- Kapitel 3: Analyse eines narrativen Interviews Dieses Kapitel behandelt die wissenschaftliche Methode des narrativen Interviews und die Biografie des Probanden. Die Analyse des Interviews konzentriert sich auf die Identitätsherstellung durch Sprache, insbesondere auf die sprachlichen Mittel, die der Proband zur Positionierung seiner Identität verwendet.
Schlüsselwörter
Identität, Transkulturalität, narratives Interview, Migrationsgesellschaft, Integration, Sprache, kulturelle Zugehörigkeit, Biografie, Selbstpositionierung, Tunesien, Deutschland, Migrationserfahrungen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Identität durch Sprache konstruiert?
Identität entsteht durch sprachliche Positionierung, bei der Individuen ihre Zugehörigkeit zu Kulturen, Nationen oder sozialen Gruppen verbal aushandeln.
Was ist ein "narratives Interview"?
Eine Forschungsmethode, bei der die befragte Person ihre Lebensgeschichte frei erzählt, um Einblicke in ihre Selbstwahrnehmung und Identitätskonstruktion zu geben.
Was bedeutet "Transkulturelle Identität"?
Es beschreibt eine Identität, die über starre nationale Grenzen hinausgeht und Elemente aus verschiedenen Kulturen zu einer individuellen Pluralität verbindet.
Was versteht man unter "Doing Culture"?
Der Begriff besagt, dass Kultur nicht einfach vorhanden ist, sondern durch menschliches Handeln und Kommunikation immer wieder neu erzeugt wird.
Wie beeinflusst Migration die Heimatgefühle?
Die Studie untersucht am Beispiel eines tunesisch-stämmigen Deutschen, ob und wie Deutschland trotz multikultureller Biografie zur Heimat werden kann.
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- Christiane Oswald (Author), 2017, Identitätsherstellung durch Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387475